Von Yann Tiersen bis zur Weltrevolution - zur neueren Problemgeschichte des Abendlan

@Rolf:

Meine Antwort an Emma beruht darauf, daß sie hier geschrieben hat, daß sie 3 Jahre Unterricht hat und nun "endlich" Comptine spielen kann.

Ich habe also keineswegs uninformiert ins Blaue hinein geschossen :D

@Raskolnikow: Du hast meine Beiträge nicht richtig gelesen oder irgendwas falsch in Erinnerung. Nicht nur habe ich mich nicht für Schulkooperationen ausgesprochen, sondern ich habe sie auch zum wiederholten Male als dummes Zeug bezeichnet.

@Klavigen: Deinen politischen Ansichten kann ich mich zu 100% anschließen!

Es gibt vermutlich keinen Elitezirkel mit einem Masterplan, aber trotzdem kommen so gigantische Verdummungs-Propagandafeldzüge zustande wie z.B. "Schweinegrippe" oder "Erderwärmung".

Wenn ein Gesamtsystem richtig "vorbereitet" ist, dann muß man (z.B. als Pharmakonzernlobby oder als Tyrann) nur ein paar Tröpfchen mit der angestrebten Desinformation hineingeben, und alle, vor allem auch die Medien als Multiplikatoren, werden das begierig aufnehmen, und plötzlich machen es alle zu "ihrer" Sache. Das war bei Schweinegrippe und 9/11 so, und es war z.B. auch bei der unglaublichen, inquisitorischen und völlig aus der Luft gegriffenen Hetzjagd gegen Eva Herman so.

LG,
Hasenbein
 
Das wiederum ist eine gar zu einfache Sicht der Dinge. Es gibt nämlich ganz eindeutig Faktoren, welche einen guten Musikunterricht verhindern.
An den meisten Schulen hat man lediglich 3 Stunden Musikunterricht.
Es ist ein praktisch hoffnungsloses Unterfangen. Egal wie sehr sich der Lehrer engagiert, wie aufregend er den Unterricht gestaltet und versucht die Leute zu animieren, bis zur nächsten Stunde wird der Elan schon längst verloren sein. Musik erfordert es, dass man sich damit auseinandersetzt. Ein Erfolgserlebnis wird sich nun mal nicht innerhalb von 5 Minuten erzielen lassen. Ganz anders sieht es aber mit Fernsehen und Spielen aus. Die Motivation ist weit aus größer einfach abzuschalten (wobei meiner Meinung nach fernsehen rein gar nichts mit "abschalten" zu tun hat!), oder mal eben schnell bei irgend einem Computerspiel ein großer Herrscher zu werden, der über 20 Planeten regiert. Dieses Belohnungssystem vieler Spiele ist wirklich eine perfide Sache.

Und hier kann man in der Tat auch an Klavigens Erläuterungen anschließen.
Es gibt keine kleine elitäre Gemeinschaft die das Weltgeschehen steuert und einen Masterplan verfolgt. Allerdings gibt es eine nicht zu leugnende Tendenz, dass die Verdummung durchaus gewollt ist. Es ist eher ein parallel ablaufender Prozess. Viele Menschen oder sagen wir noch besser Konzerne erkennen, dass man natürlich mit solchen flächendekenden Mitteln die Leute am einfachsten gefügig machen kann und das verspricht einen großen Profit. Und gerade dieses Profitdenken ist ein nicht unwichtiges Problem. Der eigentliche Gedanke der Marktwirtschaft ist ohnehin ein gänzlich absurder. Er setzt nämlich stetiges Wachstum voraus, jedoch ist nichts stetig wachsend.

Und würde man sich von diesen Gedanken lösen, würde man auch vielleicht einsehen, dass größere Investitionen in den musikalischen Bereich durchaus ihren "Nutzen" haben, nämlich zum einen die Sicherung einer Kultur und zum anderen die persönliche Entfaltung der Kinder bzw. der Menschen im allgemeinen, was letztlich auch zufriedenstellender ist als ein volles Konto.

Übrigens kann ich mich am Rande noch absolut für Chiarinas und Hasenbeins Vorschlag aussprechen, dass Schulen unbedingt mehr kooperieren müssten im musikalischen Bereich. Die "Vernetzung" wie es bereits erwähnt wurde, wäre auf jedenfall ein richtiger Schritt in diese Richtung. Sowas habe ich bisher an meinen Schulen auch noch nie erlebt.

Ich habe es wohl an anderer Stelle schon mal gesagt. Dummheit verursacht heute kein Gewinn (mehr) , sondern ist eindeutig ein Kostenfaktor. Und kein geringer...;) Und ich betone nochmals meine schlichten Gedanken: Es wird niemand daran gehindert, sich zu bilden, wenn er es denn möchte. Dass es einige möchten, andere eher weniger, hat viele Ursachen. Ganz bestimmt nicht, weil es irgendeine "Kaste" verhindert...:rolleyes: Würde die Welt wirklich von einer kleinen "elitären Gemeinschaft" gesteuert, würde sie ganz bestimmt anders aussehen. Ich erspare mir eine Schilderung....

Und dass drei Stunden Musikunterricht ein hoffnungsloses Unterfangen sind, glaube ich nicht. Es kommt sehr viel auf die Lehrkräfte an. Zum Glück kenne ich gute Beispiele die zeigen, dass es sehr gut funktionieren kann. Es ist aber auch typisch für unser System, dass sich die Lehrer zu gerne hinter den angeblich schlechten Rahmenbedingungen verschanzen statt sich einzugestehen, dass sie es selbst sind, die daran etwas ändern oder zumindest mit Kreativität etwas aus der Situation machen könnten. Meine schlichte Erfahrung nach 45 Jahren Schuleinblick: Unterricht ist (nur) dann gut, wenn der/die LehrerIn gut ist. Die "Rahmenbedingungen" treten dabei eindeutig in den Hintergrund. Ich kenne Lehrer, die unter widrigsten Umständen hervorragenden Unterricht machen und solche, denen selbst eine vergoldete Rahmenrichtlinie nicht dazu verhelfen würde....;)
 
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Und ich betone nochmals meine schlichten Gedanken: Es wird niemand daran gehindert, sich zu bilden, wenn er es denn möchte. Dass es einige möchten, andere eher weniger, hat viele Ursachen. Ganz bestimmt nicht, weil es irgendeine "Kaste" verhindert...:rolleyes:

Wie schon erwähnt, es geht mir nicht darum eine "Kaste" als das personifizierte Böse, welches einen Feldzug gegen die Bildung führt, aufzuzeigen.
Dennoch arbeiten Medien mit Mitteln welche den Bildungswillen schlichtweg im Keim ersticken. Ich finde es ist etwas fahrlässig zu behaupten "wer sich bilden möchte, kann das auch". Viele kommen gar nicht erst auf den Gedanken dass es soetwas wie Bildung gibt, wenn sie permanent Reizüberflutet sind. Vor allem propagieren die Medien eine Lebensphilosophie, welche der Bildung entgegensteht. Da muss ein oberflächlicher Effekt vorhanden sein, der einen Reiz auslöst, damit man darauf anspringt und den jeweiligen Artikel kauft. Ein intensives beschäftigen mit der Materie ist selten erwünscht.
Und erschwerend kommt hinzu, dass sogar jene Schüler die sich bilden wollen in ihrem Umfeld kein kompetentes Lehrerpersonal finden.
Selbstverständlich gibt es glorreiche Ausnahmen. Aber gerade in Sachen Bildung, sollte es die Regel sein, dass man guten Unterricht bekommt und nicht die Ausnahme.

Natürlich werden goldenen Rahmenbedingungen nicht automatisch einen wunderbaren Unterricht mit sich bringen, die Lehrer sind an dieser Stelle nicht minder gefragt die Initiative zu ergreifen. Allerdings sehe ich es nicht ein, weshalb sie sich mit der derzeitigen Situation zufriedengeben sollten. Ich finde es muss eindeutig etwas getan werden.
Lehrer, welche die derzeitige Situation jedoch als Ausrede verwenden sich auf die faule Haut zu legen, weil man nichts ändern kann, würden allerdings wahrscheinlich auch unter besseren Bedingungen eine nicht zufriedenstellende Arbeit verrichten.

@Hasenbein
Du bist für ein Lehrerforum und konstruktiven Austausch, aber gegen ein vernetzen der Schulen und beispielsweise schulübergreifenden Musikunterricht?

Edit:
Unter schulübergreifend verstehe ich, dass gemeinsame Projekte stattfinden. Sei es einmal im halben Jahr, dass die Schüler in einem breiten Rahmen das nötige Material und Räumlichkeiten bekommen und gemeinsam zu musizieren oder konkrete Stücke zu erarbeiten, oder das man auch Konzerte, Opern etc. besucht. Ebenso würde da auch vor allem unter den Schülern ein reger Austausch stattfinden, man würde Wissen abgleichen und ergänzen können. Und gerade die Schüler werden sich viel über die Unterrichtsmethoden äußern und austauschen. Sollten die jeweils anderen Schüler das ansprechend finden, werden sie hoffentlich auch nicht all zu schüchtern sein, diese Vorschläge an ihren eigenen Lehrer weiterzuleiten. Dieser muss natürlich tolerant sein und fähig über den eigenen Tellerrand zu schauen.
 
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Nun, du kannst meinem Urteil trauen,
denn ich gehöre ja zu den aufklärern...

Für Durchblicker und Checker gibt es hier den Thread "Zeitgeist".
Ich bitte alle Verschwörungstheoretiker, sich dort auszutoben,
und bitte ferner, gegenüber dem Begriff der "Aufklärung"
ein Mindestmaß an Respekt zu wahren.

Wenn das so weitergeht, werde ich - statt hier mitzulesen -
die "Comptine" spielen; das ist dann immer noch gehaltvoller.

Gruß, Gomez
 
Dennoch arbeiten Medien mit Mitteln welche den Bildungswillen schlichtweg im Keim ersticken. Ich finde es ist etwas fahrlässig zu behaupten "wer sich bilden möchte, kann das auch". Viele kommen gar nicht erst auf den Gedanken dass es soetwas wie Bildung gibt, wenn sie permanent Reizüberflutet sind. Vor allem propagieren die Medien eine Lebensphilosophie, welche der Bildung entgegensteht. Da muss ein oberflächlicher Effekt vorhanden sein, der einen Reiz auslöst, damit man darauf anspringt und den jeweiligen Artikel kauft. Ein intensives beschäftigen mit der Materie ist selten erwünscht..


Das ist überhaupt nicht fahrlässig, sondern Realität.

Und gegen Gedankenlosigkeit ist noch nie ein gutes Kraut gewachsen.

Wenn ich mich in meinem Leben an das gehalten hätte, "was erwünscht" war....:rolleyes:. Ich habe das gemacht, was ICH für richtig gehalten habe. Niemand hat mich ernsthaft daran gehindert. Und Um- bzw. Irrwege erhöhen die Ortskenntnis...:p

Es ist ein etwas eigenartiges Menschenbild, das Du da zeichnest, Raskolnikow.
 
Für Durchblicker und Checker gibt es hier den Thread "Zeitgeist".
Ich bitte alle Verschwörungstheoretiker, sich dort auszutoben,
und bitte ferner, gegenüber dem Begriff der "Aufklärung"
ein Mindestmaß an Respekt zu wahren.

Wenn das so weitergeht, werde ich - statt hier mitzulesen -
die "Comptine" spielen; das ist dann immer noch gehaltvoller.

Gruß, Gomez

Dies ist genau dieser bestimmende, befehlsgebende Ton, den ich an den Machern schätze. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Und da der geschätzte Tiersen ja noch viel weitere Kompositionen geschaffen hat, wärest du dann eine zeitlang gut beschäftigt.

Der Clou wäre, wenn die Ergebnisse auf youtube zu sehen wären.

Ich wünsche angenehme Überzeit.
 
@gubu
Es ist kein sonderbares Menschenbild, sondern in meinem Falle bzw. Umfeld schlichtweg genauso Realität, wie das, was du beschreibst.

Wenn du keinerlei Bedenken hast bei den Inhalten der Medien, welche die Jugendlichen zu einem großen Teil konsumieren. Und es sich im allgemeinen wohl auch nicht lohnt gegen Gedankenlosigkeit vorzugehen, dann besteht zumindest bei diesem Thema keine Diskussionsgrundlage.
 
Dies ist genau dieser bestimmende, befehlsgebende Ton, den ich an den Machern schätze.

hallo,

was ist an einer Bitte denn befehlsgebend? ...und ist Gomez einer der geheimen und übermächtigen Macher?? :D :D

amüsierte Grüße, dazu die Bitte (keinesfalls den Befehl) locker zu bleiben: ist doch zeitweise eine nettes Parlando hier,
Rolf
 

Dies ist genau dieser bestimmende, befehlsgebende Ton,
den ich an den Machern schätze.
Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Dazu ist doch etwas zu sagen:
Ich habe weder bestimmt noch befohlen, sondern gebeten.
Gerade einem Aufklärer wie dir, der sich zu Kommunikationszwecken
des Mediums Sprache bedient, sollten solche Bedeutungsnuancen vertraut sein.


Der Übermensch dankt.
 
@Gomez

Ich bin auch dafür, dass sich die Gemüter nicht unnötig erhitzen, allerdings ist eine Bitte in der nahezu Spott mitschwingt "Checker, Durchblicker" vielleicht nicht ganz so nett, wie das Wort "Bitte" eigentlich vermuten lässt.

Und zu Tiersen.
Vielleicht kann man dem Mann immerhin eine gewisse Liebe zur Musik lassen. Ich weiß zwar nichts über seine konkreten Einnahmen, aber es könnte sein, dass er bereits für sein Leben ausgesorgt hat und eig. kein Lied mehr komponieren müsste :)
 
"angenehme Überzeit"
"der Übermensch dank"

eine überaus witzige und überlegte Replik :D :D :D
 
allerdings ist eine Bitte in der nahezu Spott mitschwingt "Checker, Durchblicker" vielleicht nicht ganz so nett, wie das Wort "Bitte" eigentlich vermuten lässt.

hallo Raskolnikow,

mit Verlaub: kniefällig und anbetend wird doch hoffentlich niemand auf die aufklärerischen (?) wunderlichen Mären von geheimen jahrhundertelangen Verdummungsverschwörungen reagieren müssen, oder?

...oder ist das am Ende auch so eine jener Meinungen, die ganz bitterlich buhuhu macht, wenn man ihr gegenüber keinen ehrerbietigen Kotau macht? :D

___________

ich sag euch dann mal die Wahrheit, und weil ich sie nicht beweisen kann, ist sie meine heilige und gefälligst zu respektierende Meinung:
es gibt keinen allmächtigen Geheimbund auf dieser Erde!
aber es gibt Außerirdische!
diese sind allmächtig und experimentieren an uns herum.
Beethoven hatten sie geimpft - Sonaten, Sinfonien
Chopin hatten sie geimpft - Balladen, Etüden
Tiersen hatten sie geimpft - verdammt, da ist was schief gelaufen

:D :D

amüsierte Grüße, Rolf
 
@gubu

Wenn du keinerlei Bedenken hast bei den Inhalten der Medien, welche die Jugendlichen zu einem großen Teil konsumieren. Und es sich im allgemeinen wohl auch nicht lohnt gegen Gedankenlosigkeit vorzugehen, dann besteht zumindest bei diesem Thema keine Diskussionsgrundlage.

Hatte ich geschrieben, dass ich keine Bedenken habe??:confused: Das wäre mir zu gedankenlos...:D

Mir schimmert in all diesen Thesen zu viel davon durch, dass es höherer Gewalten bedürfe, um die armen, fehlgeleiteten Menschen von ihren Irrwegen abzubringen. Es wird zu oft vergessen, dass jeder zuerst seines eigenen Glückes Schmied ist! ((Dass das auch von den "Rahmenbedingungen" abhängt, wird niemand ernsthaft anzweifeln...))
 
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hallo,

was ist an einer Bitte denn befehlsgebend? ...und ist Gomez einer der geheimen und übermächtigen Macher?? :D :D

amüsierte Grüße, dazu die Bitte (keinesfalls den Befehl) locker zu bleiben: ist doch zeitweise eine nettes Parlando hier,
Rolf

Wie schön, dass du Rolf immer noch amüsiert sein kannst.

Ich muss und werde mich zwingen, meine Contenance zu wahren.

Bei ausübenden Künstlern setze ich prinzipiell voraus, dass sie auch viel lesen und gewohnt sind, die Texte zu interpretieren. Oft steht ja mehr drin, was erst herausgefunden werden muss.

Auf diesem Hintergrund sollte es leicht für dich sein zu erkennen, dass die gewaltigsten Befehle oft in Form einer Bitte daher kommen.

Die Mühe, die sorgsame ausgewählten Begriffe aus Gomez´ Text auseinanderzunehmen werde ich mir nicht machen. Es gibt ja weitere Leser, und ausserdem würde ich lieber beim Thema bleiben.

Es freut mich aber, dass ihr euch einig seid. so werden Standpunkte deutlicher.
 
Es gibt ja weitere Leser, und ausserdem würde ich lieber beim Thema bleiben.

das liegt auch mir am Herzen *) und deswegen habe ich auch was zum Thema beigetragen:
https://www.clavio.de/forum/149530-post334.html
(besonders unterm Strich sind die relevanten, diesmal übrigens nicht interpretationsbedürftigen Textbestandteile)

Gruß, Rolf

*) dass mein Herz hier etwas mehr in Richtung Lachmuskulatur schlägt, will ich nicht geheimbündlerisch verhehlen
 
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