Noten lesen/Vorauslesen

Für stoni braucht man nur einem KL, der mal richtig Dampf macht, dann setzt er sich schon auf den Hosenboden... :blöd:
Von wegen: nur nicht blamieren! Das hat schon manchem auf die Sprünge geholfen. :-D:teufel:
 
Spielst Du keine Stücke, in denen Akkorde in Grundstellung und Umkehrungen vorkommen?

Doch, habe ein paar gelernte Akkorde gefunden. Schön, sie waren da. Aber was konnte ich dann mit dieser Erkenntnis anfangen? Nix. :konfus:

Für stoni braucht man nur einem KL, der mal richtig Dampf macht, dann setzt er sich schon auf den Hosenboden... :blöd:

Ne, ne - Theorie bitteschön laaangsam, scheibchenweise & praxisbezogen...:-D
 

Neugier reicht, der Rest kommt mit der Zeit bei entsprechender Beschäftigung. :-)

Ich denke die Theoriedingsdas sind deswegen für mich ein Graus weil ich keine direkte Anwendung derzeit finde?!

Die Theorie schwebt ja nicht im luftleeren Raum.
Sing mal den Anfang von "Alle meine Entchen" => Bei "Entchen" bisse bei der Quinte angelangt, Du hast die ersten fünf Töne der Durtonleiter gesungen (71%). Bei "Schwim-men" hasse auch noch den sechten Ton der Tonleiter, fehlt nur noch die Septime.

Meines Erachtens wichtig ist: nicht nur ein Buch lesen, sondern nachspielen, Hören, ausprobieren, wo kommt das vor. Mit der Musik spielen. Letztendlich: Wie klingt das? Was ist das? Wer nutzt das in welchem Kontext? Was kann ich damit anfangen? Wie kann ich es gebrauchen? Wie kann ich es misbrauchen (hehe)?

Musiktheorie und Gehörbildung gehören zusammen.

Grüße
Häretiker
 
@mberghoefer

Deswegen schrieb ich ja "Neugier". :-)

Ich weiß etwas nicht. Die Motivation, diese Wissenslücke zu füllen, ist wesentlich größer, wenn ich das wissen will, als wenn ein anderer will, dass ich das wissen soll.

Aber:
"Der Mensch kann zwar tun, was er will. Er kann aber nicht wollen, was er will."
-- Schopenhauer

Grüße
Häretiker
 
Die Theorie schwebt ja nicht im luftleeren Raum.
Sing mal den Anfang von "Alle meine Entchen" => Bei "Entchen" bisse bei der Quinte angelangt, Du hast die ersten fünf Töne der Durtonleiter gesungen (71%). Bei "Schwim-men" hasse auch noch den sechten Ton der Tonleiter, fehlt nur noch die Septime
Und bei "-le" sind wir bei der Sekunde und bei "mei-" bei der Terz angelangt, usw...
Ich kann da @stoni99 schon verstehen, dass er nicht nachvollziehen kann, was ihm solche theoretischen Informationen in der Praxis bringen sollen.
 

Insgesamt 85,7%. Fehlt ja nur ein Ton (14,3%), kann man also auch im Kopp rechnen.

Bemerkung 1:
Die längste Periode eines Bruches mit einer Primzahl p im Nenner ist p-1. Die Zahl p = 7 hat also als Nenner die längste mögliche Periode: 0. 142857 142857 ...

Bemerkung 2:
Für die Brüche 2/7, 3/7 ... muss man nur das Muster verschieben:
2/7 = 0.285714 ...
3/7 = 0.428571 ...
...

Das war es heute zum Thema "Mathematik in der Unterstufe", wir kehren zurück zur Musik. :-)

Grüße
Häretiker
 

Und bei "-le" sind wir bei der Sekunde und bei "mei-" bei der Terz angelangt, usw...
Ich kann da @stoni99 schon verstehen, dass er nicht nachvollziehen kann, was ihm solche theoretischen Informationen in der Praxis bringen sollen.

Wieso!?

Du hast den zweiten Ton der Tonleiter. Wenn Du ihn kennst und wiedererkennst, weißt Du sofort, auf welcher Stufe "Kiss me" (Sixpence None The Richer) anfängt.

Merken, Ohren aufsperren, wiedererkennen, Muster finden, ausprobieren, verifizieren, ...

Dann (im zweiten Schritt) gibt man den Dingen Namen. Fast jeder Fußball kann "quarter finals" mit "Viertelfinale" identifizieren. Ist dasselbe quart wie in Quarte, der vierte Ton, Startton mitgezählt.

Wichtig ist, dass man Bezeichnungen mit Ereignsisen, Klängen verbindet. Wenn ich den Grundton habe: wie klingt die zweite Stufe? Und wenn die zusammen klingen, habe ich eine große Sekunde.

Ich sehe das Problem nicht. :-)

Frage I: In F-Fur, was ist der erste Ton von "Happy Birthday"?
Frage II: Ist das eine praktische oder theoretische Frage?
Frage III: Spielt die Antwort für Frage II eine Rolle, wenn ich es benutzen kann?
Frage IV: Transferleistung, wie fängt "Im Märzen der Bauer", "Die Gedanken sind frei", "Das Wanders ist des Müllers Lust" an?
Frage V: Habe ich was aus der Antwort von Frage IV gelernt?


Ist überhaupt eine gute Übung: einfache Lieder, die man mag, nach Gehör nachspielen, Melodei reicht ja erst einmal. Man merkt vielleicht irgendwann, dass es bessere Methoden gibt als "Versuch und Irrtum". Vielleicht.

Grüße
Häretiker
 
Musiktheorie und Gehörbildung gehören zusammen.
idealerweise noch:
plus Singen am besten auch im Chor
plus Schlagzeug
plus Violine wenigstens die Anfangsgründe

und muse
https://musescore.org/de
- Musikprogramm mit kombiniertem Keyboard, da kann man unzählige nützliche Dinge veranschaulichen/verhörlichen

nachdem ich mich mit dem ersten Cello von meiner Kleinen habe seinerzeit für ein paar Stündchen eingeschlossen und mich einigermaßen orientierend spielfähig machte, kann ich nur sagen, mit einem Streichinstrument sollte man seine Gehörübungen und auch betimmte Harmonieübungen in jedem Fall abrunden, das ist was ganz anderes, man sieht und merkt beim Greifen die Halbtöne usw. und wie man die Tonhöhe formen kann und die möglich spielbaren Intervalle sich entsprechend verändern...
 
dass Dinge wie nach Gehör nachspielen oder wie welche Intervalle im Zusammenhang klingen, zu erforschen, sinnvoll sind, stellt ja keiner in Frage.
Mir ging es ja nur um das konkrete Beispiel.
Vielleicht bin ich zu doof, aber ich vermag den konkreten Nutzen nicht zu erkennen, was es mir bringen sollte, bei den Entchen einen solchen mentalen Overhead zu generieren:
"Das Stück steht in Cdur, beginnt beim ersten Ton der Tonleiter, der zweite Ton ist das D, somit die große Sekunde zum C, dann folgt der dritte Ton, das E, die Terz zum Grundton und gleichzeitig eine Sekunde zum vorherigen D, dann folgt das F, was allerdings nur einen Halbtonschritt zum E bedeutet, wodurch es lediglich eine kleine Sekunde darstellt....
Gleichzeitig bildet das F eine reine Quarte zum C sowie einen kleine Terz zum D...
Usw, usw....."
Warum sollte ich aufgrund dieser Überlegungen die Entchen musikalischer spielen können, als wenn ich einfach so "frei von der Leber" loslegen würde?
 
mentalen Overhead ... "frei von der Leber"

Mentaler Overhead: Das meinte ich mit "Transferleistung".
Wenn Du das erkannt hast, erkennst Du es auch woanders.
Ich halte die ersten Töne von "Alle meine Entchen" allerdings durchaus für zumutbar. Das ist der Beginn einer Tonleiter. Findet man immer wieder. Hat man oft schon verinnerlicht, als implizites Wissen.

Trotzdem eiern die Leute hoffnungslos herum, wenn das Stück plötzlich in Fis-Dur ist. Obwohl es dieselbe Struktur ist.


"frei von der Leber": Das meinte ich mit "Versuch und Irrtum".
Wenn ich eine Oreintierung habe, wo die Töne sind, dann finde ich die leichter, als durch blosses Ausprobieren.

Wobei fürs Hören "C, D, E, F, G" nicht so wichtig ist, sondern wie die Tonhöhe ist im Vergleich zum Grundton. Wenn ich dann die Tonart weiß oder festlege, kann ich es aufschreiben.

Harmonien wären dann irgendwann der nächste Schritt.

Warum sollte ich aufgrund dieser Überlegungen die Entchen musikalischer spielen können,

Nö, aber vielleicht willst Du eine Sängerin begleiten und die hätte es gerne eine kleine Sexte höher in As, weil das ann besser in ihrer Tessitur liegt. Bei einer Sängerein, mit der ich mal gearbeitet habe, war es meistens eine Quarte höher.


Also, Kurzversion:
- Mir hilft es. Je mehr ich weiß, desto mehr entlastet es mich.
- Ich wollte immer wissen, wie Musik funktioniert.
- Ich habe viel nach Noten gespielt (klass. Klavierunterricht), aber auch viel nach Gehör (Eigeninteresse).
YMMV.

Grüße
Häretiker
 
i mit einem Streichinstrument sollte man seine Gehörübungen und auch betimmte Harmonieübungen in jedem Fall abrunden, das ist was ganz anderes, man sieht und merkt beim Greifen die Halbtöne usw. und wie man die Tonhöhe formen kann und die möglich spielbaren Intervalle sich entsprechend verändern...

… das geht auch mit einer Querflöte, nur dass es da z.B. um den Neigungswinkel des Mundstücks zu den Lippen u.Ä. geht.
 
Und bei "-le" sind wir bei der Sekunde und bei "mei-" bei der Terz angelangt, usw...
Ich kann da @stoni99 schon verstehen, dass er nicht nachvollziehen kann, was ihm solche theoretischen Informationen in der Praxis bringen sollen.

Endlich versteht mich jemand! :super:
Und ich dachte schon ich bin von einem anderen Stern hierher verschleppt worden...:puh::-D
 
Ich denke die Theoriedingsdas sind deswegen für mich ein Graus weil ich keine direkte Anwendung derzeit finde?!

Vermutlich. Denkbar auch, dass Du noch dermaßen mit Deinem Notenproblem beschäftigt bist, dass Deine gedankliche Kapazität damit erschöpft ist.

Spätestens ab dem Zeitpunkt, wo Du etwas anderes spielst als eine simple Melodie mit simpler monochromer ;-) Begleitung, wirst Du ja irre, wenn Du jedesmal den Note für Note den Text entziffern musst*. Da wirst Du schnell merken, dass man sich das Leben erheblich einfacher machen kann mit einigen wesentlichen Basics der "Theorie" (in Anführungszeichen deshalb, weil es eigentlich keine "Theorie" ist, sondern die sehr praxisrelevante Analyse dessen, was man da eigentlich tut bzw. tun will).

* So stelle ich mir übrigens (laienhaft) das Spiel von atonaler Musik vor.
 

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