Musik vs. Sport

Tzimon Barto kann mehr stemmen. Dafür trinkt er vermutlich weniger.

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Das heißt nicht, dass ich Sport seine Existenzberechtigung abspreche. Das heißt auch nicht, das ich Sport im Sinne eines subjektiv-epistemologischen Wahrheitsbegriffs herabwürdige: Sport kann Menschen sehr erfüllen und das ist wundervoll. Aber es heißt, dass man Sport objektiv-ontologisch nicht mit Kunst, Musik und Literatur auf eine ebene Stellen kann, wie es allzu häufig geschieht, da es sich um grundverschiedene menschliche Ausdrucksformen handelt.
@ Lisztomanie
Was du unberücksichtigt läßt, ist einfach, dass Sport unheimlich Spass machen kann (ich rede jetzt nicht vom Mammutjagen, obwohl ...:-D). Und dabei muss der Wettkampfgedanke nicht einmal im Vordergrund stehen bzw. ursächlich dafür verantwortlich sein. Sicher, manchen geht das vollkommen ab - anderen eben die Freude an künstlerischer Betätigung. Ich mag einfach nicht, dass man hier so tut, als wäre man als Klavierspieler automatisch ein emotionales und geistiges Schwergewicht. Das kann sein, muss aber nicht (ein Blick in unser Forum genügt ;-)).

Lieber Rikki,

an dieser Stelle möchte ich Dir noch mal sehr meinen ersten Beitrag hier im Faden ans Herz legen - auf das Du ihn diesmal gründlicher lesen mögest....:schweigen::heilig::-D

Das heißt nicht, dass ich Sport seine Existenzberechtigung abspreche. Das heißt auch nicht, das ich Sport im Sinne eines subjektiv-epistemologischen Wahrheitsbegriffs herabwürdige: Sport kann Menschen sehr erfüllen und das ist wundervoll. Aber es heißt, dass man Sport objektiv-ontologisch nicht mit Kunst, Musik und Literatur auf eine ebene Stellen kann, wie es allzu häufig geschieht, da es sich um grundverschiedene menschliche Ausdrucksformen handelt.

Auch ich finde schöne Seiten an Sport, aber mir gefällt der grundsätzliche Umgang mit diesem Thema in unserer Gesellschaft nicht! Ich finde die heutige Sportkultur sozusagen - unsportlich! :-D

Herzliche Grüße

Euer Lisztomanie
 
...aber mir gefällt der grundsätzliche Umgang mit diesem Thema in unserer Gesellschaft nicht! Ich finde die heutige Sportkultur sozusagen - unsportlich!
Das Thema findet 10x mehr Beachtung als die Kunst.
Es gibt sehr gute und wirklich vielseitige Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen. Ich finde, die Sportkultur ist die Kultur, die am besten "überlebt" hat, anerkannt und gefördert wird.

Ansonsten gefällt mir die Eingangsfrage nicht. Ich störe mich gewaltig an dem "mit und ohne Migrationshintergrund". Wenn man eine Frage so formuliert, setzt man schon falsch an.
 
Das Thema findet 10x mehr Beachtung als die Kunst.
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ja und??
...es gibt matrazige Themen, die noch viel mehr Beachtung als der Sport finden... :lol:

Ansonsten gefällt mir die Eingangsfrage nicht. Ich störe mich gewaltig an dem "mit und ohne Migrationshintergrund". Wenn man eine Frage so formuliert, setzt man schon falsch an.
d´accord!
 
Naja, bei Kindern weniger, und um die ging es doch oder? :)
was haben Kinder von deinem Hinweis, dass Sport 10mal mehr Beachtung findet als Kunst? ...mal überlegen... ah... ja!... sollen die daraus lernen, z.B. dass alles, was mehr Beachtung findet, sogleich relevanter und nachahmenswerter ist?... ;-):teufel: es gibt viel mehr Fliegen als Elefanten, also nieder mit dem Rüsseltier :lol:
 

Wir müssen das hier nicht vertiefen, rolf. Dass R. kein Alkoholproblem hatte, habe ich nicht behauptet.

Mir geht es um eine differenzierte Darstellung. Reger -der Säufer, das ist mir zu einfach. Wäre er schon früh wirklich Alkoholiker gewesen, hätte er sein extrem hohes Arneitspensum über die vielen Jahre (v.a. ab ca. 1900) wohl kaum in der Qualität leisten können und wäre nicht in zahlreiche Ämter pp berufen worden.

Er sprach selbst von seinen frühen "Sturm-und Trankjahren" .Seine Frau Elsa berichtet über das Thema Alk. recht differenziert. Und sein früher Tod stellt sich eher als Folge eines medizinischen Behandlungsfehlers (Medikamentenüberdosierung) dar.
 

was haben Kinder von deinem Hinweis, dass Sport 10mal mehr Beachtung findet als Kunst?
Ach Rolf, stell Dich an! ;)
Das bezog sich auf die Eingangsfrage (Kinder) und vor Allem auf das Zitierte von Lisztomanie, der meinte, es stände schlecht um die Sportkultur.
 
Dass es im sport- und musikpädagogischen Bereich interessante (interkulturelle) Ansätze gibt, ist prima und wünschenswert - übrigens ein sehr interessanter Artikel, Chiarina!

Um die Eingangsfrage zu klären, muss ich quasi Sport und Musik etwas gegeneinander ausspielen. Denn die Frage lautet immer noch: Was leistet die Musik mehr als der Sport – und jetzt noch unter der erweiterten Bedingung, dass in beiden Bereichen pädagogische Ansätze, z.B. im interkulturellen Bereich, verfolgt werden.

Nachfolgend eine kleine Sammlung der bisherigen Argumente in Abgrenzung zum Sport.

Musik:

· … kann schöpferisch sein

· … kann kulturelle Besonderheiten und Unterschiede besser artikulieren
· …hat keine Gewinner und Verlierer (hätte der durchpädagogisierte Sportunterricht vermutlich auch nicht :-D)

· …hat keine einschränkenden Regeln und ist somit grundsätzlich kreativ(er) und nonkonformistischer angelegt

Gruß,
-joe
 
Um die Eingangsfrage zu klären, muss ich quasi Sport und Musik etwas gegeneinander ausspielen. Denn die Frage lautet immer noch: Was leistet die Musik mehr als der Sport – und jetzt noch unter der erweiterten Bedingung, dass in beiden Bereichen pädagogische Ansätze, z.B. im interkulturellen Bereich, verfolgt werden.
die beiden Bereiche (Musik - Sport) leisten derart unterschiedliches, dass ein gegeneinander-aufwiegen nicht sonderlich zielführend sein kann

im interkulturellen Bereich kann es in beiden Fällen Stress geben: manchmal wird der Schwimmunterricht elternseits untersagt, ebenso könnte das gemeinsame singen von Kirchenliedern auf Ablehnung stoßen ;-)
 
Ach Rolf, stell Dich an! ;)
Das bezog sich auf die Eingangsfrage (Kinder) und vor Allem auf das Zitierte von Lisztomanie, der meinte, es stände schlecht um die Sportkultur.

Das ist doch genau das Problem, das ich ansprach, lieber Peter:

Es geht den Leuten nur noch um Quantität, nicht mehr um Qualität. Ich habe nirgends gesagt, dass Sport zu wenig oder zu viel beachtet wird, sondern ich habe mich darüber mokiert, in welcher Form er beachtet wird. Wenn ich z. B. an die Olympischen Spiele in Sotschi zurück denke, kann ich nur sagen: Mir als altphilogisch interessierten Menschen wird übel, wenn ich daran denke, was aus dem griechischen Ideal eines Athleten geworden ist.

Das ist aber wohl kein Problem des Sports an sich: Um die Musik dürfte es wohl nicht viel besser bestellt sein...:cry2:
 
Wenn ich z. B. an die Olympischen Spiele....denke...
dann denkst Du an was völlig anderes als ich.
Ich denke an Kinder und Jugendliche, die sich in unterschiedlichsten Sportvereinen gemeinsam betätigen können, unabhängig von sozialem Stand oder Herkunft. Das hat der Sport den bildenden Künsten voraus.
 

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