Neukauf Piano: bitte um Rat

Father
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Bei einem Budget von 3000,- Euro wird das aber schwierig. Die aktuellen Modelle von Kawai (z.B. K200, K300, K500) sind erheblich teurer. Bei Yamaha gäbe es die B2 und B3. Die halte ich für die schlechtere Wahl und würde sie gegenüber den Kawais nicht kaufen. Die Soundmodule sind die gleichen, wie in den digitalen CA-Modellen (Kawai). Somit natürlich nicht schlechter. Zudem gibt es bei Kawai noch die Aures-Modelle, ab K300. Hier hat man ein akustisches Klavier mit der Stummschaltung kombiniert. Zudem beinhaltet es noch ein Soundsystem über den Resonanzboden. Das heisst, dass du auch „laut“ leise hören kannst, wie beim Digi eben auch. Die Tastaturen sind natürlich was anderes als die GF-Tastaturen der CA-Modelle. Ein akustisches Klavier hat zudem ein erheblich grösseres Klangspektrum. Aber Steigerungen gibt es natürlich immer.

Wir haben neben dem akustischen mit Stummschaltung auch ein CA-78. Das ist ein sehr schönes Digitalpiano. Wenn du ein Digitalpiano kaufen möchtest, dann machst du mit den neuen CA-79 und CA-99 sicher nichts falsch. Auch in diesem Bereich haben wir Kawai den Yamahas immer vorgezogen...
 
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Poldi91
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Ich glaube ich würde bis 4000 € ausgeben, wenn es wirklich DAS Piano ist und ich schwer verliebt bin. So wäre dann so gerade das K 200 (naja gut, nennt man dann E 200) drin:007: Also im Bereich der rein akustischen. Aber dann ist wirklich Ende, mehr bekomme ich bei Männe nicht durch.

Ach ja...nicht einfach...rein optisch wäre ich jetzt beim CA99 und nicht beim CA 79, einfach weil es mehr nach Klavier als Digi aussieht. Aber das 99 habe ich noch nicht angespielt. Wobei ich jetzt mal davon ausgehe, dass es mir besser gefällt.
 
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Kawai Anytime, also die mit der Silentfunktion, gehen bei ihm bei 6000 € los. Das ist dann doch deutlich mehr, als ich ausgeben möchte. Zumindest aktuell.
Der Einstieg in die hybride Technologie beginnt bei ca. 4.400 € mit dem Yamaha NU1X. Das ist ein komplettes aufrechtes Silent-Klavier, wo auf die akustische Klangerzeugung verzichtet wurde. Das gleiche mit Akustik-Anlage beginnt bei ca. 5.200 € oder für 5.500 € und das sind keine Discount-Preise, sondern Liste vom Eigentümer des Forums. Da ist mit Verhandlungsgeschick auch noch viel Luft nach unten.

Ein Hybrid ist natürlich etwas komplett anderes als ein CA99, was im Prinzip ein verbessertes MP11 SE in einem größeren Gehäuse mit Lautsprechern ist. Vergleiche einfach mal ein Auto mit einer Motorrikscha, die ja letztlich nur ein aufgebretzeltes Moped ist.

Zu meinem Mann habe ich gestern gesagt, dass mein neues Klavier das letzte ist, welches ich dann vor meinem Flügel kaufen möchte, daher muss die Entscheidung gut überlegt werden:chr01::021: Er hat etwas komisch geguckt:005:
:lol:
 
Felix
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Hallo,

ich möchte von der Kawai CA Reihe abraten.
Vor einem dreiviertel Jahr las ich reihenweise Tests, spielte anschließend ein CA-78 im Laden probe und war überzeugt. Die Klaviatur ist angenehm, nicht wie ein akustisches Klavier, aber durchaus brauchbar im Vergleich zu meinen älteren Synthesizern mit "Hammermechanik". Ich war zudem Kawai-Fan, weil ich einen GS-50 von denen hier stehen habe, der sehr gefällt. Da konnte ja nichts schiefgehen, ich überlegte nicht mehr lange rum und kaufte das Ding.
Im ruhigen Wohnzimmer zu Hause fiel mir sofort das Dröhnen auf. Irgendetwas an der Klangabstimmung paßte nicht. Da war ich noch guten Mutes, verbrachte ein paar Tage und Nächte mit den elektronischen Möglichkeiten, schob das Klavier im Raum umher, um Moden auszuschließen, aber das Dröhnen blieb. Interessant: Auch ohne Effekte, ohne Klangregulierung, sogar bei ausgeschalteter "Touch Kurve", also abgeschalteter Anschlagsdynamik, wenn jeder Anschlag wirklich gleich laut sein sollte, dröhnte deren Hälfte. Über Kopfhörer bestand das Problem nicht. Ganz klar, ein Defekt. Ich ließ das Klavier tauschen.
Der Ersatz zeigte das gleiche Problem. Hier ist ein Video von damals: klick (Anschlagsdynamik aus)

Ich denke heute, daß es sich um ein Softwareproblem handelt. Etwas dieser komplizierten Algorithmik überlagert sich, wird falsch berechnet, und über die Lautsprecher kommt es zum Dröhnen. Warum das über die Kopfhörer nicht so ist, bleibt die Frage. Ich nehme an, daß die Ausgänge elektronisch getrennt behandelt werden, kenne mich da aber nicht aus.
Ich bin zumindest froh, daß ich vom Kauf zurücktreten konnte und der Händler das Instrument anstandslos zurücknahm. Der Kawai Support konnte mir nicht helfen.

Das Dröhnen war ein Ausschlußkriterium. Davon abgesehen, gab es noch kleinere Dinge, die uns nicht gefielen:
- Die Abmischung ist generell sehr baßlastig. Man hat ein kleines Kästchen mit Tasten da stehen, und es kommen Töne gewaltiger Flügel heraus, alles wackelt, auch bei stark reduziertem Baß im (spartanischen) EQ. Es stehen viele verschiedene Klänge / Instrumente zur Auswahl, die aber allesamt recht "effektreich" herübergebracht werden. Das wirkt über die Lautsprecher absolut nicht authentisch. Anders sieht es über Kopfhörer aus. Dort und auch bei einer Tonabnahme über Kabel kann man sich besser auf die Illusion einlassen, was ja z.B. auf youtube bei den diversen Digi-Spielern zu beobachten ist.
- Die Steuerung über das Display ist umständlich. Es sieht toll aus, sich durch die Menüs zu hangeln, kostet aber Zeit, alles ist bunt und hübsch, die Funktionalität aber doch recht eingeschränkt.
- Beim ersten CA-78 gab es bei jeder Betätigung des Touchscreens ein leises Rauschen und Knistern über die Lautsprecher, irgendwo streute ein Fehlerstrom ein (Vor dem Tausch hatte ich gehofft, das sei auch die Ursache für das Dröhnen). Im Kontakt mit Kawai erhielt ich die Information, es handele sich "um Einkopplungen des Display-Datenbusses in die Analogleitungen der Lautsprecher-Endstufen. Beide Leitungen liegen im gleichen Kabelstrang und vermutlich in Ihrem Instrument weitestgehend parallel." Ein gewisse Streuung hinsichtlich der Verarbeitungsqualität scheint also möglich.

Wir kauften dann ein Yamaha B3 mit SC2 Silent und sind vollauf zufrieden. Vollständiges akustisches Klavier, echter Anschlag, echter Klang, keine Spielerei. Das Silent klingt zwar auch wieder stark nach 4m-Flügel, aber mindestens genau so gut wie die Kopfhörerausgabe vom CA-78.

Um nur über Kopfhörer zu spielen, gibt es sicher billigere und umfangreichere Instrumente als die CA-Reihe. Um über die eingebauten Lautsprecher zu spielen, ist sie meiner Meinung nach ungeeignet. Frage an die anderen CA-Besitzer hier: ist euch dieses Dröhnen auch aufgefallen?
 
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Poldi91
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Oh Leute, es ist passiert. Ich bin schwer verliebt :030: Es ist schwarz Hochglanz und hört auf den Namen Kawai CA 78....

Aber nun mal von vorne. Das CA 79 habe ich ja letzte Woche angespielt und gefiel mit richtig gut. Heute war ich noch mal los, weil ich das CA 79 im direkten Vergleich mit dem CA 99 ausprobieren wollte.
Da das CA 48 dort auch stand, bin ich dort gestartet. Wäre ja toll, wenn ich den Geldbeutel etwas schonen könnte. Gespielt...joa...Gefühl gut, Klang...so lala...ob sich dafür ein Neukauf lohnt? Also weiter zum CA 79. Gespielt...ja, klingt toll, spielt sich toll...also weiter zum CA 99...Moment mal, was steht denn da für ein Model? Es ist schwarz und Hochglanz. Verkäufer sagte, ja das letzte CA78. Ist der Vorgänger vom CA 79. Also gut, dachte ich mir, einmal ran da, wo ich schon hier bin. Die ersten Töne angespielt...ooooohhhh...Moment, nochmal von vorne...es spielt sich anders, Klaviatur ist straffer als beim.CA79. Fühlt sich klasse an....und es klingt soooo toll:026: Ein breites Grinsen in meinem Gesicht :007:
Ok, aber da war ja noch was...richtig, das CA99. DAS Highlight von Kawai in Sachen E Piano. Also ran da. Erste Töne angespielt....möp...was bitte ist das? Noch mal von vorne...möp...gleicher Klang wie eben...ich breche ab. Überhaupt nicht meins...:018::022:
Also wieder zum CA78...:030::026: oh wie schön.
Ok, aber noch mal das CA79 ausprobieren, ist ja auch klasse... also los geht's...hmmmmm, irgendwie klingt es nicht mehr so schön. Zurück zum CA78...oh wie schööööön das klingt...und das Spielgefühl...:011::030::026: Ich bin verliebt...

Es würde 3000 € in Hochglanz Schwarz kosten. Lieferung frei Haus...

Nun muss ich später mal mit Männe sprechen...ist ja leider schwierig, überhaupt nich an ein CA78 ran zu kommen. Und dann noch in schwarz Hochglanz...hach...:007:

Einzig der Beitrag von datenvegetarier lässt mich gerade noch etwas zweifeln...
 
Felix
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Hallo Poldi,

dieses "Treffer"-Gefühl ist etwas Tolles und ich wollte dir das auf keinen Fall verderben. Es könnte ja sein, daß ich zwei Montagsmodelle erwischt habe, auch wenn ich das für nicht sehr wahrscheinlich halte.

Um die letzten Bedenken aus dem Weg zu räumen, kannst du vor dem Kauf wie in meinem kurzen Video zu sehen die entsprechende C-Oktave wiederholt gleichmäßig (zur Not Anschlagsdynamik deaktivieren) anschlagen und hören, was über die Lautsprecher rauskommt. Sind die Anschläge in der Hälfte der Fälle ohne Zutun doppelt so laut: Schnelltest positiv.

Grüße und gutes Gelingen,
Felix
 
DonMias
DonMias
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Dass die drei Instumente tatsächlich so unterschiedlich klingen, kann auch an den Einstellungen oder dem Standort im Laden liegen. Zumindest wundert es mich, dass Du bei drei Kawais so unterschiedliche Klänge hörst. Also am besten zumindest alle drei einmal auf Werkseinstellung zurücksetzen (lassen) und dann noch mal testen. Auch über Kopfhörer. Und zwar über einen guten. Und alle drei mit dem selben.

Zuhause klingen die Instrumente dann über Lautsprecher sowieso noch mal anders.
 
Felix
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Über Kopfhörer klang das CA78 phantastisch. Die Lautsprecher waren wie gesagt dass Problem, und dabei handelte es sich nicht um externe Faktoren.
 
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Poldi91
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Hallo Poldi,

dieses "Treffer"-Gefühl ist etwas Tolles und ich wollte dir das auf keinen Fall verderben. Es könnte ja sein, daß ich zwei Montagsmodelle erwischt habe, auch wenn ich das für nicht sehr wahrscheinlich halte.

Um die letzten Bedenken aus dem Weg zu räumen, kannst du vor dem Kauf wie in meinem kurzen Video zu sehen die entsprechende C-Oktave wiederholt gleichmäßig (zur Not Anschlagsdynamik deaktivieren) anschlagen und hören, was über die Lautsprecher rauskommt. Sind die Anschläge in der Hälfte der Fälle ohne Zutun doppelt so laut: Schnelltest positiv.

Grüße und gutes Gelingen,
Felix

Das probiere ich noch mal aus, danke!
 
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Dass die drei Instumente tatsächlich so unterschiedlich klingen, kann auch an den Einstellungen oder dem Standort im Laden liegen. Zumindest wundert es mich, dass Du bei drei Kawais so unterschiedliche Klänge hörst. Also am besten zumindest alle drei einmal auf Werkseinstellung zurücksetzen (lassen) und dann noch mal testen. Auch über Kopfhörer. Und zwar über einen guten. Und alle drei mit dem selben.

Zuhause klingen die Instrumente dann über Lautsprecher sowieso noch mal anders.

Die waren alle drei lt. Verkäufer auf Standarteinstellung. Aber das kann ich ja noch mal ausprobieren.
CA79 und CA 99 waren vom Klang her sehr ähnlich. Aber halt nicht so schön wie das CA78. Und die Tastatur beim CA78 ist eine andere.

Ich nehme nächstes Mal meinen Kopfhörer mit, hab nen guten hier.
 

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Ach je...jetzt ist die Verwirrung perfekt...

Heute war ich noch mal ein einem großen Musikhaus. Dort konnte ich auch Roland anspielen. Aber die waren gleich raus, gefielen mit vom Klang her nicht so gut, Optik auch gar nicht. Spielgefühl war gut.

Nun habe ich dort auch mal länger die Yamaha ausprobiert und habe nun einen zweiten Favoriten, Liebe auf den 2. Blick sozusagen. Nämlich das CLP 645. Gefiel mir vom Klang total gut, Spielgefühl war auch toll. Es ist zwar straffer, aber immer noch wesentlich leichter als das CLP 675. Das habe ich auch mehrmals getestet, aber ich komme damit einfach nicht zurecht...

Leider ist es so, dass ich nun meine beiden Favoriten, Kawai CA78 und Yamaha CLP 645, nicht in einem Geschäft testen kann. Dort wo das CLP 645 steht ist leider nur bis CA 58 aufgebaut. Und da würde ich ganz klar das CLP 645 von beiden bevorzugen.
Dort wo das CA78 steht, kann ich bloß mit nem CA 79 vergleichen. Kein Yamaha vorhanden.

Ich weiß zwar, das rein von den Daten her das CA 78 das bessere, und ja auch teurere Piano ist, meine aber gar keinen sooo großen Unterschied für mich zu finden. Zwischen den Beiden liegen 500 €.
Tja...und nu?! Ich würde sie so gerne beide mal direkt nacheinander testen...aber das wird wohl nichts.
Ich fahre 40 Minuten in die eine Richtung und 40 Minuten in die andere Richtung...

Das CA 79 ist raus...ist mir zu leicht von der Tastatur her und auch der Klang ist nicht so schön wie beim CA78 oder CLP 645.
 
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@Poldi91 Hast du auch mal mit Kopfhörern getestet? Da hat Yamaha für mich eindeutig den besseren Klang. Das liegt an der separaten Aufnahme des CFX-Flügels mit Kunstkopfmikrofon nur für den Kopfhörerbetrieb statt der Zweckentfremdung der Lautsprechersamples.

Das Kawai CA78 weist übrigens eine ganze Reihe Kinderkrankheiten auf, die beim Nachfolger CA79 behoben sind. Das betrifft vor allem die damals noch völlig neue Touchscreen-Software. Ich würde den Ladenhüter deshalb keinesfalls kaufen.
 
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Poldi91
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@Poldi91 Hast du auch mal mit Kopfhörern getestet? Da hat Yamaha für mich eindeutig den besseren Klang. Das liegt an der separaten Aufnahme des CFX-Flügels mit Kunstkopfmikrofon nur für den Kopfhörerbetrieb statt der Zweckentfremdung der Lautsprechersamples.

Das Kawai CA78 weist übrigens eine ganze Reihe Kinderkrankheiten auf, die beim Nachfolger CA79 behoben sind. Das betrifft vor allem die damals noch völlig neue Touchscreen-Software. Ich würde den Ladenhüter deshalb keinesfalls kaufen.

Kopfhörer hatte ich mit, das stimmt, da klingt Yamaha viel klarer. Gefiel mir.

Ah ok... Kinderkrankheiten beim CA 78. Davon habe ich noch nicht viel gelesen, außer das, was mit hier jemand schrieb.

Dann wäre es wohl besser, das Yamaha zu nehmen...
 
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klaros
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Ich würde beim Kauf eines E-Pianos immer den Anschlag mit einem guten Markenklavier vergleichen. Das ist bei einem Händler leicht möglich. Der Klang ist durchaus ein Gesichtspunkt, oder (Gehörpunkt). Was hilft das aber, wenn ich z. B. dann auf einem akustischen Piano, sei es Flügel oder Klavier, die Dynamik nicht in den Griff bekomme, weil ich feststellen muss, dass im Bass der Tastendruck zu schwer ist und die Töne schwach oder gar nicht angeschlagen werden?
 
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Ich würde beim Kauf eines E-Pianos immer den Anschlag mit einem guten Markenklavier vergleichen. Das ist bei einem Händler leicht möglich. Der Klang ist durchaus ein Gesichtspunkt, oder (Gehörpunkt). Was hilft das aber, wenn ich z. B. dann auf einem akustischen Piano, sei es Flügel oder Klavier, die Dynamik nicht in den Griff bekomme, weil ich feststellen muss, dass im Bass der Tastendruck zu schwer ist und die Töne schwach oder gar nicht angeschlagen werden?

Das ist gar nicht so leicht umzusetzen...zumindest hier in der Region nicht. Dort wo ich bislang war, gibt es entweder ausschließlich E Pianos. Ein Laden hatte 3 Flügel und zwei Pianos zu den EPianos stehen.

Mein Unterricht den ich wöchentlich habe, habe ich auf einem akustischen Piano. Aber ob das gut ist oder nicht, vermutlich eher nicht, kann ich so gar nicht beurteilen.

Aber so vom Empfinden würde ich sagen, ohne die natürlich jetzt alle im direkten Vergleich gespielte zu haben, ist der Anschlag vom CLP 645 und CA 78 ähnlich dem akustischen, auf dem ich Unterricht habe. CA 79 ist deutlich leichter. Wobei die CA79 Tastatur ja bis über den Klee gelobt wird, weil so Flügelähnlich. Aber nützt mir das was, wenn ich wohl eher nicht auf einem Flügel spielen werde:022:Ich bin ziemlich überfragt....

Wobei es ja so ist, dass man ja nun mal hauptsächlich auf seinem eigenen spielt. Und da wäre es doch am besten, dass man dort gut klar kommt, oder nicht? Also jetzt mal in meinem Fall, wenn keine Pianistenkarriere angestrebt wird, sondern man Späteinsteiger ist.

Was mir aber auffällt bei meinem Kawai ES110: ich kann den Bass schlecht in der Lautstärke steuern. Die Tasten sind ja alle irgendwie gleich leicht. Naja gut, nicht ganz...aber sehr ähnlich. Da kommen mir die Basstöne oft zu laut. Hab ich bei dem akustischen jetzt weniger Probleme. Auch beim Probe spielen der ganzen Epianos ist mir das weniger aufgefallen.


Und beim Anschlag zwischen CLP 675 und CA 79 liegen Welten...extrem hart und extrem weich. Mir war es nicht möglich auf dem CLP 675 ein paar ordentliche Takte zu spielen. Und ich saß jetzt im Zuge meiner "Testreihe" das dritte Mal an dem CLP 675.
Das CLP 645 ist irgendwo zwischen den Beiden.
 
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Barratt
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Hallo Poldi,

vorab: Richtig "raten" kann ich Dir wie alle anderen gar nichts, ich kenne noch nicht einmal die in Frage stehenden Geräte. Am Ende musst sowieso Du selbst entscheiden.

Nur einige Gedankenanstöße:

  • Die von Dir getesteten Geräte gehören alle nicht der Einsteigerklasse an, sondern der gehobenen Mittelklasse. Da darf man pingelig sein!
  • Zum Klang: An den gewöhnst Du Dich ganz schnell. Der Klang ist bei keinem dieser Markengeräte "schlecht". Zur Not hängst Du ein anderes Sample dran.
  • Ich würde daher besonderes Augenmerk auf die Haptik bzw. die Spieleigenschaften legen. Z. B.: Passt Dir der Winkel, in dem die Pedale angebracht sind. Kommt Deine Anatomie verspannungs- und ermüdungsfrei mit der Bauart klar. Unterschätz diese Faktoren nicht!
  • Die Tastatur sollte ohne Wenn und Aber so gut wie möglich eine Flügeltastatur imitieren. Völlig egal, ob Du je auf einem echten Flügel wirst spielen können. Wenn Du schon recht viel Geld für ein Elektrogerät ausgibst, sollten nicht ausgerechnet an der Tastatur Abstriche gemacht werden.
  • Hinsichtlich der "Festigkeit" des Anschlags sollte bei Unsicherheit die "festere" Variante bevorzugt werden. Als Einsteiger neigt man natürlich zu den Handschmeichlern. Ich habe jedoch den Eindruck, dass gerade in den ersten Jahren die etwas festeren Klaviaturen dem korrekten und präzisen Anschlag förderlich sind.
Viel Spaß bei der Entscheidung!
 
P
Poldi91
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Lieben Dank noch mal für eure Tipps. Ich war vorhin nochmal 2 Stunden im örtlichen Musikhaus und habe mich noch mal richtig beraten lassen und ausgiebig gespielt:026: Nen Kaffee wurde mir irgendwann auch angeboten :007:

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt:005: Es ist das Kawai CA 79 geworden und wird nun nächste Woche geliefert. Ich habe jetzt bei dem Preis von eh schon über 3000 € allerdings auf den schwarzen Klavierlack verzichtet und die Standartfarbe in matt schwarz gewählt.

Der nette Herr dort hat mir noch mal ausgiebig alles erklärt, mir die verschiedenen Tastaturen erklärt, ich sollte selber alles noch mal ganz genau, jetzt ja auch mit dem neuen Hintergrundwissen, austesten. Auch am Kawai Flügel habe ich dann noch mal ausprobiert, wie es sich in echt anfühlt etc.

Beim CA 79 ist es so, dass man ganz deutlich diesen Druckpunkt spürt, wenn die Mechanik ins Spiel kommt und die Hämmerchen angehoben werden. Auch die Töne der einzelnen Tasten, je nach Anschlagstärke und Geschwindigkeit, sind wirklich enorm. Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine, mir fehlen die Fachbegriffe:004:

Gestern der Vergleich zwischen CLP 645 und CA58 fiel zu Gunsten des CLP 645 aus. CA 79 war gestern nicht zum testen vorhanden.
Heute hatte ich dann das CLP 646 und CA 79 zum direkten Vergleich. Und da ist dann das CA 79 doch deutlich "besser". Auch mit Kopfhörern ist der Klang beim CA 79 deutlich klarer. Ist natürlich auch eine andere Preisklasse. Das CA 78 hatte er jetzt nicht da, das gefiel mir im direkten Vergleich zwischen CA 78 und CA 79 ja eigentlich besser. Aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass ich nicht enttäuscht sein werden, wenn mein CA 79 kommt. Das spiele ich ja auch nie im direkten Vergleich mit dem CA 78:005: Und man kann ja beim CA 79 wirklich noch tausende von Einstellungen vornehmen.

Ich freue mich jetzt total und hoffe, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe:026::030::011:
 
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Viel Spaß mit Deinem neuen Instrument!
 
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Alles Gute und Spaß beim Spielen und genießen.
 
 

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