Tonika oder Subdominante?

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28. Jan. 2022
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Hallo,

Ich suche nach einer Erklärung für den vorletzten Takt. Nach welcher Regel, ist das g hier eine Subdominante? Warum nicht Tonika? Zur Tonika gehört auch g.
 

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Wenn man irgendwo 'reinkommt, sagt man normalerweise "guten Tag" und stellt sich vor.

CW
 
Das g ist in G-Dur als Grundton Bestandteil der Tonika, als Quinte gehört es zum Subdominant-Dreiklang C-Dur.
 
Man kann jeden Ton als Bestandteil eines Akkordes interpretieren. Es wäre (grundsätzlich) auch die Interpretation als Terz der Tonikaparallele e-moll oder als Septime der Doppeldominante A7 möglich.
 
Und warum hier eine Subdominante? Verstehe ich das richtig, dass man das so oder so interpretieren kann?
Ja. Es könnte auch identisch zum Teil direkt darüber in der ersten Zeile sein. Also ab der Pause T T S T anstatt T S S T.

Soweit ich das erkennen kann, werden nur Noten im Dreiklang berücksichtigt, also Terz und Quint. Was @Demian schreibt, stimmt natürlich, ist aber für dieses Beispiel zu kompliziert. Mit den Dreiklängen von Tonika, Dominante, und Subdominante sind alle Noten der Tonikatonleiter abgedeckt. Zwei Töne sind dabei doppelt belegt und nicht eindeutig zuordenbar. Im Fall von G-Dur sind das D und G
 
Hier noch eine kleine (hoffentlich leicht verständliche) Ergänzung.
Wenn wir Akkorde z. B. als Begleitung erfinden wollen, denken wir meist vertikal. Das bedeutet in deinem Beispiel: Wir haben ein g, also kann ich einen G-Dur Dreiklang (Tonika) nehmen.
Doch wenn ich mir nun den Folgeton ansehe (c) und ich diese beiden Töne zusammen zwar horizontal betrachte, nun aber akkordisch/ also vertikal verknüpfe, dann stelle ich fest, dass ich 2 Töne eines C-Dur Dreiklangs bereits habe, nämlich g und c. Nun brauche ich nur noch das e hinzufügen, und zack habe ich einen C-Dur Akkord (S).
Das erklärt, warum hier die Subdominante so gut zu den 2 Tönen passt.

Würde die Melodie an der Stelle anders verlaufen, z. B. g/d, dann wäre sicherlich die T. die bessere Wahl.

Gruß Presto
 
Mit dem gleichen Argument kann man sich auch für die Tonika entscheiden, nämlich wenn man den Ton DAVOR statt danach betrachtet. Es bleibt eigentlich nur die Frage, ob man den Akkordwechsel auf der 1 oder der 2 des vorletzten Taktes möchte (und ob man das Schema der ersten Zeile wiederholen möchte oder nicht). Repetition legitimizes. Aber zu oft wird langweilig...
 
Mit dem gleichen Argument kann man sich auch für die Tonika entscheiden, nämlich wenn man den Ton DAVOR statt danach betrachtet.
Nein, das sehe ich persönlich anders (also grundsätzlich geht natürlich alles, aber meine Argumentstion war vielleicht noch nicht präzise genug).
Das d davor ist als Auftakt notiert und dementsprechend nicht so gewichtig wie die anderen beiden Töne. Daher klingt S für mich plausibler.

Aber klar, man kann auch die Subdominante erst auf der zweiten Zählzeit bringen und vorher auf der 1 die T.
Dennoch wollte ich auf die Frage des Fadenerstellers eingehen, nicht, welche Möglichkeiten es sonst alle gibt. Das hat Demian ja bereits angerissen ;-)
 

Hallo Rene, dann sei bitte so lieb - ich bin nicht die Einzige, die es stört - und ändere Deinen Titel. Die Großbuchstaben schreien und tun in den Augen weh.

Willkommen im Forum der - Du merkst es schon - Klavier-Verrückten.
;-)
 
Hier noch eine kleine (hoffentlich leicht verständliche) Ergänzung.
Wenn wir Akkorde z. B. als Begleitung erfinden wollen, denken wir meist vertikal. Das bedeutet in deinem Beispiel: Wir haben ein g, also kann ich einen G-Dur Dreiklang (Tonika) nehmen.
Doch wenn ich mir nun den Folgeton ansehe (c) und ich diese beiden Töne zusammen zwar horizontal betrachte, nun aber akkordisch/ also vertikal verknüpfe, dann stelle ich fest, dass ich 2 Töne eines C-Dur Dreiklangs bereits habe, nämlich g und c. Nun brauche ich nur noch das e hinzufügen, und zack habe ich einen C-Dur Akkord (S).
Das erklärt, warum hier die Subdominante so gut zu den 2 Tönen passt.

Würde die Melodie an der Stelle anders verlaufen, z. B. g/d, dann wäre sicherlich die T. die bessere Wahl.

Gruß Presto
Vielen Dank, das erklärt es mir. 👍
 
Nein, das sehe ich persönlich anders (also grundsätzlich geht natürlich alles, aber meine Argumentstion war vielleicht noch nicht präzise genug).
Ja, weil das Argument nur "horizontal" war und die Taktstriche ignoriert hat. Deswegen habe ich geschrieben:
Es bleibt eigentlich nur die Frage, ob man den Akkordwechsel auf der 1 oder der 2 des vorletzten Taktes möchte
Damit habe ich das gemeint, was du schreibst:
Das d davor ist als Auftakt notiert und dementsprechend nicht so gewichtig wie die anderen beiden Töne.
Da war wohl ich nicht deutlich genug.
 
Gut! Dann haben wir das doch geklärt.
 
Aber klar, man kann auch die Subdominante erst auf der zweiten Zählzeit bringen und vorher auf der 1 die T.
Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass in einem 3/2 Takt die Zählzeiten nicht unbedingt 1,2...6 heißen...
Es betrifft nicht @Classication , aber für etwas Fortgeschrittene würde es sich bei der Harmonisierung dieses Beispiels lohnen, an sowas wie Vorhalte zu denken.
 
Dieser Zettel ist eine Harmonisierungsaufgabe, keine Analyse.

Aus dem Vorzeichen und daraus, dass "T" großgeschrieben ist, erkennt man, dass die Tonart des Ganzen G-Dur sein soll.

Ergo:

T = G-Dur
S = C-Dur
D= D-Dur.

Und jetzt muss man z.B. wenn enge Lage gefordert ist, so vorgehen:

Im Bassschlüssel (unteres System; spielt die linke Hand) immer den Grundton des jeweiligen Akkordes (also G, C oder D)
Im Violinschlüssel (oberes System; spielt die rechte Hand) den jeweils geforderten Akkord in der Umkehrung, bei der der Ton, der da als Melodie notiert ist, oberster Ton ist.

(Das führt strenggenommen, wenn man dem jetzt einfach so folgt, gemäß den klassischen Regeln zu dem einen oder anderen Satzfehler, z.B. zu Oktav- und Quintparallelen beim Übergang vom vorvorletzten zum vorletzten Takt, aber das wäre ein Thema für sich anschließenden Harmonieunterricht.)
 
Nein, da ist nirgends eine Lösung. Was Classication gepostet hat, ist lediglich der Aufgabenzettel.
 

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