Hilfe für nen schüler

Mary

Mary

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hallo
also ich hab einen schüler (den einzigen den ich habe :? ) der is 6 jahre alt, und ich mach mit ihm bissel tanedamethode (gehörbildung usw..) sooo und ich hab den jezz seid 2 monaten und ich hab bemerkt das wenn ich eine tonleiter hoch oder runter spielt er es nicht hört ob jezz die tonlage rauf oder runter geht :? der kann mir au net sagen welcher ton jezz höher ist als der andere :? das ist doch net normal????! was für übungen kann ich da am besten machen? oder ist es eurer meinung sogar aussichtslos? :(
 
stephen

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Nichts ist hoffnungslos!

Ich erinnere mich noch deutlich an meine etwas jüngeren Jahre, da hatte ich ein ähnliches Problem nicht mit Tonlagen (da vielleicht auch), sondern mit Farben. Ich habe mir mit dem ganzen Rest der Familie ständig in den Haaren gelegen, ob ein bestimmter Topf denn nun grün oder blau sei (er war - so würde ich heute sagen - ein ins grün gehendes Türkis, vielleicht mit einem kleinen bisschen Rot [Loriot]).
Wahrscheinlich - und hoffentlich für Dich - ist es eher eine Frage der Begrifflichkeit.
Ist es nicht gerade erst zwei Tage her, als der Zusammenhang zwischen Laute-Artikulation und Laute-Hören-Können hier nebenan diskutiert wurde?)
Du verlangst das Umsetzen einer (Hör-)Empfindung in abstrakte Begriffe (höher, tiefer). Damit haben nicht wenige 8-10jährige noch Probleme!
Versuch doch mal ihn etwas nachspielen zu lassen. Vielleicht hat er's in Ohren und Fingern schon erfasst, nur noch nicht davon abstrahiert.

Euch beiden viel Erfolg!
 
Mary

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also ich mach mit ihm halt viel rythmus und so, und fingerhaltung und einfache fingerübungen...wollte demnächst mit "fuchs du hast die ganz gestohlen" anfangen 8)
 
W

Windir

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kann mir eigentlich nich vorstellen das das normal is ^^
 
stephen

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"normal" sind die wenigsten. Jeder ist anders ("Ich nicht!" - M.P.) - und es macht einen guten Lehrer aus, diese Individualität zu erkennen, zu respektieren und für "die Sache" dienstbar zu machen. (Ich bin ganz ehrlich kein guter Lehrer, deshalb auch keiner geworden. Gute Lehrer haben aber meine uneingeschränkte Bewunderung!)
Nach mehreren Jahren Berührungen zu alternativer Pädagogik (v.a. Montessori) glaube ich, dass es keinen allgemeingültigen Weg des Lernens gibt, dass aber viel, gerade in jungen Jahren, durch die Hände geht und weniger durch ein rational arbeitendes Hirn.
Andererseits muss unsereiner, dem mehr und mehr die Gelenkigkeit und Geläufigkeit schwindet, diesen Verlust durch intellektuelle Anstrengungen wettmachen.
 
Hartwig

Hartwig

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vielleicht ist die Vorstellung von tief und hoch nicht empfindsam ausgeprägt, was man damit meint.

Hilft vielleicht:
1. tiefen Ton vorsummen, nachsummen lassen.
2. vom tiefen Ton gesummt ausgehend Stimme anheben und höher werden.
3. Quintensprünge nachsummen lassen, und bestimmen höher oder tiefer.

Kam mir so in den Sinn. Ob´s hilft weiß ich auch nicht.

Gruß Hartwig
 
C

Christoph

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Schließe mich nahtlos stephens Meinung an. Was noch nicht ist, wird sicherlich noch werden. Fürn 6-jährigen (ich hab mit 8 angefangen) der erst seit zwei Monaten mit Tönen hantiert sind die abstrakten Begrifflichkeiten einfach noch nicht so klar.
Deswegen ist es gut, dass du es ja mit ihm trainierst.
Wünsche viel Geduld... :wink:
 
Mary

Mary

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lol deswegen mach ich mit ihm auch Tanedamethode...da is C:Rot;D:gelb;E:Grün;F:Orange;G:Blau;A:grau und H:braun so hab ichs au gelernt und auf den tasten sind bunte aufkleber mit den farben 8)
 
Peter

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Ist es mit 6 Jahren überhaupt wichtig, den Unterschied zwischen höher und tiefer zu erkennen? Hoch und tief sind ja erst mal völlig andere Sachen (hoher Turm, tiefer See). Ich würde weiter auf die Farben setzen, wenn schon mal die Aufkleber drauf sind. Ob eine Tonleiter rauf oder runtergeht, ist doch Wurst. Er muss sie nur richtig nachspielen können. Der Lehrer sollte dann besser die Begriffe ändern (Tonleiter nach rechts, nach links, von rot nach grün...). Evtl. klappt die Frage "ist der Ton linker oder rechter als der andere" besser. Man muss einfach mit Begriffen arbeiten, die das Kind versteht.
Entweder Methode Gehörbildung oder eben Notenlehre. Mit letzterer hat man diese Probleme nicht, rauf und runter werden visuell anhand des Notentextes gleich richtig abstrahiert. Dann alledings ist das Instrument selbst erst mal außen vor und wird durch Singen ersetzt (ja mi di so ... habe ich vergessen :-D ).
 
Mary

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ich werds mal ausprobieren bei der nächsten stunde ;) danke für eure ratschläge
 

A

Aconcagua

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Hallo Mary,
unsere Kinder haben diese Anfänge mit Bewegungen gelernt.
Bei hohen Tönen vom Musiklehrer gespielt mussten alle mit den Armen nach oben herumhüpfen. Bei tiefen Tönen in der Hocke hüpfen.
Auch der Takt wurde in Tänzchen umgesetzt.
Da haben anfänglich einige Kinder bei den Anderen abgeschaut doch mit der Zeit klappte es immer besser
und zum Schluß der Früherziehung konnten alle Kinder die von Musiklehrer frei gespielten Lieder in Tänze umsetzen.
Für so junge Schüler gibt es übrigens ein ganz tolles Klavierheft mit wundervoller Übungs-CD von de haske.
Es ist die: Hal Leonard Klavierschule, Band 1.
Wirklich sehr zu empfehlen!!!
LG Birgit
 
K

Katze

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Hallo Mary!

Da ich auch Musikunterricht in der Grundschule gebe, kann ich dir sagen, dass es im Alter von sechs Jahren durchaus normal ist, wenn ein Kind das nicht kann. Die meisten Kinder können das ohne eine entsprechende Schulung nicht unterscheiden. Das Problem fängt schon damit an, die Begriffe hoch und tief zu unterscheiden. Darüber hinaus ist die akustische Wahrnehmung noch nicht so ausgebildet, auch bei Kindern die normal hören können. Eine Schwerhörigkeit solte natürlich vorher ausgeschlossen werden. Bei Klavierschülern hat man das normalerweise seltener, weil die meistens von zu Hause aus anders gefördert werden.
Ich habe in der Schule auch schon Übungen mit einem Glockenspiel oder Qui-Gong-Kugeln gemacht, bei denen die Kinder rausfinden mussten, welches der hohe und welches der tiefe Ton ist. Mit einer Flöte kann man es auch relativ gut erlären, ob es hoch oder runter geht (weil man bei den höhen Tönen nur noch oben die Finger hat). Das Singen und die Bewegungspiele wurden ja vorher schon angesprochen.
Für Kinder sind solche Übungen übrigens nicht nur fürs Musizieren wichtig, also bleib ruhig dran!
 
rockpianist

rockpianist

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In dem Alter liegt die Quote der Kinder, die einen Ton hören und richtig nachsingen könne wohl bei ca. 30 %, also kein Grund zur Panik.
Ich würde den Schüler nicht damit quälen, sondern die Zeit lieber ins Klavier spielen investieren.
rockpianist
 
Mary

Mary

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mh...warscheinlich habt ihr recht und ich hab ne zu hohe erwartung gehabt. ich habe mit 6 jahren schon fast ein absolutes gehör gehabt..naja absolut nicht wirklich aber über 3 oktaven konnt ich alle töne :? egal ich bleib drann und probier alles mal so aus. irgendwas wird schon klappen 8)
es ist ja noch kein meister vom himmel gefallen (außer mozart vielleicht :? )
 
 

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