Wie oft üben?

Das würde mich überhaupt nicht zufriedenstellen.

Mich wahrscheinlich auch nicht. :konfus: Aber das könnte man dann ja ggf in Erfahrung bringen und ändern. Wenn man nicht viel Zeit hat, kommt mir die Splittung der Übezeit in ganz früh morgens und abends nach dem Tagwerk - wie @backstein123 es beschreibt - lerntheoretisch sinnvoll vor.

Vielleicht bin ich kognitiv auf dem Schneckenpfad unterwegs. :heilig: Das will ich keineswegs ausschließen. Ich brauche viel Übezeit und längere Einheiten am Stück, sonst komme ich nicht voran.
Ich tu mir was Nettes und schiebe es aufs Alter. :lol:
 
Ich muss mal kurz jammern... manchmal finde ich die Überei auch einfach sehr anstrengend und habe das Gefühl, ich muss mich richtig hinzwingen ( grad ist es der zweite Satz der Mondscheinsonate, vielleicht die 5 bs)Liegt es am Alter oder daran, dass ich erst seit Januar wieder spiele...
Ich weiß schon... wahrscheinlich ist das einfach normal, auch beim joggen muss ich mich ja überwinden....

Samstägliche Übungsgrüße

Silvia
 
Ich muss mal kurz jammern... manchmal finde ich die Überei auch einfach sehr anstrengend und habe das Gefühl, ich muss mich richtig hinzwingen ( grad ist es der zweite Satz der Mondscheinsonate, vielleicht die 5 bs)Liegt es am Alter oder daran, dass ich erst seit Januar wieder spiele...
Ich weiß schon... wahrscheinlich ist das einfach normal, auch beim joggen muss ich mich ja überwinden....

Samstägliche Übungsgrüße

Silvia
Dann üb halt samstags Abends nicht, sondern klimpere?
Vielleicht kommt ja durchs klimpern auch die Lust zu Üben?
 
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Reaktionen: opi
Ich denke, "Wie oft üben" im Amateurbereich kann so individuell sein, wie der Fingerabdruck, da die jeweiligen äußeren und persönlichen Bedingungen mit hineinspielen. Ich habe für mich herausgefunden, dass es derzeit effektiver ist, in kleinen Portionen etwa 30min Abschnitte über den Tag verteilt zu üben, jedoch vorher die Übezeit zu planen, also was meine Inhalte und Schwerpunkte sind, wie ich die 30min verbringen möchte. Am nächsten Tag nehme ich dann anderes und/oder übe auf meinem Zweitinstrument, so bleibt meine Motivation und Konzentration eigentlich immer frisch. Ich mag allerdings momentan keine Stücke spielen, die länger als zwei Seiten sind, bei längeren Sachen würde ich vielleicht anders herangehen. Doch das ist auch ein wichtiger Punkt, flexibel sein und probieren, was passt, sich jeweils neu einstellen.
 
Ich muss mal kurz jammern... manchmal finde ich die Überei auch einfach sehr anstrengend und habe das Gefühl, ich muss mich richtig hinzwingen
Bei den Profis ist es noch viel schlimmer. Üben ist nämlich nicht nur scheiße, sondern auch noch zutiefst menschlich schäbig. Man fällt damit seinen Kolleginnen und Kollegen in den Rücken!!!
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Klassischer Fall von Arschloch-Alarm. Geht gar nicht.

LG vom gänzlich ungeübten Rheinkultur
 
@ rheinkultur

Leider verstehe ich Deinen Beitrag nicht. Ironisch?

Ich übe trotzdem weiter
 
Kleine Anekdote: Ich bin der Variante a -Typ, logo mach ich Päuschen zwischendurch. Selbstbestimmt, dann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich eine brauche.
In der vergangenen Woche hatte mein Mann Urlaub und war bestürzend "aktiv". Ich konnte sicher sein, im Halbstundentakt und selbstverständlich in den Augenblicken höchster Konzentration mit lässlichen Fragen/Mitteilungen/Geräuschen/Bitten gestört zu werden

"Du, irgendwie funktioniert mein WLAN nicht, könntest Du mal gucken?"
"Ich geh mal rasenmähen!"
"Wunder Dich nicht, ich habe eine Waschmaschine aufgesetzt."
"Könntest Du mal rausbekommen, wie die Öffnungszeiten bei XY sind?"
"Ich suche den Garagenschlüssel - weißt Du, wo er ist?"
"Habe ich Dir schon gesagt, dass ich am Fr bei XY in ABC eingeladen bin? Würdest Du mich hinfahren? Ich komm mit dem Taxi zurück."
"Wir haben doch ein [Werkzeug/Gerät XY]. Ich finde es nicht."
"Ich gehe in die Stadt. Brauchst Du was?"
"Wie war noch mal der Name unseres Gärtners?"
"Die Hunde wollten unbedingt zu Dir [wuselwuselkläffbellspielanspringrumrenn]!"
"Ich erreiche niemanden bei XY. Könntest Du mal checken, ob ich die richtige Telefonnummer habe?"
"Wo finde ich dieses Zeug gegen Flecken im Teppich?" u.dgl.m.

Mein naturgegeben ausgeglichenes und freundliches Gemüt schäumte teilweise. Ich habe das Gefühl, diese Woche war übetechnisch mehr oder weniger für die Katz´. :blöd:

Auch wenn's offtopic ist, hier die Variante der Anekdote mit zwei männlichen Jugendlichen:

- Könnte ich am Samstag ein/das Auto haben?
- Ich geh jetzt mal Bier einkaufen.
- Wundert Euch nicht, heute Abend kommen ein paar Leute zum Grillen.
- Morgen! (= Samstag, 12:30 Uhr) Hast du zufällig mein Torwarttrikot gesehen?
- Gleich kommt der X vorbei und nimmt sein Y mit. Das liegt auf der Treppe.
- Habe ich euch schon gesagt, dass wir am Fr bei Z eingeladen sind? Könnte uns da jemand hinfahren?
...

Dummerweise haben Jugendliche (zumindest damals) jeden Nachmittag Urlaub. (Hausaufgaben? Was ist das denn?)
Dies (u.a.) erklärt, dass die Pflege eines Hobbys damals ausgeschlossen war. Auch die optimale Anwendung lerntheoretischer Überlegungen zum Üben hätte hier wenig genützt.
 
In der vergangenen Woche hatte mein Mann Urlaub und war bestürzend "aktiv". Ich konnte sicher sein, im Halbstundentakt und selbstverständlich in den Augenblicken höchster Konzentration mit lässlichen Fragen/Mitteilungen/Geräuschen/Bitten gestört zu werden
"Du, irgendwie funktioniert mein WLAN nicht, könntest Du mal gucken?"
"Ich geh mal rasenmähen!"
"Wunder Dich nicht, ich habe eine Waschmaschine aufgesetzt."
"Könntest Du mal rausbekommen, wie die Öffnungszeiten bei XY sind?"
"Ich suche den Garagenschlüssel - weißt Du, wo er ist?"
"Habe ich Dir schon gesagt, dass ich am Fr bei XY in ABC eingeladen bin? Würdest Du mich hinfahren? Ich komm mit dem Taxi zurück."
"Wir haben doch ein [Werkzeug/Gerät XY]. Ich finde es nicht."
"Ich gehe in die Stadt. Brauchst Du was?"
"Wie war noch mal der Name unseres Gärtners?"
"Die Hunde wollten unbedingt zu Dir [wuselwuselkläffbellspielanspringrumrenn]!"
"Ich erreiche niemanden bei XY. Könntest Du mal checken, ob ich die richtige Telefonnummer habe?"
"Wo finde ich dieses Zeug gegen Flecken im Teppich?" u.dgl.m.
Diese Geschichte kommt mir sehr sehr bekannt vor. (Das sollte meine Frau nicht lesen.) :-D
 
Mein Mann steht meist in der Tür und schaut mich an , schon dadurch komme ich aus dem Takt, dann kommt meist eine ziemlich überflüssige Frage, die er sich selbst hätte beantworten können. Aber das ist das Problem, das nur Leute verstehen können, die gerade selbst dabei sind ein Stück zu üben.
 

Deswegen spiele/übe ich meistens Abends wenn meine Frau bereits im Bett ist. :lol:
 
Mein Mann steht meist in der Tür und schaut mich an , schon dadurch komme ich aus dem Takt, dann kommt meist eine ziemlich überflüssige Frage, die er sich selbst hätte beantworten können. Aber das ist das Problem, das nur Leute verstehen können, die gerade selbst dabei sind ein Stück zu üben.

Was haben wir für ein Glück: Einer am Flügel, der andere am Klavier,
Keiner quatscht dazwischen, bloß mein Rücken streikt zur Zeit spätestens nach 30 Min. Da sind die Übeeinheiten derzeit physisch vorgegeben..
 
Und nun noch meine Version, ich übe in aller Regel zwischen von mir zu haltenden Sportstunden in einem Lagerraum meines Hauptarbeitsplatzes. Die Tür schließe ich normalerweise hinter mir zu und dennoch kommen die Leute herein:

- Oh Entschuldigung wo ist denn die Toilette, die Umkleidekabine, das Büro...?
- Ich wusste gar nicht, dass es hier ein Klavier gibt, darf mein Sohn auch mal?
- Der Hausmeister: Ach Du bist hier? Kannst du mir mal die Leiter halten, zeigen, welcher der defekte Mattenwagen ist, die Batterien aufladen.....
- 15 Minuten später, wieder der Hausmeister: Also ich bin dann weg, soll ich die Tür xy absperren? Fragt er immer und ja, er soll!
- Jemand aus dem Vorstand: kannst Du bitte mal xy im Computer nachsehen?
- Anruf meines Chefs: ich komme heute nicht, kannst Du mal schnell die Post aus dem Briefkasten holen und mich dann zurückrufen?
- Es klopft: Sie spielen aber schön, was ist das? Wissen Sie, mein Enkel hat seit diesem Jahr auch Unterricht.....
- Die Putzfrau: Müssen Sie heute noch auf Ihre Toilette, dann könnte ich jetzt den Stein reingeben, damit sie gut durchzieht.
...

Hatte ich schon erwähnt, dass natürlich immer wieder das Telefon klingelt und bedient werden will?

Ich könnte natürlich zu Hause üben, aber es lohnt sich nicht wirklich, wegen 2x einer Freistunde am Tag nach Hause zu fahren.
 
Meinst du das denn wirklich ernst? Ich habe das eine Zeit lang relativ genau dokumentiert. Ich halte 10-30 Stunden für ein Stück auch als Amateur für absolut angemessen.

Ich wundere mich etwas über diese Zeitangaben. Überhaupt halte es nicht für sinnvoll, irgendeine Zeitplanung im Voraus für ein / mehrere Stück(e) zu machen. Der Weg zum Ziel ist oft ein unvorhersehbarer verschlungener Pfad, der in sich schon sehr interessant und gewinnbringend sein kann. Außerdem stellt sich die Frage: ist man überhaupt irgendwann mal fertig mit einem Stück?

Wenn ich so grob rechne, übe ich für ein Konzertprogramm aus 90 Minuten "neu einstudierter" Literatur ca. 400 Stunden, bis ich es aufführe. Also wo ist das Problem?

LG
 
Außerdem stellt sich die Frage: ist man überhaupt irgendwann mal fertig mit einem Stück?
Nein. "Fertig" bezeichnet (in meinem Fall) allenfalls ein Stadium, in dem ich (und bei Vorhandensein auch der/die KL) es für angemessen halte, mich vorerst nicht mehr mit dem Stück zu beschäftigen, ohne gleichzeitig sagen zu müssen, dass ich nur aufhöre, weil ich es nicht hinbekommen habe.

Ich sehe kein Problem in den Stunden und ich plane auch überhaupt nicht im Sinne von: "Für dieses Stück sollten 20h reichen". Ich dokumentiere es nur und stelle häufig hinterher fest, dass die Gesamtübezeit (nach dem "Weglegen") ziemlich gut mit dem subjektiven Empfinden (während der Übezeit, also vor dem "Weglegen") darüber, ob das Stück nun einen angemessenen Schwierigkeitsgrad hat oder nicht, übereinstimmt.
 
Ich glaube fertig ist ein Stück schon irgendwann.
Für mich ist es der Punkt an dem du es für dich selbst gefällig spielen kannst, und dieses spielen dann auch beliebig wiederholen kannst.


Im übrigen verstehe ich gar nicht, dass so viele Probleme beim Üben mit ihrem Partner haben :denken:
Wenn ich übe ist mein Partner daheim, sitzt bei seinen Eltern, ist mit Freunden unterwegs oder geht dem eigenen Hobby nach.
Und ich hab mir fest vorgenommen Sie oder ihn (man weiß ja nie) kennen zu lernen wenn ich das Klavier lernen hinter mich gebracht habe :super::-D
 
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Im übrigen verstehe ich gar nicht, dass so viele Probleme beim Üben mit ihrem Partner haben :denken:
Wenn ich übe ist mein Partner daheim, sitzt bei seinen Eltern, ist mit Freunden unterwegs oder geht dem eigenen Hobby nach.
Und ich hab mir fest vorgenommen Sie oder ihn (man weiß ja nie) kennen zu lernen wenn ich das Klavier lernen hinter mich gebracht habe :super::-D

wenn man, wie ich und viele andere hier im Forum erst im zarten Alter von 61 wieder angefangen hat Klavier zu spielen, ist - wenn man das Glückhat noch einen Partner zu haben - eben das Problem, dass der/die Partnerin nicht versteht, wann er/sie die Konzentration stört. Ich habe es ein paar mal versucht zu erklären, dass ich meinen Mann auch bei der Steuererklärung nicht störe, aber dann kommt prompt die Antwort, "ich sitze auch nicht jeden Tag an der Steuererklärung". Nicht, dass ihr mich falsch versteht, wenn ich ihm dann halbwegs fertige Stücke vorspiele, gefallen sie ihm durchaus.
 

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