Feedback-Bitte für to-do Liste

Carnina

Carnina

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27. Jan. 2021
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Ich habe gestern die Gelegenheit gehabt an einem fremden Flügel mal einen Durchlauf Schumann zu probieren. Hier eine ernstgemeinte Bitte um Feedback um meine to-do Liste zu überprüfen. Ein Korb Tomaten steht hier-> 🧺🍅🍅🍅

Man wird ja so unsensibel in Bezug auf Fehler etc. Und zudem gibt es Stellen, bei denen ich nicht weis ob ich sie jemals sauber bekomme. Ich kann mit Mühe gerade so eine None greifen (und weil das Stück bissl hochgegriffen aus dem 4.Stock ist und im 2. Stock noch einiges nicht funktioniert)

Wer das Stück kennt weis wo ich ins schwimmen kommen muss. Bei den weiten Oktavsprüngen rechts sind nicht die Oktaven das was mich stresst, sondern diese abartig weiten sechzehntel links dazu. Genau genommen die letzte Gruppe die dann schon über 1,5 Oktaven geht. Einzeln links und rechts geht, aber zusammen ist dieser Takt eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Ich hab vor 2 Wochen mal vorsichtig gefragt ob ich da einfach „schummeln“ kann aber die Antwort war „nein, einfach üben“🤪. Zudem soll ich da auf 8tel Pedal wechseln, das bekomme ich derzeit noch überhaupt nicht gebacken. Ok ich übe es einfach weiter….. hab viele Stellen für unmöglich gehalten die dann mit üben tatsächlich doch gingen und ich hab ja immer noch Freude dran das auszuknobeln.

Ich würde die Unsicherheiten gerne weitestgehend „ausputzen“ auch wenn ich nicht weis ob das für einen Amateur und mein Level überhaupt möglich ist. Aber versuchen will ich’s zumindest. Da das nicht das einzige Stück ist was ich übe, vergebe ich mir ja nichts wenn ich weiter dran arbeite. Ich würd halt den 1. Satz gern so sauber wie möglich kriegen bevor ich die anderen Sätze „putze“.

Mich würde wirklich interessieren was beim hören am meisten/ vorrangig stört. Weil die eigene Wahrnehmung ja von Gewohnheit und Vorstellung beeinflusst ist. Das DSDS Phänomen🤷🏼‍♀️.

Also falls sich wer sich die Mühe machen würde mir bei der Bestandsaufnahme zu helfen. Wäre sehr dankbar. Die Liste an der ich werkel ist endlos, mich würd interessieren ob sich das deckt mit den Punkten die bei mir auf der Agenda stehen (abgesehen vom Faktor X ob mir das je gelingen wird zu beheben) im besten Fall würden ein paar Punkte nicht mehr auftauchen die ich versucht habe zu verbessern. Das wage ich mal kaum zu hoffen.

 
Ergänzung: falls wer noch Tipps hat wie man diese Stelle mit den mühsamen Oktavsprüngen rechts und den Sechzehnteln links noch versuchen kann zu stabilisieren. Immer her damit. 🙏😬🤷🏼‍♀️ Ein bisschen weniger Lotterie wäre schön.

Was ich bisher versucht habe:
- Hände einzeln üben mit Metronom für rhythmisches „Gerüst“
- langsam 😬😎 zusammen
- die sechzehntel gruppieren auf die Oktaven rechts
- einzelne Gruppen üben
- Ausgegend vom Bass auf den Daumen als zielton betonen
- mehr als 1,5 Oktaven üben
- nur die letzte Gruppe üben
- drauf achten wo links und rechts „zusammenfällt“


Ich glaube mir bleibt nur bissl verzögern im letzten Takt weil es links für mich völliger Freiflug ist. Ich kann nicht einen einzigen Finger als „Bezugspunkt“ irgendwo lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Stelle meinte ich.
 

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Ich würde versuchen:
Kein Metronom, der Rhythmus dürfte nicht in Gefahr sein.
Links, wie du richtig schriebst, führt die „Innenstimme“ des Daumens. Der kleine Finger mit dem F hängt sozusagen locker dran, ohne mit Gewicht reinzuplumpsen. Hier in der Linken dieses F Üben als kurzen Vorschlag zum Daumenton, dicht an den Tasten. Die oberen Gelenke frei.
Rechts ähnlich üben. Die untere Oktave als Sprungbrett zur oberen, dicht an den Tasten, keine Luftwurzeln auswerfen.
Zum Glück kann man das noch visuell kontrollieren, die blinden Oktaven bei Brshms‘ Paganini- Variationen sind ekliger.
 
Ich würde versuchen:
Kein Metronom, der Rhythmus dürfte nicht in Gefahr sein.
Links, wie du richtig schriebst, führt die „Innenstimme“ des Daumens. Der kleine Finger mit dem F hängt sozusagen locker dran, ohne mit Gewicht reinzuplumpsen. Hier in der Linken dieses F Üben als kurzen Vorschlag zum Daumenton, dicht an den Tasten. Die oberen Gelenke frei.
Rechts ähnlich üben. Die untere Oktave als Sprungbrett zur oberen, dicht an den Tasten, keine Luftwurzeln auswerfen.
Zum Glück kann man das noch visuell kontrollieren, die blinden Oktaven bei Brshms‘ Paganini- Variationen sind ekliger.
Also ist es schon so dass ich versuche die linke Hand „blind und automatisch“ laufen lassen und nur die Oktaven rechts bewusst? Dass zumindest die sitzen wenn’s rechts hapert….?

Das als Vorschlag zu üben probiere ich aus!!
 
@Carnina
was hältst du von der Idee, dass die weiteste Distanz der linken Hand in deiner "Totenkopfstelle" nur eine Quinte ist?
 
Der Notentext bleibt, wie er gedruckt ist.
Trotzdem ist in deiner Totenkopf-Stelle die weiteste Distanz in der linken Hand "nur" eine Quinte.
 
...von dieser spektakulären Maßnahme würde ich abraten ;-) :-D

Das F spielt natürlich der 5., aber der Daumen berührt das f (das heißt, du fasst den Bass als Oktavgriff an) - dann ist für den Daumen nur noch maximal ein Quinthüpferchen.
Dieser Tipp stammt von einem ungarischen Hobbyprediger, der in Weimar in wilder Ehe mit einer Adeligen lebte.

Oder in deinen Worten: links Oktave fassen, aber Daumen gucken/denken!!
 

...von dieser spektakulären Maßnahme würde ich abraten ;-) :-D

Das F spielt natürlich der 5., aber der Daumen berührt das f (das heißt, du fasst den Bass als Oktavgriff an) - dann ist für den Daumen nur noch maximal ein Quinthüpferchen.
Dieser Tipp stammt von einem ungarischen Hobbyprediger, der in Weimar in wilder Ehe mit einer Adeligen lebte.

Oder in deinen Worten: links Oktave fassen, aber Daumen gucken/denken!!
Ach danke!!! Werde ich ausprobieren!!!

Dieser Tipp stammt von einem ungarischen Hobbyprediger, der in Weimar in wilder Ehe mit einer Adeligen lebte.
Liszt?! 😁
 
Ganz lieben Dank nochmal! @walsroderpianist und @rolf.

Ich hab das heute in Ruhe ausprobiert und es macht einen riesen Unterschied!! Beim Totenkopf-Takt kam mir immer die Hand hoch. (Die schönen Luftwurzeln 😅 so genial)

Ich habe immer versucht dicht an den Tasten zu bleiben und es gelang mir nicht. Dadurch wurde der Weg immer weiter und die Treffsicherheit noch schlechter als eh schon. ( wo ich nur vom 5. aus gedacht habe wurde es an den ganz weiten Stellen wie eine Parabel, immer höher. Und jetzt von f aus gedacht passiert das nicht mehr). Ich hab die letzten Sprünge mal nur mit dem Daumen vom stummen f aus geübt und dann den Vorschlag mit dem 5. Finger drangehängt während der Daumen das f nur berührte. Mit dem Ergebnis dass die Hand an den Tasten blieb und sich das Ganze sofort sicherer angefühlt hat!! Der 5. Finger verliert auch den „gripp“ nicht mehr. Auch der Daumen bleibt in diesem Takt jetzt entspannt. Bin ganz happy jetzt! Auch der Übergang zur Quarte ist viel bequemer.
 
Ich hab weitergeübt ( unregelmäßig und nur episodenhaft neben Beethoven, Bach, Chopin etc.) und auf einem Yamaha N1X heut mal einen Durchlauf gestartet. Aber der Japaner ist ein anderes Thema.

Ich habe den Eindruck, dass ich durch die anderen Stücke viel „dazugewonnen“ habe.

Manches wurde deutlich stabiler, anderes bleibt (vorerst) ein knackiges Stück Brot zu beißen. Aber es freut mich wirklich, sehr neben den anderen Stücken, eines wirklich so gut wie mir möglich auszuarbeiten.

Mir fällt auf, dass man da auch viel über sich lernt, dass man Geduld und Zuversicht hat und sich auf das „Werden“ einlässt. Meine Erfahrung an diesem Stück macht mich so viel geduldiger in Bezug auf andere Stücke und Herausforderungen nach dem Motto „einfach dran bleiben und abwarten“.

Sehr sehr glücklich macht mich dieses Stück. Wobei auch die Beethoven Sonate und mein neuer Bach zu Lieblingsstücken mutieren.
🤗

Bin für jeden Tip und Anregung wie immer dankbar. 🥰


 
Habe auf dem Ersatzwagen den neuen Bach auch mal probiert aber da macht es deutlich weniger Freude weil es klanglich halt wirklich begrenzt ist.

Aber ich bin wirklich von der Haptik echt zufrieden. Es ist eine gute Alternative zum akustischen Instrument wenn man rein was „in die Finger üben“ will. Wenn man nie akustisch spielen kann, würde man glaube ich aber hören wenn man nur Hybrid spielt.

Edit: und ein deutlicher Druckpunkt fehlt auch. Es ist bissl schwer genau zu merken wo der Ton kommt. Man muss sich dran gewöhnen und drauf achten, um sich nicht das „klopfen“ anzugewöhnen.

 
Zuletzt bearbeitet:
Seltsam dass der Druckpunkt fehlt, ist doch eine "naturidente" Tastatur verbaut. Das müsste regulierbar sein.
 

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