Stärkung des 4. und 5. Fingers

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Hanon war einfacher als Brahms. Aber danach laufen die Finger besser. Das ist ja nun kein Hanteltraining für die Finger, aber die Koordination wird bei mir besser. Fingerübungen auf der Flöte trainieren auch die Koordination des einen oder anderen lahmen Fingers.:005:
 
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aber die Koordination wird bei mir besser
Eine Verbesserung der Koordination kann man mindestens genauso gut erreichen, indem man Inventionen, Allemanden, Couranten etc. spielt. Im Gegensatz zu Hanon verbessert sich dadurch auch das Gehör und die allgemeine Musikalität - also die Dinge, die fürs Klavierspielen am allerwichtigsten sind.

Und weil die bei Hanon komplett außen vor bleiben, ist Hanon so eine grässliche Zeitverschwendung.

Und die Brahms-Übungen sind es auch, wenn man nicht genau weiß, was, zu welchem Zweck und mit welchem Ziel man da übt. Und das weiß man nicht, wenn man die Literatur nicht kennt. Also die Literatur, die man in der Zeit hätte studieren können, die man mit Hanon verschwendet hat...
 
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Stilblüte

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Was ist denn für dich "Klang" und "musikalischer Sinn"? Wo würdest du die von dir benannten Parameter einordnen? Und was ist "deine Umgebung"? Das sind keine rhetorischen Fragen, die Antwort interessiert mich wirklich.

Und klar kenne ich den Effekt, dass sich das Spielen anders anfühlt, wenn man eingespielt ist. Dafür nutze ich persönlich allerdings keine Fingerübungen, sondern spiele sofort meine Stücke, spiele etwas vom Blatt, improvisiere etc., je nach Situation.
Schade @Bavaria blu dass du auf keine meiner Fragen geantwortet hast!
 

Rheinkultur

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Hat hier jemand etwas gegen Czerny gesagt? :konfus:
Czerny hat jenseits seiner vielen pädagogisch intendierten Arbeiten auch ein beachtliches kompositorisches Lebenswerk vorgelegt: https://imslp.org/wiki/Category:Czerny,_Carl
Es mag stilistisch sehr konservativ angelegt sein, aber von Beethovens Schüler (der dessen 5, Klavierkonzert uraufgeführt hat) und Liszts Lehrer (Widmungsträger der "Transzendentalen" Etüden) gibt es schon einiges an Literatur, die nicht für das Übezimmer bestimmt ist.

Fragwürdig findet es eher so mancher, ihn in einem Satz mit Hanon zu erwähnen, dessen kompositorisches Lebenswerk sehr überschaubar ist:
https://imslp.org/wiki/Category:Hanon,_Charles-Louis
Die meiste Salonliteratur des mittleren 19. Jahrhunderts ist besser und interessanter gemacht.

Persönliche Anmerkung: Umzugsbedingt muss man ja auch mal in Erwägung ziehen, sich von Verzichtbarem zu trennen. Angeregt durch das Lesen des Namens Hanon in diesem Faden erinnerte ich mich daran, dass dieses Heft Bestandteil meines ersten Klavierunterrichts war. Diesen erhielt ich privat bei einem extrem jähzornigen Kapellmeister, der aus Dresden zur Zeit der deutsch-deutschen Teilung in unser kleines Städtchen gelangte, in Westdeutschland nie wirklich ankam und sich in der süddeutschen Provinz mit Klavierstunden und der Leitung einiger Gesangvereine leidlich über Wasser hielt. Wehe, wenn das auf dem absolut waagerecht aufrecht zu haltenden Handgelenk liegende Zweimarkstück vom Handrücken herunterfiel! Später habe ich einmal persönlichen Kontakt zu einem Männergesangverein bekommen, die er etliche Jahre dirigierte: mit Chören und erwachsenen Menschen kam er offensichtlich viel besser zurecht.

Ach ja, ich suchte unlängst das Heft mit den Hanon-Übungen in meinem Notenbestand. Nichts gefunden. Hm. Dann war das wohl doch bei den Sachen dabei, die ich schon seit vielen Jahren nicht mehr vermisst habe. Im Bad habe ich noch knapp vier Rollen Klopapier, mal schauen, wie lange ich damit hinkomme. Den Hanon in Streifen schneiden und ins Bad hängen geht ja jetzt nicht mehr.

LG von Rheinkultur
 
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Da kommt doch richtig musikalische Freude auf, wenn man mit Hanon-Stücken den 4. und 5. Finger trainiert :-)

31404-602c5a1a4df8c7a7e3128c3bf5119e93.jpg

usw. nach oben über 2 Oktaven und dann nach unten
 

Rheinkultur

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Mit dieser anatomischen Widerwärtigkeit hatte ich auch lange zu kämpfen (resultierend aus absurder Überbeweglichkeit der Fingergelenke). Ätzend, fies, sehr störend! Das spezielle Problem überwindest Du mit einer verbesserten Technik (hier sind nicht die Finger, sondern die Unterarm- bzw. Handtechnik gefragt) und leider auch eine Zeit lang Bewusstsein. Im Laufe des ganzen Lebens hat sich der Finger die bequeme Kollabiererei angewöhnt, denn es stört, wie Du ganz richtig anmerkst, nur beim Klavierspiel, dort aber umso mehr. Hier muss man leider eine Zeit lang bewusst "abgewöhnen und überschreiben". Dauert ca. 1 Jahr, dann ist es Geschichte.
Ah. Das tut gut. Zu hören es geht anderen genauso. Und noch besser zu hören, wenn es dann behoben werden kann.
Was genau meinst du mit verbesserter Technik? Und "Bewusstsein"?
 
 

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