Träumerei

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@ alle Träumer:

Im drittletzten Takt der "Träumerei", bei der Fermate, ist l.H. der Akkord "GHh". Das kann ich mit meiner Frauenhand leider nicht greifen. Meine frühere Klavierlehrerin hat mir damals das obere "h" weggestrichen und ein "f" hingemacht.
Was machen andere, die das Original nicht greifen können, an dieser Stelle? Arpeggio?

Gruß
Tosca
 
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Ein f draus zu machen geht meines Erachtens auf gar keinen Fall. Denn dadurch geht die Linie a-h-c verloren. Ich würde arpeggieren. Oder mir persönlich gefällt auch die Variante g und h links zusammen mit f, g und d rechts voraus zu spielen und dann das a rechts mit dem h links auf die Zählzeit zu nehmen.
 
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Mein Lehrer hat wegen meiner etwas kleineren Hände rechte und linke Hand mich gebrochen spielen lassen, obwohl ich knapp die Decime greifen kann.
Spiele die Träumerei schon über 40 Jahre so.

Gruß Hartwig
 
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Die Akkordtöne müssen so schnell hintereinander gespielt werden, dass das h mit dem Akkord der rechten Hand zusammenfällt. Das heißt du spielst die linke Hand schon kurz vor der rechten. (Für diese Technik gibt es auch eine Bezeichnung, nur ist sie mir leider entfallen, ich hoffe, das hilft dennoch weiter)
 
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Danke für eure Antworten, dann mache ich das künftig genauso wie ihr.

Und jetzt hätte ich da noch eine Frage an die Musikwissenschaftler zur Befriedigung meiner Neugier:
Warum hat der Schumann das im ersten Takt so geschrieben, wie er's geschrieben hat? Ich greife die Töne natürlich so, wie meine Schott-Ausgabe es im kleinen Bild unter a) angibt, und ich vermute, das machen andere auch, denn das klingt ja nicht anders. Aber es gibt doch bestimmt einen Grund für Schumanns Schreibweise, und der würde mich mal interessieren.

Gruß
Tosca

 
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Hallo Tosca,
Ich verstehe Deine Frage nicht ganz:
Meine Peters- und auch Henle-Ausgabe(Urtext) schreibt den 2. Takt wie obere Zeile und so spiele ich es auch. Ist doch das F für volleren Klang (Oberton F ist ja noch liegengeblieben und Pedal getreten) erforderlich und klingt doch auch anders als das A. Wird doch auch links schon angeschlagen.
Was ist da "Original" und warum spielst Du anders?

Gruß Hartwig
 
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upps, ich hab da wohl was übersehen!
Nun als meine korrigierte Erklärung:
Wie Deine Ausgabe anzeigt, brauchst Du das F ja nicht mit der rechten Hand zu greifen, ist ja linke Hand. Hatte ich übersehen in der Eile.
Beim Nachspielen Der unteren, 2. Art kannst Du sicher die folgenden Noten der rechten Hand besser greifen, obwohl ich den angegebenen Fingersatz auch nicht befolge, sondern rechte Hand das e mit 2. aber das F mit 1. Finger spiele.
Gruß Hartwig

PS: bin wohl schon wieder bei der Arbeit morgen, nach Urlaub
 
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Hallo Hartwig,

Dein erstes Posting hat mich drauf gebracht, dass bei der Originalausführung ja das "a" mit der linken Hand gehalten wird, während es in der Zweit-Version mit rechts losgelassen wird. Das "a" war es dann wohl, das Schumann hier wichtig war.
Das "e" spiele ich genau wie Du auch mit 2 und dann "f" mit 1.

Süße Träume und guten Arbeitsanfang morgen wünscht Dir
Tosca
 
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Tosca:
das mit dem A sehe ich auch so. Läßt sich besser halten, obwohl ja das Pedal getreten ist... bis zum nächsten Takt.

Arbeit schmeckt noch nicht , daher werde ich mit Cubase weiter Rhythmus-Eingaben üben in meine Marschkomposition. (1.Versuch)
Dir weiter träumen wünscht
Hartwig
 
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Boah, ich glaub's ja wohl nicht:
Bei meiner Schott-"Träumerei" steht keine Metronom-Angabe dabei. Aber in der Ausgabe meiner Kollegin (DDR-Ausgabe von "Album für die Jugend / Kinderszenen", Verlag vergessen) steht allen Ernstes "Viertel = 100" und dahinter in Klammern als Empfehlung des Verlags "Viertel = 72"!!!

Bei 72 geht's schon ab wie Schmitz' Katz, 100 ist völlig undenkbar.
Steht bei euch irgendeine Schlagzahl dabei?

Ungläubige Grüße
Tosca
 
P

Pianissimo

Guest
100 ist völlig undenkbar, klingt ja total gehetzt.


Ich wäre so für 60, 70 .

Außerdem: in welchem Stück ist man so frei im Tempo, wie in der Träumerei.... *G*


Also, blos keine Alpträume entfachen ^^

MFG
PP
 

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In meiner alten Peters-Ausgabe steht auch viertel=100, ohne weitere Bemerkungen. Ich spiele es aber auch deutlich langsamer, nicht ganz so langsam wie der Chinese.

Gruß Hartwig
 
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Es soll noch einen Chinesen geben, der auch Klavier spielt.

Gruß Hartwig
 
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:wink:

Naja, stimmt, es soll überhaupt ziemlich viele Chinesen geben ...

Wu Wei
 
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Die Schumann´sche Notation dieses ersten Taktes hat einen einfachen Grund: Er dachte in Stimmen, nicht in Griffen. Und er wollte an dieser Stelle hier einfach die weite Lage haben, also hat er sie auch geschrieben...Bei einigen Stellen (z.B. die in B-Dur), bei denen der Griff auch auf den ersten Blick so merkwürdig aussieht, erklärt er sich dann in der Fortschreitung der linken Hand (Sexte - Quinte).
Ich kenne zwei Meinungen. Die einen sagen, ich greif das einfach so, wie es bequem ist, die anderen sagen, ich greif das so, wie es notiert ist. Ist eine Grundsatzfrage, klingen MUß beides Gleich. Tut es auch, wenn man sich Mühe gibt...

Die Metronomangaben stammen original von Schumann. Allerdings sind die wirklich nicht ernst zu nehmen. Die entstanden wohl eher auf die Schnelle, als irgendein Verleger noch schnell eine Tempoangabe von ihm haben wollte...Über "von fremden Ländern und Menschen" steht 108 M.M. Und das geht dann auch richtig ab...
Ich empfehle den Aufsatz von Alfred Brendel zu dem Thema Kinderszenen, enthalten in "Musik beim Wort genommen".
Brendel benennt den Aufsatz so:
Der Interpret muß erwachsen sein. Zu Schumanns Kinderszenen.

Toller Titel. Und so viel zu den "leichten" Kinderszenen...
 
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Nur daß ich die Täumerei von Lang Lang gespielt irgendwie übertrieben langsam und fast wie Verhohnepiepelei empfinde, um den einen Chinesen mal zu beschreiben. Aber ist wohl mal wieder Geschmacksache.
Gruß Hartwig
 
 

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