Bach Präludium D-dur WK1

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  • #21
Noch eine Übe Variante:
Die auf die Zeit fallenden Noten (im ersten Takt auf die Zählzeiten 2, 3 und 4 jeweils a' oder a'') immer mit Links, die Gruppe der 16tel 2 bis 4 jeweils mit Rechts. Links kurz und gezupft, Rechts immer schönes 3-Ton legato mit unterstützender Armbewegung (nach rechts oder links). So oder ähnlich durch das ganze Stück.
Später kann man versuchen, das so entstandene Klangbild mit Rechts alleine hinzukriegen.
Dieses 'Polyphonisieren' einstimmiger Linien - nicht nur! - bei Bach hat einen dreifachen Vorteil:
1. Es verdeutlicht die musikalischen Verläufe
2. Es bricht die verfestigte motorische Gewohnheit auf und erlaubt einen wirklichen Neuansatz!
3. Es fördert durch die neuen Bewegungsformen Treffsicherheit und Geschmeidigkeit.
 
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  • #22
@Alter Tastendrücker, da stellt sich die Frage: Wirklich nur drei Sechzehntel? Oder erreicht die Figur nicht vielmehr auf der nächsten 1 ihr Ende? Darauf folgt dann wieder eine Vierersechzehntelfigur, quasi als Antwort auf die erste. Spielt man die schweren Taktzeiten auch nur übungsweise mit der linken Hand, wird das Klangbild verzerrt. Bleibt es in einer Hand, wird es viel geschmeidiger. Soll heißen: Es bringt keinen Vorteil, auch nur probehalber die Zieltöne mit der anderen Hand zu spielen. Die Choreographie ist viel entscheidender.
Oder habe ich Dich falsch verstanden?
 
  • #23
Das Legato über größere Intervalle ist bei Bach eher selten, dazu noch als auftaktige Bindung in die schwere Zählzeit!
Das ist übelstes spätes 19. Jahrhundert, Hugo Riemann und die Auftaktseuche!
Wenn es nach schlechtem Chopin klingen soll?? Bitte!
 
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  • #24
Ich habe nicht ohne Grund als Beispiel die Allemande aus der 6. Französischen Suite genannt, wo es originale Bögen gibt!
 
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