Was übt/spielt ihr gerade?

Ich übe gerade Dietro L'incato von Einaudi. Das ist irgendwie eines der wenigen TEY Stücke, die ich wirklich mag :D Danach werde ich mich wohl wieder den Klassikern zuwenden, obwohl was von Billy Joel (der Thread hat mich gerade daran erinnert, dass er auch echt tolle Sachen geschrieben hat) vielleicht auch keine schlechte Idee wäre.
 
Semyon Barmotin: Sonate Satz III (I und II sind fertig). So eine romantische Sonate ist ein hartes Stück Arbeit. Dieser Komponist macht sehr viel Freude. Ist mir ein Rätsel, wie solche Werke übersehen werden können.

Arturo Marquéz: Dancón No. 2. Für Solo-Klavier transkribiert. Auch die Version für 2 Klaviere liegt mir vor. Ich werde mir alles einüben und das Playalong selbst einspielen. Alles ist nur mittelschwer, der Übeaufwand vergleichsweise eher gering.

Da mir das Prélude von Chaminade sehr gut gefallen hat, folgt jetzt eine Etude. Entweder Automne oder die Etude pathethique - das muss ich noch entscheiden. Vielleicht auch beide, da sie sehr apart klingen.

Mein Kuula-Projekt schließe ich mit seinem Nocturne ab. Ich finde, die bei finnischen Werken häufig zu findenden Stücke mit verhaltenen Tempi gewinnen für den mitteleuropäischen Geschmack deutlich, wenn man sie z.T. etwas schneller spielt.

Das Menuett nach Gluck von Lourie hatte ich aus Zeitgründen zurückgestellt. Wenn die Zeit reicht, dann jetzt...

Die Henselt-Etude, an der ich gearbeitet habe, beende ich jetzt. Ich spiele sie etwa im Tempo, das Esther Buiardjo auf ihrer Einspielung vornimmt. Das ständige Einspringen der linken Hand in die vornehmlich aus Quinten und Sexten bestehenden Figuren der rechten Hand aus den Oktaven im Bass gestaltet sich bei höheren Tempi beliebig kompliziert. Viele werden die Etude kennen, da sie Rachmaninoff auf einer seiner Plattenaufnahmen verewigt hat. Jener spielt sie aber wie gewohnt perfektioniert in einem weit schnellerem Tempo. Sieht man von dieser Etude einmal ab, so sind doch die allermeisten Etuden dieses Komponisten für größere Hände geschrieben, also für mich nicht weiter relevant. Doch hat Henselt nicht nur Etuden geschrieben. Dramatische Aufwallungen sind nicht seine Sache, die Musik fließt kontinuierlich und ziemlich gleichmäßig. Über allen Wipfeln ist Ruh.
 
Ich habe gerade "Von fremden Ländern ..." zu meiner Zufriedenheit eingeübt ... und auch wenn das nicht so ganz den Faden trifft, frage ich mal nach, womit ich nun weitermachen könnte:
Von Mozart wollte ich erstmal die Finger lassen.

Im Spoiler findet ihr mein bisheriges festes Repertoire (wenn ich das zusammen kriege).

Bach:
Präludium C-Dur (na welches wohl), a-Moll (WTC I XX) sowie ein Menuet in G-Dur (auch ziemlich bekannt).

Beethoven:
Mondscheinsonate (I II III), Pathetique (II), für Elise.

Brahms:
Walzer As-Dur (op. 39 nr. 15)

Chopin:
Regentropfenprelude

Grieg:
Wächterlied, Elfentanz (aus lyrische Stücke)

Joplin:
Maple Leaf Rag

Nyman:
The heart asks pleasure first

Schumann:
Von fremden Ländern und Menschen, Träumerei (Kinderszenen), Melodie (Album für die Jugend).

Scarlatti
Sonata d-Moll (L.423)

Tiersen:
Comptine d`un autre ete - l`apres-midi

Eigenkompositionen
67? op.1 , Barcarole op. 2 (zu hören auf meinen Youtube-Kanal (leider uralte und schlechte Aufnahmen) - Noten auf Anfrage per PN)

Was würde da noch rein passen bzw. was würde mich weiterbringen (vorausgesetzt, ich spiele das alles bereits korrekt ... was ich nicht so recht glaube)?
Auch wenn das eher als Anfängerstück gilt ... mit Mozarts Fantasie in d-Moll (KV 397) habe ich arg zu kämpfen ... aber ich mag Mozart auch allgemein nicht besonders und daher fällt mir das Üben etwas schwer.

Aber ich merke, dass ich neues "Futter" brauche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch keine Invention von Bach oder was aus den kleinen Präludien und Fugetten gespielt? Französische Suiten?
Beethoven c-Moll Variationen?
Noch eine Scarlatti Sonate?
Was von Schubert, ein Impromptu?
 
Noch keine Invention von Bach oder was aus den kleinen Präludien und Fugetten gespielt? Französische Suiten?
Beethoven c-Moll Variationen?
Noch eine Scarlatti Sonate?
Was von Schubert, ein Impromptu?

Wenn man mit der d-Moll Fantasie zu kämpfen hat, gibt es kaum eine schlechtere Idee, als die 100mal schwereren (und meiner Meinung nach unterschätzten) c-Moll Variationen.
Ich bin an keinem Stück so kläglich gescheitert wie an diesen c-Moll-Variationen. Finde die technisch locker auf Chopin-Etüden/Balladen-Niveau.
 
Die von dir gespielten Beethoven-Sonaten sind aber doch erheblich (!) schwieriger als der Rest...
Daher ist die Mondscheinsonate ja auch der Dauergast in meinem Repertoire (aus der Pathetique spiele ich nur den 2. Satz ... der ist jetzt nicht so hart).
Das wird regelmäßig gespielt, wenn ich mal die Zeit habe.
Ansonsten ist da nur der Maple Leaf Rag ein Dauergast - der macht mir einfach Spass.
Veilleicht packe ich noch Original Rags dazu.

Die meisten werden mal rausgekramt, und dann wieder für Jahre vergessen ... wird dann aber schnell wieder aufgefrischt.

Aber du hast recht, so wirklich schwer ist das alles nicht.
 

Vielen Dank für die Vorschläge @Felix
Ich habe mir das angehört ... und dabei gemerkt, wie wichtig es für meine Motvation ist, ob mir ein Stück vom Höreindruck gefällt.

Das ist für mich auch bei den C-Moll-Variationen von Beethoven das Hauptproblem ... ich finde es einfach nicht schön genug, um mir die Mühe anzutun (dass das nicht ganz ohne ist, sieht man den Noten ja schon an).
Wenn ich mich mal an sowas heransetze, dann eher, weil ich die Hoffnung habe, es irgendwann mal "geschafft" zu haben ... und dieses Gefühl kann mich auch motivieren (wenn es sich denn irgendwann einstellt).
Aber Ich setze mich eben auch nicht ans Klavier, und übe ein Stück, nur um es hinter mich gebracht zu haben. Ich will mein Repertoire erweitern, und mit erzwungenen Stücken klappt das bei mir nicht (sonst könnte ich auf der Gitarre ja auch noch all die Stücke, auf die mein Lehrer bestand, durch die ich mich aber nur durch gequält habe, damit der das abhakt).


Irgendwie habe ich das Bedürfnis, noch was zu Mozarts d-Moll Phantasie zu sagen. Die Stellen, an denen ich bei diesen Stück seit Jahren Probleme habe, sind die wenigen langen 16tel-Läufe mit Tempoangabe "presto". Die laufen nicht (jedenfalls nicht presto).
Mit dem Rest muss ich nicht kämpfen, aber wenn ich die langen Läufe so spiele, dass sie flüssig klingen, dann ist der Rest rundrum ein echtes Schlaflied ... und auch das ist für meine Motivation tödlich (leider).
Deswegen lege ich dieses Stück immer wieder bei Seite.
Da fehlt mir eigentlich der KL, bei dem ich das Gefühl habe, der wird mich steinigen, wenn ich nicht hart geübt habe ... aber eigentlich will ich sowas garnicht mit Musik verknüpfen.
Die Stücke laufen mir ja nicht weg und ich habe Zeit und Geduld.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte jetzt 2 Monate Elternzeit, bin aber gleichzeitig umgezogen, sodass ich kaum Zeit zu üben hatte, im Durchschnitt leider nur eine halbe bis 3/4 Stunde. Mit dem neuen Klavier wollte ich nach 30 Jahren wieder einsteigen. Also habe ich mein altes Repertoire wieder in Ordnung gebracht (und mache es natürlich weiter regelmäßig), Mozart Fantasie D-Moll, Sonate C-Dur KV545 (bisher nur der erste Satz, die anderen beiden müssen noch), Bach Partita 1 (Menuett I, II Gigue), Invention F-Dur, 780, Schubert Walzer/Tänze, Schumann Träumerei, Beethoven Elise, Necke Csiskos Post.
Klappt alles noch/wieder ganz gut, nur auswendig kann ich nicht alle, leider.
Als erstes neues Stück nach 30 Jahren habe ich Schosatkovich Prelude Op.34 Nr 21 geübt, ich wollte mal etwas anderes. Hat leider länger gedauert als gehofft (3 Monate). Gund: Noten lesen ist bei mir sehr schlecht, 5/4 Takt und die für mich ungewohnte Harmonik haben ihr übriges getan. Spass macht das Stück aber sehr und technisch ist das auch im Rahmen für mich.
Um Frustration zu vermeiden habe ich nach 6 Wochen den Tango von Albeniz angefangen, rechte linke einzeln gehen gut, nun muss ich die noch zusammenführen. Meine Pedalttechnik lässt leider auch zu wünschen übrig.
Ich dachte erst, dass es nicht schlau ist 2 neue Stück parallel einzuüben aber seitdem ich mit dem Tango angefangen hatte, habe ich bei dem Prelude einen merklichen Sprung gemacht. ich war wohl zu "verkrampft".

Danach habe ich mir für dieses Jahr noch als Ziele gesetzt:
- Granados: Andaluza,
- Borodin: Petite Suite 1 (Im Kloster) und eventuell 7 (Nocturne)
- Liszt: Consoltations
Weiter steht auf der Wunschliste
- Niemann: Orchideengarten 9, Mondnacht unter Palmen
- Grieg: Vöglein
- Debussy: Little Negro

Blattspiel übe ich mit dem Gretchanninoff Kinder Buch und später dann Tschaikowsky Jugend Album. Jedenfalls wenn alles gut geht und ich genug Zeit finde neben Arbeit und Familie.
 
Beatles Bearbeitungen von Heumann. Das kann ich wenigstens spielen, klingt auch gut. Ist für mich als Anfänger aber auch echt Arbeit.
 
Übe gerade mal wieder meine eigenen Beatles Bearbeitungen.

PS
Wer Interesse am Sheet hat soll sich bei mir melden.
 

Anhänge

  • herethereandeverywhere.mp3
    3,2 MB
Zuletzt bearbeitet:
Neues Programm für den Sommer zusammengestellt: Mozarts Duport Variationen, 3 Debussy Préludes, Chopin op. 28 und Les Yeux Clos II von Takemitsu :-)
 

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