Wer übt kann nix

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altermann

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So sagt Götz Alzmann
 
cwtoons

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So gut wie der kann ich auch Ukulele spielen.

CW
 
Moderato

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Hat Gulda doch auch gesagt. Mit 18 hat er aufgehört zu üben...oder so ähnlich, aus der Erinnerung.
 
Tanzpause

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Reine Definitionssache! Ab heute "übe" ich auch nicht mehr! Ich spiele die Stücke ab jetzt nur noch so oft durch weil es mir Spaß macht! :-D
 
Haydnspaß

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Wie (oder was) übt eigentlich ein Jazzmusiker?
 
Rheinkultur

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Keine Sorge, Du überlebst alle Deine Chöre.
Aber Hauptsache, ich überlebe alle die Personen, die ich mit einem stilvollen Ave Josef unter die Erde orgeln kann. Ave Maria kann ja jeder. Zwei meiner Bestatter haben heute schon angerufen. Nur weiter so:


Der Lieblingschoral der Bestatter, Trauerredner und Beerdigungsorganisten.

LG von Rheinkultur
 
Rheinkultur

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"Alsmann freut sich über geschmeidigen Ablauf und einen möglichst hohen Grad an Perfektion. Ein Handwerksmeister, so beschreibt er sich. Ein Praktiker, der gerne schraubt und tüftelt, bis alles sitzt und passt."
So ist es. Die Attitüde ist überaus populär, "ich übe doch sowieso nie" zu behaupten. Damit lässt sich Spitzenqualität noch brillanter darstellen als sie es kraft Substanz ohnehin bereits ist. Jeder weiß, dass nichts schwerer zu erreichen ist als Leichtigkeit. Vermutlich üben die am meisten, die behaupten, am wenigsten von allen zu üben. Möglicherweise tun sie es nämlich mit einer solchen Liebe zum geschliffenen Detail, dass sie gewohnheitsmäßig intensives Arbeiten und Musizieren nicht als Last, sondern als Lust empfinden. Man lasse sich also nicht täuschen.

LG von Rheinkultur
 
Stilblüte

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Wie (oder was) übt eigentlich ein Jazzmusiker?
Jazz muss man genauso viel üben wie Klassik, nur anders. Soweit mir bekannt ist übt man z.B. Skalen (Kirchentonarten und andere wie Ganzton-Halbton, Zigeuner usw.) in allen Tonarten, damit man sofort in jeder Tonart und Skala sich frei "bewegen" kann. Außerdem natürlich viel Harmonielehre - wie komme ich von hier nach dort wenn ich viel oder wenig Zeit habe? Kadenzen, erweiterte Kadenzen usw., und dann die ganzen Standards. Am besten auswendig die Melodien und Harmonieverläufe drauf haben (= im Kopf und abrufbereit).
Zur Improvisation kann man auch viel üben, z.B. wie man mit Motiven und Pattern umgeht und arbeitet, mit Rhythmik, mit Wiederholung und Nicht-Wiederholung, Imitation und Nicht-Imitation, Dymanik, Stille usw. usf. Das kann man sowohl allein als auch mit anderen üben (und sollte).
Dazu muss natürlich noch das Instrument beherrscht werden, was bei manchen Jazzern mehr zutrifft als bei anderen - aber nicht unbedingt direkte Auswirkung auf die Qualität ihrer Impros hat. Man kann auch mit nur fünf Tönen eine unglablich gute Impro spielen...
 
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Rheinkultur

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Ich habe dazu mal folgendes Zitat gehört: "Ein Musiker, der behauptet, nicht zu üben, lügt." (Quelle hab ich vergessen ;))
Egal wer es gesagt hat, es stimmt jedenfalls. Zum Weiterlesen:
https://www.welt.de/gesundheit/psyc...000-Stunden-uebt-kann-ein-Meister-werden.html

An der Zahl 10.000 muss man sich nicht festbeißen. Des weiteren fällt bei professionell tätigen Musikern vielfach die starre Grenze (soweit angenommen) zwischen Üben und Spielen/Musizieren weg oder wird zumindest durchlässiger. Ein Korrepetitor im Betrieb eines Opernhauses wird einen pianistisch sperrigen Klavierauszug anders behandeln als eine Originalkomposition für Klavier, die er bei einem öffentlichen Konzert zum Vortrag bringt. Dazu sind auch Hören, Analysieren, Notenmaterial einrichten und andere Schritte, die nicht aktiv am Instrument erledigt werden, ein wichtiger Bestandteil in der Praxis.

Da allerdings das Thema dieses Fadens eine Steilvorlage für satirische Äußerungen ist, müsste mal einer hier die soziale Komponente des Übens beleuchten. Das tue ich natürlich gern: Wer übt, ist ein unkollegiales Arschloch und ein Kameradenschwein. Weil er seinen übefaulen Kollegen in den Rücken fällt. Deshalb fordere ich ein Recht auf Übeverweigerung bei vollem Lohnausgleich und werde das nächste Mal die dazu passende Partei wählen. Wer hilft mir bei der Gründung? Als Wahlslogan schlage ich "ÜBEN IST SCHEISSE!!! RHEINKULTUR WÄHLEN!!!" vor. Ich finde es einfach toll, dass ich so kreativ bin.

LG von Rheinkultur
 
Wiedereinsteiger123

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Angenommen es liegt nur an der (qualitativ hochwertigen) Gesamtübungszeit und nicht am Alter des Übenden, dann wäre nach der Regel auch für den erwachsenen Amateur ein sehr hohes Niveau erreichbar: Bei einer Stunde pro Tag sind es gut 27 Jahre bis zum Erreichen der 10000. Stunde. ;-)
 
 

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