Improvisation / Komposition / Komprovisation ???

Henry

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Ei ei ei... ich bin jetzt wirklich unschlüßig, was ich schlimmer finden soll: von @hasenbein eins auf die Birne zu kriegen, oder hier als sein Musterschüler dazustehen "Verhalten Sehr gut", hab ich früher in der Schule nie geschafft:-) OK, mit beidem kann man notfalls irgendwie leben...

Ach naja, @hasenbein ist n Jazzer, der findet alles schön was grauenvoll ist... :-D

Aber da bin ich jetzt auch irritiert - der Flügel ist so irgendwie ganz manierlich gestimmt, die Musik ist jetzt auch ned so übel....und so etwas lobt unsere Karnickelkeule???

Fast könnte ich ja mutmaßen, @hasenbein s Account hat n Klassiker gehackt :lol:
 
Henry

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Erzähl das mal lieber nicht Deiner Bandscheibe, dass Du am liebsten steif dasitzt wie ein Stock:-) Und unterschätz mal nicht mein tägliches Training mit dem Flügeldeckel (100Kg):-)



Ach naja, im Moment hab ich meinen Spaß mit ner Gürtelrose, da sitzt auf jedem Falle stille - jede Bewegung macht sich dann nämlich etwas unpässlich bemerkbar :-D

Aber mal so ganz unter uns Pastorentöchterchen - man muß sicherlich nicht steif wie ein Stock am Klavier sitzen, aber übermäßige Bewegungen braucht es auch nicht.

Dies zeigt meines Erachtens nach nur, daß man mit dem Stück noch nicht so ganz im reinen ist.

Ganz schwierig empfinde ich solcher Art Bewegungen bei Eigenkompositionen - das vermittelt ( ich bitte den Ausdruck zu entschuldigen) den Eindruck "sich einen runterzuholen"

Es wäre meines Erachtens nach wichtig gerade bei Eigenkompositionen eine ausgeglichene und gelassene Haltung zu präsentieren.

Ich hatte ja meinen guadden alten Professor Stöckigt gehabt, welcher mir beibrachte ohne unnütze Bewegungen ein Stück spielen zu können.
 
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Felix Hack

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im Moment hab ich meinen Spaß mit ner Gürtelrose,
bin ich zum Glück bisher davon verschont geblieben, Dir Gute Besserung! Du weißt hoffentlich, dass es wichtig ist, möglichst sofort dieses antivirale Zeugs einzunehmen, damit keine Nervenschäden bleiben.
gerade bei Eigenkompositionen eine ausgeglichene und gelassene Haltung zu präsentieren.

Lass mich mal erklären: ich beweg mich halt einfach gerne, auch zur Musik. Tanzen kann man ja leider nicht, wenn man am Klavier sitzt. Wenn zwischen Körper und Geist so eine Verbindung entsteht, die über die Finger/Hände deutlich hinausgeht. ist das für mich einfach das natürlichste, dann verspannt sich auch nichts. Ich glaube, je lockerer ich so drauf bin, desto mehr gestikuliere ich, auch beim Sprechen.
 
Tastatula

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@Felix Hack Sehr interessant. Ist es beim Gestikulieren nicht so, dass man durch die Gesten dem Gesagten noch mehr Nachdruck verleiht, bzw. seine innere Ergriffenheit zum Thema quasi körperlich ausdrückt?
Man könnte es auch extrovertiert nennen.
So wichtig es ist, dass aus dem Klavier extrovertierte Klänge herauskommen - doppelt gemoppelt - , so wichtig ist es, dass wir nicht das Gefühl bekommen: So! Ich habe jetzt all meinen Ausdruck hineingelegt, und dann war´s nur der Körper und man hört nix von dem Ausdruck. Es ist echt eine Gratwanderung.
@Henry , Zum Thema Eigenkompositionen: es gibt absolut keinen Grund, diese anders zu musizieren als jene von den großen Recken der Tonschöpfung.
In der Tat passiert es aber häufig, das Komponisten ihre eigenen Werke schlechter spielen als andere Interpreten.
Das hat aber möglicherweise andere Gründe, als die der Bewegung.
 
rolf

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Ich glaube, je lockerer ich so drauf bin, desto mehr gestikuliere ich, auch beim Sprechen.
...und beim schreiben bzw. tippen? ;-)

Ich war neugierig auf das erste Stück wegen .... zugegeben :drink::trink191: .... wegen des Titels. In Twains Huckleberry Finn gibt es eine herrliche Episode mit Hucks Vater, der im Delirium tremens abtobt. Bei deinem Delirium hatte ich eher den Eindruck von 2-3 Schlückchen light-Sekt und nicht von stramm montmartre-mäßigem Absinth-Abusus :-D:-D Das Stück selber finde ich ok, aber der Titel weckt Erwartungen, die nicht eingehalten werden (so hübsch manierlich, ruhig, plätschernd ist kein Delirium)
 
Henry

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Naja, mit dem Körper zu gestikulieren, daß kennt man ja von einigen Politikern - dumm gelaufen wenn sich jemand mit der Körpersprache auskennt.

Die Körperbewegung sagt mitunter etwas ganz anderes aus als die Worte (und in der Musik ist s auch ned viel anders) :teufel:
 
Henry

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In der Tat passiert es aber häufig, das Komponisten ihre eigenen Werke schlechter spielen als andere Interpreten.
Das hat aber möglicherweise andere Gründe, als die der Bewegung.
Ja, das stimmt. Ich hatte damals mal Noten von meinem "Marsch der Mäuse" per Encoree 3.0 erstellt und meinem Professor Seelig gebeten es doch mal zu spielen.

Die Noten wollte er am liebsten gleich in den Papierkorb werfen, da er diese für absolut unbrauchbar und unspielbar hielt. auch hielt er einen 9/8tel Takt für inaktzeptabel.

Aber nach einem gutem Glas Rotwein tat er mir dann doch den Gefallen und spielte das unspielbare Stück.

Es war zwar immer noch die gleiche Melodie, aber ansonsten war das Stück nicht mehr wieder zu erkennen, er legte da Dynamiken und Aktzentuierungen rein, welche das Stück erst interessant machten.

Leider habe ich es nicht aufgenommen, und somit blieb nur meine ungenügende Version erhalten:

 
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trm

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Ja, das stimmt. Ich hatte damals mal Noten von meinem "Marsch der Mäuse" per Encoree 3.0 erstellt und meinem Professor Seelig gebeten es doch mal zu spielen.
Die Noten wollte er am liebsten gleich in den Papierkorb werfen, da er diese für absolut unbrauchbar und unspielbar hielt. auch hielt er einen 9/8tel Takt für inaktzeptabel.
Aber nach einem gutem Glas Rotwein tat er mir dann doch den Gefallen und spielte das unspielbare Stück.
Es war zwar immer noch die gleiche Melodie, aber ansonsten war das Stück nicht mehr wieder zu erkennen, er legte da Dynamiken und Aktzentuierungen rein, welche das Stück erst interessant machten.


Rainer Carell?:-D:super:
 
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Felix Hack

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Hallo Rolf! ja aber klar doch! Da tu ich mir auch keinen Zwang an, kennst mich ja ein bissel schon:-)

ich war neugierig auf das erste Stück wegen .... zugegeben :drink::trink191: .... wegen des Titels.
Ich hab hier schon ein paar Stücke gebracht, die vom Rummelplatz berichten oder sonst irgendwie lustig sein wollen, das führt natürlich zu einer entsprechenden Erwartungshaltung. Diesmal war es tatsächlich eher eine traurige Geschichte, die da noch nachgewirkt hat, als ich mit dem Improvisieren angefangen hab. Meine Stimmung war eher melancholisch. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich so kleine dynamische Wellen (die man fast nur daran erkennt, dass ich mal nach vorne mich bewege und dann wieder zurück), die ich da einbauen wollte, wohl unterdosiert habe.

Generell sehe ich mich eher so als Feindynamiker, rege mich, wenn ich eine Aufnahme von mir anhöre, eher über einen Ton auf, den ich störend laut oder unhörbar leise gespielt hab, als wenn die Dynamik insgesamt zu flach ausfällt. Da muss ich wohl für mich ein bissel was neu austarieren. Entweder mehr üben, oder halt das Risiko des Kontrollverlustes eingehen, damit mehr Leben unter den Fingern entsteht, oder wie @Tastatula es beschrieben hat, damit mehr Extrovertiertheit in die Musik einfließt.

Geht mir als Zuhörer auch oft so, dass ich mir ein Klavierstück anhöre, dann denke, schön gespielt, aber wo hatte ich jetzt den Eindruck, dass der Pianist so spielt, als ob es um sein Leben ginge?

@Tastatula: ja, ich kann mir vorstellen, dass ein Stück, bei dem z.B: eine persönliche Betroffenheit erinnernd mitschwingt, für den Urheber eher schwer zu spielen ist, weil es im Extremfall aufwühlend sein kann. Ein unbeteiligter Interpret kann da möglicherweise offener, viel objektiver, flexibler und vielleicht auch kreativer zu Werke gehen.
 
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Henry

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Du weißt hoffentlich, dass es wichtig ist, möglichst sofort dieses antivirale Zeugs einzunehmen, damit keine Nervenschäden bleiben.
Da zu ist es nun zu spät - ich hätt wohl innerhalb von 48 Stunden zum Arzt gemußt - aber ich kann doch wegen so ein Zipperlein ned meinen Kunden absagen?

Naja, vielleicht widme ich der Gürtelrose auch mal ein Stück - aber des wird häßlich....so von schräg nach schief :lol:
 
Henry

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Noch was - wer immer kerzengerade am Klavier saß war Arthur Rubinstein , welchen ich absolut verehrte.

Leider kam ich nie in den Genuß diesen wunderbaren Menschen mal selbst kennenzulernen - er hat viel zu früh das Zeitliche gesegnet.

So mit muß ich mich damit begnügen ihn in Videos zu sehen:

 
Boogieoma

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@Henry , herrlich der Tom & Jerry Film, Du hast meinen Abend gerettet ! :lol::lol::lol:
 
Henry

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Auch sehr erheiternd - Improvisationen über den Entertainer:

 
 

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