Yann Tiersen Best Of

  • Ersteller des Themas Klaviersternchen
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Rue des Cascades ist als Finger- und Pedalübung ganz nett (meine damals 16jährige Nichte hatte mich damit zugeschwärmt und genötigt) und ich fand es anfangs auch nicht so langweilig, dann aber doch. Eine gute Interpretation höre ich mir aber ab und zu noch gerne an. Diese hatte mir immer gefallen:
https://www.youtube.com/watch?v=8A4HaR9LJzI
 
Ich habe außerdem eine Begründung geliefert.
nein, hast du nicht -- ich wär der erste, der bei einer stichhaltigen Begründung, dass das As-Dur Prelude nix taugt, "Hurra!" schreit (weil dann hätt ich was interessantes gelernt)
...und irgendwelche privaten Geschmacksurteile sind mir gleichgültig, davon brauche ich keine Kenntnis ;)
 
@ Rolf: Meine Begründung ist: Zum letzten Mal: Langweilige Wiederholung. Soll ichs denn 20 Mal notieren ?

Weitere statements gibts von mir nicht zu den preludes.

Hör ich mir lieber Peters Link an, der hört sich nämlich sehr gut an !!

LG, Olli !
 
@ Rolf: Meine Begründung ist: Zum letzten Mal: Langweilige Wiederholung. Soll ichs denn 20 Mal notieren ?
du hast Wiederholungen, also richtig echte Wiederholungen (identische Takte) im As-Dur Prelude entdeckt? nicht etwa nur eine Wiederholung, sondern mehrere? ...zeig die doch bitte mal ;);););) da würde ich mich wirklich sehr drüber freuen
 
du hast Wiederholungen, also richtig echte Wiederholungen (identische Takte) im As-Dur Prelude entdeckt? nicht etwa nur eine Wiederholung, sondern mehrere? ...zeig die doch bitte mal [...] da würde ich mich wirklich sehr drüber freuen

Rolf, ich sagte doch oben eigtl., dass ich KEINE Stellung mehr zu den Preludes nehmen wollte. Was soll die Frage ? Kannste das nicht selbst sehen ? Nungut. Schaun wir dennoch mal, aber jeder kann das auch selbst sehen, der die Preludes als Noten hat:


Echte Wiederholungen: Takt 1 und 2, Takt 57 => 58 und 59 => 60, T. 61 - 64, T. 86 und 87.

Aber das sind ja nicht die eigentlich langweiligen - sie sind lediglich monoton. Langweilig NERVEND sind aber folgende PHRASEN ( und ich sprach von PHRASEN, die in der TONHÖHE geändert sind, nichtsdestotrotz aber obernervig sind) :

Ich fass es mal verständlich zusammen: ALLE Phrasen, die so aufgebaut sind wie Takt 3 - 6, 11-14, 15 - 17 ( folgt typischer chopindissonanter Einschub ) , dann wieder ab Takt 35, damit der Hörer nicht jetzt schon schläft, sschiebt Chopin ab Takt 43 ein Ungewitter an Einfallsreichtum ein *GGGGG*, dann aber wieder: Takt 57 und 58 sind GENAU SO wie Takt 59 und 60, dann darfst Du die Vielfalt von Takt 62 bis Takt 64 bewundern ( nenn DU mir doch mal z.B. dort EINEN Unterschied bis auf die Dynamikzeichen ? *ggg* )
und..weißt Du, was ab Takt 65 geschieht ? Na ? dasselbe , nur in grün, was wir schon zu Beginn des Preludes hörten. Takt 86 und 87 wieder exakt gleich - sagte ich ja ganz oben schon. Aber das musste ich ja nicht. Denn das ganze Prelude ist : gleich. *gg*

Freuste Dich jetzt ?
LG, Olli
 
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ja klar! schließlich bestätigst du, das Prelude nicht zu verstehen :):)

das viergliedrige Hauptthema liegt in zwei Versionen vor (mal mit Halb, mal mit Vollschluß) - das ist ein sehr übliches Verfahren in der Themenvorstellung
Danach wird dieses Thema klanglich und damit auch expressiv variiert: zwar bleiben die "Phrasen" (die ich hier eher Melodien nennen würde), aber Klangraum, Klangdichte, Dynamik und Harmonik werden jeweils verändert (z.B. mit dem fz Orgelpunkt klingt alles ganz anders als zuvor) zusätzlich werden zwei modulatorische Abschnitte interpoliert, die Themenbestandteile verarbeiten (quasi weiter- oder durchführen) --- das ist ein kompositorisches Verfahren, das Chopin ebenso oft wie gerne angewendet hatte. Echte Wiederholungen ohne jede Entwicklung findest du z.B. in der Militärpolonaise :)

schau dir das alles nochmal an, probier´s zu spielen (ist nicht einfach), hör dir ne gute Aufnahme an (z.B. Argerich) -- vielleicht bemerkst du dann das alles.
 
Rolf, die Bestandteile, die verändert werden, reichen nicht aus, um das Werk interessant zu machen.

Und: lass den Unfug mit "probier's zu spielen" und "Militärpolonaise". Ich kenne beide, und hab auch beide schon gespielt.

Daher geb ich das mal zurück: Probier DU doch mal. Mal sehen, ob Du das prelude so gestalten kannst, dass keiner einpennt. Cortot hatte es heute morgen ( ich hatte die Version mit gezeigten Noten gehört ) nicht geschafft, mich zu begeistern, und wie ich bereits weiter oben sagte: Ich habe viele Aufnahmen der preludes gehört - allerdings zu früheren Zeiten, womit ich also einräume, dass meine Erinnerung hätte trügen können - hat sie aber nicht.

Und lass das mit dem Werk nicht verstehen. Sonst kommt mir wieder dieser Kämmerling-Gedanke bzgl. Deiner Leistungen aufm Platz. Lassen wir das, schlag ich mit Nachdruck vor....denn das führt zu gar nichts.

Übrigens möchtest Du doch, dass die Leute das Werk gut finden. Mit Deinen Darstellungen und Unterstellungen erreichst Du bei mir - wie gesehen - allerdings gar nichts. Wieviele Likes Du dafür auch immer von den Leuten oder dem lieben Gott bekommst.

LG, Olli !
 
Rolf, die Bestandteile, die verändert werden, reichen nicht aus, um das Werk interessant zu machen.
Das mag für dich gelten - du kennst doch, was Goethens Erdgeist so treffend sagt? - ist aber keine allgemeingültige oder verifizierte Aussage.

Und nein, wieso soll ich möchten, dass die Leute das Werk gut finden? Wer fähig ist, die Qualität zu erkennen, der tut´s - wer nicht, der tut´s halt nicht. Nochmal oder gar ausführlicher werd ich über das Prelude nichts sagen, denn es bringt ja nix ;):D
 
Ach warum, drück Dich ruhig aus. Dafür ist das ja hier gedacht. Also keine falsche Schüchternheit, gib´s mir! :)

Wie bitte soll ich eine weit mehr als tausendjährige Tonkultur in einem Beitrag beschreiben? Um die Weizen von der Spreu zu trennen muss man beide Elemente kennen.

Tonkunst hat nicht nur mit „das gefällt mir“ und „das ist ‚würg-kotz‘“ zu tun. Das Verstehen um die Essenz bereitet den Weg zum Gefühl. Je mehr ich die Musik verstehe, (und das kann mitunter Jahrzehnte dauern so ich bereit bin den Weg zu beschreiten), je mehr berührt sie mich. Habe ich genügend Kenntnis, (tontechnischer und spieltechnischer Natur) vermag ich Weizen und Spreu voneinander zu unterscheiden. Verstehe ich eine Musik nicht, muss ich mich mit ihr beschäftigen bis ich deren Kern gefunden habe. Bei seriöser klassischer Musik lohnt sich diese Vorgehensweise immer, auch wenn sie langatmig ist. Als Kritiker wohnt man manchmal Uraufführung bei, die es wirklich in sich haben: als CD Kritiker darf man sich aber manchmal länger mit der Materie beschäftigen, und da gibt es, gerade in der zeitgenössischen Musik, wenig Enttäuschung weil es heute das „egal was“ kaum noch gibt…

So lade ich letztendlich alle TEY Anhänger ein, ihre Wurzeln in guten Boden zu pflanzen…
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

(Fast) Ganz Deiner Meinung, verstehe aber den Zusammenhang mit "als Fingerübung ganz nett" nicht. Das war doch nun wirklich keine Kritik, die diesem Stück hohe Qualität bescheinigt sondern nur Antwort auf die Frage, mit was für anderen Stücken von T. man Erfahrung hat.
Verstehe ich eine Musik nicht, muss ich mit ihr beschäftigen bis ich deren Kern gefunden habe.
Nein, das muss ich nicht und das kann oder sollte auch nicht die Intension von Musikern sein, denn das würde bedeuten, dass "hochwertige" Musik nur für Musiker gemacht wäre.
 
Das Verstehen um die Essenz bereitet den Weg zum Gefühl. Je mehr ich die Musik verstehe, (und das kann mitunter Jahrzehnte dauern so ich bereit bin den Weg zu beschreiten), je mehr berührt sie mich. Habe ich genügend Kenntnis, (tontechnischer und spieltechnischer Natur) vermag ich Weizen und Spreu voneinander zu unterscheiden. Verstehe ich eine Musik nicht, muss ich mit ihr beschäftigen bis ich deren Kern gefunden habe. Bei seriöser klassischer Musik lohnt sich diese Vorgehensweise immer, auch wenn sie langatmig ist.

Bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Kernaussage richtig verstehe. Aber: ich muß keineswegs eine Musik bis ins Detail formal/technisch verstehen, damit sie wirken kann. Ganz im Gegenteil - gute Musik (streng nach WP-Defintion: etwas klingendes, und keine bloße Partitur) hat die Fähigkeit, auf Anhieb zu fesseln, zu begeistern, nicht langweilig, sondern in sich stimmig, aufbauend, sich entwickelnd, zu wirken - von Anfang bis Ende. Geschickte kompositorische Technik(en) und Ideen sind nur Mittel zum Zweck, ich brauche diese nicht zu verstehen. Man begreift bzw. versteht das "unterbewußt" und "intuitiv". Kompositorische Fertigkeiten machen das ganze hinreichend originell und unlangweilig. Der Interpret allerdings muß dafür Sorge tragen, daß alles auch zu vernünftiger Musik wird - mit höchsten technisch-musikalischen Fähigkeiten.

Ich persönlich höre die Musik (Aufnahmen), und lese keine Partituren, wenn ich mich mit Musik beschäftige. Gelingt (oder gelang) es keinem Interpreten, aus einer Partitur etwas fesselndes, technisch möglichst perfektes, zu schaffen, dann ist diese Komposition eben solange uninteressant für mich.

Nicht die rationale formale Analyse erschließt mir Musik - sondern das Ohr, und Interpreten, die "es" draufhaben.
 
Unglaublich. Da ist man nach fast 24 Stunden wieder im Forum und ihr fetzt euch noch immer über die saloppe Abwertung eines der bekanntesten Klavierstücke Chopins durch unseren Olli:-). Die Beispiele Cortot und Sokolov hatte ich übrigens gebracht um vollkommen unterschiedliche Interpretationen des Werkes zu zeigen, wo hingegen Stücke von TEY diese Bandbreite unterschiedlicher Spielweisen wohl nicht zulassen. Ich finde Cortot übrigens nicht so schlecht wie ihr, zum Aufnahmezeitpunkt hatte man ja noch andere Vorstellungen bzgl. Chopin, die noch von der Tradition des 19 Jahrhunderts geprägt sind.
 
... geht ja oft nöscht anders, beim Klavierspiel...;)
aber klar geht´s auch anders: statt in Noten glotzen oder stumpfsinnig üben kannste hier was lernen! Zum Beispiel wenn du was in As-Dur spielen willst, klare Sache, die romantische Tonart, dann lernste hier:
--Polonaise vom Frederic, oh wasn Kack, das ist ja schwierig BUHU, Oktaven und so, aber JUHU es hat Wiederholungen, taugt also nüscht; hopp das nächste Teil,
-- Prelude, auch Wiederholungen, taugt nüscht; der Chopin hat gleich zweimal in As-Dur versagt, weg mit der Pfeife!
-- Gucknwa Schubert, voll geil, Imprompdingsbums, JUHU As-Dur, BUHU lauter Wiederholungen, dauernd dieselbe 16telfigur, taugt nüscht, weg mit der Pfeife.
-- Gucknwa Beethoven, Sonatendings, BÄÄHHH ne schwierige Fuge und dazu wiederholt der Pfuscher irgendsone Arie, weg mit dem Kack!
---- Ey voll krass mit der Mucke, da komm ich ja jetzt erst drauf: gucksdu Wagner, saulange Operndinger, ey Leitmotive, volle vier Tage lang, immer dieselben, ey Alder also so gehts aber nich, das is ja der voll perverse Wiederholungstäter, der olle Wagner
-- -- -- ey weißte was, gucksdu halt Lieder.......guck......BUHU Strophen, Refrains: auch alles lauter Wiederholungen

BUHUHU die ganze Mucke taugt nüscht.

das einzige, was was taugt, ist Mutti: die kocht gut und tröstet

:D:D:D

difficile est saturam non sicribere...
 
Ach Rolf. :D

Mehr fällt mir dazu wirklich nicht ein. Du regst Dich immer noch auf, weil jemand wie ich Deine Lieblingsstücke nicht mag ? ;) Hast ja gemerkt, dass ich amüsiert mitlese, weiß ich. Schon das zeigt mir Deine Hochachtung :D

Und: nää - auf Deinen diesmal absichtlich eingebauten Fehler fall ich nicht rein. *gg*

@ Dreiklang: Partitur ist irgendwie ein merkwürdiger Begriff, find ich. Du nicht auch ?

;)

LG, Olli !
 
das ist aber wirklich schade!! gerade jetzt, wo ich doch gerade hier so viel gelernt hab, und da würde ich gerne mit dir gemeinsam auf die Jagd nach weiteren Wiederholungstätern gehen (Mussorgski z.B. ... hui... Promenaden, gleich mehrere) :)

mjaa...das stimmt wohl, es sind mehrere...eine ist sogar im catacombae versteckt, meinem Lieblingsstück...

Die sind aber doch super, die Promenaden, find ich. Oder ?

LG, Olli
 

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