DD von es dur/ Kadenzen

  • Ersteller des Themas feingeist1
  • Erstellungsdatum


F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
1.Wie bilde ich die DD von es dur?

2. Gibt es auch kompliziertere Kadenzen als T S D T?

Danke!
 
Kleines Cis
Kleines Cis
Dabei seit
23. Feb. 2009
Beiträge
689
Reaktionen
0
1. Die Dominante liegt eine Quint über der Tonika. Die Dominate von Es-Dur ist also B-Dur. Um die Doppeldominante (= Dominante der Dominanten) zu bekommen, gehst du noch eine Quint hinauf, auf F-Dur.
Generell ist die Doppeldominante ein Sonderfall einer Zwischendominante. Eine Zwischendominante ist einfach eine Dominante auf eine beliebige Funktion (nur halt nicht die Tonika, sonst wäre es eine normale Dominante).

2. Ja, gibt es. Der in der Klassik sowieso übliche Fall der Kadenz war: T S D64 D(7) T

Und dann kann man die Kadenzen natürlich noch auf allerlei andere Arten erweitern, zum Beispiel mit einer Doppeldominanten.
 
D
DoctorGradus
Dabei seit
7. Sep. 2008
Beiträge
380
Reaktionen
0
Hallo,

nimm einen Quintenzirkel zur Hand.

Die Doppeldominante ist die Dominante der Dominante. Im Quintenzirkel findest du die Dominante als Nachbarn der Tonike im Uhrzeigersinn, also ist die Dominante B. Nun nochmal eine Quinte weiter findest du die Doppeldominante, F.

Natürlich ist T S D T nur eine mögliche Kadenz. Der Auflösende Charakter beim Wechsel von Dominante zu Tonika kommt ja auch durch den Quintfall Zustande.

Wenn du von der Tonika immer in Quinten abwärts gehst (achte darauf dass die Grundtöne der Akkorde auf der Tonleiter liegen müssen), erhälst du eine etwas länger Reihe von Akkorden, z.B. bei C-Dur:

C (T) - F (S) - {H - E - A - D} -G (Dominante) C

wenn du die Akkorde in den geschweiften Klammern weglässt hast du wieder T S D T.

D - G -C ist übrigens die II-V-I-Verbindung, im Jazz sehr beliebt.


Zeichne mal diese Akkordfolge in den Quintenzirkel ein (einfach die Akkordnamen verbinden). Du erhältst eine Art Halbkreis.

Achja, ich ackere gerade ein Jazz Harmonielehre Buch durch, ich meine aber soweit wie ich das geschrieben habe dürfte es auch für Klassische Musik zutreffen. Hoffe ich verwirre dadurch nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
O
Organo pleno
Dabei seit
17. Nov. 2009
Beiträge
18
Reaktionen
0
Klar gibts kompliziertere Kadenzen als T S D T. Man kann z. B. zwischendurch modulieren oder auch Parallelklänge als Vertreter nehmen, z. B. T S Sp Dp D T
 
F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
es dur DD

Hallo,

die Antworten waren alle sehr informativ.

Doch, um meine Unwissenheit zu verkleinern: F Dur (= f a c)!!!!

Es Dur versieht a mit einem b! Man muß diese b für a also fortlassen!?

Wird dies durch ein Aufkösezeichen in der Notation vermerkt?

Danke!

feingeist1:
 
Kleines Cis
Kleines Cis
Dabei seit
23. Feb. 2009
Beiträge
689
Reaktionen
0
Man muß diese b für a also fortlassen!?

Wird dies durch ein Aufkösezeichen in der Notation vermerkt?

Ja und ja (du willst ja einen Leitton haben, sonst kann die Doppeldominante nicht dominantisch bezüglich der Dominanten wirken). Die Doppeldominante besteht nicht ausschließlich aus leitereigenen Tönen.
 
D
DoctorGradus
Dabei seit
7. Sep. 2008
Beiträge
380
Reaktionen
0
Obwohl Kleines Cis ja alles schon beantwortet hat: Die Doppeldominante ist doch die Dominante der Dominante. Die Dur-Dominante wird mit leitereigenen Tönen der Durtonleiter gebildet. Somit muss deine DD F-Dur, aus Tönen der B-Dur Tonleiter gebildet werden und du musst die Vorzeichen anpassen, da du ja eigentlich eine Es-Dur Tonleiter benutzt.
 
F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
Danke kleines cis,

so können Kadenzen also erweitert werden oder die drei Stufen
ersetzt werden. Meist meint man hier im Forum die P'n. Gilt dies
auch für die G'klänge?

Weitere Frage: Ein größeres klassisches Werk läßt sich doch auch
i.d.W. "zerlegen". 1.Kann man sagen, dass jede Stufe (I,IV,V,I)einem Takt
entspricht? 2.Wieviele K'n hat z.B. Bachs P. Nr.1? (ungefähr?)

Danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

feingeist1 grüßt nach wien:
 
F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
Auch Danke an DoktorGradus!:)
 
F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
Es Dur DD Kadenzen

Allen ein frohes Osterfest!:)
 

Kleines Cis
Kleines Cis
Dabei seit
23. Feb. 2009
Beiträge
689
Reaktionen
0
Ja, man kann auch Gegenklänge statt der Parallelen verwenden. Oder beide hintereinander.

Eine Harmonie entspricht manchmal einem Takt und manchmal nicht.
 
rolf
rolf
Dabei seit
18. Feb. 2008
Beiträge
29.374
Reaktionen
20.337
C-e-G-h-D-#f-A-#c-E-#g-H-#d-#F/bG-be-bD-f-bA-c-bE-g-bH("B")-d-F-a--C!!(und wieder von vorne)

Das ist der Quintenzirkel mit allen Dur- und Moll-Tonleitern und -akkorden.

Großbuchstaben: Dur

kleinbuchstaben: Moll

also:
bA-c-bE = As-Dur
bE-g-bH = Es-Dur
bH-d-F = B-Dur
F-a-C = F-Dur
--- wenn Es-Dur als Tonika gewählt wurde, ist eine Quinte darunter die Subdominante, eine Quinte darüber die Dominante und zwei Quinten über es ist dann die Doppeldominante:
As = Subdominante
Es = Tonika
B = Dominante
F = Doppeldominante

mit dem oben aufgereihten doppelten Quintenzirkel findet man restlos jeden Dreiklang (das Prinzip ist der Wechsel von großen und kleinen Terzen)

Wenn man in Stufen denken will, dann ist die Doppeldominante immer der Dreiklang der II. Stufe, aber mit erhöhter Terz.

Ein Beispiel für ein einfaches "Lied" mit Doppeldominante ist das Weihnachtslied "kling, Glöckchen"

Gruß, Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
es dur kadenzen

Danke kleines Cis und Rolf,

habt mir mächtig weitergeholfen. Ich fahre jetzt nach Süddeutschland
in Urlaub.

Danke und frohe Ostern!

feingeist1:)
 
F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
Quintenzirkel/Intervalltabelle

Hallo,

zwei Anfängerfragen hätte ich:

1. Wie gelange ich im QZ von #F nach bD, wenn ich die Q. mit 7
Halbtonschritten erreiche? Eigentlich müsste ich doch bei #C
landen?

2. In meinen ITabellen gibt es keine verminderte Quarte. Weshalb?


Danke!

feingeist1
 
F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
Enharm. Verwechslung

Hallo ubik,

ist mir schon klar. Aber solche eV hätte ich auch im QZ einige Stufen
vorher haben können. Weshalb erst ab #F - bB? Habe alle Stufen
mit 7 Halbtonschritten gezählt. Welchen Denkfehler mache ich?

Danke!


Feingeist1:confused:
 
Kleines Cis
Kleines Cis
Dabei seit
23. Feb. 2009
Beiträge
689
Reaktionen
0
Was ist das für eine komische Sitte, # und b vor den Buchstaben zu schreiben?:confused:

Aber solche eV hätte ich auch im QZ einige Stufen
vorher haben können.

Ja, eh. Wenn's dir Spaß macht, kannst du auch C-Dur als Deses-Dur aufschreiben.:D Man verwechselt halt erst dann enharmonisch, wenn's einem das Schreiben allzu vieler Versetzungszeichen erspart.

In meinen ITabellen gibt es keine verminderte Quarte. Weshalb?

Das weiß ich auch nicht. Eine verminderte Quarte wäre c - fes. Nicht gerade häufig, aber in einem Akkord mit großer Sexte und kleiner None gibt's das.
 
F
feingeist1
Dabei seit
28. Dez. 2009
Beiträge
96
Reaktionen
0
Was ist das für eine komische Sitte, # und b vor den Buchstaben zu schreiben?:confused:



Ja, eh. Wenn's dir Spaß macht, kannst du auch C-Dur als Deses-Dur aufschreiben.:D Man verwechselt halt erst dann enharmonisch, wenn's einem das Schreiben allzu vieler Versetzungszeichen erspart.



Das weiß ich auch nicht. Eine verminderte Quarte wäre c - fes. Nicht gerade häufig, aber in einem Akkord mit großer Sexte und kleiner None gibt's das.
Hallo kleines cis!

Klar, wieso würden sich bei c# die Vorzeichen erhöhen?
Bei einem Heurigen fiele das Verständnis leichter!

DANKE
 
 

Top Bottom