Chopin g-moll Ballade/Etüden

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LeVolVik

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Hallöchen erstmal,
hoffe habe hier alles richtig gemacht bei meinem ersten Forumsbeitrag...

Zur Sache: Ich spiele momentan Chopins erste Ballade und schlage mich da auch gut soweit, gestern hat mich meine Lehrerin aber gefragt, ob wir nicht nebenbei noch ein weiteres Stück anfangen wollen. Ihr Vorschlag war die Chopin Etüde op.25 Nr.1. Bekannt sind mir natürlich die Etüden, die man meistens hört in dem Zusammenhang (Revolutionsetüde, Ozeansetüde usw.) und mein Traum wäre es natürlich diese zu spielen.
Meint ihr, die sind zu schwer für mich oder macht es eben einfach Sinn, eine "einfachere" Etüde nebenbei zu spielen als ein schwieriges Ding wie op. 25 Nr. 11/12 ?

Zu mir: Spiele seit 8 Jahren, habe von Anfang an Unterricht, seit einem halben Jahr Lehrerin gewechselt, jetzt bei einer ehemaligen Konzertpianistin. Letztes Stück: Fantasie Impromptu, währenddessen Schubert Impromptu op.90 Nr. 3
 
Rheinkultur

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Meint ihr, die sind zu schwer für mich oder macht es eben einfach Sinn, eine "einfachere" Etüde nebenbei zu spielen als ein schwieriges Ding wie op. 25 Nr. 11/12 ?
Meinst Du, irgend jemand hier kann das besser beurteilen als Deine KL?
Auch von mir ein herzliches Willkommen.

@Peter muss ich allerdings recht geben. Wie soll man eine Prognose wagen, ohne Dein Spiel gehört zu haben? Dazu müsste man nicht nur wissen, was Du spielst, sondern auch, wie Du es spielst. Da weiß Deine Lehrerin natürlich mehr als wir.

Hast Du denn schon mal etwas aus den beiden Etüdensammlungen op. 10 und op. 25 von Chopin gespielt? Zum Einstieg könntest Du die drei Etüden ohne Opuszahl in Erwägung ziehen - natürlich nicht ohne Rücksprache mit Deiner Lehrerin:


LG von Rheinkultur
 
Stilblüte

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Grundsätzlich ist es immer gut, mehrere Stücke gleichzeitig zu spielen und nicht nur eines. Ich würde zusätzlich zur Ballade + Etüde noch etwas aus einer anderen Epoche empfehlen (Bach, Mozart / Haydn / Beethoven). Das Gehirn lernt lieber, wenn es mal abgewechselt wird, außerdem lernst du dann schneller mehr Repertoire, als wenn du die Stücke einzeln nacheinander üben würdest.
 
LeVolVik

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Ja klar, das mache ich sowieso, fand es nur interessant, Forumsmeinungen zu hören, habe ja immerhin Stücke geschrieben, die ich schon gespielt habe :)
 
NoelStorks

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Hehe...... Ich übe auch zurzeit Chopin`s Ballade in g-moll.
Als ich meinen KL davon in Kenntnis gesetzt habe hat er erstmal einen Schock bekommen.:-D
Ich glaube nach 1,5 Monaten Klavierunterricht rechnet da kein KL mit.
Ich wünsche dir auf jedenfall viel spaß damit.
Liebe Grüsse.
 
Barratt

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Meint ihr, die sind zu schwer für mich oder macht es eben einfach Sinn, eine "einfachere" Etüde nebenbei zu spielen als ein schwieriges Ding wie op. 25 Nr. 11/12 ?
Die Etüden sind alle nicht "einfach", aber jede einzelne von ihnen ist sinn- und wertvoll.

Ich finde es erstaunlich, dass jetzt schon die zweite Person die g-Moll-Ballade spielt/spielen will, ohne sich zuvor mit Chopins Etüden auseinandergesetzt zu haben.

:denken:
 
rolf

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Ich spiele momentan Chopins erste Ballade und schlage mich da auch gut soweit, [...] Letztes Stück: Fantasie Impromptu, währenddessen Schubert Impromptu op.90 Nr. 3
...vom leichten cis-Moll Impromptu zur ziemlich anspruchsvollen g-Moll Ballade ist schon eine Art "Quantensprung"... ;-)
Wenn da allerdings dennoch gut in der Ballade voran kommst, dann sind auch einige der Chopinetüden machbar. Mich wundert nur, dass die Wahl auf op.25 Nr.1 gefallen ist. Diese "Äolsharfe" (Schumann) hat nur wenig mit dem zutun, was in der Ballade vorkommt*), die leisen parallelen Arpeggien am Ende werden manchmal als Problem empfunden... Ich hätte andere Etüden parallel zur Ballade für nützlicher gehalten:
op.10 Nr.4, Nr.8, Nr.9, Nr.12
op.25 Nr.2, Nr.3, Nr.9, (Nr.12)**)
die leichte "Nocturne"-Etüde op.25 Nr.7 kann man als Charakterstück nebenher machen, op.10 Nr.6 braucht sehr dehnfähige (Binnenspannungen) und möglichst weitgriffige Hände (wenn man sie genau spielen will)
Die anderen bringen entweder nicht viel oder sind trotz Ballade noch viel zu schwierig (Terzen, Sexten, Oktaven)
________________
*) wo das 2. Thema mit Doppelgriffquintolen verziert wird, spielt die l.H. eine gängige Begleitfigur - mehr oder weniger dieselbe Begleitfigur hat die Etüde. wenn das in der Ballade mühelos funktioniert, benötigt man die Etüde nicht als zusätzliches Übungsstück dafür (sintemalen diese Begleitfigur eigentlich einfach ist)
**) op.25 Nr.12 in Klammern: so schön die auch ist, und sie ist keine der ganz schwierigen, so gering ist ihre Nutzanwendung (diese Spielfigur taucht nur einmal ganz kurz in der f-Moll Ballade auf)
 
Stilblüte

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Bei mir war das auch so ähnlich, ich glaub das Schwierigste, was ich vor Beginn der g-moll-Ballade gespielt hatte war die g-moll-Rhapsody von Brahms und das Italienische Konzert von Bach... Hat dann auch entsprechend lang gedauert bis ich die Ballade konnte :lol:und ich hab viel dran gelernt.
War allerdings nicht meine Idee, sondern die meines Lehrers. Ich kannte die Ballade da gar nicht und hatte keine Ahnung, was er mir damit aufhalst. Ich erinnere mich noch dunkel, wie anstrengend es war die Töne alle zu entziffern in dem Mittelteil mit den vollgriffigen Akkorden der rechten Hand :schweigen:
 

LeVolVik

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vom leichten cis-Moll Impromptu zur ziemlich anspruchsvollen g-Moll Ballade ist schon eine Art "Quantensprung
Der Vorschlag kommt von meiner (sehr guten und erfahrenen - habe sie mal die Ballade spielen hören und fand es nicht schlechter als eine Version, die ich von Starpianisten gehört habe) Klavierlehrerin und sie glaubt, dass ich das in weniger als einem halben Jahr schaffen kann... bin daher optimistisch:-D
Da ich von Anfang an Unterricht genommen habe würde ich mir auch eine solide Grundlage attestieren, anders als vielleicht @NoelStorks ;-)
Danke für die Anregungen in jedem Fall, werde nochmal alles mit ihr besprechen:bye:
 
rolf

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Der Vorschlag kommt von meiner (sehr guten und erfahrenen - habe sie mal die Ballade spielen hören und fand es nicht schlechter als eine Version, die ich von Starpianisten gehört habe) Klavierlehrerin und sie glaubt, dass ich das in weniger als einem halben Jahr schaffen kann... bin daher optimistisch:-D
Optimismus ist immer hilfreich - ändert zwar am großen Schritt vom Impromptu zur Ballade (und paar Etüden) nichts, macht´s aber angenehmer. Auch die Qualität des Unterrichts sowie der feste unverrückbare Glaube (der Berge versetzt) der Lehrkraft ändert nichts am großen Schritt. Aber: soooo groß wie vom e-Moll Prelude - wie in einem anderen Fall - isser bei dir ja nicht ;-):drink:
 
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jannis

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Halte diesen Schritt gar nicht für so unheimlich groß, das Henle-Verzeichnis unterstützt mich dabei:heilig:
Da hat nämlich Fantasie eine 7 von 9 und die Ballade eine 8 von 9
Ich glaube, dasz man mit der Wolters-Einteilung (bis auf ein paar Merkwuerdigkeiten) mehr anfangen kann. Siehe mein anderer Beitrag im anderen Chopinballaden-faden.
Jannis
 
GeneralBass

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Weiß nich ob ich lieber nen Thread aufmachen soll, oder mich der Schüchternheit lieber hier einreihe...

Jedenfalls habe ich schon seit längerer Zeit ein Lieblingsstück, ist auch die Ballade von Chopin, aber die zweite :D Das Agitato hat es mir besonders angetan.

Daher habe ich eine ähnliche Frage wie der OP, mich würde interessieren ob jemand vielleicht ein paar leichtere auf die Ballade vorbereitende Stücke empfehlen kann. Leider hab ich nicht so glückliche Umstände und das Fantaisie Impromptu gerade abgeschlossen, aber ich kann immerhin von mir behaupten dass ich den Mittelteil davon mal geklimpert hab :D Das schwerste was ich geübt hab ist glaube ich sowas wie Schubert D935 No. 2, Chopin Nocturne cis-moll No. 21 (oder so) und Op. 15 No. 3, Bach WTK1 Präludium in c-moll. Chopin Op. 28 No. 11... Da ist die Ballade glaube ich doch noch ein paar Lichtjahre weit weg.

Daher wollte ich mal nachfragen ob mir da jemand auf etwas längerer Sicht ein paar Stücke empfehlen kann, die mich sozusagen bis zum Ziel begleiten könnten. Ich bin selber schon auf den Gedanken gekommen mir die Etüden von Chopin mal anzusehen, allerdings sind die auch noch etwas... haarig, als Jahresziel hab ich mir aber vorgenommen (auch vom Lehrer abgesegnet und nicht nur eigenmächtiges Rumgefummel) mit Op. 10 No. 9 anzufangen, aber mal sehen ob das noch was wird. Sonst schwanen mir noch ein paar Etüden aus Czernys Kunst der Fingerfertigkeit oder Cramer-Bülow vor...

Da @rolf in diesem Thread so einen tollen Beitrag über die Etüden von Chopin geschrieben hat, was würde sich denn da für die zweite Ballade am besten anbieten, wenn ich fragen darf?

Würdet ihr die zweite Ballade denn auch schwerer einschätzen als die erste, oder leichter?

Über Anregungen wäre ich sehr froh und dankbar. Ich hoffe mal ich komme jetzt nicht so extrem überambitioniert rüber, es hört sich ja immer etwas größenwahnsinnig an wenn man auf einmal mit viel zu schweren Stücken ankommt^^
 
Barratt

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Wieso größenwahnsinnig? Es ist legitim, ein längerfristiges Ziel zu setzen und den Weg dahin konkret zu planen.
Da hast du Recht, aber ich bin teilweise etwas leicht zu verschrecken und ein paar damalige Threads in der Richtung "La Campanella nach Tiersen?" oder ein recht neuer anderer Thread über die erste Ballade wirkten etwas demotivierend und abschreckend für Dilletanten wie mich ;-)

Da fällt mir ein, eigentlich könnte ich genau die selbe Fragen für La Campanella auch bringen... :denken:
 
 

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