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Balzaccoffee
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Hallo zusammen,
ich möchte mich mit einer Frage an euch wenden und hoffe auf eure Erfahrungen und Anregungen – gern sowohl aus pädagogischer, therapeutischer als auch aus eigener praktischer Sicht.
Ich habe vor einiger Zeit (1,5 Jahre) einen Schlaganfall erlitten und war anfangs halbseitig gelähmt, insbesondere auf der linken Seite. Davor war ich immer gesund, hatte keinerlei Vorerkrankungen – es war schlicht Pech. Umso bewusster habe ich danach das Klavierspielen wieder aufgenommen, sowohl aus musikalischen als auch aus rehabilitativen Gründen.
Zu meinem musikalischen Hintergrund:
Meine Übepraxis:
Meine Fragen an euch:
Mir ist wichtig, musikalisch zu bleiben und sinnvoll weiter zu machen.
ich möchte mich mit einer Frage an euch wenden und hoffe auf eure Erfahrungen und Anregungen – gern sowohl aus pädagogischer, therapeutischer als auch aus eigener praktischer Sicht.
Ich habe vor einiger Zeit (1,5 Jahre) einen Schlaganfall erlitten und war anfangs halbseitig gelähmt, insbesondere auf der linken Seite. Davor war ich immer gesund, hatte keinerlei Vorerkrankungen – es war schlicht Pech. Umso bewusster habe ich danach das Klavierspielen wieder aufgenommen, sowohl aus musikalischen als auch aus rehabilitativen Gründen.
Zu meinem musikalischen Hintergrund:
- Ich habe Musik studiert, allerdings nicht Klavier als Hauptfach.
- Klavier war immer Nebenfach; über die erste Bach-Invention bin ich damals nicht hinausgekommen, da mein Fokus klar auf dem Hauptfach lag.
- Ich habe ein gutes Gehör und arbeite gern analytisch und musikalisch mit dem Notentext.
- Zu Beginn war die linke Hand stark eingeschränkt; gezielte Bewegungen waren kaum möglich.
- Es hat etwa vier Wochen und viele Übestunden gedauert, bis ich mit der linken Hand „alle meine Entchen“ spielen konnte.
- Danach habe ich mich systematisch durch die Europäische Klavierschule Band 1 und 2 (Emonts) gearbeitet.
- Aktuell bin ich bei der Russischen Klavierschule nr 2 und dort bei den Clementi-Sonatinen, mit denen ich musikalisch gut zurechtkomme und in einen Spielfluss komme.
- Die Bach-Inventionen Nr. 1 und Nr. 4 funktionieren inzwischen gut, auch in langsamem bis mittlerem Tempo, teilweise nahe am Endtempo.
- Mit der Invention Nr. 8 tue ich mich noch deutlich schwer, insbesondere wegen der Anforderungen an die linke Hand und das polyphone Zusammenspiel. Zur Zeit übe ich jede Hand separat und Abschnitte laaangsam. Der Flow fehlt leider. Ich frage mich ob es besser wäre erst Literatur zu nehmen, die flutscht wo ich musikalisch arbeiten kann und erst wenn ich soweit bin eine 8. Invention leichter zu lernen sie wieder in Angriff zu nehmen…
Meine Übepraxis:
- Als tägliches Warm-up nutze ich sehr einfache Übungen aus der Ferdinand-Beyer-Schule, die sich stark auf einzelne Finger konzentrieren.
- Gerade für die linke Hand ist das enorm wichtig, um Beweglichkeit, Kontrolle und Entspannung zu erreichen.
- Anspruchsvollere Technik (Unabhängigkeit, Gleichmäßigkeit, Polyphonie) erfordert bei mir weiterhin sehr langsames, bewusstes Arbeiten.
- Ich arbeite als Musiklehrer an einer Grundschule.
- Im Schulalltag hilft mir das Klavier inzwischen deutlich mehr als mein früheres Hauptinstrument (Tuba), aber es flutscht nicht immer, wenn man die Kinder beim Begleiten im Blick haben muss.
- Das Klavier ist für mich mittlerweile faktisch zum ersten Instrument geworden – musikalisch, pädagogisch und therapeutisch.
Meine Fragen an euch:
- Welche Literatur würdet ihr mir für die nächste Zeit empfehlen?
- Klavierschulen, Etüden, Sammlungen oder einzelne Werke
- gern besonders geeignet für den gezielten Wiederaufbau der linken Hand
- Welche technischen Übungen oder Übestrategien haben sich aus eurer Sicht bewährt?
- insbesondere für linke Hand, Koordination, Gleichmäßigkeit und Entkrampfung
- Wie kann ich sinnvoll zwischen intensiver Aufbauarbeit (z. B. Bach) und musikalischem Spielfluss (z. B. Sonatinen) bleiben?
Mir ist wichtig, musikalisch zu bleiben und sinnvoll weiter zu machen.
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