Neue Asia-Instrumente

Bassplayer
Bassplayer
Dabei seit
14. Nov. 2011
Beiträge
1.898
Reaktionen
829
Ich habe neulich die in Asien gefertigte Instrumente von Feurich entdeckt. Insbesondere finde ich die Flügel sehr schön:

Suchergebnis - Klavier, Klaviere, Flügel und Klavierzubehör kaufen und verkaufen auf der Pianova-Community[Label]=43&Search[country]=DE&ID=105717&st=7&Page=1&ps=20
= Feurich 178 Professional II für 11.700 Euro (abzgl. Hausrabatt)

Ich konnte noch keinen Anspielen, weil ein Händler in der Nähe gerade einen verkauft hat und erst im April wieder einen reinkriegt.

Wenn mir neben der für meinen Geschmack gelungenen Optik dazu noch Ton und Spielart gefallen, sollte man dann zuschlagen, oder sprechen Gründe dafür, das Geld besser in ein gebrauchtes Instrument dieser Preisklasse zu investieren?

Vorstellen könnte ich mir da, das etwa Aspekte wie Haltbarkeit, Stimmbarkeit/haltung oder Wertstabilität von Bedeutung sein könnten. Was meint Ihr?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
K
Klavierbaumeister
Dabei seit
1. Jan. 2008
Beiträge
1.328
Reaktionen
189
Die wurden bis vor kurzem noch unter dem Namen "Wendl&Lung" vertrieben, unter diesen Namen findest Du einige Infos.

Als Asien-Flügel für das Geld wirklich gut, mit Feurich habe die nur den Namen gemein.
 
N
Ninja70
Dabei seit
23. Jan. 2012
Beiträge
75
Reaktionen
0
Ich greif jetzt mal den Strang wieder auf.
Bei meiner Suche nach einem Klavier um die 5000 Euro hat mir ein Klavierbauer neben alten Instrumenten (also um 1930, da hat er gemeint, sei es kaum möglich, welche zu finden, die keine Risse im Resonanzboden hätten) auch ein neues Feurich ans Herz gelegt. Das sei zwar aus China, aber in seinen Augen gute Qualität, sehr gute Stimmhaltung und man bekommt viel fürs Geld. Akut ging es um ein Feurich 133 für 6500 Euro. Was meint ihr dazu? Ich hab es noch nicht angespielt, da es eine Autostunde weg ist. Lohnt es sich, das überhaupt mal anzuschauen?
 
Tarchen
Tarchen
Dabei seit
3. Juni 2012
Beiträge
193
Reaktionen
163
Mein Berufspraktikum hab ich bei einem Feurich-Händler gemacht, eine Situation hat sich mir sehr eingeprägt:
Ich spielte ein weißes 122 oder so an, und schon nach wenigen Tönen, hab ich geguckt, ob der Dämpfer getreten ist. Der KBM meinte nur: "Nein, das klingt wirklich so." Von den Klavieren würde ich also wirklich abraten! Auch das 115er Modell beeindruckte durch erbärmlichen Klang und trauriges Anschlagsgefühl. Die Flügel habe ich noch nicht angespielt, ein alter Feurich (um 1980) ist aber definitiv mein Wunschinstrument. Der hat einen wunderbar brillanten Klang, ein angenehmes Spielgefühl, und obwohl er seit 30 Jahren rumsteht, ist er in hervorragendem Zustand, für mein Laienauge wirkt er eigentlich "fabrikneu" :D wenn dir die neuen Flügel gefallen, viel Spaß damit, aber die Klaviere sind... schauderhaft. Natürlich nur nach meinem Empfinden :) bei einem Preis unter 5000€ als Neuinstrument sind sie vielleicht für Einsteiger mit unfreundlichen Nachbarn eine gute Wahl...
 
N
Ninja70
Dabei seit
23. Jan. 2012
Beiträge
75
Reaktionen
0
Ok, hab ich mir schon gedacht. Hm, das Telefonat hörte sich so fachunkundig nicht an.....
Es kostet übrigens 6500 und nicht unter 5000 Euro.
 
Destenay
Destenay
Dabei seit
10. Dez. 2010
Beiträge
9.212
Reaktionen
6.498
Ich habe neulich die in Asien gefertigte Instrumente von Feurich entdeckt. Insbesondere finde ich die Flügel sehr schön:

Suchergebnis - Klavier, Klaviere, Flügel und Klavierzubehör kaufen und verkaufen auf der Pianova-Community[Label]=43&Search[country]=DE&ID=105717&st=7&Page=1&ps=20
= Feurich 178 Professional II für 11.700 Euro (abzgl. Hausrabatt)

Ich konnte noch keinen Anspielen, weil ein Händler in der Nähe gerade einen verkauft hat und erst im April wieder einen reinkriegt.

Wenn mir neben der für meinen Geschmack gelungenen Optik dazu noch Ton und Spielart gefallen, sollte man dann zuschlagen, oder sprechen Gründe dafür, das Geld besser in ein gebrauchtes Instrument dieser Preisklasse zu investieren?

Vorstellen könnte ich mir da, das etwa Aspekte wie Haltbarkeit, Stimmbarkeit/haltung oder Wertstabilität von Bedeutung sein könnten. Was meint Ihr?

Nicht reinstürzen, für dieses Geld kannst du dir einen sehr guten gebraucht Flügel kaufen. Etwas Zeit nehmen ist wichtig

Cordialement
Destenay
 
Tarchen
Tarchen
Dabei seit
3. Juni 2012
Beiträge
193
Reaktionen
163
Ja, das hab ich gelesen, die, die ich angespielt hab, waren rund um 4300€, das war ja mein Argument. Wenn man sie schon nachgeschmissen bekommt, dann kanns ja nicht so schlimm sein. Für 6500€ würde ich aber eher ein Kawai nehmen, die genauen Preise hab ich nicht im Kopf und die Liste liegt auf Annemarie bei meinen Eltern, aber da sollte ein ganz passables schwarzes, vllt auch ein mittelgroßes mit Silent-System (für alle Fälle) drin sein.

Und was die Fachkundlichkeit angeht: Ich bin auch nur ein Kind, und das einzige, was ich fachlich vorzuweisen hab, sind 12 Jahre Klavierunterricht und ein zweiwöchiges Praktikum beim Klavierbauer :) trotzdem werde ich nie wieder ein neues Feurich-Klavier anrühren. Achja, meine KL sagte mal etwas ähnliches. Frag doch einfach, ob er nicht im Preis deutlich runtergehen kann, oder noch besser, schau dir das mal an: Gebrauchte und neue Klaviere im Klavierladen Steinway Bechstein Bsendorfer Fazioli Schimmel Seiler Sauter Duysen Kaps Schwechte da findest du die Feurichs, sehr viel günstiger, aber auf keinen Fall schlechter in Schuss.

Gruß, Tarchen
 
K
Klavierbaumeister
Dabei seit
1. Jan. 2008
Beiträge
1.328
Reaktionen
189
Das sind aber nur die 122er Feurich.
Es gibt noch ein 133er China-Feurich, das etwa 6500,- Euro kostet. Ich habe es neulich in einem Pianohaus angespielt:
Es ist für den Preis wirklich toll und eine ernstzunehmende Alternative zum Yamaha U3.
Bei einem Budget von über 6000,- Euro gibt es aber auch schon tolle Deutsche Alternativen auf dem Gebrauchtmarkt.
 
N
Ninja70
Dabei seit
23. Jan. 2012
Beiträge
75
Reaktionen
0
Das sind aber nur die 122er Feurich.
Es gibt noch ein 133er China-Feurich, das etwa 6500,- Euro kostet. Ich habe es neulich in einem Pianohaus angespielt:
Es ist für den Preis wirklich toll und eine ernstzunehmende Alternative zum Yamaha U3.
Bei einem Budget von über 6000,- Euro gibt es aber auch schon tolle Deutsche Alternativen auf dem Gebrauchtmarkt.
Genau das 133 ist es. Hm, das Budget liegt optimalerweise bei max. 5000 Euro, aber gut, das ging schon noch zur Not. Die Spielbarkeit von Yamaha gefällt mir ja nicht so arg, klanglich fand ich das Y. 121 ganz ok, aber nicht berauschend.
Tolle Deutsche Gebrauchte: welche wären das dann? Es soll ja ein kein zu kleines Kavier sein (nicht unter 120, alle die ich bisher angespielt hatte, haben mir da nicht gefallen). Und: ich will nicht Unsummen in ein altes Klavier stecken, wo ich alle paar Jahre ein paar Tausender lassen muß. Dummerweise gefallen mir die neueren nicht besonders (schon gleich gar nicht die 60 - 80er Jahre Klaviere).

Silent brauch ich nicht und schwarz muß/soll es gar nicht unbedingt sein. Eigentlich gefällt mir Nussbaum-Wurzelholz am besten (meinem Mann nicht, aber der muß es ja nicht bezahlen)

Naja, morgen fahr ich vermutlich fast vorbei dort, da könnte ich ja kurz reingehen und mal anspielen.
 
Bassplayer
Bassplayer
Dabei seit
14. Nov. 2011
Beiträge
1.898
Reaktionen
829
In einem anderen Faden hatte ich bereits berichtet, dass ich den 161er Flügel (Feurich, made in China) für unter 9.000 Euro angespielt habe: tolle Verarbeitung, tolle Substanz, Bass für die Größe o.k., schöner Diskant, aber in der Mittellage klang er irgendwie langweilig, obwohl viel besser als der 173er Essex daneben. Ich weiß nicht, wie viel Potential sich da durch Intonation und durch das Einspielen noch verwirklichen lässt. Im Fortissimo kamen die Obertöne, die es bis forte vermissen ließ.

Dort stand auch das 122er Klavier (Feurich, made in China) für unter 4.000 Euro. Da finde ich, dass es vom Preis-Leistungsverhältnis o.k. ist, ich fand es weder aufregend noch schlecht, besser als kein akustisches Klavier ! Einen Qualitätssprung zum wesentlich teureren Yamaha U1 daneben konnte man aber schon bemerken.

Wenn man sowieso einen Kompromiss machen muss, weil ein Flügel nicht passt und ein Steingräber 122 oder Steinway V-125 zu teuer ist, würde mir vermutlich erst Mal ein China-Feurich zum Musizieren reichen. Ich musste schon auf schlimmeren Klavieren vorspielen und selbst mein Stage-Piano hindert mich in seiner Art nicht daran Klavier zu üben.

Ninja, für 6.500 bekommst Du auch ein neues Wilh. Steinberg IQ 16, made in Germany mit Renner-Mechanik, Abel-Hammerköpfen und gutem Resonanzboden. Das würde ich mal anspielen. Gebraucht gibt es die auch um 5.000 Euro.

Für einen Flügel habe ich im Prinzip leider noch keinen Platz und selbst für ein anderes Klavier ist es mir momentan zu eng in der Wohnung, weil ich auf mein zusätzliches Digi nicht verzichten möchte, das dort steht, wo das alte Klavier stand. Ich brauche wohl den Rat einer Innenarchitektin oder sollte mir eine andere Wohnung suchen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

N
Ninja70
Dabei seit
23. Jan. 2012
Beiträge
75
Reaktionen
0
Ach so, nein, das wär mir wirklich zu weit - schade. Aber ich meinte einen hier, den ich angeschrieben hatte, den mit dem Chinaklavier Feurich.
 
Mawima
Mawima
Dabei seit
11. Nov. 2010
Beiträge
968
Reaktionen
478
Hallo Ninja,

dann bin ich mal gespannt, wie Dir das Feurich gefällt. Kannst Du auch mal den Flügel anspielen und etwas darüber schreiben?

Liebe Grüße, Mawima

PS: Schau mal wieder in Deine PN rein.
 
Tarchen
Tarchen
Dabei seit
3. Juni 2012
Beiträge
193
Reaktionen
163
Den Bechstein B hab ich auch grade angespielt... und den Young Chang. Der war erstaunlich gut. Eigentlich fast so, wie der erbärmliche Fake-Steinway, den ich in der Akademie ertragen muss. Also doch nicht gut :D nunja. Hätte ihn gerne genommen, grade für den Preis. Young Chang ist auch sonst eine Marke, die ich sehr ok finde, soviel zu den Asia-Instrumenten. Bzgl des Bechsteins werd ich wahrscheinlich heute nochmal in meinem eigenen Thema ein paar Tränen vergießen.

Unglückliche Grüße,
Tarchen
 
Destenay
Destenay
Dabei seit
10. Dez. 2010
Beiträge
9.212
Reaktionen
6.498
Ja, das hab ich gelesen, die, die ich angespielt hab, waren rund um 4300€, das war ja mein Argument. Wenn man sie schon nachgeschmissen bekommt, dann kanns ja nicht so schlimm sein. Für 6500€ würde ich aber eher ein Kawai nehmen, die genauen Preise hab ich nicht im Kopf und die Liste liegt auf Annemarie bei meinen Eltern, aber da sollte ein ganz passables schwarzes, vllt auch ein mittelgroßes mit Silent-System (für alle Fälle) drin sein.

Und was die Fachkundlichkeit angeht: Ich bin auch nur ein Kind, und das einzige, was ich fachlich vorzuweisen hab, sind 12 Jahre Klavierunterricht und ein zweiwöchiges Praktikum beim Klavierbauer :) trotzdem werde ich nie wieder ein neues Feurich-Klavier anrühren. Achja, meine KL sagte mal etwas ähnliches. Frag doch einfach, ob er nicht im Preis deutlich runtergehen kann, oder noch besser, schau dir das mal an: Gebrauchte und neue Klaviere im Klavierladen Steinway Bechstein Bsendorfer Fazioli Schimmel Seiler Sauter Duysen Kaps Schwechte da findest du die Feurichs, sehr viel günstiger, aber auf keinen Fall schlechter in Schuss.

Gruß, Tarchen

Die Asiatischen Flügel bekommst du nachgeschmissen, warum bloss ? In Japan , China auch Korea, kaufen sich die Leute welche sich es leisten können und dies sind nicht wenige Deutsche Instrumente

Cordialement
Destenay
 
Shigeru
Shigeru
Dabei seit
14. Juni 2009
Beiträge
1.380
Reaktionen
523
Das ist eine pauschale und falsche Aussage:

Mir hat noch keiner einen asiatischen Flügel (was ist das überhaupt genau?) nachgeschmissen. Man bezahlt für solche Instrumente zwischen 4000 und 120000 €. Es soll auch Japaner geben, die die z.B. einen Bösendorfer oder Yamaha kaufen. Die könnten sich dann bestimmt auch einen Schimmel, Steingräber oder sonst was kaufen.

Shigeru

Die Asiatischen Flügel bekommst du nachgeschmissen, warum bloss ? In Japan , China auch Korea, kaufen sich die Leute welche sich es leisten können und dies sind nicht wenige Deutsche Instrumente

Cordialement
Destenay
 
N
Ninja70
Dabei seit
23. Jan. 2012
Beiträge
75
Reaktionen
0
dann bin ich mal gespannt, wie Dir das Feurich gefällt.
Außer Diskussion, spielte sich überhaupt nicht gut und war vom Klang überhaupt nicht das, was ich mir vorstellte, so leblos irgendwie. Das war mir nach den ersten Tönen schon klar. Überhaupt gefiel mir nichts in dem Laden an Klavieren, er hatte aber auch fast nur recht neue da, maximal 70er Jahre würd ich sagen. Es war ein teures deutsches Feurich dort, sogar größer, aber auch das gefiel mir nicht.
 
N
Ninja70
Dabei seit
23. Jan. 2012
Beiträge
75
Reaktionen
0
Hallo Ninja

Das deutsche Feurich würde mich interessieren, weisst du noch was es genau war, Alter/Größe/Preis?Jörg
Es kostete glaub 12 Tsd irgendwas, war schwarz glänzend und groß, also mind. 125 cm, eher 130 cm. Tut mir leid, mehr weiß ich leider nicht mehr. Es stand auch kein Schild dran, wie alt es war. Ich kann dir aber gerne die Telefonnummer des Klavierladens geben.
 
 

Top Bottom