Marinieves
- Registriert
- 13.09.2017
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Hi zusammen, ihr Klavierverrückten!
Ich bin ja eher die stille Mitleserin, aber heute habe ich eine wichtige Sache, zu der ich gerne ein paar Meinungen hören würde.
Ich hatte vergangenes Jahr einen gebrauchten Steinway* gekauft, bei einem Händler, der selbst bei Steinway* in HH gelernt und ausserordentlich gute Referenzen hat. Angeblich ist der Flügel von 1912 und laut seiner Aussage so gut hergerichtet, dass selbst er nicht sagen kann, was gemacht wurde und was nicht. Das Instrument sei jedenfalls in einem Topzustand.
Heute war nun ein Steinwaytechniker hier, um sich das Instrument mal genauer anzusehen, da ich den Flügel bald intonieren lassen will.
Das Urteil was mehr oder minder vernichtend. Hier sind nur ein paar der Dinge, die er sagte, denn ich konnte mir nicht alles merken, da ich ja auch nicht vom technischen Fach bin.
Viele Ersatzteile sind nicht Original, evtl.sogar in Polen gefertigt (genau das hatte der Händler entsetzt von sich gewiesen, als ich nachfragte. Es seien alles original Steinway* Teile und selbstverständlich nicht in Polen restauriert). Die Filze sind z.T.billig und zu klein (unter den Tasten), die Röllchen sitzen zu weit hinten (oder vorne? Weiss ich nicht mehr...) usw......
Das Schlimmste: der Steg ist nach vorne geneigt und übt Druck auf den Resonanzboden aus, sodass der im Diskant nicht richtig schwingen kann und deshalb der Klang näselt (das wollte ich u.a. gern gerichtet haben). Sowas sei laut seiner Aussage ein Zeichen für minderwertige Aufarbeitung. Er wird den Flügel nicht intonieren, da er kein gutes Ergebnis garantieren kann (kann ich verstehen).
Jetzt bin ich natürlich echt sauer, weil der Händler auf mein vermehrtes Nachfragen hin beteuert hat, dass alles original Steinway*-Ersatzteile sind und der Flügel auf keinen Fall in Polen restauriert wurde.
Ich habe auch trotz mehrfachen Nachhakens leider immer noch keine Unterlagen über den Flügel. Die wollte er mir längst zusenden. Mir gefiel das Instrument bei Kauf sehr und tut es immer noch, nur würde ich eben gern einige klangliche Dinge anpassen lassen, was ich zumindest jetzt nicht in die Hände der Steinway*-Vertretung geben kann. Ich habe mich auf die Reputation des Händlers und mein Bauchgefühl verlassen....aber ich fühle mich gelinde gesagt auch etwas übers Ohr gehauen.
Ach, ich bin etwas geknickt.....
Kennst jemand in oder um München einen wirklich empfehlenswerten, guten Klavierbauer, der die Intonation zumindest im Rahmen des Machbaren versuchen würde? Also keinen von der Steinway-Vertretung, leider.....
Danke euch fürs Lesen....
Marinieves
Ich bin ja eher die stille Mitleserin, aber heute habe ich eine wichtige Sache, zu der ich gerne ein paar Meinungen hören würde.
Ich hatte vergangenes Jahr einen gebrauchten Steinway* gekauft, bei einem Händler, der selbst bei Steinway* in HH gelernt und ausserordentlich gute Referenzen hat. Angeblich ist der Flügel von 1912 und laut seiner Aussage so gut hergerichtet, dass selbst er nicht sagen kann, was gemacht wurde und was nicht. Das Instrument sei jedenfalls in einem Topzustand.
Heute war nun ein Steinwaytechniker hier, um sich das Instrument mal genauer anzusehen, da ich den Flügel bald intonieren lassen will.
Das Urteil was mehr oder minder vernichtend. Hier sind nur ein paar der Dinge, die er sagte, denn ich konnte mir nicht alles merken, da ich ja auch nicht vom technischen Fach bin.
Viele Ersatzteile sind nicht Original, evtl.sogar in Polen gefertigt (genau das hatte der Händler entsetzt von sich gewiesen, als ich nachfragte. Es seien alles original Steinway* Teile und selbstverständlich nicht in Polen restauriert). Die Filze sind z.T.billig und zu klein (unter den Tasten), die Röllchen sitzen zu weit hinten (oder vorne? Weiss ich nicht mehr...) usw......
Das Schlimmste: der Steg ist nach vorne geneigt und übt Druck auf den Resonanzboden aus, sodass der im Diskant nicht richtig schwingen kann und deshalb der Klang näselt (das wollte ich u.a. gern gerichtet haben). Sowas sei laut seiner Aussage ein Zeichen für minderwertige Aufarbeitung. Er wird den Flügel nicht intonieren, da er kein gutes Ergebnis garantieren kann (kann ich verstehen).
Jetzt bin ich natürlich echt sauer, weil der Händler auf mein vermehrtes Nachfragen hin beteuert hat, dass alles original Steinway*-Ersatzteile sind und der Flügel auf keinen Fall in Polen restauriert wurde.
Ich habe auch trotz mehrfachen Nachhakens leider immer noch keine Unterlagen über den Flügel. Die wollte er mir längst zusenden. Mir gefiel das Instrument bei Kauf sehr und tut es immer noch, nur würde ich eben gern einige klangliche Dinge anpassen lassen, was ich zumindest jetzt nicht in die Hände der Steinway*-Vertretung geben kann. Ich habe mich auf die Reputation des Händlers und mein Bauchgefühl verlassen....aber ich fühle mich gelinde gesagt auch etwas übers Ohr gehauen.
Ach, ich bin etwas geknickt.....
Kennst jemand in oder um München einen wirklich empfehlenswerten, guten Klavierbauer, der die Intonation zumindest im Rahmen des Machbaren versuchen würde? Also keinen von der Steinway-Vertretung, leider.....
Danke euch fürs Lesen....
Marinieves
*) Provisionslink
). Aber jedesmal die Anfahrt geht halt auch nicht. Deshalb habe ich wen vom Steinway-Haus geholt. Den hatte mir der Händler sogar namentlich empfohlen, weil sie alte Kollegen sind. Das macht mich übrigens auch stutzig: wenn er weiss, dass er mir z.T. Humbug erzählt hat, würde er doch nicht einen Topmann von Steinway München für die weitere Betreuung empfehlen?! Dass spätestens der feststellt, dass da nicht alles so ist, wie es sein soll, ist doch klar.......
