Was darf Klavierunterricht kosten?

Dieses Thema im Forum "Forum für Anfängerfragen" wurde erstellt von Sternchen083, 24. Feb. 2008.

  1. Sternchen083
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    Sternchen083

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    Hallo ihr lieben!

    Ich hoffe ich bin hier im richtigen Unterforum gelandet.

    Nachdem ich mich in der letzten Woche für das Yamaha P 140 entschieden habe bin ich nun auf der Suche nach Klavierunterricht in Hamburg. Bei der Suche im Internet bin ich fast nur auf Lehrer im Raum Eidelstedt und Altona gestoßen. Ich selbst wohne ganz im Hamburger Westen. Hier gibt es doch sooo viele reiche Familien aber irgendwie keine Klavierlehrer mit Internetpräsenz.
    Nun zu meiner Frage. Ist es normal, dass für 45 ca. 25 Euro und für 60 Minuten durchschnittlich 30 Euro verlangt werden? Oder bin ich dort an sehr teure Anbieter geraten.

    Liebe Grüße Sternchen
     
  2. killmymatrix
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    killmymatrix

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    Mmh... also wenn ich überlege, was Musikschulen normalerweise für Preise haben... soweit ich weiß sind das eher so 60-70€ für 4 Stunden im Monat (die auch fällig sind, wenn die Stunden wegen Ferien oder so entfallen).

    Insofern ist der von dir genannte Preis ziemlich preiswert...

    Edit: Aso, 'tschuldige. Wenn mit dem Preis Einzelstunden gemeint sind: darüber weiß ich quasi nichts.
     
  3. Castati
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    Castati

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    Ja, das sind normale Preise.
     
  4. Feng
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    Feng

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    Bei mir sind es 99 Euro für 4 Stunden im Monat :/
     
  5. koelnklavier
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    koelnklavier

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    Der geizig-geile Kölner fragt dann noch routinemäßig am Telefon:
    "Krieje ich och jett für ümmesönnst?"
     
  6. Atra
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    Atra

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    Wir zahlen 15 EUR für 45 min. . Das ist sehr günstig, 20 EUR ist auch ok.

    Viele Klavierlehrer haben keine Internetpräsenz. Musiker haben es mit den neuen Medien oft nicht so.....
    Besser: Mund zu Mundpropaganda

    Oft auch eine Infoquelle: Beim Kirchenmusiker der örtlichen Kirchengemeinde nachfragen. Entweder er unterrichtet sogar selbst, er weiss aber zumindest meist einige Ansprechpartner.

    Lg Atra
     
  7. Musikanna
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    Musikanna

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    In Hamburg?

    Preise um die 25€ für 45 Min. sind in Hamburg ganz normal. Bei Pauschalbeträgen sind pro Monat um die 90€ üblich.
     
  8. Atra
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    Atra

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    Nein, nicht in Hamburg. Ruhrgebiet!

    Sind die PReise im privaten Musiklehrerbereich so unterschiedlich, von Stadt zu Stadt?
     
  9. Sulan
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    Sulan

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    Sie sind auch von Lehrer zu Lehrer sehr unterschiedlich. Ich hatte mal Unterricht für 70 € / 60 Minuten bei einem Dozenten für Klavier ... der war wirklich gut, aber eben auch wirklich teuer.
     
  10. Guendola
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    Guendola

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    Es gibt durchaus Lehrer mit Internetpräsenz in Hamburg, wenn auch nicht so viele, und die beste ist leider in der Weltgeschichte unterwegs. Aber mit den Stichworden Hamburg, Klavierunterricht, Lehrer und Klavierlehrer findet man schon ein paar. Ich werde mal meinen Orgellehrer fragen, ob er noch Zeit für einen Schüler hat, der unterrichtet in Groß-Flottbek, gut per S-Bahn oder Bus erreichbar. Eppendorf kommt wohl eher nicht in frage, oder? Dort wäre mein Klavierlehrer.

    Preise von 25-35 Euro für eine Stunde sind in Hamburg absolut normal.
     
  11. Hiob
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    Hiob Gesperrt

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    Also, ich muss Guendola da eindeutig widersprechen.
     
  12. Castati
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    Castati

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    Man kann 25-30 Euro für 45-60 Minuten auch nicht ernsthaft teuer finden. Wenn ihr einen Handwerkermeister zu euch kommen lasst, wie viel bezahlt ihr dem pro Stunde? Und der hat nicht studiert....
     
  13. Mindenblues
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    Mindenblues

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    Ich bezahle 35 Euro für 45 min Klavierunterricht, meistens wird aber eine Stunde daraus. Da es eine Konzertpianistin mit einer Dozentenstelle an einer Hochschule ist, deren Unterricht ziemlich intensiv ist, halte ich das nicht für zuviel Geld.
     
  14. Hartmut
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    Hartmut

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    unsere Lehrerin verlangt 25€ für 60 min.
    Ich habe ausgerechnet, dass sie damit im Monat ca. 4000,--€ umsetzt, eine 40 h-Woche vorausgesetzt. Da ein Klavierlehrer sicher nicht nur unterrichtet, sondern auch üben muss und administrative Aufgaben hat, sind es wohl um einiges weniger. Damit ist das meiner Ansicht nach für einen Profi, der eine lange und harte Ausbildung hinter sich hat, viel zu wenig. Also gebe ich ihr 35 €. Das ist immer noch nicht viel, aber irgendwann ist natürlich auch die Grenze dessen erreicht, was ich mir leisten kann.

    Der Hartmut
     
  15. Mindenblues
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    Mindenblues

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    @ Hartmut: meinen Respekt dafür, dass du der Lehrerin mehr Geld gibst, als sie verlangt!
     
  16. Sam08
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    Sam08

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    so günstig?

    :(
    also ich bin auch auf der Suche nach einer Klavierlehrerin, habe bisher aber nur Preise von 45 min.x4 = also 3 Std.im Monat für 125 Euro und auch 1 Std 35 Euro erfahren müssen, was ich mir leider nicht leisten kann. 25 Euro/Std. gibt es wohl nicht hier in meiner Gegend :cry:
     
  17. huevon
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    huevon

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    ich war bis vor 1,5 jahren in einer schule, wo in gruppen (zw. 6 u. 9.) unterrichtet wurde, jedoch widmete sich somit der lehrer in den 60min nur ca 10 min einem schüler. jetzt bin ich in der musik akademie in kassel. die lehrer sind gut, ich nehme einzelunterricht (45min) der aufgrund der arbeitslosigkeit meiner mutter nur 35€ im monat kostet und da mein lehrer irgendwie total cool ist macht er meistens 90min unterricht^^
     
  18. Ute
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    Ute

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    also, ich möchte auch noch meinen senf dazu geben. Ich habe Unterricht im Raum Aachen und zahle bei einem Konzertpianisten für 60 min - meistens wird es auch länger - pro Stunde 26 €. Da ich es zeitlich nicht schaffe, jede Woche zum Unterricht zu gehen, kann ich es mir auch gut leisten...
     
  19. ganymed
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    ganymed Guest

    also ich zahle circa 80 Euro für 4 Stunden Unterricht im Monat bei einem Pianisten mit Konzertexamen im Hauptfach Klavier und Dirigenten Studium. Da das ganze läuft über die Musikschule läuft ist das billiger, weil die lehrer zuschuss vom land bekommen, dafür hab ich aber auch in den Schulferien keinen Unterricht :(
     
  20. koelnklavier
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    koelnklavier

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    Wie wäre es mal mit einer betriebswirtschaftlichen Rechnung? Zum Beispiel nach folgendem Muster:
    • Bei einer Woche mit 40 Arbeitsstunden rechne ich mit 32 Stunden Unterricht (d.h. 32 Schüler). Die restlichen 20% der Zeit veranschlage ich für Unterrichtsvorbereitung und Organisatorisches.
    • Bei einem monatlichen Honorar von 119 € gehen schon einmal 19 € als Umsatzsteuer an das Finanzamt. Bleibt als Netto-Umsatz 100 € x 32 Schüler x 12 Monate = 38.400 € im Jahr.
    Soweit die Einkünfte. Nun zu den reinen Betriebskosten (für ein ganzes Jahr gerechnet):
    • Werbung (Inserate, Gelbe Seiten, Internetpräsenz, Flyer): -400 €
    • Zwei Instrumente - lfd. Kosten (Wartung und Reparaturen): -600 €
    • Rücklagenbildung für zwei Instrumente (Ansparzeit 20 Jahre): -6.000 €
    • Bürokosten (Telefon, Kopien): -400 €
    • Noten, Literatur, Fortbildung: -1.000 €
    • Kosten für Unterrichtsraum und Büro: -5.000 €
    D.h. Betriebskosten (pro Jahr): -13.400 €
    Bleiben von dem Honorar erst einmal nur noch 25.000 € übrig.
    • Von diesem Honorar müssen Krankenkassenbeiträge, Pflege- und Rentenversicherung (evtl. noch eine private Altersversorgung) bezahlt werden. Veranschlage ich monatlich 330 €. Macht im Jahr etwa -4.000 €.
    • Der Finanzminister will auch noch seinen Teil haben: -3.000 €
    Bleiben letztlich 18.000 € im Jahr im Portmonnaie.

    Das sind im Monat 1.500 €.

    Umgerechnet auf einen Monat mit 4 Wochen x 40 Arbeitsstunden ergibt das einen Stundenlohn netto von: 9,37 €

    Dafür habe ich zwei Ausbildungen absolviert? (Jetzt bitte nicht das Argument auffahren: Der Beruf sollte mir doch Spaß machen! - Tut er ja auch.)

    Natürlich: Wer in den eigenen vier Räumen unterrichtet, nur über ein Instrument verfügt, bei der Instrumentenwartung, bei Heizung und Strom spart, wer sich für didaktische Neuerscheinungen etc. nicht interessiert, der kann sicherlich den ein oder anderen Euro sparen. Mir ging es hier aber um eine ganz strenge betriebswirtschaftliche Rechnung. Oder wie mein Steuerberater sagt: An Ihrer Stelle würde ich kellnern gehen!

    Wie sehen das eigentlich meine Kollegen?