Pop-Songs und Filmmusik?

  • Ersteller des Themas pianoimprovisor
  • Erstellungsdatum
pianoimprovisor

pianoimprovisor

Dabei seit
31. Okt. 2020
Beiträge
6
Reaktionen
7
Hallo! Kommt es häufig vor, dass Schüler Euch fragen: Wie spielt man diesen Pop-Song? Wie spielt man diesen Soundtrack aus einer Netflix-Serie? Geht Ihr auf solche Wünsche ein?
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
21.935
Reaktionen
21.003
Darüber wird sich gerade hier ausgetauscht.
 
Demian

Demian

Dabei seit
23. Okt. 2019
Beiträge
1.642
Reaktionen
2.123
Wobei der Heumann-Faden noch einen anderen Schwerpunkt setzt.

Um auf die Frage einzugehen: Ja, das kommt vor, Popsongs spielen zu wollen ist auch völlig ok (Filmmusik aus den Heumann-Gründen meistens eher nicht).

Popmusik, vor allem klavierbasierte wie z.B. Piano-Balladen, unterrichte ich gerne, weil man auch an ihr musikalisches Klavierspiel lernen kann, z.B. Phrasierung, Artikulation, Klangbalance, rhythmischen Puls usw. Wichtig ist mir dabei aber je nach Stand des Schülers immer der eigenständige Umgang mit Akkordsymbolen, d.h. die selbständige Ausarbeitung eines Klavierarrangements (auch auf elementarer Basis möglich) bzw. der improvisatorische Umgang damit.
 
Demian

Demian

Dabei seit
23. Okt. 2019
Beiträge
1.642
Reaktionen
2.123
Übrigens sollte man sich als Schüler und als KL immer im klaren darüber sein, wo die Ziele liegen. Wenn das Ziel ist, in der gleichen Liga Klavier zu spielen wie etwas Alicia Keys, Billy Joel, Elton John oder Ray Charles, finde ich das sehr unterstützenswert, denn diese Musiker sind sehr gute Pianisten! Außerdem ist die von mir oben genannte Herangehensweise eine brauchbare Grundlage, falls jemand später in die Jazzpiano-Richtung gehen will.
 
Zuletzt bearbeitet:
pianoimprovisor

pianoimprovisor

Dabei seit
31. Okt. 2020
Beiträge
6
Reaktionen
7
Demian - danke! Das entspricht auch meiner Erfahrung. Es gibt viel Interesse von Klavierschülern an verschiedenen Genres - von Pop über New-Classics bis Jazz. Ich denke, dass erfahrene Klavier-LehrerInnen hier aufgrund ihres meist 'klassischen' Hintergrundes viel Qualität im Unterricht dieser Genres vermitteln können! Diese Genres sind ja als solche nicht minderwertig, im Gegenteil - das Problem ist manchmal eher die flache Unterrichts-Literatur wie hier m.E. zurecht diskutiert wird. Ich sehe hier zum Teil einen ungehobenen Schatz, der in Klavier-LehrerInnen schlummert: Die Vermittlung von Qualität in diesen Genres, z.B. wie Du sie benannt hast: Rhythmik, Phrasierung und insbesondere Grundlagen der Improvisation: Akkord-Funktionen und Harmonielehre, Melodiebildung, Struktur einer Impro, Genre-spezifische Aspekte etc.. Hier kann auch aktiv Interesse geweckt werden - so dass wir dann Jazz-Pianisten oder Musik-Produzenten ausbilden, die zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht wissen, dass sie es sind und eigentlich sein wollen :-)

Das ist zusätzlich m.E. ein nicht zu unterschätzender Motivations-Faktor - eines meiner Kinder ist genau deswegen wieder in das Klavier-Spielen eingestiegen, weil aktuelle Pop-Musik auf gutem Niveau vermittelt worden ist.
 
instrumentenfreak

instrumentenfreak

Dabei seit
4. Juli 2011
Beiträge
188
Reaktionen
108
Wenn es sich nicht grade um Anime-Soundtracks handelt, ist Filmmusik oft eher einfach gestaltet. Da geht es ja nicht um technisches Können, sondern um Gefälligkeit und schnelle Wiedererkennung. Bei Filmmusik und Popmusik kann man sehr gut Musikproduktion, Arrangement, Sounddesign und die Arbeit mit Leadsheets vermitteln. Dafür sind Arrangerkeyboards, oder besser ein Computer mit entsprechender Software + Midikeyboard gute Arbeitsmittel.

Oft wird solche Musik erst durch das Zusammenspiel mehrerer Klänge interessant. Wenn ich z.B. nur den Pianopart von Aerosmiths "I don't wanna miss a thing" anhöre, bekomme ich nach 2 Takten bereits Langeweile. Das kann man ausschmücken, aber so wie das Original klingts halt nur wenn viel Brimborium drum herum ist...
 
Henry

Henry

ehemals Alb/Styx
Dabei seit
19. Jan. 2016
Beiträge
10.189
Reaktionen
6.654
 

Top Bottom