schlecht in Noten lesen

満月子

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Ich kenne zwar natürlich die Noten und brauche auch höchstens eine Sekunde um sie zu erkennen, aber beim spielen läuft es einfach nicht flüssig. Ich habe vor 2 Wochen mein erstes Stück mit Noten angefangen, den Walzer in A Moll von chopin. Hätte ich es mit den Noten einfach auswendig gelernt hätte ich ihn nach weniger als einer Woche spielen können, aber ich habe versucht mich darauf zu konzentrieren nur auf das Blatt zu schauen und zu versuchen die Noten zu lesen während ich spiele. Nur ist das Problem, dass ich einfach angefangen habe aus dem Gedächtnis zu spielen da ich einfach nicht gut genug bin im „Blattlesen“ , um so ein Stück zu spielen während ich die Noten lese. Außerdem haben mir die (langsamen) Sprünge der linken Hand Probleme bereitet, wenn ich versucht habe meinen Blick nur auf die Noten zu fokussieren. Auf YouTube habe ich einige Kommentare gelesen, dass der Walz in a Moll ein gutes Stück zum vom Blatt lesen ist, was mich dazu bringt mich zu fragen ob ich einfach wirklich schlecht bin oder ob es normal ist am Anfang Schwierigkeiten mit so etwas zu haben. Ich meine vergleichsweise ist der Walz in a Moll ja ein leichtes Stück, deswegen wollte ich fragen ob es eurer Meinung nach für den Anfang Nicht schlimm ist diese Probleme zu haben, oder ob man das normalerweise kann und ich wirklich viel mehr üben sollte..
Danke im Vorraus!
 
Ich habe es wortwörtlich vor einigen Tagen in einem anderen Faden schon gesagt, beim Blattspielen zählt die Masse, Quantität vor Qualität.
In die nächste Bibliothek gehen und jede Woche eine Klavierschule holen und von vorne bis hinten durchspielen. Nichts üben, aber selbst von den allereinfachsten Stücken nichts auslassen.
Fürs richtige Üben hat man ja seine Stücke.
Durchspielen und weglegen. NÄCHSTE KLAVIERSCHULE! Das ein halbes Jahr, dann sehen wir Ergebnisse.
 
Danke dir, also Um besser zu werden ist der Rat Vorallem diesmal wirklich üben üben üben? Reicht es wenn ich 30 min pro Trag das blattspiel übe, da Ich gerne weiterhin Stücke lernen würde
 
Wie lange hast du in der Schule gebraucht bis du lesen konntest? Und gefähr so ist das auch mit Noten.
 
Ich habe erst vor ein paar Monaten das erste mal Klavier gespielt, da ich nur aus Spaß mal etwas auf dem Keyboard spielen wollte. Habe dann den türkischen March mit synthesia gelernt (ich weiß, dass das das Schlechteste ist was man am Anfang machen kann, aber ich hatte eigentlich nicht vor wirklich Klavier zu spielen da ich schon Gitarre spiele). Habe dann aber angefangen Noten und etwas Musiktheorie zu lernen und Fingerübungen gemacht, Tonleitern gelernt etc. bis ich dann vor 2 Wochen den Walzer in a Moll angefangen habe
 
Durchspielen und weglegen. NÄCHSTE KLAVIERSCHULE! Das ein halbes Jahr, dann sehen wir Ergebnisse.

Mache ich nicht so. Sehen wir uns beispielhaft die untere Passage an. Eigentlich sehr blattspielfreundlich. Wir haben eine leicht durchschaubare Stimmführung, eine soziale Tonart und einen simplen Marschrhythmus. Nur haben wir leider keine Zeit, die Noten zu lesen oder die richtigen Tasten zu suchen.
Was muss ich können, wenn ich das vom Blatt spielen will? Die Akkorde. Wenn ich sie - aus anderen Stücken - im Gedächtnis gespeichert habe, kann ich sie automatisiert abrufen und einfach herunter klimpern. Für mich läuft Blattspiel über auswendig lernen.
 

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@J. S. Schwach
Richtig, es sind kleine Patterns, Bausteine, die abrufbar werden. Die lernt man ohnehin. Das Entscheidende beim Blattspiel ist aber das Abrufen, und das erfordert Reaktionsschnelle, die man nur wie beschrieben erreichen kann.
 
Geduld...

Als Anfänger ist alles neu. Da ist der Versuch, mit den Augen in den Noten zu bleiben und die Finger blind die passenden Tasten finden zu lassen zum Scheitern verurteilt, ebenso wie der Versuch, ein Stück vom Blatt zu spielen. Das dauert lange - nicht Wochen, nicht Monate, eher Jahre.

Und solange der Kennerblick nicht die Noten im Zieltempo erfasst, solange wird man ein Stück auch deutlich schneller auswendig können, als man es wirklich spielen kann. Zumal gerade der Walzer wirklich simpel aufgebaut ist und daher schnell im Gedächtnis bleibt.

Aber dazu übt man ja. Es besteht doch gerade als Anfänger überhaupt keine Notwendigkeit, Stücke direkt vom Blatt spielen zu können oder alle Tasten blind zu treffen. Lass Dir Zeit mit den Stücken, viel wichtiger ist, dass sie auch nach etwas klingen. Und da ist der Chopin Walzer für Anfänger auch garantiert tausendmal besser geeignet als der Türkische Marsch.
 

Ich halte oktavierte Sprünge für weitaus einfacher als sowas hier. Du hast nicht mal einen Lagewechsel, aber du musst Fingersätze improvisieren und wenn du die Stimmen nicht erschließen kannst, musst du jede einzelne Note wirklich lesen.

Aber ich finde es immer witzig, wenn jemand nach 1/2 Jahr Unterricht klagt, dass er das nicht auf die Reihe nicht. Natürlich nicht!
 

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