La Campanella - für Freunde und Spieler

Noch ein Wort hierzu:

ich arbeite nicht an der Campanella und träume auch nicht davon, sie zu spielen, weil ich einfach meine Grenzen kenne und akzeptiere.

Du kennst Deine bisherigen Grenzen. Ich weiß nicht, auf welchem Level Du klavierspielst, aber: die individuellen Grenzen sind auch abhängig von der Effizienz der Übemethode. 98% aller Klavierschüler üben "ins Blaue hinein" - sich hinsetzen, anfangen, langsam durchspielen, Fehler machen, und das ganze einfach so oft und so lange, mit entsprechendem Zeitaufwand, bis ein Stückchen dann am Ende doch irgendwann mal läuft.

Nicht besonders effizient, finde ich. Meine neue, in Fachkreisen ziemlich unbekannte Metronommethode, bringt mir die C. überhaupt erst in Reichweite. Ich selbst bin motorisch nur mittelmäßig begabt, das weiß ich aus meiner Zeit des intensiven Vereinssports.

Die Neugierde darauf, was ich erreichen kann, und was diese Methode leisten kann, ist einer der Gründe (aber nur einer) warum ich so "verrückt" bin, dieses Konzertpianistenstück anzugehen - selbst wenns nur in einigen schwierigen Teilen ist.

Gruß, Dreiklang
 
PS.: " DIE " Campanella müsste ab jetzt eingegrenzt werden: "s" dazu, für "schwierige Version" .
wozu unnötige Spitzfindigkeiten? ;)
"die Campanella" ist aus den so genannten Paganini-Etüden, und sie ist für nahezu jeden mehr als nur schwierig genug ;)
die Version der Transzendental-Paganinie-Etüden ist noch schwieriger, umfangreicher und integriert ein zusätzliches Paganinithema, sie wird aber nur sehr selten gespielt
alle Klarheiten beseitigt? :D
 
Noch ein Wort hierzu:



Du kennst Deine bisherigen Grenzen. Ich weiß nicht, auf welchem Level Du klavierspielst, aber: die individuellen Grenzen sind auch abhängig von der Effizienz der Übemethode. 98% aller Klavierschüler üben "ins Blaue hinein" - sich hinsetzen, anfangen, langsam durchspielen, Fehler machen, und das ganze einfach so oft und so lange, mit entsprechendem Zeitaufwand, bis ein Stückchen dann am Ende doch irgendwann mal läuft.

Nicht besonders effizient, finde ich. Meine neue, in Fachkreisen ziemlich unbekannte Metronommethode, bringt mir die C. überhaupt erst in Reichweite. Ich selbst bin motorisch nur mittelmäßig begabt, das weiß ich aus meiner Zeit des intensiven Vereinssports.

Die Neugierde darauf, was ich erreichen kann, und was diese Methode leisten kann, ist einer der Gründe (aber nur einer) warum ich so "verrückt" bin, dieses Konzertpianistenstück anzugehen - selbst wenns nur in einigen schwierigen Teilen ist.

Gruß, Dreiklang

Lieber Dreiklang,

die individuellen Grenzen sind auch abhängig von der Zeit, die man zum Üben zur Verfügung hat. Ich bin keine Konzertpianistin und werde es mit der mir zur Verfügung stehenden Übezeit auch nicht mehr werden. Das stört mich aber nicht, weil es im Mittelstufenniveau (Wolters Stufe 5-10) so viele wunderschöne Stücke zu entdecken, zu spielen und zu gestalten gibt. Warum soll ich monate- und jahrelang einem Phantom hinterherhetzen, welches ich kürzen muss, um es überhaupt irgendwie durchzustümpern, wenn ich in dergleichen Zeit doch wunderschöne Musik auf niedrigerem Schwierigkeitsniveau machen kann?

Viele Grüße

Terri
 
Liebe Terri,

Warum soll ich monate- und jahrelang einem Phantom hinterherhetzen, (...) wenn ich in dergleichen Zeit doch wunderschöne Musik auf niedrigerem Schwierigkeitsniveau machen kann?

Du kannst gerne hinter alles und jedem "hinterherhechzen", wie Du gerne magst. ICH tue so etwas nicht (hab ich auch gar nicht nötig).

Vielleicht reizt manche Leute einfach das nicht, das man allzuleicht erreichen kann...? Schon mal darüber nachgedacht...? ;);)
 
"die Campanella" ist aus den so genannten Paganini-Etüden, und sie ist für nahezu jeden mehr als nur schwierig genug ; die Version der Transzendental-Paganini-Etüden ist noch schwieriger, umfangreicher und integriert ein zusätzliches Paganinithema, sie wird aber nur sehr selten gespielt
alle Klarheiten beseitigt? :D


Natürlich nicht ;)

Denn die as-Moll-Version ist SCHWIERIGER als die " uns bekannte ".

Macht aber nix, solange alles greifbar.

Mir egal. LG, -LMG- !!

PS.: Mag "vivo" und "a-Moll- Gruppe" eh am liebsten - macht was Ihr wollt.

Und jetzt mach ich mir chicken nuggets, mit 3 saucen ;) ...schmeckt geil ;)

( bin also kurz OFF !! )
 
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Vielleicht reizt manche Leute einfach das nicht, das man allzuleicht erreichen kann...? Schon mal darüber nachgedacht...? ;);)
na weisste, ob sich die "leichten" Kinderszenen oder verwachsenen Pfade von jedermann so spielen lassen, dass man´s auch gerne anhört, ist sehr sehr fraglich...

@Terri
bis Stufe 12 (13) a la Wolters kann man sich, mit genügend Praxis, durchaus gewinnbringend wagen
 
na weisste, ob sich die "leichten" Kinderszenen oder verwachsenen Pfade von jedermann so spielen lassen, dass man´s auch gerne anhört, ist sehr sehr fraglich...

Das ist ein sehr berechtigter Einwand. Ich --- glaube (*) --- allerdings, daß lyrisch - melodisch - kantabel - klangschön - musikalisch zu spielen für mich keine der ganz großen Herausforderungen mehr ist.

_____

(*) glauben heißt: nicht in letzter Konsequenz wissen
 
Die Neugierde darauf, was ich erreichen kann, und was diese Methode leisten kann, ist einer der Gründe (aber nur einer) warum ich so "verrückt" bin, dieses Konzertpianistenstück anzugehen - selbst wenns nur in einigen schwierigen Teilen ist.
Das ist doch wie wenn ich mir irgendein Best of Buch kaufe und dann die vereinfachte Version eines großen Klavierkonzertes lerne. Das hat überhaupt nichts damit zu tun ein Stück wirlich spielen zu können.
Ausschnittsweise kann ich die La Campanella auch spielen... Und wenn ich dann auch noch den kompletten Mittelsteil streiche sieht es noch besser aus. Aber kann es das wirklich sein? Ich finde nicht.
Die La Campanella gefällt mir auch und würde mich sogar reizen, trotzdem werde ich sie erst beginnen wenn die technische Grundlage dafür da ist, vorher ist es Zeitverschwendung. In der Zeit in der du die La Campanelle übst, wohl wissend dass sie noch um Längen zu schwer ist, könntest Du viele andere schöne Stücke gut lernen und die Technik würde sich damit, wie bei unglaublich vielen Menschen vor Dir, ganz von alleine verbessern... Mit gutem Unterricht kann man in drei/vier Jahren (oder wie lange versuchst du dich schon daran?) eine Menge erreichen...
 
Warum willst Du die Campanella spielen? Weil es eines dieser herausragenden Zirkuskunststückchen für Klavier ist oder weil sie Dir etwas bedeutet. Sollte letzteres der Fall sein, so würde ich an Deiner Stelle noch mal darüber nachdenken, warum Du einer verstümmelten Version gegenüber der originalen den Vorzug gibst. Die Noten bedeuten doch alle etwas.

Hi Terri ;)

So wie ich das verstanden habe, lässt Dreiklang Teile weg. Ok. Die Teile, die er spielt, sind aber nicht erleichtert.
Das Weglassen heißt aber nicht, dass die weggelassenen Teile nicht später von Dreiklang eingebaut werden.

Vielleicht gibts ja auch Leute, die z.B. von Beethovensonaten erstmal den ersten und dritten Satz vornehmen, den zweiten aber erstmal weglassen. ( Wobei, Alle zur gleichen Zeit spielen geht sowieso nicht ).

Und zu "erleichterten Versionen" im Allgemeinen: Ich finde, selbst wenn es eine leichte, vielleicht von J.W. Schaum, gäbe, würde das viele Leute zumindest schonmal für ein schwieriges Stück interessieren. Und vielleicht schnappen sie sich dann später die "richtige" Version !

LG, Olli !
 

Ausschnittsweise kann ich die La Campanella auch spielen...

Chrissi, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, stehst Du noch ziemlich am Anfang des Klavierlernens. Welche Abschnitte wären das denn, die Du "auch spielen kannst"...? (wohlgemerkt: in einem annehmbaren Tempo, kantabel, und klangschön, die Töne kommen sicher. Von "Campanella-Klimpern" oder Stümpern habe ich nichts geschrieben, und das hat dieses schöne Stück auch nicht unbedingt verdient)

trotzdem werde ich sie erst beginnen wenn die technische Grundlage dafür da ist, vorher ist es Zeitverschwendung.

Meine persönliche Erfahrung ist da eine ganz andere: wenn man Methoden erlernt, so einen Brummer in den Griff zu bekommen, werden andere Stücke plötzlich sehr viel leichter, denn auch dort kann man diese Methoden dann wirksam anwenden.

Mit gutem Unterricht kann man in drei/vier Jahren (oder wie lange versuchst du dich schon daran?) eine Menge erreichen...

Man kann auch ohne irgendeinen Unterricht, wenn bestimmte Grundlagen da sind, und etwas Kreativität/Ideenreichtum, viel erreichen - ich erlebe es gerade.

Aber bitte hier keine der ungezählten "Fortschritts- & KL"-Diskussionen. Jeder macht's, wie er es für richtig hält, und wie es ihm liegt (und ich habe mich dazu entschieden, autodidaktisch vorzugehen)
 
So wie ich das verstanden habe, lässt Dreiklang Teile weg. Ok. Die Teile, die er spielt, sind aber nicht erleichtert.
Das Weglassen heißt aber nicht, dass die weggelassenen Teile nicht später von Dreiklang eingebaut werden.

So ist es.
Und für diejenigen, die es nicht verstehen, daß ich die C. spiele bzw. einübe: ich mag sie eben...

---

Schade, daß es keine ins Detail gehenden Technik-Diskussionen oder so bisher gibt...
 
Zitat von Dreiklang;285708 Schade:
Würde ja gerne, aber bin bei Campanella noch zu schwach. Hab aber, wie gesagt, auch die Prioritäten eher auf die von mir bereits genannten 3 anderen gelegt. Da die hier aber nicht relevant sind, .. bin ich trotzdem ebenfalls gespannt, ob die Campanella-Technikfreaks hier zutage treten ;)

LG, Olli !
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Chrissi, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, stehst Du noch ziemlich am Anfang des Klavierlernens. Welche Abschnitte wären das denn, die Du "auch spielen kannst"...? (wohlgemerkt: in einem annehmbaren Tempo, kantabel, und klangschön, die Töne kommen sicher. Von "Campanella-Klimpern" oder Stümpern habe ich nichts geschrieben, und das hat dieses schöne Stück auch nicht unbedingt verdient)

Lieber Dreiklang,
Chrissi steht nicht am Anfang des Klavierlernens. Wenn mein Gedächtnis mich nicht trügt, hat sie schon an Klavier-Meisterklassen mit Beethoven-Sonaten teilgenommen, welches man von Dir ja nicht sagen kann. Oder Du hast es - bescheiden wie Du bist - bisher verschwiegen. Und Chrissi hat (schon allein durch ihr Violinspiel) eine sehr genaue Klangvorstellung und wird sich mit Stümpern wohl nicht zufriedengeben. Du sagst, du spielst die Pathetique. Sie kann sie jedenfalls auch spielen.

Viele Grüße

Terri
 
Hi Terri ;)

So wie ich das verstanden habe, lässt Dreiklang Teile weg. Ok. Die Teile, die er spielt, sind aber nicht erleichtert.
Das Weglassen heißt aber nicht, dass die weggelassenen Teile nicht später von Dreiklang eingebaut werden.

Vielleicht gibts ja auch Leute, die z.B. von Beethovensonaten erstmal den ersten und dritten Satz vornehmen, den zweiten aber erstmal weglassen. ( Wobei, Alle zur gleichen Zeit spielen geht sowieso nicht ).

LG, Olli !

Hallo Olli,

Dein Vergleich ist meiner Ansicht nach nicht ganz richtig. Natürlich kann man sich erstmal einzelne Sätze einer Sonate vornehmen, obwohl ich das nicht machen würde, wenn ich nicht alle Sätze in Reichweite hätte.

Aber was Dreiklang macht würde - auf Sonaten bezogen - bedeuten, dass er in einem einzelnen Sonatensatz Kürzungen anbringt. Bezogen auf die Pathetique 1. Satz würde das z.B. bedeuten: "Ich kann keine Kreuzgriffe, also lass ich alle Takte mit Kreuzgriffen weg." Das ist dann aber nicht mehr der erste Satz, sondern irgendeine Klimperversion, über die jeder, der die Pathetique kennt, nur den Kopf schütteln würde.

Und Dreiklang hat bis jetzt nicht gesagt, dass er vorhat, die gesamte Campanella zu lernen. Weil er technisch eben einfach nicht soweit ist.

Viele Grüße

Terri
 
Natürlich kann man sich erstmal einzelne Sätze einer Sonate vornehmen, obwohl ich das nicht machen würde, wenn ich nicht alle Sätze in Reichweite hätte.

Hi Terri,

ich auch nicht. (bzw. präzisiere: ich nehm wenn, dann immer ALLE Sätze. ) Aber es gibt bestimmt Leute, die es so machen, und damit zurechtkommen. In dieser Hinsicht hat Dreiklang auf jeden Fall Recht wenn er sagt: "Jeder so, wie es für ihn am Besten klappt".

Und: Dreiklang hat ja auch nicht ausgeschlossen, dass er die fehlenden Teile dann später einbaut ( siehe oben: "so ist es"..) Und wenn nicht - dann nicht.

;) LG, Olli !
 
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Hallo Olli,

irgendwie hast Du mich nicht verstanden. Ich zitiere noch mal:

Aber was Dreiklang macht würde - auf Sonaten bezogen - bedeuten, dass er in einem einzelnen Sonatensatz Kürzungen anbringt. Bezogen auf die Pathetique 1. Satz würde das z.B. bedeuten: "Ich kann keine Kreuzgriffe, also lass ich alle Takte mit Kreuzgriffen weg." Das ist dann aber nicht mehr der erste Satz, sondern irgendeine Klimperversion, über die jeder, der die Pathetique kennt, nur den Kopf schütteln würde.

Sonatensätze bilden innerhalb einer Sonate eine lockere Einheit, ein Sonatensatz ist in sich jedoch eine geschlossene Einheit. Irgendwie kann ich es nicht besser ausdrücken, tut mir leid. Und es ist etwas anderes, ob man etwas locker oder etwas fest miteinander verknüpftes entzweiteilt.

Viele Grüße

Terri

Ergänzung: Das sieht man auch an den Pausen. Zwischen den Sätzen einer Sonate kann man eine Pause machen, die Campanella wird durchgespielt.
 
Aber was Dreiklang macht würde - auf Sonaten bezogen - bedeuten, dass er in einem einzelnen Sonatensatz Kürzungen anbringt. Bezogen auf die Pathetique 1. Satz würde das z.B. bedeuten: "Ich kann keine Kreuzgriffe, also lass ich alle Takte mit Kreuzgriffen weg." Das ist dann aber nicht mehr der erste Satz, sondern irgendeine Klimperversion, über die jeder, der die Pathetique kennt, nur den Kopf schütteln würde.

Und Dreiklang hat bis jetzt nicht gesagt, dass er vorhat, die gesamte Campanella zu lernen. Weil er technisch eben einfach nicht soweit ist.

Terri, was redest Du da eigentlich? Und wie kommst Du darauf, und wo steht das?
 

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