Spiel-/Übetechniken für Ältere

  • Ersteller des Themas Annaklena
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Barratt
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Ich will nur die beste Klavierspielerin sein, die ich sein kann. Meinen Möglichkeiten entsprechend.

Das Zitat wäre was für Deine Signaturleiste. :super:

wenn es ein Musikstück ist, das mir auf Anhieb gut gefällt und das ich gern spielen möchte, obwohl es sperrig ist, kein Problem. Aber ein Stück zu spielen, das mir NICHT gefällt UND sperrig ist? Warum?

Wenn man jung ist und plant (oder zumindest nicht ausschließt), Profimusiker zu werden, ist es wohl unumgänglich, manches zu beginnen, was wenigstens am Anfang nicht ausschließlich die reine Freude ist. Zum Beispiel um sich auf eine (Aufnahme)Prüfung vorzubereiten. Mitunter kommt allerdings mit der eingehenden Beschäftigung mit etwas Sperrigem die Freude daran.

Als Hobbyisten sind wir frei von solchen "Zwängen". Als Anfänger lernt man sowieso von JEDEM Stück etwas. Von daher kann es auch ruhig "Spaß" machen. ;-) Dass einem das ein oder andere womöglich grandiose Werk verschlossen bleibt, ist dann halt so.
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Aber wenn Anfänger und Autodidakten an konstruktiven Tipps kein Interesse haben und stattdessen lieber mit getrennten Händen im eigenen Saft kochen wollen, dann spare ich mir gerne die Mühe und störe das erlauchte Erwachsenen-Programm nicht weiter.

Nanana.
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@FünfTon bitte mäßige Dich. Jemanden, der schon sein Abitur hat, als "Kind" zu bezeichnen, ist sowohl sachlich falsch als auch despektierlich. Und im Zusammenhang "Mick // Musik" geradezu absurd - egal wie viele Lenze er jetzt zählt, von Musik versteht Mick jedenfalls mehr als die allermeisten Erwachsenen hier.
Das Einzige, was Mick aus biografischen Gründen nicht nachvollziehen kann, sind spezifische Schwierigkeiten älterer Basalganglien/Kleinhirne. :lol: Vielleicht kommt er mit 50 auf die Idee, noch Eiskunstlauf zu erlernen, dann wird er sich vielleicht an die Nöte älterer Klaviereinsteiger erinnern.:teufel:

Peace please.

Immerhin hat das "Kind" seit heute einen Lehrauftrag an einer Musikhochschule.

Ich gratuliere und freue mich ganz extrem für die Anerkennung, die Dir dadurch zuteil wird. :blume:Wenn Du im realen Leben Deine Inhalte auch nur halb so gut rüberbringen kannst wie verschriftlicht auf dieser Plattform, werden Deine Zuhörer enorm profitieren können.
 
Peter
Peter
Bechsteinfan
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aber zu allem und jedem seinen Senf dazugeben muß
Von wegen! Wenn es darum geht, was er zu sagen hat, ist es noch viel zu wenig.
Aber wenn Anfänger und Autodidakten an konstruktiven Tipps kein Interesse haben und stattdessen lieber mit getrennten Händen im eigenen Saft kochen wollen, dann spare ich mir gerne die Mühe und störe das erlauchte Erwachsenen-Programm nicht weiter. Tschüss!
Jetzt lass Dich mal bloß nicht von Dummheit vergraulen, sonst wärst Du Dein Leben lang nur auf der Flucht. :-D Sei Dir gewiss, dass die meisten Leser hier Deine Beiträge als Bereicherung empfinden!

Denk mal über die Sache nach, von der Du richtig Ahnung hast, die Dich sehr interessiert, die Du ganz besonders gut kannst (z.B. Dein Beruf). Ich bin sicher dass Du dort "Spaß" und Deine Ansprüche ganz anders definierst.
 
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pianochris66
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Jetzt lass Dich mal bloß nicht von Dummheit vergraulen, sonst wärst Du Dein Leben lang nur auf der Flucht. :-D Sei Dir gewiss, dass die meisten Leser hier Deine Beiträge als Bereicherung empfinden!

Ich schätze @mick nicht so ein, dass er ein typischer Protagonist des von Hasenbein ausgerufenen Leberwurstzeitalters ist:-D. Aber irgendwie kann ich seine Reaktion auch nachvollziehen:idee:.
 
Klavirus
Klavirus
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Aber schöner Satz, den Peter da rausgehauen hat.... :-D
 
D
David_Turman
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Hallo!

Ich hauche nach über vier Jahren diesem Thread mal wieder etwas Leben ein. :026:

Ich bin mittlerweile 54 Jahre alt (endlich, das hat echt ewig gedauert) und hatte vor drei Tagen (am 30.08.2021) meine erste Klavierstunde. Ich lese hier sehr viel von Aufwärmtechniken etc. und kenne das alles noch gar nicht. Was ich in meiner ersten Stunde gelernt habe ist die C-Dur-Tonleiter und vier Kinderlieder, die nur mit acht Tönen (vom eingestrichenen C bis zum zweigestrichenen C) gespielt werden.

Meine Übetechnik sieht folgendermaßen aus:

aktiv: ALLE C-Dur-Tonleitern spielen mit linker und rechter Hand und in unterschiedlichen Lautstärken; Noten bestimmen (1. ich sage mir selber "spiele ein E, spiele ein A etc." und schlage den Ton dann an. Das klappt schon recht gut. - 2. ich spiele einen Ton und benenne ihn. Damit habe ich noch Schwierigkeiten); ALLE Ds und Gs etc. auf der Klaviatur spielen mit beiden Händen und in unterschiedlichen Lautstärken; Kinderlieder spielen mit der linken und mit der rechten Hand; die Takte der Kinderlieder rückwärts spielen und dabei statt des Textes den Namen des jeweiligen Tons mitsingen

passiv: auf dem Tisch oder Knie eine imaginäre Taste drücken und sich vorstellen, wie sie klingt, wie stark der Widerstand beim Drücken der Taste ist, wie sich die Taste unter dem Finger anfühlt, welcher Ton es ist, wie laut der Ton klingt etc. Diese Übung kann man überall durchführen, auch beim Warten auf den Bus oder im Wartezimmer beim Arzt.

Damit bin ich schon ganz gut ausgelastet. Aber dieser stetige Wechsel zwischem aktivem Üben und passivem Üben ist für mich eine sehr angenehme Mischung. So bin ich irgendwie mit meinem E-Piano verbunden, auch wenn ich kilometerweit von ihm entfernt bin.
 
S
Späteinsteiger
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Hallo!

Ich hauche nach über vier Jahren diesem Thread mal wieder etwas Leben ein. :026:

Ich bin mittlerweile 54 Jahre alt (endlich, das hat echt ewig gedauert) und hatte vor drei Tagen (am 30.08.2021) meine erste Klavierstunde. Ich lese hier sehr viel von Aufwärmtechniken etc. und kenne das alles noch gar nicht. Was ich in meiner ersten Stunde gelernt habe ist die C-Dur-Tonleiter und vier Kinderlieder, die nur mit acht Tönen (vom eingestrichenen C bis zum zweigestrichenen C) gespielt werden.

Hallo,
ich bin auch ein Späteinsteiger, mit 70 bin ich angefangen.
Schau mal hier:
da gibt es wertvolle Übungstipps

Gruß und viel Spaß
 
Annaklena
Annaklena
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Meine Übetechnik sieht folgendermaßen aus:
Wenn Du etwas machst, dann hängst Du Dich da richtig rein. :004: Das ist ein sehr intensives Programm, was Du da durchziehst. Das wird sicher zum Erfolg führen. Das, was am meisten zu Erfolg führt, ist allerdings eine gute Klavierlehrerin wie Deine, bei der Du regelmäßig Stunden nimmst und das übst, was Du üben sollst. Da kannst Du eigentlich nichts falschmachen.

Ich bin auch bei Franz Titscher im Kurs, dessen Video @Späteinsteiger hier oben verlinkt hat, und da gibt es laufend Tipps, das stimmt. Aber wenn Deine Klavierlehrerin gut ist, wird sie Dir vermutlich dasselbe sagen. Du hattest ja gerade erst Deine erste Stunde. Da wird sicher noch einiges kommen an Tipps von ihr. Denn es geht wirklich darum, richtig zu üben, nicht einfach nur zu wiederholen.

Wiederholung ist natürlich wichtig, ohne das geht gar nichts, aber ich habe beispielsweise immer den Fehler gemacht, das ganze Stück zu wiederholen statt nur Teile daraus. Jetzt übe ich immer nur kleine Abschnitte, und das bringt sehr viel mehr.

Was die Aufwärmtechniken betrifft: Ich glaube, das ist eher für richtig gute Pianisten wichtig. Für uns Anfänger ist ja sozusagen jedes kleine Stück oder jede kleine Etüde eine Aufwärmtechnik, jedes Kinderlied auch, weil wir ja noch gar nichts anderes spielen. Allerdings hat Franz Titscher einige "Entkrampfungsübungen" in seinem Kurs (und auf YouTube), und für mich persönlich ist das sehr hilfreich, denn ich bekomme schnell Schmerzen in den Händen.
 
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Annaklena
Annaklena
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Ich freue mich sehr, dass ich diesen Faden weiterführen kann, denn damals musste ich nach ca. einem Jahr Klavierunterricht wegen meiner Schmerzen in den Händen abbrechen. Ich dachte, ich könnte nie wieder spielen, aber jetzt geht es wieder. Meine Finger und Unterarme tun auch heute nach dem Üben weh, aber das bin ich selbst schuld. Ich habe, weil ich ein paar Tage krank war, heute viel zu viel geübt, als ich mich endlich wieder ans Klavier setzen konnte. Ich sollte mich an meine Erfahrungen halten und nach zehn bis fünfzehn Minuten aufhören, Pause machen, später noch einmal fünfzehn Minuten spielen usw.
Das Thema Übetechniken für Ältere hat mich also nicht verlassen. Wobei es ja auch durchaus ältere Menschen gibt, die gerade erst mit dem Klavierunterricht anfangen oder ein, zwei Jahre spielen, die nicht dieselben Probleme haben wie ich. Ich hatte halt schon sehr früh in meinem Leben Rheuma und muss deshalb aufpassen. Damals, als ich trotz aller Mühe aufgeben musste, war das sehr schlimm für mich, und ich möchte nicht, dass das noch einmal passiert. Dies ist das letzte Mal in meinem Leben, dass ich die Chance habe, das Klavierspielen zu lernen, und die möchte ich nutzen. Gut, man weiß ja nie. Vielleicht bin ich mit 80 dann fitter als heute, aber darauf möchte ich auch nicht wetten. Ich möchte es jetzt durchziehen. Langsam und mit kurzen Übeeinheiten, aber stetig.
 
Boogieoma
Boogieoma
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Hallo @Annaklena ,

die verkürzten Übeintervalle sind sicherlich der richtige Weg!

Ich habe zwar nur Arthrose und weitere Erkrankungen der Hände. Wenn ich gut die Pausen einhalte und auch die Hände nicht durch zu starkes Strecken der Hände überanstrenge, tut mir das Klavierspielen gut. Wenn ich tatasächsich wieder größere Probleme habe, spiele ich vorübergehend leichte Stücke, die meine Hände nicht überanstrengen. Meine Klavierlehrerin hat neben der Klavierpädagogik noch Medizin studiert, sie schreibt mir auch oft Stücke um, damit ich sie spielen kann oder sucht mir auch mal zwischendurch ein leicht spielbares Stück, wenn sie bemerkt, dass ich wieder größere Probleme habe.

Ich wünsch Dir, dass Du dieses mal die richtige Dosis findest und Du Freunde am Klavierspiel findest!
 
S
Sunstorm76
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Ich bin mit 45 noch etwas zu jung für den Thread. Ich möchte aber Mut machen für alle Späteinsteiger. Im Februar 2020, also gerade noch vor Corona, habe ich mit Klavierspielen angefangen. In meiner Kindheit habe ich zwar viele Jahre Querflöte gespielt. Aber wer meint, dass ich auch nur eine Note hätte benennen können irrt sich. Dafür ist zu viel Zeit verstrichen. Vor etwa 10 Jahren habe immer mal wieder Stücke von Jervi Hou gehört. Insbesondere "A breathtaking piano piece" hat es mir angetan.
https://www.youtube.com/watch/?v=lULsc5DWh9A

So habe ich als blutiger Anfänger mit 44 angefangen. Im Fachgeschäft hat mich der Pianobauer und Inhaber zum Glück zu einem akustischen Klavier mit Silentfunktion überzeugen können - eigentlich wollte ich als Anfänger ein gutes E-Piano mit schweren Tasten. Es wurde ein günstiges kleines Schimmel 106 mit Silent. Preislich wie ein gutes E-Piano.

Das Wichtigste ist aber meine KL mit über 30 Jahren Erfahrung. Obwohl sie eigentlich Klassik unterrichtet kam ich mit meinen eigenen Ideen daher; also Stücke, die hier im Forum oft herablassend mit TEY (Tiersen, Einaudi, Yiruma) betitelt werden. Aber das stört mich nicht. Was zur Ehrlichkeit dazu gehört: die ersten Monate als Anfänger waren hart. Klar, man will als Erwachsener Fortschritte sehen. Man weiss ganz genau, dass man viel üben "muss". Und bevor man Stücke spielen kann, die einem gefallen, müssen halt erst mal die Grundlagen erarbeitet werden. Das empfand ich als reine Arbeit und Fleissaufgabe. Nach 4 Monaten habe ich dann um's Verrecken Nuvole Bianche von Einaudi spielen wollen können und habe "heimlich" geübt, obwohl ich noch nicht so weit war.

Und hier kommt das Entscheidende: durch die FREUDE an diesem "richtigen" Stück habe ich viel mehr Motivation zum üben gehabt. Ich habe mir das Stück 100erte Male auf Youtube angehört, vorgespielt von Pianisten. Ich kam auch einigermassen gut voran, hatte aber doch anfangs Mühe mit den Händen, da die mit dem Tempo und den Spreizungen noch noch nicht klar kamen. Ich entschied mich also, meiner KL davon zu berichten; dass ich dieses Stück lernen möchte und war eigentlich auf Tadel vorbereitet. Doch statt mir die Motivation zu nehmen hat sie mich 100% unterstützt und hier liegt das Geheimnis des Erfolgs. Ich durfte "endlich" an meinem Stück arbeiten, mit professioneller Unterstützung. Hätte ich es nämlich weiterhin selber geübt hätte ich falsche Fingersätze benutzt. Ich kann die Wichtigkeit der KL nicht hoch genug hängen! Endlich Musik spielen, die ich spielen können will. Ergebnis: eine Stunde üben am Tag war plötzlich ganz easy, manchmal sogar 2-3h, selten weniger als 45 Minuten. Es gibt solche und solche Tage.

Obwohl ich als Kind fast nur klassische Musik gehört hatte so ist das beim Klavier heute anders; ich mag fast nur Modernes (momentan jedenfalls). Dank Youtube finde ich immer neues, ich habe weit über 150 Stücke in den Favoriten. Dann finde ich die Notenblätter dazu und drucke sie aus und bringe sie meiner KL. Sie freut sich immer sehr darüber.

Jetzt nach 1.5 Jahren spiele ich 7 Stücke auswendig. I Giorni, Nuvole Bianche, Le Onde von Einaudi. Natürlich River flows in you von Yiruma. Seconda Navigazione von Roberto Caccapaglia. Watching Lara und La Valse d'Amélie von Yann Tiersen. Aktuell gerade Jervi Hou A Breathtaking Piano Piece. Weitere 10 Stücke kann ich nach Noten. Ich suche auch Klassisches, kann mich aber bisher nur mit Bach und Händel anfreunden.

Ich bin immer noch ein schlechter Notenleser und die Musiktheorie interessiert mich nicht die Bohne, das geht beim einen Ohr rein, beim anderen raus. Mir geht es um die Freude und die Seele, wenn man so will. Ich spiele, weil ich das Klavier und das Stück liebe. Ich wiederhole sie auch regelmässig und werde besser. Le Onde klingt nach wie vor nicht so, wie es sollte. Auch wenn ich mir Mühe mit dem Notenlesen gebe, ich kann es leider immer zu rasch auswendig (ohne es aktiv zu wollen!) und schaue dann nicht mehr auf die Noten. Das hat Vor- und Nachteile. Meine Mutter und meine Schwester spielen viele Jahre Klavier, können aber nur mit Noten spielen. Bei mir ist es genau umgekehrt.

Mir ist es wichtiger, das Stück zu fühlen als es zu lesen. Lesen und spielen zusammen finde ich immer noch unfassbar schwer.

Lasst euch also nie entmutigen und findet eine/n KL, der/die euch unterstützt und spielt, was IHR wollt. Je älter man wird, umso weniger Zwang will man. Disziplin ist aber immer auch hier ein Grundsatz: ohne Fleiss geht nunmal nichts. Aber: die Belohnung ist es locker wert. Wenn ich ein neues Stück entdecke kommen schöne Gefühle hoch. Schöne Musik muss nicht immer hochkomplex sein.

Das Musikgehör wird durch das regelmässige Spielen besser und nun muss ein grösseres Klavier her, besser ein Flügel. Als Anfänger war ein kleines Silent Klavier noch ok. Aber gut Pianissimo spielen geht leider nicht. Plus der Bass ist mir zu dünn geworden. Gerade jetzt, wo bei der KL ein neues Yamaha steht. Da macht mein kleines zuhause nicht mehr soviel Spass.

Die Entwicklung geht weiter. Musik ist einfach wunderbar und das Klavier das tollste Instrument der Welt.:musik064:
 
Muck
Muck
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kann mich aber bisher nur mit Bach und Händel anfreunden.
Nicht die schlechteste Wahl...
Musiktheorie interessiert mich nicht die Bohne
Das ändert sich wahrscheinlich, wenn du Bach oder Händel spielst
ich kann es leider immer zu rasch auswendig
Auch das wäre bei Bach interessant herauszufinden. Bis zu den Fugen wirds wohl noch dauern, aber die auswendig zu spielen finde ich mit Abstand am schwierigsten!
 
Annaklena
Annaklena
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Hallo @Annaklena ,

die verkürzten Übeintervalle sind sicherlich der richtige Weg!

Ich habe zwar nur Arthrose und weitere Erkrankungen der Hände. Wenn ich gut die Pausen einhalte und auch die Hände nicht durch zu starkes Strecken der Hände überanstrenge, tut mir das Klavierspielen gut. Wenn ich tatasächsich wieder größere Probleme habe, spiele ich vorübergehend leichte Stücke, die meine Hände nicht überanstrengen. Meine Klavierlehrerin hat neben der Klavierpädagogik noch Medizin studiert, sie schreibt mir auch oft Stücke um, damit ich sie spielen kann oder sucht mir auch mal zwischendurch ein leicht spielbares Stück, wenn sie bemerkt, dass ich wieder größere Probleme habe.

Ich wünsch Dir, dass Du dieses mal die richtige Dosis findest und Du Freunde am Klavierspiel findest!
Was für eine tolle Klavierlehrerin! Da hast Du ja wirklich großes Glück gehabt. Ich habe große Freude am Klavierspiel, aber ich denke, ich muss es wirklich viel langsamer angehen, als es mir meine Ungeduld vorgibt. :001: Wirklich leichte Stücke, die meine Hände nicht belasten, gibt es fast gar nicht für mich, weil ich ja im Prinzip so gut wie gar nichts kann. Also ist jedes Stück quasi schwer für mich. Was meine Hände angeht. Musikalisch nicht so, aber das ist eben die große Kluft zwischen Können und Wollen, die ich einfach akzeptieren muss. Was mir immer schwergefallen ist und heute noch schwerfällt.

Jetzt habe ich gerade eben die Arabeske von Burgmüller geübt, ganz langsam und auch nicht lange, aber meine linke Hand tut schon wieder weh. Deshalb höre ich jetzt auf, obwohl es wirklich nicht lang war. Ich muss einfach vernünftig sein. Zum Schluss denke ich, Deine Klavierlehrerin hat recht, als Ärztin sowieso, dass das Klavierspielen meinen Händen gut tut, aber es dauert vielleicht einige Zeit, bis sie sich jetzt nach der langen Abstinenz wieder daran gewöhnt haben, überhaupt so gefordert zu werden. Geduld, Geduld, Geduld, das ist die Devise, ich weiß. *seufz*
 
Annaklena
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eine Stunde üben am Tag war plötzlich ganz easy, manchmal sogar 2-3h, selten weniger als 45 Minuten.
Das wäre mein Traum! Aber das würden meine Hände und Arme niemals mitmachen. Schön, dass Du keine gesundheitlichen Probleme hast, die Dich am Üben hindern. Können wir tauschen? :006:

Ich bin immer noch ein schlechter Notenleser und die Musiktheorie interessiert mich nicht die Bohne, das geht beim einen Ohr rein, beim anderen raus.
Ich konnte schon immer hervorragend Notenlesen, das war noch nie ein Problem, aber die Musiktheorie hat mich lange Zeit auch nicht interessiert. Ich habe mich sogar richtig dagegen gesträubt. "Ich will doch nur spielen. Wozu muss ich wissen, welche Akkorde das sind?" Aber das ändert sich gerade. Im Moment möchte ich immer mehr wissen, welche Akkorde ich spiele und welche Funktion die im Stück haben, warum sie da sind.
Eine ganz neue Entwicklung, die mich selbst überrascht. Ist aber vielleicht auch dem geschuldet, dass ich nicht so lange spielen kann, wie ich möchte, mich aber gern weiter mit der Musik, die ich spiele, beschäftigen möchte. Und wenn ich das Stück analysiere, kann ich das, ohne meine Hände zu belasten. Nur so eine Vermutung, aber könnte sein. Denn es überrascht mich selbst total, dass ich auf einmal unbedingt wissen will, wie die Akkorde heißen, die ich spiele.

Natürlich wusste ich immer schon, was ein Akkord ist und was a-moll ist oder G-Dur oder was auch immer. Auch die Umkehrungen kannte ich. Aber was für eine Funktion hat ein Akkord und was für ein Akkord ist es, wenn ich in der Arabeske beispielsweise diese Takte habe?

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Hätte mich früher nicht die Bohne interessiert, aber jetzt möchte ich es wissen. Für Leute, die sich mit Musiktheorie auskennen, ist das ein Klacks, aber ich weiß nie genau, woran man den Akkord festmacht, wenn man keinen wirklichen Akkord hat, sondern nur einzelne Noten. Manchmal ist es klar, wenn alle Noten des Akkordes im Takt sind, aber wenn es solche Noten sind wie diese hier, frage ich mich: Was ist das für ein Akkord? Und ich kann es nicht eindeutig bestimmen. Was mich natürlich ärgert. :002: Mir fehlen einfach die Kenntnisse.


Auch wenn ich mir Mühe mit dem Notenlesen gebe, ich kann es leider immer zu rasch auswendig

Daran beiße ich mir gerade die Zähne aus. Notenlesen? Kein Problem. Aber Auswendiglernen? Geht fast gar nicht. Höchstens ein paar Töne, aber nie längere Phrasen oder Stücke. Ich versuche jetzt immer wieder, die Töne zu wiederholen, mir klarzumachen, was für eine Tonleiter, ein Akkord oder eine Tonfolge das ist, damit ich sie mir besser merken kann, aber es klappt einfach nicht. Ansonsten habe ich ein gutes Gedächtnis, ein sehr gutes sogar, aber Noten auf dem Klavier ... geht nicht. Noten nachsingen und sofort auswendig können: kein Problem. Das geht ohne dass ich darüber nachdenke. Merke ich mir automatisch. Aber das mit den Fingersätzen auf dem Klavier verbinden (oder auch anderen Instrumenten) geht einfach nicht.

Leider nützt dabei Disziplin genauso wenig wie bei der Diskussion mit meinen Händen, dass sie doch bitte länger als eine Viertelstunde durchhalten sollen. Wenn der Körper nicht will, kann der Geist das nicht immer überwinden. Was ich zähneknirschend einsehen musste, denn ich habe mit Disziplin schon viel erreicht in meinem Leben und wollte oft auch mit dem Kopf durch die Wand, habe auch am Klavier weitergeübt, wenn ich schon gewaltige Schmerzen hatte.

Was war die Folge? Ich musste ganz aufhören. Also muss ich da vernünftig werden. Auch wenn ich noch so sehr 2-3 Stunden am Tag üben will. Es geht einfach nicht. Wodurch ich natürlich nicht so schnell vorankomme, wie ich mir das wünschen würde. Aber ich muss jetzt einfach gegen diese Frustration angehen. Da führt kein Weg dran vorbei. Sonst lerne ich nie mehr Klavierspielen.
 
Annaklena
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Das ist ein interessanter Hinweis. Muss ich mal überprüfen. Ich habe schon mal versucht, die Sachen, die ich singe, nachzuspielen, aber vielleicht zäume ich das Pferd auch von hinten auf. Ich habe nicht genug gespielt, um die Tasten auf dem Klavier quasi automatisch zu finden. Die Töne, die ich singe, finde ich natürlich automatisch. Die denke ich oder höre ich und dann kann ich sie singen. Ich muss mich mehr mit der Klaviatur vertraut machen, automatisch zu gewissen Stellen springen usw. Das habe ich noch nicht genug geübt.

Ich will immer zu schnell zu viel. Und das macht mich dann ungeduldig und ich denke, ich müsste schon viel mehr können. Aber es braucht eben seine Zeit, bis ich blind auf jedem C oder F oder A auf der Tastatur lande. Wenn ich das kann, kann ich vielleicht auch auswendig spielen, weil ich die Melodie im Kopf höre. Denn das tue ich schon. Das passiert ganz von selbst. Ich muss mehr wiederholen und üben. Vielleicht kann ich meine Hände davon überzeugen, dass sie mich dabei unterstützen.
 
 

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