Was haltet ihr von Valentina Lisitsa?

Dieses Thema im Forum "Umfragen" wurde erstellt von pianoplayed, 8. Apr. 2018.

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Was haltet ihr von Valentina Lisitsa?

  1. Ich finde sie sehr gut

  2. Für manche Stücke / Komponisten finde ich sie sehr gut

  3. Ich finde sie nicht so gut

  4. Ich kann sie nicht ausstehen

  5. (Enthaltung)

Das Ergebnis kann erst nach Abgabe einer Stimme betrachtet werden.
  1. Rudl
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    Rudl

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    Mich hat sie dazu gebracht, nach zwanzig Jahren Pause wieder mit dem Klavierspielen anzufangen. Der Grund war, dass ich von ihr die 12.te ung. Rhapsodie von Liszt hörte, welche ich selbst mal drauf hatte. RvS
     
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  2. mick
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    mick

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    Wünsch dir ruhig ihre Musikalität – ihren Geschmack musst du deshalb ja nicht teilen.

    Zu denken, dass einem nur die "Technik" fehlt, um auf professionellem Niveau zu spielen, ist ein verbreiteter Irrtum. Wie ich schon sagte – die Technik ist sehr viel leichter und schneller zu erwerben als das musikalische Wissen und Können. Ich habe das vor ein paar Jahren auch nicht unbedingt geglaubt, aber inzwischen weiß ich es besser.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Apr. 2018
  3. Riesenpraline
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    Riesenpraline

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    Geht es in der heutigen Zeit überhaupt noch anders bei der Schwemme an sehr guten Klavierspielern?



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    Neid ist die höchste Form der Anerkennung.
     
  4. Stilblüte
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    Stilblüte

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    @mick @Pianojayjay
    Das schöne ist: Mit der Musikalität kommt die Technik fast von allein. Das, an dem man arbeitet und sucht, ist das Musikverständnis, das Hören, und dann das zugehörige Körpergefühl.
     
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  5. ehenkes
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    ehenkes

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    "Musikalität": Es bleibt die Frage nach der Definition und dem Messen dieser Fähigkeit:
    https://www.gold.ac.uk/music-mind-brain/gold-msi/download/
    https://www.gold.ac.uk/media/documents-by-section/departments/psychology/full_gmsi-1.pdf <-- hier könnt ihr loslegen ;-)
    http://www.doc.gold.ac.uk/~mas03dm/papers/GMSI_Presentation_Sempre_2012.pdf
    https://www.welt.de/wissenschaft/article154719381/Jeder-kann-singen-oder-ein-Instrument-lernen.html
     
  6. ehenkes
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    ehenkes

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  7. Stilblüte
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    Stilblüte

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    Wie gut, dass das mit Musikalität genauso wenig zu tun hat wie Tütensuppe mit Kochen :lol:
     
  8. mick
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    mick

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    Es geht hier aber nur am Rande um Begabung (was immer das ist), sondern um erworbenes musikalisches Wissen und Verständnis. Das fliegt auch einem Hochbegabten nicht zu - das muss man sich immer wieder mühsam erarbeiten. Mozart hätte ganz gewiss keine bis heute gültigen Opern komponiert, wenn er sich in seiner Kindheit und Jugend nicht von früh bis spät mit Musik beschäftigt hätte und andere Komponisten, Stile und Traditionen penibel studiert hätte. Und diese musikalische "Arbeit" hat er auch nie aufgegeben: so genial sein Idomeneo bereits war - die Entwicklung hin zu Werken wie Figaro oder Don Giovanni kam nicht vom Himmel, sondern ist Ergebnis beständiger und harter Arbeit an den eigenen musikalischen Fähigkeiten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Apr. 2018
  9. Stilblüte
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    Stilblüte

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    Auf Deutsch: Ein "hach, du hast so viel Talent" nach einem Konzert ist ein Mangel an Wertschätzung der vielen Arbeit, die man für das Konzert und auch vorher geleistet hat.
    Ebenso macht man es sich mit einem "ich bin halt unmusikalisch" viel zu leicht. "ich bin zu faul zum üben" trifft es eher.
    Obwohl dieses gewisse Talent vermutlich das Ergebnis des Übens dann durchaus beeinflusst.
     
  10. Kleiner Ludo
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    Kleiner Ludo

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  11. mick
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    mick

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    Nach einem Wettbewerb kam mal eine Mutti auf mich zu und sagte: "Ich hätte nach der Schule so gerne Musik studiert, aber leider hatte ich nicht dein Talent." Worauf meine Lehrerin ganz trocken sagte: "Und ganz bestimmt nicht seinen Fleiß."
    :lol:
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Apr. 2018
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  12. Joh
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    Joh

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    Danke. Ich finde Sie auch überhaupt nicht unmusikalisch - ganz im Gegenteil. Klanglich und gestalterisch ergibt ihr Spiel für mich absolut Sinn. Und Sie kann wunderbar Stimmungen schaffen.

    Vielleicht überlegt ihr euch mal bei euren abwertenden Kommentaren, ob evtl. nur Neid im Spiel ist ;-) (Edit: oh, ich habe gerade gesehen, dass genau das schon vorher jemand geschrieben hat...)
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Apr. 2018
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  13. Dreiklang
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    Dreiklang

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    Wie wäre es damit?

    Definition:
    Musikalität = die Fähigkeit, schöne Musik zu machen, oder solche zu erkennen

    Messen kann sie aber nur jemand, der selbst (möglichst) musikalisch ist.
     
  14. Destenay
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    Destenay

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    da haben die Geiger/innen:lol: viel mehr Courage, Nigel Kennedy, David Garrett, Patricia Kopatchinskaja usw. die pfeifen auf das Äussere
     
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  15. Rudl
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    Rudl

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    Schade dass unsere Stilblüte nicht mit dabei ist. Verdient hätte sie es.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Apr. 2018
  16. Peter
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    Peter Bechsteinfan

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    Die pfeifen am allerwenigsten darauf. ;-)
     
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  17. Riesenpraline
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    Riesenpraline

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  18. Dreiklang
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    Dreiklang

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    Nein - beides sind völlig verschiedene Dinge.

    Technik = dass man etwas spielen kann

    Musikalität = wissen "wie" man etwas am besten spielt oder spielen sollte
     
  19. tasteur
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    tasteur

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    Talent ist das Motoröl; die Motivation, der Ehrgeiz, der Fleiß das Benzin. Musikalität die Punkte in Flensburg, oder besser gedacht die Abwesenheit dieser. Das Klavier und die Hände - der Motor.
    Die (bewusste Nicht-)Entsprechung von Darbietungskonventionen sind die Karosserie.
    (Weitere Analogien nur 2,99 € das Stück. Nur solange mein Phantasievorrat reicht. Aufpreis für die Gewährleistung, dass man mit mir einer Meinung ist: 123.456 €)
     
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  20. ehenkes
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    ehenkes

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    Die Seele ist der Motor. Man muss jeden Notenwechsel, jeden Akkord genießen wollen. :-)
     
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