Yann Tiersen

  • Ersteller des Themas ChrisSilver
  • Erstellungsdatum

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Ja, ein sehr schöner Beitrag, Sulan, muss ich ehrlich sagen.
 
Opa meldet sich zu Wort

Ich denke / hoffe sehr, dass die Emotionalität in diesem Faden mit dem Alter der Akteure zu tun hat.
Mit 16, 17 wäre ich bereit gewesen, z.B. für die Ehre von Frank Zappa eine blutige Nase zu riskieren. Heute bin ich etwas ruhiger: Wer es fühlt, begreift es. Wer es begreift, versteht es.

Schön.

Und, wenn nicht: wen kümmerts?

Es ist das Recht der Jugend, zu streiten und zu fechten. Wenn alte Trottel das tun, wirds peinlich :D
 
Trotzdem finde ich es echt primitiv Yann Tiersen auf einem Konzert zuzuhören. Das ist echt das Letzte. Ist mir egal, ob sich Pflaume jetzt aufregt oder nicht, ich geb nur meine Meinung ab.

Dieser Yann Tiersen zieht den Konzertbesuchern das Geld aus der Tasche, wenn ihr es nicht merkt. Das hat echt nichts mehr mit Musik zu tun, aber ihr durchschaut ihn nicht. Denkt ihr wirklich, dass er seine Musik ernst nimmt? Wenn ja, dann tut er mir echt Leid.

Ein Komponist ist er auf gar keinen Fall. Und wenn man ihn schon als Komponist bezeichnet, dann ist seine Musik wirklich aufs Minimalste ausgelegt, weniger geht einfacher nicht mehr in seiner Musik, deswegen halte ich die Benennung als Komponist etwas übertrieben. Vielleicht Popkünstler, wobei das Wort "Künstler" schon wieder fragwürdig ist.

Ich zumindest fühle mich irgendwie verarscht, wenn ich da hunderte von jubelnden Leuten sehe, die sich so sehr von seinem Konzert ("Konzert" - auch wieder ein zu übertriebener Ausdruck) begeistern, dass sie sich sogar für ihn nackt ausziehen würden und sich ein Autogramm auf den Allerwertesten wünschten. Das ist doch alles das gleiche wie bei Tokio Hotel, Dieter Bohlen und was weiß ich was für Bescheuerte.

Wenn ich dann auch noch daran denke, dass ein Konzertpianist mehr als 6 Stunden täglich üben muss, um sich auf einen Auftritt vorzubereiten, und Yann Tiersen mal eben ein Stück schreibt, was man nach 10 Minuten auswendig kann oder sogar vom Blatt spielen kann, dann neige ich dazu, mich zu erbrechen.

Ganz abgesehen von seinen Auftritten, also wenn ich nur seine Musik betrachte, dann ist sie nichtsaussagend. Wieso? Weil sich die Motive, die er benutzt, im Loop wiederholen. Das ist fast so wie Fahrstuhlmusik, nur schlimmer. Einfach sein Gehirn ausschalten, mal eben so. Aber wieso nicht? Die Menschen wollen doch ihr Hirn ausschalten, nicht denken, sondern auf einem Floß in der heutigen moderne Welt weiterschwimmen.

Es ist mir zwar klar, dass ich niemanden zu sagen habe, was er zu hören hat, sonst könnte man mich wirklich als soetwas wie "******" bezeichnen, obwohl ****** ja nicht die Menschen auf eine bessere Spur bringen wollte, sondern auch noch schuldig für Millionen von Menschenleben war. Aber wer weiß, vielleicht, irgendwann, in der Zukunft werde ich auch so sein wie ******. Da bin ich mir ganz sicher. Pflaume hat es ja schließlich gesagt. Ich, der Führer. Der, dem alle gehorchen und das Händchen hochheben.

Ehrlich gesagt spielt so mancher Straßenmusiker vielfältigere Musik, als dieser Yann Tiersen. Aber wer gewinnt? Yann Tiersen natürlich, wer denn sonst? Der Straßenmusiker versucht sich durchzukämpfen, aber Yann Tiersen schafft es nur mit einem Schuss. Ich glaube, wenn ein Straßenmusiker in der Art von Yann Tiersen spielen würde, dann wäre er bereits Millionär.

Was ich immer noch nicht verstehe, ist, wie man Yann Tiersens Musik mögen kann. Und dazu habt ihr, die Yann Tiersen Fans, die sich sogar für ihn nackt ausziehen würden, noch nichts geschrieben. Wie wäre es mal, wenn ihr mir begründet, warum man sich seine Musik reinziehen sollte?
 
Ein Komponist ist er auf gar keinen Fall. Und wenn man ihn schon als Komponist bezeichnet, dann ist seine Musik wirklich aufs Minimalste ausgelegt, weniger geht einfacher nicht mehr in seiner Musik, deswegen halte ich die Benennung als Komponist etwas übertrieben. Vielleicht Popkünstler, wobei das Wort "Künstler" schon wieder fragwürdig ist.

Ich will nur nochmal erwähnen, dass es bei Mozart nicht anders war. Seine Musik ist nicht überfüllt, sie hat halt nur so viele Noten als nötig. Auch er komponierte zu seiner Zeit populäre Musik, die Musik war beliebt, vom Großteil der Menschen.

Jedenfalls, soweit ich informiert bin. Insofern haben sich nur die Geschmäcker verändert. Erfolgreich werden immer noch diejenigen, die den Musikgeschmack der breiten Masse treffen, auch wenn der sich inzwischen geändert hat.

Zitat von ubik:
Dieser Yann Tiersen zieht den Konzertbesuchern das Geld aus der Tasche, wenn ihr es nicht merkt. Das hat echt nichts mehr mit Musik zu tun, aber ihr durchschaut ihn nicht. Denkt ihr wirklich, dass er seine Musik ernst nimmt? Wenn ja, dann tut er mir echt Leid.

Wenn jemand dafür zahlt, unterhalten zu werden und er unterhalten wird, ist alles in Ordnung. Wo ist das Problem? Wenn du die Musik nicht ansprechend findest, wirst du ihm kein Geld geben. Wenn jemandem die Musik gefällt und er dafür einen Konzertbesuch zahlt und Spaß dabei hat, wo ist das Problem?

Wie gesagt, die heutige Musik ist anders. Sie ist nicht so aussagend, so tiefgründig wie klassische Musik, zumindest kann man in klassische Musik mehr reininterpretieren. Aber auch mit populärer Musik kann man Gefühle wecken, quasi eine Aussage treffen, über seine Trauer singen oder spielen oder sowas. Nur weil du die Einfachheit der Musik ankreidest, heißt das doch nicht, dass sich Yann Tiersen nichts bei dieser Musik gedacht hat. Und wenn er sich gerne auf diese Art und Weise musikalisch ausdrückt - und wenn er Menschen damit erreicht - wieso hat das nichts mit Musik zu tun?

Übrigens:
Wie ich jetzt auf einer Threadseite (15) 5x das Wort "******" in einem Thema über einen Komponisten lesen muss, frage ich mich langsam, was hier abgeht.
 
Es ist mir zwar klar, dass ich niemanden zu sagen habe, was er zu hören hat, sonst könnte man mich wirklich als soetwas wie "******" bezeichnen, obwohl ****** ja nicht die Menschen auf eine bessere Spur bringen wollte, sondern auch noch schuldig für Millionen von Menschenleben war. Aber wer weiß, vielleicht, irgendwann, in der Zukunft werde ich auch so sein wie ******. Da bin ich mir ganz sicher. Pflaume hat es ja schließlich gesagt. Ich, der Führer. Der, dem alle gehorchen und das Händchen hochheben.

Könnt Ihr diese Geschmacklosigkeiten nicht endlich mal sein lassen? Es leben immer noch Menschen unter uns, die damals sehr gelitten haben und vielleicht heute noch leiden. Es kann doch nicht sein, dass Ihr Euch herausnehmt, Euch damit so flapsig in Szene zu setzen.
Mit Musik und Klavierspiel hat das alles nichts zu tun. Erledigt das doch bitte an Euren Stammtischen.
Ich habe dafür kein Verständnis mehr.

Grüße,
Rosenspieß.
 
Leute, reisst Euch zusammen! Wenn es so weiter geht schliesse ich den Thread. Die Grenze unangemessener Ausdrucksweise ist längst überschritten. Ich habe bereits 2x angemahnt sachlich zu bleiben. Haltet Euch bitte daran!

Grüße
 
Aber wer weiß, vielleicht, irgendwann, in der Zukunft werde ich auch so sein wie ******. Da bin ich mir ganz sicher. Pflaume hat es ja schließlich gesagt. Ich, der Führer. Der, dem alle gehorchen und das Händchen hochheben.

Lern doch mal lesen und nimm nicht Dinge aus dem Kontext um sie an anderer Stelle völlig zweckentfremdet wieder reinzupacken!

Ich habe lediglich gesagt das er der Meinung war, das SEINE VORSTELLUNG VON ETWAS DIE EINZIG WAHRE IST und Du die selbe Hartnäckigkeit bei Deiner Einstellung an den Tag legst.

Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn jemand sagt, das ein Apfel nach Orange riecht, bedeutet das weder das der Apfel eine Orange ist, noch das er danach schmeckt, auch ändert der Apfel jetzt nicht plötzlich seine Farbe und es wächst kein Orangenbaum wenn man die Kerne einpflanzt, es bedeutet nur eines:

Das der Mensch den Geruch eines bestimmten Apfels mit dem für ihn erfahrenen Geruch einer Orange gleichsetzt, was bedingt ist durch seine Sinneswahrnehmung und Lebenserfahrung, die bei einem anderen Menschen aber schon wieder ganz anders sein kann.

...
Pflaume
 
Ich habe lange geschwiegen. Jetzt muss ich mich aber einmal zu Wort melden.

Leute ich muss Euch was sagen: Die kontroversiellen und emotional geführten Auseinandersetzungen in diesem Thread stimmen mich froh und geben mir Hoffnung, daß es mit Klavier doch nicht bald Schluss ist.

Ich habe erlebt, wie Claydermann das erste Mal auf der Bildfläche erschien. Das Theater war das Selbe. Es war der große Kampf (damals noch ohne Internet) zwischen den musikalischen Gemütern, welches ER auslöste!

Was Claydermann betrifft - ohne Ihn, wäre das Klavier gesellschaftlich schon in den Rang des Cembalos abgerutscht.

Das ist kein Witz! Jeder der ins Klaviergeschäft ging wollte dieses EINE Lied irgendwann einmal spielen können. Er war fast zwei Jahrzehnte lang der Hauptgrund, warum es Klavierbaufirma und Co. heute noch gibt in Deutschland, Österreich, Schweiz und wer weiß noch wo.

Seit einigen Jahren ging die Zugkraft dieses Phänomens zusehends zurück - und ich fragte mich immer wieder, wieso sich die Klavierbauindustrie nicht gemeinsam, wie andere Branchen ein Strategie zulegt, die die Nachfrage weckt. Seis drumm, die Versuche waren eher halbherzig (doremi und co.) und keineswegs geeignet den Dampfer länger über Wasser zu halten.

Doch welch ein Glück, was sich mit Yann Tiersen nun eröffnet!
Glaubt mir, ich höre den Teenagern genau zu, wenn sie mir etwas vorspielen - welcher Grad von Enthusiasmus dabei ist oder nicht - und kann etwas erkennen, daß ich schon lange vermisste.

Liebe Grüße
Klaviermacher
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

@klaviermacher

... da hast Du aber einen wirklich interessanten Ansatzpunkt gegeben. Ja, ich denke, Du liegst 100%-ig richtig. Wenn die 16, 17-jährigen Freunde meiner Ältesten zu Gast sind, dann spielen ALLE ... yann tiersen.

Wenns schee macht... :D

Ohne die Claydermans und Thiersens wäre es um die Zukunft des deutschen Amateuer-Klavierspiel wohl wirklich schlechter bestellt.
 
Was würdet ihr denn sagen, wenn die Yann Tiersen Stücke als Chopin Préludes bekannt geworden wären?
Es gibt doch Préludes von Chopin, die ein ähnlich "niedriges Niveau" haben wie die "popeligen Tiersen-Stücke"...
Vielleicht ist Tiersen der Mozart von heute: mit möglichst wenig möglichst viel erreichen...
 
bevor ihr weiter hier über ******, tiersen und clyedermann und suezid von forumteilnehmern gedanken macht,
wie wäre es einfach mal mit ein wenig musikalischer hygiene?!
mein vorschlag:
1. beethoven, sonaten, gespielt von salomon, richter oder grinberg
2. diverse live-mitschnitte von sokolow-konzerten der 90er und 2000er jahre
3. richter wenn er schumann spielt, aber auch gerne schubert, vorallem inden 60er jahren
4. horowitz mit chopin in den frühen jahren, oder scarlatti in den spätern
5. alle soloaufnahmen von art tatum, lennie tristano, errol garner und bill evans
6. für liebhaber von minimaler musik: mozart-sonaten mit haskil, horowitz oder lipatti
7.für liebhaber nicht nur klassischer moderne: viele aufnahmen von ljubimow oder cecil taylor

aller guter dinge sind 7 ,-)
 
Es gibt doch Préludes von Chopin, die ein ähnlich "niedriges Niveau" haben wie die "popeligen Tiersen-Stücke"...

Ja. AAAber .... !!! Diese Préludes haben eine Melodie, der man folgen kann. Sie hat eine gewisse Logik, zeichnet einen gewissen Kreis. Nichts kantiges, sich loopmäßig wiederholendes wie bei Tiersen.

wie wäre es einfach mal mit ein wenig musikalischer hygiene?!
mein vorschlag:
...

Das Doofe ist, dass das sowieso niemand macht. Ansonsten würden diejenigen auch eine andere Meinung haben.
 
Wer garantiert denn, dass jeder Mensch, der sich komplexerer Musik widmet, das Interesse an leicht zugänglichen, simpleren Stücken komplett verlieren wird (Falls das die "Meinung" ist, von der du sprichst)?

Nein, ich meinte, dass man sich dann auch diese Musik gerne anhört, nicht nur Stücke wie die von Yann Tiersen. Aber die meisten denken, dass wenn sie ein Stück von Yann Tiersen spielen können, dass sie dann generell die Klavierkunst beherrschen. Ich kann übrigens kein Klavier spielen.
 
ubik, für mich sind deine Argumente an den Haaren herbeigezogen.
Die meisten Tiersenstücke haben durchaus eine (schöne) Melodie, und auch Chopin hat sehr "einfache", trotzdem nicht minder schöne Musik geschrieben.
- Und manchmal auch recht langweilige.

diese Préludes finde ich zum Beispiel nicht besonders interessant, die können meiner Ansicht nach mit Tiersen "mithalten".
Chopin war auch kein Gott, und Tiersen hat genauso seine Daseinsberechtigung und schöne Musik komponiert.
http://de.youtube.com/watch?v=j2OFRvubXCA
http://de.youtube.com/watch?v=7ubM8sohyrc
 
Aber die meisten denken, dass wenn sie ein Stück von Yann Tiersen spielen können, dass sie dann generell die Klavierkunst beherrschen.

Man, man, Deine Menschenkenntnis muss ja enorm sein, wenn Du immer solche allgemeinen Aussagen treffen kannst.

Das anhören von bestimmten Musikstücken trägt wohl nicht dazu bei, das man diese Musik dann auch zu mögen lernt.
Ich kann mir 10.000 Opern anhören und ich wette, danach finde ich immer noch keinen Gefallen an dem Gejaule.

Gruß
Pflaume
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Zurück
Top Bottom