Interpretations-Workshop Nummer 2

Welche Interpretation(en) gefallen Dir besonders gut?

  • A

    Stimmen: 13 48,1%
  • B

    Stimmen: 6 22,2%
  • C

    Stimmen: 4 14,8%
  • D

    Stimmen: 9 33,3%
  • E

    Stimmen: 3 11,1%
  • F

    Stimmen: 6 22,2%
  • G

    Stimmen: 2 7,4%

  • Umfrageteilnehmer
    27
Hartwig, die Links zu den neuen Interpretationen funktionieren jetzt.

Gruß
 
Doch, schon ich bin ja selber dran.
Ich wollte nur damit ausdrücken, dass die Goldberg Variationen das schwerste und durchkomponierteste Stück ist was Bach geschrieben hat.
Ich würde nicht im Traum daran denken und auch nicht wagen irgend etwas daran zu verändern.

Gruß Chief
 
Ich wollte mich zurückhalten.
EVA bist du so vermessen was über Goldberg Variations zu sagen!

Lass die Finger davon.

Gruß Chief

Habe ich zu diesen Variationen irgendwas gesagt? :confused:

Und Ingrid gab es auch nur als Beispiel an. Da es aber auf diesen Vorschlag mit den Veränderungen ohnehin keine Kommentare gab, sollten wir einfach alles so lassen, wie es bis jetzt ist.
(Mit dem kleinen Unterschied, dass sich die, die noch nicht so lange lernen, bei der Stückauswahl mehr einbringen ;))
 
Doch, schon ich bin ja selber dran.
Ich wollte nur damit ausdrücken, dass die Goldberg Variationen das schwerste und durchkomponierteste Stück ist was Bach geschrieben hat.

Was Musik für Tasteninstrumente betrifft, könnte "durchkomponiertetste" (was für ein tolles Wort :p ) schon zutreffen.

Aber der Mythos, daß die Goldbergvariationen besonders schwierig zu spielen seien, ist wirklich nichts als ein Mythos. Bach hat bei weitem Schwierigeres komponiert. Schon die dreistimmigen Inventionen sind zumeist schwieriger als die GbV, von den Partiten und dem Wohltemp.Clavier ganz zu schweigen.

Ich würde nicht im Traum daran denken und auch nicht wagen irgend etwas daran zu verändern.

Gruß Chief

Musik als Heiligtum? Da hat man im 21. Jahrhundert doch eine etwas aufgeklärtere Kunstauffassung - oder bin ich da falsch informiert?

Haydnspaß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Das hier ist der typische Fall eines Mißverständnisses: Ingrid hat gemeint, das man halt einfach beim Spiel in der Wiederholung einzelne Verzierungen etc. ändert, weglässt, dazu erfindet, etc. -- das ist durchaus legitim und auch im Sinne Bachs. Chief hat das, so meine ich, mißverstanden.

Tom
 
Tut mir leid, du hast recht, aber ich wollte nur auf Werktreue hinweisen.
Hör dir mal die Einspielung A an, ist das legitim.
Was würde Schumann dazu sagen?

Gruß Chief
 
Er würde vielleicht sagen: "Dass ich nicht darauf gekommen bin..." *g*
Also, wissen können wir nicht wirklich, was diese Komponisten dazu sagen würden und darum denke ich, dass Veränderungen in gewissen Grenzen erlaubt sind. Außerdem war es ja gerade in barocker Musik so, dass nur das notwendigste notiert wurde und es reichlich Raum für eigene Interpretationen gab, was Verzierungen betraf.
 
Sind wir hier in einem Interpretations workshop oder in einem Improvisations workshop?
Die Jazz Ecke ist doch wo anders, wo jeder spielen kann was er will.
Der Dichter spicht.... oder ich?

Chief
 
Also, kleinere Verzierungen anzubringen, also Triller oder so, das gehört meiner Meinung nach schon noch irgendwie zur Interpretation. Aber man könnte vermutlich auch sehr lange darüber diskutieren, was nun noch interpretatorisch erlaubt ist und was nicht. Darum finde ich ja auch diesen Workshop so interessant.
 
Sind wir hier in einem Interpretations workshop oder in einem Improvisations workshop?


Die Frage klingt lustig, ist aber durchaus bedenkenswert!

Musik ist ja oft aufgeschriebene Improvisation. Zumindest aufgeschriebene Entwicklung. Man soll ein Stück nicht so spielen, als sei von vorneherein alles festgelegt wie bei einem "Malen nach Zahlen"-Bild. Musik muß gestaltet werden, im besten Fall soll es sich so anhören, als ob dem Pianisten das Stück eben im Moment einfällt. Das ist natürlich nicht so einfach, wenn man das Stück schon 500 mal gespielt hat, aber das wäre zumindest meine Idealvorstellung.

Die Frage, wie weit man vom Notentext "abweichen" darf, ist auf jeden Fall äußerst umstritten. Es fängt schon damit an, was man als "abweichen" verstehen will. Einige sehen ja bereits ein Abweichen vom mechanischen Metronomschlag als Sakrileg an. Dabei ist ziemlich sicher, daß die Komponisten eben keinen sturen Rhythmus gespielt haben wollten, auch wenn manche Klavierspieler dies aufgrund der Rhythmus-Notation (die eine mathematisch vereinfachte Notation ist) glauben.

Und zur Barockmusik gehört der freie Umgang mit Verzierungen auf jeden Fall dazu.

Das sind so meine spontanen Gedanken zum Thema "Interpretation und Improvisation"

Haydnspaß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Sind wir hier in einem Interpretations workshop oder in einem Improvisations workshop?
Die Jazz Ecke ist doch wo anders, wo jeder spielen kann was er will.
Der Dichter spicht.... oder ich?

Chief

Ich bitte dich... Was soll das??

Wieso muss Improvisation immer zwangsweise auch Jazz heißen? Improvisation ist Musik. Denk doch an Orgelimprovisationen, die man noch manchmal hören kann. Viele sind kein bisschen jazzig. Also bitte Improvisation nicht zwangsweise Jazzimprovisation sein lassen!


Und das hier ist doch der Interpretations workshop. Da soll man doch interpretieren. Wäre doch total doof würden alle genau das spielen was da steht. Dann könnt man das ganze hier doch lassen! Ein bisschen vom Pianisten soll doch im STück sein. Und wenn der eine einen Ton laut will, obewohl in den Noten leise steht, oder eine Viertel lieber eine Punktierte Viertel halten will, dann will er das doch nur, weil er so fühlt.

Man sollte niemals Interpretation so sehr unterdrücken. Stures spielen der Noten kann ein Computer auch machen, wir sind Menschen, Individuen, und genauso wie wir individuel sind, ist unsere Musik im Ausdruck, der Interpreation doch auch individuel!



oli
 
nur 5 zu hören

Hallo Fabian,
Danke für Deine Mühen, aber ich kann weiterhin nur die ersten 5 hören, die nächsten lassen sich nicht anwählen, weil sie gar nicht angezeigt werden zur Auswahl.
Du hast doch nur für 5 Einspielungen die Links erstellt auf der Extra-Auswahlmöglichkeit, nicht die Übersicht von Alex (die funktioniert bei mir ja immer noch nicht).
Gruß Hartwig
 
Hartwig, es funktioniert alles. Alex hat Dir mögliche Fehlerquellen auf Deinem Computer gemailt. Mir ist es unmöglich per Ferndiagnose Dir technisch zu helfen.

Die letzten Einspielungen sind über
sowie
zu finden. Diese Möglichkeit sollte auch bei Dir funktionieren.

Gruß
 
Ferndiagnose nicht nötig

Danke Fabian,
die PN von Alex habe ich schon gelesen, aber sie hilft mir leider nicht, das Problem zu lösen.
Da ich weiß, daß ihr noch anderes zu tun habt, als meinen Computer einer Ferndiagnose zu unterstellen, kann ich Euch von jenen Mühen befreien und sage nochmals Danke für die Mühen, die ihr hattet.

Gruß Hartwig

PS: mit den letzten Links läßt sich nun auch alles anhören, danke.
 
Abstimmungserläuterung

Hallo,
nun habe ich auch abgestimmt und den 3 Besten meine Stimme gegeben. Durfte ich das so, ohne weitere Reihenfolge der Wertung mit anzugeben?

1. Einspielung A, weil sie mir von allen (schwere Entscheidung der Reihenfolge) am meisten zusagte

2. Einspielung D, weil ich das eingebrachte Gefühl nachempfinden konnte und die variablen Ritardandi meiner Auffassung nahe kamen

3. Einspielung F nur knapp vor G, B und E

Durch das etwas höhere Tempo von Einspielung G hob es sich etwas von den Auffassungen der anderen Interpreten ab. War aber auch mit Überzeugung vorgetragen.
Schwierig finde ich, die unterschiedlichen Aufnahmequalitäten nicht zu sehr in die Wertung einzubeziehen, weil es den Interpreten nicht gerecht wird. Es klingt eben anders und beeinflußt die Empfingung daher natürlich, was zu Ungerechtigkeiten führt.

Noch kurze Anmerkungen:
Bei Einspielung B und erst recht bei C wr sehr viel Hall/Pedal dabei, was teilweise mir zu verschwimmend im Klang vorkam. Kann aber an den räumlichen Gegebenheiten und der Aufnahmetechnik gelegen haben.
Bei Einspielung E schnarrte etwas mit. Lag das am Piano, wo Vibrationen auftraten, oder weil etwas auf dem Piano stand und daher mitvibrierte?

Abschließend:
Alle Einspielungen haben mir irgendwie gut gefallen und mich beinahe veranlaßt, doch mit Schumann mich mehr zu beschäftigen, obwohl seine Schreibweise der Noten und damit die Spielbarkeit am Piano mir nicht sehr entgegen kommt. Ich habe bei Schumann und auch bei Brahms immer Probleme, weil ich durch Schubert, Chopin und Beethoven da etwas anders vorbelastet bin, was das Greifen der Stücke anbetrifft. Meine Grifftechnik ist da wohl etwas beschränkt.
Auch die Walzer(4-händig) gelingen mir nicht sehr auf Anhieb, was ich bei den anderen Komponisten so nicht feststelle, obwohl ich sie teilweise sehr schön finde.
Eben ungewohnt vom Notenbild und meinen technischen Möglichkeiten. Manche Komponisten hatten ja wohl Riesenhände.

Gruß Hartwig
 
Asche auf mein Haupt

Ohh, ohh,
Ja hast ja recht, war wohl noch zu früh am Morgen,
Aber das Gesagte triftt komischer Weise sowohl für Schumann als auch Brahms zu.
Da war wohl das Treffen gestern hier bei mir etwas anstrengend?
Werde nachträglich wohl den Beitrag korrigieren.
Danke und Gruß
Hartwig
 
Das hier ist der typische Fall eines Mißverständnisses: Ingrid hat gemeint, das man halt einfach beim Spiel in der Wiederholung einzelne Verzierungen etc. ändert, weglässt, dazu erfindet, etc. -- das ist durchaus legitim und auch im Sinne Bachs. Chief hat das, so meine ich, mißverstanden.

Tom

genau so habe ich das gemeint, obwohl es dann jedem selbst überlassen wäre wie weit man mit den Verzierungen oder Veränderungen gehen will, aber erst in der WH dann, damit die "eigentliche" Interpretation nicht darunter leider. Meiner Meinung nach würde das, den ganzen Interpretationsworkshop noch interessanter machen.

Zuerst aber die Auflösungen welche Interpretation zu wem gehört, wie wäre es mit Montag? Und dann kann jeder noch eine Erklärung über seine Interpretation abgeben.
 
Ich bin ein Mann der Wektreue und will keine Veränderungen an dem kompositorischen Werk.
Stell dir mal vor ich füge zu Goethes Faust eine eigene Textpassage hinzu, nur weil es mir so besser gefällt, auch nicht in der Wiederholung.
Das Publikum würde mich erschlagen.


Gruß Chief
 

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