La Campanella (Spezialversion)

Oh!!!
Gratuliere!!!
Es gibt also Partituren von deinen Kürzungen und Erleichterungen - bei Henle? bei Schott? oder schon gemeinfrei bei imslp?
Wie dem auch sei: das ist große Klasse mit den Partituren, nochmals herzliche Gratulation!!!


Er hat doch gesagt daß er Liszt verbessert, vielleicht hat ja die La Campanella neuerdings ne Overtüre :rauchen:

LG
Henry
 
Das gibt es garantiert als Handy-App - da musste nix erfinden!
das kann natürlich sein. Lieber vorher nochmal suchen, dann tun.
Oh!!!
Gratuliere!!!
Es gibt also Partituren von deinen Kürzungen und Erleichterungen
Nein noch nicht, aber es gibt doch genug freeware für sowas (und langsam werde ich echt :cry: - zum wiederholten male, Kürzungen (natürlich) ja, aber Erleichterungen: NEIN (allein z.B. der Wechsel nach Dur im Finale macht selbiges um einiges schwerer)
 
Um Gottes Willen... Wirklich jeder kann alles versuchen, wenn er das will (ich hab's schliesslich auch versucht - gerade und erst recht, als man mir davon abgeraten hatte).

Nur, leider haben diese Geschichten in den allermeisten Fällen eben kein happy-end.
 
zum wiederholten male, Kürzungen (natürlich) ja, aber Erleichterungen: NEIN (allein z.B. der Wechsel nach Dur im Finale macht selbiges um einiges schwerer)
...in der Musik gibt es sinnvolle oder zumindest tolerable Wiederholungen (man denke u.a. an Strophen) - aber Unsinn zu wiederholen zählt nicht zu den tolerablen Wiederholungen, sondern zu den peinlichen...

Die Coda der Etüde piu mosso (wenn man sie denn spielen kann) besteht zunächst aus Sequenzen (H-Dur - dis-Moll - Fis-Dur) - hier kann eine Änderung des jeweiligen Tongeschlechts weder erleichtern noch erschweren, sondern einzig dümmlich klingen (das hat simple harmonische Gründe)
Danach folgt eine Kaskade aus Doppelgriffen und Oktaven mit wiederum Sequenzen (auch hier nützen Änderungen der Tongeschlechter nüscht) welche in eine große Oktaven-Sexten Kaskade auf der Dominante Dis-Dur mündet.
Anschließend folgt mit repetierten Oktaven das Hauptthema zuerst in der Molltonika Gis-Moll und dann - Heureka! - ohne schwieriger zu werden in Gis-Dur (nun als quasi Zwischendominante)
Abschließend der Kehraus in Gis-Moll, den gucken wir uns an:
Kehraus.png
...ja da schau her:
a) ob Dur oder Moll, an der linken Hand ändert das nichts
b) und die rechte Hand verwendet nur fünf verschiedene Töne, #g-#a-h-#c-#d, also vier schwarze Tasten und mittendrin ne weiße -- spielt man das nun grund- und nutzlos in Gis-Dur, dann klingt es zwar dämlich, ist aber nicht ein Milligramm schwieriger geworden: denn die Tastenlagen entsprechen einander! In Sachen Treffsicherheit ist es schnuppe, ob man die Taste h oder #h zwischen den vier schwarzen Tasten treffen soll.
Kurzum: deine angeblichen "Erschwerungen" gibt es nicht.
 
In Sachen Treffsicherheit ist es schnuppe, ob man die Taste h oder #h zwischen den vier schwarzen Tasten treffen soll.
Eben das trifft nur zu, wenn man so langsame Sachen zu spielen hat, dass man die problemlos vom Blatt bzw. ohne zu üben hinbekommt.
Und das ist hier in der Coda aufgrund der geforderten hohen Geschwindigkeit und der Komplexität der Abläufe mit Sicherheit nicht der Fall.

Und weil eine so hohe Geschwindigkeit gefordert ist, brauchen die Abläufe rH / lH eine ganze Reihe neuronaler Programme, die man sich durch langes Üben erarbeitet. Denn mit dem Bewußtsein alle diese Bewegungen im Endtempo sofort kontrollieren und zu realisieren, das geht halt einfach nicht. Für niemanden.

Nix anderes macht man durch Üben - sich einen Haufen neuronaler Programme im Gehirn anlegen, die man dann einfach verwenden kann - um bequem Bewegungsabläufe ablaufen lassen zu können bzw. zu realisieren, die man ansonsten nicht hinbekommen würde.

Und für solche neuronalen Programme im Gehirn ist es ein großer Unterschied, ob ein Ort (genauer gesagt: eine Taste) mit einer notwendigen geringen Toleranz von wenigen Millimetern hier oder mit der gleichen notwendigen geringen Toleranz 2,5 cm entfernt getroffen werden muß. Diese Programme sind an und für sich nämlich strunzdumm (helfen aber eben ungemein).

Lange Rede, kurzer Sinn:

ohne den Wechsel nach Gis-Dur in der rechten Hand kann ich unten wie eine Oktave obendrüber genau das gleiche spielen. Kann ich das oben, dann kann ich das unten, und umgekehrt. Der "Transfer" der erlernten Bewegungen eine Oktave höher/tiefer ist für das Gehirn einfach.

Mit dem Wechsel des Tongeschlechts ändert sich aber der notwendige Bewegungsablauf - und das nicht unerheblich, denn oben und unten (erster und fünfter Finger) hast Du insgesamt zwei andere Tasten.

Ich brauchte glaube ich 2-3 Wochen, bis dieser zusätzliche Wechsel dann im Endtempo 'drin' war. Musste den Bewegungsablauf für Gis-Dur komplett von Grund auf einlernen.

Wir könnten wahrscheinlich lange darüber streiten, um wieviel genau die Coda dadurch schwieriger wird.
Aber schwieriger wird sie, zweifelsohne.
 
OK, ich krame mir wieder die Noten von Milhauds "Lent" aus dem Papierkorb.
:-D ;-)
Kannst Du gern tun. Nur nicht vergessen:
a) schwere Dinge sich vorzunehmen, geht halt letztlich immer auf die eigene Verantwortung.
b) nicht enttäuscht sein, wenn das Traumziel, das man hatte, dann nicht erreicht wird. Und
c) zum Spielen und zum Spaß kann man natürlich immer alles mögliche machen, wenn man Zeit und Lust dazu hat (z.B. mal die Akkordtürme am Anfang des b-Moll Klavierkonzerts durchspielen ;-))
 
Eben das trifft nur zu, wenn
[...enorm viel entbehrliches Blabla...]
Aber schwieriger wird sie, zweifelsohne.
Unsinn.
Ab Animato hat die r.H. nur fünf verschiedene Töne (vier schwarze und eine weiße Taste), wie die liegen hab ich beschrieben.
Und links ändert sich NICHTS, egal ob man oben Dur oder Moll spielt. Nebenbei ist ab Animato die r.H. rhythmisch wie grifftechnisch eigentlich einfach, die l.H. ist hier in hohem Tempo fies (da sie aber nur Grundton und Quinte verwendet, ist das Tongeschlecht -- erraten: völlig wurscht).
zum abschreiben: Gis-Moll ist weder leichter noch schwieriger als As-Dur
 
Von der linken Hand hab ich nie was gesagt :bye:

Was ist eigentlich an:
ohne den Wechsel nach Gis-Dur in der rechten Hand kann ich unten wie eine Oktave obendrüber genau das gleiche spielen. Kann ich das oben, dann kann ich das unten, und umgekehrt. Der "Transfer" der erlernten Bewegungen eine Oktave höher/tiefer ist für das Gehirn einfach.

Mit dem Wechsel des Tongeschlechts ändert sich aber der notwendige Bewegungsablauf
So furchtbar schwer zu verstehen, hm? ;-)
 

Ausserdem könnte ich auch ruhig schlafen, wenn ich die Etüde an dieser Stelle jetzt nicht schwerer gemacht hätte. Das stört meinen Seelenfrieden auch nicht.
 
Soo viele Dreiklänge gibt es ja schließlich nicht ;-)

Mir sind in den letzten Tagen jede Menge begegnet - und da waren nichtmal die verhinderten und übermäßigen dabei.
:-D
Ich erinnere mich dunkel an eine Stilblüte aus einer Musikarbeit, die in einer entsprechenden Sammlung vorkam: "Es gibt nicht nur Dur- und Mollakkorde, sondern auch verhinderte und überflüssige Dreiklänge".

Man lasse mich mit einem Klavierwerk antworten, dass leider nur bedingt zum Thema passt:



In dieser seriell inspirierten Schreibweise wird nur musikalisches Material vermessen, während in dem vorliegenden Faden einer vermessen genug ist, eine Vorlage von Franz Liszt so zu vermessen, dass sie in den eigenen musikalischen Kosmos passt.

Oh!!!
Gratuliere!!!
Es gibt also Partituren von deinen Kürzungen und Erleichterungen - bei Henle? bei Schott? oder schon gemeinfrei bei imslp?
Wie dem auch sei: das ist große Klasse mit den Partituren, nochmals herzliche Gratulation!!!
Wer weiß - vielleicht ist "Dreiklang" das Pseudonym von Hans-Günter Heumann, der eine Menge erleichternde Bearbeitungen auf den Markt gebracht hat?

LG von Rheinkultur
 
Herr Heumann hat auch eigene Kompositionen anzubieten.
Das weiß ich. In diesem Falle ging es mir um das Prinzip, durch das Eliminieren technisch-musikalischer Stolpersteine unter Beibehaltung des Namens Liszt entsprechend interessierten Spielern das Bewusstsein zu lassen, sie gehörten damit auch zum Kreis der Ambitionierten, die sich als Liszt-Spieler bezeichnen. Selbst dagegen ist nichts einzuwenden: Wenn "Liszt light" drinsteckt, muss "Liszt light" auf der Verpackung draufstehen - alles andere ist eine Mogelpackung. Hans-Günter Heumann macht in Verbindung mit seinen Bearbeitungen und deren Einsetzbarkeit im Unterrichtsbetrieb unmissverständlich deutlich, dass es sich mit solchen Ausgaben nicht um das Original handelt. Das ist nicht unredlich, man kann als (potenzieller) Kunde entscheiden, ob man so etwas gebrauchen kann oder nicht, ohne wortreich an der Nase herumgeführt zu werden.

Wir könnten wahrscheinlich lange darüber streiten, um wieviel genau die Coda dadurch schwieriger wird.
Aber schwieriger wird sie, zweifelsohne.
Das ist allerdings unredlich, weil sachlich falsch. Peng, aus!

LG von Rheinkultur
 
Unsinn.
Ab Animato hat die r.H. nur fünf verschiedene Töne (vier schwarze und eine weiße Taste), wie die liegen hab ich beschrieben. (...)
Nochmals eine etwas genauere Erläuterung, vielleicht gibt es hier auch noch ein Missverständnis.
Ich spiele in der r.H. sowohl die Moll-Variante, als auch die Dur-Variante (unten: Moll, oben: Dur).
Deswegen muss man eben auch beide Varianten einlernen, wenn man meine Bearbeitung spielen will.

Ist aber auch leicht zu hören. Ich hänge einmal die Veränderung an.
 

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In dieser seriell inspirierten Schreibweise wird nur musikalisches Material vermessen, während in dem vorliegenden Faden einer vermessen genug ist, eine Vorlage von Franz Liszt so zu vermessen, dass sie in den eigenen musikalischen Kosmos passt.
Wirklich: warum sollte man nicht mit einer gemeinfreien Partitur tun, was man will? => Kunstfreiheit
Wenn "Liszt light" drinsteckt, muss "Liszt light" auf der Verpackung draufstehen - alles andere ist eine Mogelpackung. Hans-Günter Heumann macht in Verbindung mit seinen Bearbeitungen und deren Einsetzbarkeit im Unterrichtsbetrieb unmissverständlich deutlich, dass es sich mit solchen Ausgaben nicht um das Original handelt.
Das hab ich ja auch getan.
 
Herr Heumann hat auch eigene Kompositionen anzubieten.
Auf soundcloud habe ich ja auch zwei eigene Kompositionen veröffentlicht, die Improvisation und die alle-meine-Entchen-Varation.
Gerade gesehen: interessant ist, dass meine Campanella und die alle-meine-Entchen-Varation ungefähr gleichauf liegen in der Gunst der Hörer.
Zeigt vielleicht mal wieder, dass schöne Musik nicht unbedingt technisch/kompositorisch anspruchsvoll sein muss (?)
Das a-Moll Menuett und meine Improvisation hingegen sind ziemlich abgeschlagen.
 
Eine Light-Version und dann eine ausgiebige Erörterung des Aspekts, dass die Vorlage durch die durchgeführten Veränderungen sogar noch schwieriger wird? Einen solchen Widerspruch in sich habe ich in #255 aufgegriffen. Es ist längst nicht der einzige - deshalb füllen diesen Faden ja auch schon ein stattliches Vierteltausend Beiträge auf einem guten Dutzend Seiten. Was gibt es da noch zu diskutieren?

LG von Rheinkultur
 
Klar wird die Etüde durch das Weglassen insgesamt um einiges leichter. Aber darum gings nicht in der Diskussion hier auf der Seite, sondern dass eine schwere Stelle halt noch (etwas) schwerer wird. Ist aber letztlich auch egal...

Was meinst Du mit "Widersprüchen"?
 

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