Klavierunterricht - Kosten?

L

la musica

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HI, ich bin ja quasi Anfänger da man nach 12 Jahren Pause wohl kaum sagen kann das ich Wiedereinsteiger bin (damals war ich 12).

Ich habe in letzter Zeit oft nach Gehört gespielt was super klappt, hab ich jedoch ein Notenblatt vor mir liegen geht die sucherei auf dem Klavier nach der ensprechenden Note los, was ungefähr so aussieht als ob Opa mit seinem 10 Finger-Suchsystem am PC sitzt :floet:

Da alles nichts hilft möchte ich klassischen Klavierunterricht nehmen.

Was kostet sowas im Durchschnitt? Ich möchte mich nicht unbedingt über den Tisch hauen lassen darum möchte ich gerne einen Richtwert haben.

Vielleicht kann mir ja der ein oder andere weiterhelfen.

:D
 
lavendel

lavendel

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hallo musica,

hier gabs dazu mal eine umfrage.

gruß

lavendel
 
Acci

Acci

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Was kostet sowas im Durchschnitt? Ich möchte mich nicht unbedingt über den Tisch hauen lassen darum möchte ich gerne einen Richtwert haben.

:D
Also, mal ganz unabhängig von der Umfrage kann ich dir dazu nur sagen, dass ich für wöchentlich 30 Minuten einen Monatsbeitrag (also rund 2 Stunden insgesamt) von 53 Euro zahlen muß.
Allerdings habe ich an einer Musikschule unterricht. Wie die Preise für Privatunterricht aussehen, kann ich leider nicht sagen.

Grüße aus Bochum
Markus
 
PaulPlaysPiano

PaulPlaysPiano

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Hallo la musica,

also hier in Berlin bezahlt man an einer Musikschule für 45min 57€ im Monat. Ich habe meine Klavierlehrerin über Kleinanzeigen gefunden und bezahle 12€ pro 45 min, was für Privatunterricht ziemlich günstig ist. (Ich konnte mit ihr soetwas wie einen "Studententarif" aushandeln) Die anderen Privatlehrer bei denen ich angefragt hatte, kosteten so zwischen 15 und 20€ / 45min.



Grüße,

Paul
 
K

koelnklavier

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Das Thema hatten wir schon des öfteren. Trotzdem wundere ich mich immer wieder, wie bei solchen Preisen kalkuliert wird. Bei einem Stundenhonorar von 20 € bleiben nach Abzug der Mehrwertsteuer ein Umsatz (!) von 16,80 € - Schwarzarbeit will ich ja Keinem unterstellen :floet:. Nun rechne ich die Betriebskosten ab: Raumkosten, Instrumente und Wartung, Werbung, Büro. Von dem verbleibenden Einkommen müssen gezahlt werden: Altersversorung und diverse Versicherungen. Wieviel zum Leben übrig bleibt, mag ich mir gar nicht vorstellen. Das Ergebnis dürfte aber unter Hartz IV-Niveau liegen.

Dem Finanzbeamten, der diese Steuererklärung auf den Tisch bekommt, kommen entweder die Tränen oder aber er vermutet unterschlagene Nebeneinkünfte ...
 
Kulimanauke

Kulimanauke

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Bei den hier angesprochenen Preisen is' was faul!

bezahle 12€ pro 45 min, was für Privatunterricht ziemlich günstig (das ist Dummheit)
Die anderen Privatlehrer bei denen ich angefragt hatte, kosteten so zwischen 15 und 20€ / 45min. (Wer sind die anderen? Möchte ich hier gar nicht wissen, aber die Frage muß mal gestellt werden.)

Entweder ist das Schwarzarbeit und/oder geringe Kenntnisse.

Spaßenshalber interessiert mich mal, ob PaulPlaysPiano auch eine Quittung für seine bezahlten Klavierstunden bekommt bzw. wenn nicht, sich diese mal geben läßt und zwar mit einem richtigen Adressenkopf des KL auf der Quittung. Das Finanzamt ist nämlich sehr penibel.
 
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PaulPlaysPiano

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Bei den hier angesprochenen Preisen is' was faul!

bezahle 12€ pro 45 min, was für Privatunterricht ziemlich günstig (das ist Dummheit)
Die anderen Privatlehrer bei denen ich angefragt hatte, kosteten so zwischen 15 und 20€ / 45min. (Wer sind die anderen? Möchte ich hier gar nicht wissen, aber die Frage muß mal gestellt werden.)

Entweder ist das Schwarzarbeit und/oder geringe Kenntnisse.

Spaßenshalber interessiert mich mal, ob PaulPlaysPiano auch eine Quittung für seine bezahlten Klavierstunden bekommt bzw. wenn nicht, sich diese mal geben läßt und zwar mit einem richtigen Adressenkopf des KL auf der Quittung. Das Finanzamt ist nämlich sehr penibel.
Ich kann verstehen, wenn bei solchen Preisen selbstständigen Klavierlehrern der Hut geht.

In erster Linie war die Frage aber, was Klavierunterricht kostet und ich wollte darauf hinweisen, das es sehr wohl möglich ist, preiswert Klavierunterricht zu bekommen.

Warum also jetzt so provozierend dies als Dummheit abtun? Ich brauche als Student keine Steuererklärung und ich kann mir auch keine 780€ Jahr für die Musikschule leisten, die dann während der Schulferien pausiert und obendrein unflexibel ist.
 
Kulimanauke

Kulimanauke

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PaulPlaysPiano,
mach dir keine Sorgen. Wenn für dich alles in Ordnung ist, und das gilt auch für die anderen, die genau in dem gleichen Preisniveau sind, ist das prima. Wenn der Lehrer mit seiner Gewerbeanmeldung damit leben kann, auch gut. Es macht mich nur ganz allgemein stutzig. Da beißt die Maus kein Faden ab. :-|
 
Viola

Viola

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Diese niveaulosen Preise lassen sich da wohl eher unter Nachbarschaftshilfe ablegen. Ich ermutige meine älteren SchülerInnen im übrigen systematisch, ab 16 Jahren Kindern um 8-9 Jahren Unterricht zu erteilen, gegen geringes Taschengeld. Die Jugendlichen lernen enorm davon, selbst zu unterrichten und bestehende Talente bei 8-9 jährigen können nicht zerstört werden (ein Genie zu unterrichten ist leichter als ein eher schwerfälliges Kind, denn das Genie holt sich die Infos, die es braucht). Wenn das Kind sowieso unbegabt ist, dann könnte eine gute Lehrkraft natürlich mehr aus dem Nicht-Talent herausholen, aber andererseits muss nicht jeder unbedingt Klavier spielen lernen, oder? Es war dann eben ein Versuch. Manche Eltern sind froh für diese günstige Möglichkeit eines Instrumentalunterrichtes. Und natürlich wird der Unterricht mit mir zusammen besprochen, vorbereitet und nachbereitet. Das bring gelegentlich mehr Fortschritt als wenn die Jugendlichen selbst üben. Denn wenn sie die Materie einem anderen erklären müssen, so müssen sie sich selbst darüber viel mehr im Klaren sein als wenn sie so vor sich hin üben! Tja, und dann müssen sie diesen Kleinen auch noch erklären, wie man sinnvoll übt! Nicht nur die Sachthematik an sich muss vermittelt werden... Dinge, die ab einem gewissen Grad selbstverständlich geworden sind (Fingersatz, Artikulation) werden von den Newcomern gründlich ignoriert. Manchmal werden dann Erinnerungen wach...
;)
Und für diesen für einen selbst so sinnvollen Lernstoff erhält man dann auch noch ein Taschengeld! Besser gehts doch gar nicht!
 
Paderblues

Paderblues

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Hallo Viola,

dieses Vorgehen kann ich nur bestätigen. Kein Stoff der Mathematik und Physik ist mir nach 30 Jahren noch so präsent wie der, den ich in Nachhilfestunden selbst vermitteln musste. :-)

Rainer
 
C

conchita

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KLavierunterricht

Hallo,
ich hätte eine frage, wer kann mir sagen ob man für Privatenunterricht auch in den Ferien bezahlen muss??.
 

fisherman

fisherman

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...eigentlich unüblich, aber Sache der Vertragsgestaltung. Auf jeden Fall sollte sich dann der h-Preis reduzieren.
 
Viola

Viola

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Es wird nirgendwo auf der Welt in den Ferien durchbezahlt! Was durchgeht sind die monatlichen Abschlagzahlungen des Jahreshonorars. Garantiert werden 36 Unterrichtseinheiten im Jahr, meistens sind es aber 40 UE.

Die Rechnung geht so:

90€ pro Monat macht ein Jahreshonorar von 1080 €
Geteilt durch 36 UE im Minimum
__________________


macht ein Stundenhonorar von:

30 Euronen.

Diese 30 Euronen sind brutto, ausschließlich die "Zeit am Kunden", also OHNE:
Anteil der Zeit für Elterngespräche
Konzertvorbereitungen des Kunden
eigene Übezeit
Literaturstudien

und inclusiv:
Raummiete (alt. Fahrtkosten)
Raumpflegekosten
Kosten für Noten
Kosten für Reperaturen am eigenen Instrument
Anschaffungskosten für Instrumente
Steuerberater
Werbungskosten
Versicherungen (Berufshaftpflicht, falls mal jemand vom Hocker fält oder auf dem Weg zum Unterricht verunglückt)
Berufsunfähigkeitsversicherung
Berufsausfallversicherung
Krankenkassenbeitrag
Altersvorsorge

sonstige Ansprüche von Arbeitnehmern:
Urlaubsgeld
Weihnachtsgeld


Wenn man fleißig ist und die Kundschaft zum Unterricht strömt (ist bei Fagott eher schwierig, den Laden voll zu bekommen) dann kann man ca 25 Kunden durch die Woche ziehen, wenn diese an den Zeiten können, die man anbieten kann - in Zeiten von Ganztags-Schulen und G8 an den Gymnasien wird es nicht einfach.

25x90 im Monat - hört sich klasse an! Wenig Arbeit viel Geld.
Wie gesagt, die "Arbeit" ist nicht nur am Kunden selbst.
Und die "Aufstiegschancen mit zunehmender Erfahrung" sind null.

Hänschen klein kommt, Für Elise geht, vielleicht gelegentlich mal eine Chopin-Etude.

So geht das eben.

;)

Wem es Spaß macht soll das gerne tun!

Ich mach das seit 30 Jahren...
 
M

Mezzoforte

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Also mein KU kostet 35€ im Monat. Jeden Freitag hab ich 30min Unterricht (manchmal etwas mehr). Halte das eigentlich für angemessen.
 
fisherman

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@viola:
Dann hält das aber ganz schön jung oder Du hast mit dem Fotro geschummelt. Ich vermute aber ersteres, da ich bereits wiederholt feststellen durfte, dass engagiertes (!!!) Unterrichten (egal, in welchem Fach) wohl wie eine Frischzellenkur ist.
 
Kulimanauke

Kulimanauke

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Wie offen möchte man es denn noch haben? Viola hat sogar ihre Rechnung aufgemacht. Das ist eindeutig genug. Traurig, daß Mezzoforte es nach diesem Text fertig bringt zu schreiben, 35 €/Monat für angemessen zu halten. Das ist ja paradox. Wenn einer seinen Unterricht für'n Appel und'n Ei bekommt, sollte er still und dankbar sein und damit nicht auch hausieren gehen. Man muß doch Respekt vor dem Berufsethos haben.

Kann man nicht endlich mit diesem Thema aufhören? Das ist ja der Hohn! Das hier im Forum zu hinterfragen ist eine Schande. Was glauben einige denn, wo man Wissen herbekommt oder verdienen einige ihr Geld im Schlaf? Und wieviel Wissen wird hier aufgesaugt, gratiiiiiiiis! Das mag für einige selbstverständlich sein. Für mich ist es immer noch ein Geschenk.

Mir tut es einfach weh solche Beleidungen und andereseits solche Offenbarungen von Erwachsenen zu lesen.
 
fisherman

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@Kulimanauke: Applaus! Recht hast Du!
 
E

Emma

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Also ich wollte nur mal anmerken, dass ich für 30 Min. 20,-€ zahle, schwarz, versteht sich, ist aber die Lehrerin meiner Tochter, in der Musikschule wäre es noch teurer. Es ist teuer, gar keine Frage, ich leiste es mir nur 2 x im Monat, aber es ist qualifizierter Unterricht, da bekomme ich doch auch sehr gute Leistung. Vielleicht kriege ich auch Unterricht bei einem Studenten für ca. 15 €, das kann gut sein, aber das möchte ich gar nicht. Also ich beschwer mich nicht über die Gebühr, für mich ist sie auch angemessen, schliesslich pofitiere ich von über 30 Jahre Erfahrung meiner KL, also mir es es das Wert.
LG
 
L

Lupus

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Das gleicht irgendwie der Diskussion, ob es ein wie auch immer abgeleitetes Recht geben kann, Noten billiger oder möglichst noch umsonst zu bekommen.

Sicher ist qualifizierte Dienstleistung nicht billig und für manchen sogar unerschwinglich.

Aber vom Dienstleister zu erwarten, daß er quasi noch Geld für geleistete Arbeit mitbringt, ist ebenso unsinnig wie unsozial. Den qualitativ hochstehenden Musikunterricht wird man ebensowenig für 'nen Appel und‘n Ei bekommen wie den hochwertigen Konzertflügel.

Fragt sich nur, wann die Discounter auf die Idee kommen, neben dem Schrapelinstrument auch noch den „auf-jeden-Fall-billig-Unterricht“ auf „garantiert-allen-Tasten“ anzubieten, am besten als joint venture von Saturn, Media-Markt & Lidl unter dem Motto: Blöd ist geil!.
 
K

koelnklavier

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Fragt sich nur, wann die Discounter auf die Idee kommen, neben dem Schrapelinstrument auch noch den „auf-jeden-Fall-billig-Unterricht“ auf „garantiert-allen-Tasten“ anzubieten,
Ist nicht nötig. Das erledigen schon die Hochschul-Studenten, die mit Dumping-Preisen ihren eigenen Markt kaputt machen und sich dann wundern, daß sie von ihrer Kunst und ihrem Können nicht leben können ...
 
 

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