Chopin Etüden - Einstieg?

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Hallo,

ich spiele momentan Stücke auf dem Level von Claire de Lune von Debussy, Consolations von Liszt, Hochzeitstag auf Troldhaugen von Grieg etc.
und möchte mich bald mal an die Chopin Etüden wagen.
Besonders gefallen mir: 10, 1-4; 10,12; aber das sind wohl alle eher schwierigere? Die leichteste davon wird wohl die 10,3 sein?

Welche würdet ihr mir zum Einstieg empfehlen, 10,5?

Vielen Dank und liebe Grüße
 
Barratt

Barratt

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Wie "leicht" (???) Dir eine Etüde fällt, hängt m. E. von Deinen persönlichen Stärken ab.

Mir fielen 10/12 oder 25/12 spürbar leichter als 10/3.
 
Stilblüte

Stilblüte

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25, 1 und 2 vielleicht? 10,1 und 2 rate ich sehr ab (Verletzungsgefahr), 10,3 hat einen unbequemen Mittelteil, 10,4 ist schwerer als op. 25,1 und 2. 10,5 ist am zu Beginn des Übens etwas hakelig, bis man sich an die schwarzen Tasten gewöhnt hat, insgesamt aber nicht so schwer wie man denkt (bis auf die letzten Takte, die sind echt gemein).

PS: Bin da wohl eine Ausnahme, fnde op 25,12 aber total schwierig :D
 
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rolf

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ich spiele momentan Stücke auf dem Level von Claire de Lune von Debussy, Consolations von Liszt, Hochzeitstag auf Troldhaugen von Grieg etc.
und möchte mich bald mal an die Chopin Etüden wagen.
probier op.10 Nr.6 es-Moll oder op.25 Nr.7 cis-Moll, eventuell sogar op.10 Nr.9 f-Moll - alle anderen dürften noch ein wenig zu schwierig sein
 
pianochris66

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Hallo 1-5,

ich würde als Einstieg die Trois Nouvelles Études wählen da sie technisch einfacher sind als die Etüden aus op. 10 und 25 und trotzdem den typischen Chopin-Charakter haben.

LG
Christian
 
Rheinkultur

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@rolf: Es gibt noch die fälschlicherweise als posthum gekennzeichneten "Trois nouvelles études", die ebenfalls für einen Einstieg in Frage kämen.

Ansonsten gilt: Eine souverän bewältigte Friedrich-Burgmüller-Etüde motiviert sicherlich eher zum Weitermachen als eine mehr schlecht als recht durchkämpfte Chopin- oder Liszt-Etüde. Zudem hat sich die Etüde im Laufe der Zeit vom Übungsstück zum ausgesprochenen Vortragsstück weiterentwickelt.

LG von Rheinkultur
 
alibiphysiker

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Hi,

mein Klavierlehrer bezeichnete damals folgende Etüden als "leichtere Chopin-Etüden":

op. 10 no. 5, op. 10 no. 10, op. 10 no. 11, op. 25 no. 1, op. 25 no. 2, op 25 no. 12

Ich finde außerdem, dass die vom Henle Verlag angegebenen Schwierigkeitsgrade meist eine gute Richtlinie darstellen (Hier klicken).

Wobei ich denke, dass die Schwierigkeitsangaben des Henle-Verlags eigentlich mal einen Forenfaden hier im Forum wert wären.
Denn ich persönlich habe schon in einige Chopin-Etüden hineingeübt, und finde op. 10 no. 10 (Henle-Grad 7) (wesentlich) schwerer, als beispielsweise op. 25 no. 12 (Henle-Grad 8 ).

Liebe Grüße,

Daniel

P.S. Übrigens, als ich damals nach längerer Pause wieder meine erste Chopin-Etüde auswählte, schien es mein Klavierlehrer es wohl am liebsten gehabt zu haben, wenn ich mich für op. 10 no. 11 entscheiden würde. Vielleicht hilft dir das.
 
rolf

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@rolf: Es gibt noch die fälschlicherweise als posthum gekennzeichneten "Trois nouvelles études", die ebenfalls für einen Einstieg in Frage kämen.
das ist mir nicht ganz unbekannt ;) aber ich dachte halt: wenn nach Chopinetüden gefragt wird, dann sind damit die beiden großen Sammlungen zu je zwölf Stück gemeint, also op.10 & 25 -- wobei auch ein paar der Preludes op.28 als Konzertetüden betrachtet werden können (z.B. b-Moll, gis-Moll, fis-Moll, d-Moll)

und die erwähnten drei Etüden (es- und f-Moll aus dem ersten, cis-Moll aus dem zweiten Band) sind die rein manuell "leichtesten" der zwei mal je douze grandes Etudes :)
@alibiphysiker: egal, wie Henle das ordnet :) (weitaus realistischer ist Wolters)
 
Troubadix

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und die erwähnten drei Etüden (es- und f-Moll aus dem ersten, cis-Moll aus dem zweiten Band) sind die rein manuell "leichtesten" der zwei mal je douze grandes Etudes :)
@alibiphysiker: egal, wie Henle das ordnet :) (weitaus realistischer ist Wolters)

Der Vollständigkeit halber... Wolters gibt folgende Reihenfolge von "leicht" bis schwer an.

10.6, 3 Etüden ohne Opuszahl, 25.1, 25.2, 10.9, 25.9, 25.7, 10.5, 10.3, 10.7, 25.8, 10.2, 25.3, 25.5, 10.4, 10.11, 10.10, 25.12, 10.12, 10.8, 25.4, 10.1, 25.6, 25.10, 25.11

Viele Grüße!
 
Stilblüte

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Sorry, aber das ist in meinen Augen ziemlicher Blödsinn... Op. 10,2 soll einfacher sein als op. 10,12 und op. 10,8? Op. 25,11 die schwierigste? Ts...
 
D

dooodii

Guest
ich finde 25/2 wäre eine klasse einstiegsetüde. ist sehr kurz, wiederholt sich oft, liegt bequem in den händen und klingt auch langsam gut.

10/9 finde ich persönlich überhaupt nicht leicht, keine ahnung wie man die linke hand spielen soll.
 
LMG

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Hi all,

hier noch die Meinung aus der "Amateurecke" ( ausprobiert hab ich alle, manche klappen besser, manche schlechter und manche sind zum K.... ) ;) :

Gruppe "relativ leicht" ( subjektiv, und weil mir Oktaven liegen, auch Dinge wie in op. 25, 10. Aber auch aus bestimmten Gründen op. 10, 9 ):

Tristesse E-Dur ( op. 10, 3 ) , op. 10, 6 ( es-Moll ) , op. 10, 9 f-Moll , op 25, 10 h-Moll ( Oktaven ) op. 25, 7 cis-Moll, op. 25, 9 Ges-Dur, op. 25, 2 f-Moll und op. 25, 1 Äolsharfen.

Gruppe "schwierig" : op. 10, 4 cis-Moll, op. 10, 5 Ges-Dur, op. 10, 7 C-Dur, op. 10, 8 F-Dur, wobei: Die klappt manchmal gut und manchmal ists zum Haareraufen !! ( murr ) , op. 10, 12 ( Revolution ) , op. 25, 5 e-Moll ( manchmal gehts, manchmal geht garnix ) , op. 25, 11 ( Winterwind ) . Manchmal einigermaßen, hab es mal aufgenommen und verschenkt.

Gruppe "sehr schwierig" : op. 10, 10 As-Dur, op. 10, 11 ( Es-Dur, Arpeggien ) , op. 25, 3 F-Dur, op. 25, 4 a-Moll ( die schaff ich irgendwann..ich habe es geschworen..), op. 25, 12 c-Moll ( Ocean ), op. 25, 8 Des-Dur, op. 10, 1 C-Dur, op. 25, 6 gis-Moll, op. 10, 2 a-Moll.

Dass Schwierigkeitsgrade subjektiv sind, sieht man erneut hier, an den bereits eingeholten Meinungen, auch im Vgl. zu Wolters, zum Beispiel.

Mein Freund aus den USA beispielsweise sagte, dass für ihn op. 10, 2 a-Moll die schwerste sei. Vorgespielt auf Konzerten hat er sie aber alle. Ich schließ mich bzgl. der Einordnung von op. 10, 2 da mal an, und möchte noch ergänzen, dass mir, da ich Oktaven mag, die Oktavenetüde rel. leicht fällt ( ich kann sie mehrmals hintereinander durchspielen ohne nennenswerten Power- oder Lockerheits-Verlust, und auch op. 10,9 liegt mir gut. ABER zu op. 10,9 muss ich folgendes sagen:

Ich habe sehr viele Jahre an op. 10, 9 gesessen, und sie kam mir zunächst unlösbar vor. Bis ich darauf kam, die linke Hand mit einer extrem schnellen Handversetzung zu spielen, die dennoch während der "Versetzung" Zeit genug zum Entspannen lässt. Also: 5-2-1-5-1-5 / 5-2-1-5-1-5... ( und nur an wenigen Stellen muss man das ändern, so dass es im großen und Ganzen "einheitlich" bleibt. ) Legato bleibt ja erhalten, denn man verwendet ja Pedal, und der "Handversetzmoment" ist nur sehr kurz. Ein immenser Vorteil, und der Junge, der manchmal kommt und mich was fragt, der muss schon ab und an erstmal 20 Minuten lang ununterbrochen auf diese Weise op. 10,9 spielen ( von mir aus auch nur die linke Hand. ) - eher gibts keine LAN Party und kein Zocken am Rechner. Mittlerweile kann er das fast besser als ich - also manche sind DOCH lernfähig. Worfür ich JAHRE brauchte, mir selbst zu erarbeiten, bracuhte ich ihm nur SAGEN - da hatte ers begriffen. Komisch. Mja.

AALSO: Viel Spaß bei weiteren Einordnungen wünscht, mit LG, Olli !
 
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Troubadix

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Sorry, aber das ist in meinen Augen ziemlicher Blödsinn...

Herr Wolters meint dazu...

"In jedem Falle am anfechtbarsten und problematischsten muss im ganzen Unternehmen der vorliegenden Arbeit die Stufengliederung nach Schwierigkeitsgraden sein. Weder lässt sich ein bestimmtes Werk eindeutig einer noch so weit gefassten Stufe zuschreiben noch kann das pianistische Vermögen eines bestimmten Spielers eine solche Stufe repräsentieren. [...] Je nach den Ansprüchen an das Werk und je nach der individuellen Disposition des Schülers sind die sich stellenden Schwierigkeiten von Fall zu Fall äußerst verschieden.

[...]

Wir versuchen daher, eine Ordnung der Etüden nach ihrer Schwierigkeit (St. 12-15) zu geben, die zwar nur ein Vorschlag sein kann und je nach den individuellen Anlagen des Spielers und den Ansprüchen hinsichtlich Tempo, Präzision und Gestaltung mancherlei Abwandlung erfahren dürfte..."

Viele Grüße!
 
Troubadix

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Gruppe "relativ leicht" ( subjektiv, und weil mir Oktaven liegen, auch Dinge wie in op. 25, 10....

Wenn man diese Etüde im geforderten Tempo wirklich präzise spielen kann, inklusive den richtig akzentuierten und richtig gehaltenen Zwischennoten, dann ist das eine beachtliche Leistung, egal ob einem Oktaven liegen oder nicht.

Viele Grüße!
 
Romantikfreak98

Romantikfreak98

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Also mir ist es bisher gelungen, nur eine einzige Chopin-Etüde ohne größere Probleme von vorne bis hinten zu spielen, und das ist 25,1, die sogenannte "Wellenetüde". Klingt auch fantastisch. Bei vielen anderen Etüden habe ich nach ein, zwei Seiten die Segel gestrichen.

Mensch, ich liebe die Etüden und warte auf den Moment, dass ich einige spielen kann. Wenn ich's jetzt schon probiere, komme ich mir vor wie ein Hochspringer, bei dem jedes Mal die Latte runterfällt ;)

gruß Romantikfreak
 
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Klongard

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als Einstieg 10/9 wäre wirklich eine gute Idee, sie trägt schon so einen Nocturnecharakter in sich und das technische Problem steht klar und deutlich vor einem ;)

bezüglich Schwierigkeit:
eigentlich wurde alles genannt, die 25/12 ist auch ziemlich gut machbar, die schwerste ist mit Sicherheit 25/5, nach dem Mittelteil wirds richtig unbequem ;), dann 25/11, 25/10, 10/1, 10/2 (die 25/6 ist eigentlich auch nicht sooo schwierig, aber ein wunderschönes Nocturne...hach :D)
 
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winniepooh28

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Also ich versuche mich gerade zur Zeit auch an den Chopin Etüden und sehe es auch so, dass der Schwierigkeitsgrad extrem von den eigenen Stärken und Schwächen abhängt. Ich persönlich tue mich schwer an fummeligen, engen Passagen und habe gleichzeitig weniger Probleme mit allem, was etwas etwas weiter liegt und/oder direkt auf Akkorden basiert.
So wurde mir zu Zeiten mit Unterricht vor 20 Jahren der Einstieg in 10/12 (Revolution) nahegelegt (war dann damals im Mittelteil steckengeblieben).
Nachdem ich die Etüden nun viele Jahre später wieder vorgekramt und erneut begonnen habe , habe ich sowohl wieder 10/12 aber auch gleichzeitig 10/9 und 25/12 (Ocean) gespielt und muss sagen dass mir 10/9 und 25/12 erheblich leichter gefallen sind und sogar eher fertig wurden als 10/12.
Jetzt muss ich aber zugeben, dass ich von der Geläufigkeit der linken Hand aus 10/12 am meisten profitiert habe - wohingegen 10/9 und 25/12 mich deutlich weniger weiterbringen. Es sind ja nicht nur Konzertstücke sondern eben auch Etüden - man kann also auch ein wenig danach gehen, ob man eine bestimmte Technik verbessern will, oder des Klangs wegen die Stücke aussucht, die einem am besten liegen.
Wenn etwas Weitläufigeres einem liegt sind 10/9, 25/1 und 25/12 sicher nicht zu schwer.
Wenn man die gewisse Lockerheit und ein wenig sowas wie Ragtime Feeling mitbringt ist vielleicht 25/9 ganz gut (Butterfly).
Wenn einen schnelle und ein wenig fummelige Passagen in der rechten Hand nicht stören ist 25/2 sicher gut machbar.
Bei schon vorhandenem gutem Legatospiel ist 10/3 (Tristesse) sicher auch ein guter Einstieg.
Vor allem für die Geläufigkeit der linken Hand ist 10/12 (Revolution) auch nicht verkehrt als Einstieg.

Ich persönlich halte 10/9 für einen guten Einstieg, weil beim Üben auch im langsameren Tempo schon ansprechend klingt und der Frustfaktor nicht so hoch ist.
Wenn man zum Üben rein die Akkorde heranzieht und das Aufbrechen in Arpeggios erst dann anfängt, wenn der Text einigermaßen sitzt gilt das auch für 25/12.
 
Barratt

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Nach dem bisherigen Lauf der Diskussion sollte man die Frage vielleicht andersherum formulieren:

Welche Etüden kommen aufgrund verborgener oder offensichtlicher Stacheligkeit eher NICHT als Einstieg in Frage? ;)
 
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winniepooh28

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@rolf Hmm, eindeutig ein Punkt für Dich ;-)
Ich spiele die 10/3 (Tristesse) nicht und hab mir dewegen über den Mittelteil bisher wenig Gedanken gemacht. Ich habe mir daher den Teil und die Passage gerade mal ein wenig näher angeschaut. Bevor man also mit 10/3 einfach anfängt sollte man vorher vielleicht da mal grob drüberspielen und sich dann ehrlich fragen ob einem diese Art Doppelgriffe liegen, man sich daran versuchen möchte oder eine realistische Chance besteht im Tempo auch hier eine für einen selbst annehmbare Qualität zu erzielen. In jedem Fall übt man damit etwas ein, was man technisch sehr gut gebrauchen kann. Die Passage ist in der Tat aber sicher deutlich schwieriger als der Rest.
 

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