Was übt/spielt ihr gerade?

Bei mir derzeit auf dem "Speise"- bzw. Übeplan zwei große Werke von Chopin: Die Fantasie f-moll sowie die 4. Ballade, beide in Vorbereitung für den Chopin Wettbewerb in Warschau, an dem ich nächstes Jahr gerne teilnehmen möchte.Das Grundgerüst steht insbesondere bei der Fantasie, es gibt noch eine Passage, in der ich mir einige Fingersätze anschauen muss. Dann bin ich soweit, dass ich sie in langsamen Tempo durchspielen kann. Die Ballade braucht einfach Zeit, sie ist äußerst "tricky" an einigen Stellen.... aber es macht unglaublich Spaß!
 
Respekt, da hast Du Dir ein sehr hehres Ziel gesetzt, viel Erfolg bei der Vorbereitung

Ich war 2015 schon einmal in warschau und hatte eine tolle Woche mit tollen Leuten. Der Wettbewerb ist eigentlich völlig nebensächlich, aber ich möchte schon mit einem Programm hinfahren bei dem ich weiss, dass ich mich nicht verstecken brauche.... daher auch die frühe Vorbereitung!
 
Ich beschäftige mich ja auch gerade (wieder) mit Burgmüller und höre mir dazu diese Einspielungen an. Am Anfang muss man es ja noch nicht so schnell spielen können, aber man erfährt, wo es hingehen soll.

Dr. Alan Huckleberry für University of Iowa Piano Pedagogy Project (UIPianoPed)

View: https://www.youtube.com/playlist?list=PL1EF6ADC4BB93D8E4


CD von Carl Petersson

View: https://www.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_n2CREtwljw7S0oLgYG6FA2_wJTRVUeeXk

Um Burgmüller Op. 100 bzw. Op. 109 anzuhören, hab ich noch diese Playlists gefunden (Diane Hidy, Klavier):


View: https://www.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_mVyugnG9VgFNuZhme4UVxyczcr1aje9ck



View: https://www.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_mGtfh81eD_vV8Xx97jlAdUsxPosK7q6b8
 

Meine Hauptbeschäftigung sind zur Zeit op. 45, 25/1 und 48/1 von Chopin. Beim Prélude tue ich mich mit dem Spannungsverlauf noch sehr schwer, und es steckt doch so viel darin, was hervorgeholt werden möchte. Tut fast weh, das mit meinen Holzhänden zu spielen. Geschieht ihr recht. Die Etüde befindet sich mitten in der dritten Wandlung (kennen Profis nicht, nur Späteinsteiger: die, wo das Klappern jäh in geschmeidiges Wohlgefühl zerfließt und man nicht weiß, warum) und macht also Spaß. Die Nocturne, deren anfangs angeschmachtetes Thema und Struktur ich nach einigen Wochen gar nicht mehr so wunderbar finde, nutze ich, um große Handspannungen ins Lockere zu üben (im choralen Mittelteil), und für diese hinternäckige Melodieführung im rechten kleinen Finger, wenn das ganze Notenpapier schwarz ist, aber nur alle paar Takte ein flirrender Ton im Diskant zu hören sein soll. Smorz und so.
Vor einer Weile habe ich mir in einem Anfall von Ehrgeiz viel zu viel aufgehalst, im Hintergrund lungern deshalb noch: op. 28/1 zur Stärkung der Binnenspannung auf Empfehlung von mick, funktioniert auch prima; op. 59/1, das ich auch nach großem Aufwand nicht vollständig "in die Finger" bekomme, etwas Verrücktes ist drin in dieser Mazurka, das nicht von Menschen begriffen werden soll; op. 41/1 und 30/4, die beide deutlich zugänglicher sind und noch ein wenig Schliff benötigen; op. 10/3, wo ich die bravura-Stelle gerne zuverlässiger hinbekommen möchte; außerdem transponiere ich auf Raten meines Lehrers wild an den Bachschen Inventionen herum (klappt nicht) und beschäftige mich, wo ich schon da bin, mit den damals üblichen Verzierungen. Meine linke Hand wußte gar nicht, daß es die gibt!
Zu guter Letzt nehme ich gelegentlich Stückchen auf, was ich halt so bisher gespielt habe. Da kommt alles Mögliche zusammen, z.B. eine alte Klavierschule, oder Burgmüller, Notenbüchlein, und schaumermal.
 
Ich übe eigentlich nicht wirklich, denn dazu fehlt mir die Traute, Unfertiges hören zu lassen. Das sind im Grunde meine Nachbarn schuld, denn spiel ich mal länger nicht, dann fragt man, warum ich nicht mehr spiele. Wenn ich Sachen spiele, die ich kann, dann sagt schon mal jemand übern Zaun:" Das war aber schön gestern Abend."
Und übe ich mal, dann sagt kein Schwein was.🤐
 
Gottlob steht jetzt endlich mal - vor kleinem Publikum, Corona grüßt noch immer! - eine Art Auferstehungskonzert nach zu langer Pause an.
60 Minuten Programm mit Scarlatti, op.111, einer eigenen Transkription und Islamey.
Wir werden sehen, was draus wird!
 

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