App zum Noten lernen

J

jey125

Dabei seit
Juli 2018
Beiträge
3
Reaktionen
0
Hallo Zusammen,
ich bin auf der Suche nach einer App mit der ich als Anfänger ein paar Notenübungen absolvieren kann.
Zuhause habe ich ein Yamaha YDP 162 und dachte mir das es doch eigentlich möglich sein sollte an diesen den Yamaha ud-bt01 anzustecken, damit ich auch meinem iPad anschließen kann.

Der Grundgedanke war das ich ein Midi file in eine App lade, diese mir die passenden Notenblätter erstellt und anzeigt, und ich mit einem Tastendruck auf dem Yamaha direkt eine Rückmeldung bekomme ob ich gerade die richtigen oder falschen Noten gespielt habe.

Leider habe ich so etwas bisher nicht finden können.

Apps wie Skoove oder Simply Piano habe ich auch schon an getestet nur finde ich die Stücke die man dort lernt sehr lieblos. Vielleicht geht aber auch nur mir so?

Unterricht bekomme ich zwar jedoch wollte ich nebenher noch ein paar Fingerübungen machen, wobei ich dachte das gerade die Verbindungsmöglichkeiten des Yamahas mit helfen könnten. Mir ist es nämlich wichtig recht schnell dazu zu kommen Noten flüssig vom Blatt zu lesen.

Vielleicht habt Ihr ja ein paar Tips wie ich mein iPad zum üben mit in mein Spiel einbeziehen kann?
 
DonMias

DonMias

Dabei seit
Aug. 2015
Beiträge
2.187
Reaktionen
2.595
Erstmal: Willkommen bei Clavio. :-)

Mir ist klar, dass Du die folgenden Antworten wahrscheinlich nicht hören möchtest. Aber ich gebe sie trotzdem. :-D

Rückmeldung bekomme ob ich gerade die richtigen oder falschen Noten gespielt habe.
Diese Rückmeldung sollten Dir Deine Ohren geben. Und Du solltest von Anfang an diesen Weg gehen. Alle anderen Methoden sind nur scheinbare Abkürzungen, die den Weg aber letztlich verlängern.

Mir ist es nämlich wichtig recht schnell dazu zu kommen Noten flüssig vom Blatt zu lesen.
Manche können es. Manche lernen es nie. Schnell (auch "recht schnell") ist wohl nahezu niemand dazu gekommen. Ich weiß, klingt hart. Ist aber so. Profis können es. Für uns Amateure ist es eigentlich immer so, dass wir praktisch jedes Stück üben müssen und es nicht einfach so vom Blatt spielen können.

Suche im Forum mal nach "Prima vista". Es gibt schon etliche Diskussionen zu diesem Thema.

Dein iPad könntest Du z.B. in Dein Üben einbeziehen, indem Du damit Aufnahmen von Deinem Spiel machst (falls die BT-Verbindung denn mit dem YDP funktioniert), die Du Dir dann hinterher kritisch anhörst. Yamaha bietet dazu eine eigene App, deren genauer Name mir gerade entfallen ist. Einfach mal im App-Store stöbern.
 
R

reymund

Dabei seit
Nov. 2017
Beiträge
699
Reaktionen
505
Ist das Yamaha neu bekommst Du 3 Monate kostenlos bei Flowkey, da kannst Du das Yamaha an das iPad oder einen PC anschließen und siehe da, es ist so wie Du es möchtest.
 
K

Kleiner Ludo

Dabei seit
Mai 2016
Beiträge
1.007
Reaktionen
652
Mir ist es nämlich wichtig recht schnell dazu zu kommen Noten flüssig vom Blatt zu lesen.
Manche können es. Manche lernen es nie. Schnell (auch "recht schnell") ist wohl nahezu niemand dazu gekommen. Ich weiß, klingt hart. Ist aber so. Profis können es. Für uns Amateure ist es eigentlich immer so, dass wir praktisch jedes Stück üben müssen und es nicht einfach so vom Blatt spielen können.
Ich finde schon, dass man (jeder) das i.a. in 3 bis 6 Monaten lernen kann.
 
DonMias

DonMias

Dabei seit
Aug. 2015
Beiträge
2.187
Reaktionen
2.595
Mir ist es nämlich wichtig recht schnell dazu zu kommen Noten flüssig vom Blatt zu lesen.
Ich finde schon, dass man (jeder) das i.a. in 3 bis 6 Monaten lernen kann.
Stimmt. Wenn es ums reine Lesen geht, dann gebe ich Dir Recht. Da habe ich nicht genau genug gelesen. Ich dachte es geht um Vom-Blatt-Spiel.

Ob das nun jeder in allen Tonarten über alle Oktaven in 3-6 Monaten lernen kann oder ob es auch etwas länger dauert, sei dahingestellt. Bei mir hat es länger gedauert, teilweise tue ich mich immer noch schwer. Ich habe es aber auch nie explizit geübt. Mittlerweile finde ich glücklicherweise zumindest die korrekte Taste relativ schnell, oft schneller, als ich den Notennamen sagen könnte. Ist mir lieber, als wäre es umgekehrt. :-)
 
G

Gefallener

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
314
Reaktionen
176
Mir ist es nämlich wichtig recht schnell dazu zu kommen Noten flüssig vom Blatt zu lesen.


Ich finde schon, dass man (jeder) das i.a. in 3 bis 6 Monaten lernen kann.

Es ist doch jeder unterschiedlich vorkonfiguriert und hat andere Voraussetzungen, diverse kognitive Prädisposition etc. bla.

Von 10 unterschiedlichen Lernern, wenden alle unterschiedliche Strategien an, verwenden unterschiedliche Herangehensweisen, Techniken. Der eine hört mehr, der andere ist eher der photographische Merktyp, der nächste der Analyst, der übernächste ein ständig abschweifender Träumer und "Sonderassoziatist". Der eine lernt auswendig, malt nach zahlen, zählt, spielt Muster usw. usf.

Mmn ist ein Amalgam von allem oben genannten (und allem oben vergessenen), eine Kollage, von verschiedenen Vorgehensweisen/ -techniken praktisch.

(Also (plumpes Beispiel) aber wenn ich e e e e habe, dann lese ich ja nicht jeden Ton neu, oder (immer noch plump): wenn ich einen Lauf habe, dann "lese ich ja nicht bewusst und aktiv ständig jede Note". Hier kann man eher nach dem "wie sieht das Muster in den Noten aus" gehen. Ich finde es unerlässlich (auch vom Notenbild her) chunks zu bilden. Chunks zu sortieren, gleiche Muster erkennen und "da schon gar nicht mehr lesen müssen" und nur ggf. kleine Änderungen vorsichtig markieren. Also nicht nur der absolute Ton, sondern der Kontext. (Wie gesagt, auch erstmal der visuelle Eindruck.)

Oftmals ist die Auffassungskapazität schnell und vor allen Dingen vollkommen unnötig mit "ich muss jeden Ton lesen" erschöpft. Klüger ist´s da darzustellen: "es ist zwei mal die selbe Phrase, lediglich der letzte Takt unterscheidet sich in einem Ton". Pure relief und der Probant entkrampft und "ach das ist ja einfach."


Hier ist auch jeder anders gewichtet. Aber man kann und sollte Schwerpunkte im Bereich "der Koppel des Steckenpferdes" ansiedeln. Hier: "vorhandene Prädispositionen" nützen.

Allerdings ist der Eimer nur so voll wie die niedrigste seiner Spanten hoch. Deswegen auch die Schwächen nach und nach stärken.


So wie du das hier sagst @Kleiner Ludo kann es sich nur um ein eher rudimentäres "ich kann Punkte Namen zuordnen und umgekehrt" handeln. (No offense. Ist ja auch ok.)

Ich empfinde "das Notenlesen" als das Unwesentlichste der Musik und vorenthalte es jedem "den ich in die Finger kriege" so lange es geht!

Noten sind Notizen, Sheets (wie heißt das eigentlich auf deutsch?) sind Spickzettel.
Man "umgeht" die Ohren, wenn man von der Pike an nur seinen Augen trauen kann. "Ah 2. Linie, kein Ventil" -> Pust ...

Gab ne Menge Leute die, nahm man ihnen die Noten vom Pult, aufhörten zu spielen. "Mein Instrument funktioniert nur mit Noten" ... "ähm *hüstel* ja, stimmt ... ich vergaß."


Frage an den Thread Ersteller: (sorry wenn das irgendwo schon erwähnt wurde, ich überflogs nur rasch und hatte "Lust zu tippen".)

Wieso möchtest du möglichst schnell Noten lernen?

Also ich würde das, wie hoffentlich angeklungen, nicht so grals- heilig sehn. Im Gegenteil.


Im 2. Post ist eigentlich schon vieles gesagt.


"Nur" Punkten Namen geben resp. sie auf Töne von sich gebenden Zebrastreifen wiedererkennen ist wie Buntstifte/Farben am Geschmack erkennen.

Und um meinen Post noch rund zu machen, den Kreis zum Eingans gesagten zu schließen: Auch hier im Forum wenden 10 verschiedene Spieler 10 verschiedene Lesarten beim (bspw.) vom Blattspiel an usw. usf.
 
Shigeru

Shigeru

Dabei seit
Juni 2009
Beiträge
1.250
Reaktionen
415
Piano Notes Pro ist eine tolle App für alle, die Probleme haben mit dem Noten lesen.

Das Problem ist, dass man damit auch täglich 10 Minuten üben müsste...

Man kann den Tonumfang frei wählen und auch die Vorzeichen/Tonarten

Ich mache das mit Problemschülern im Unterricht. Geht schneller als mit schreiben (das ist natürlich auch nachhaltiger) und nach 5 Minuten merken wir schon große Fortschritte

Nächste Woche fangen wir dann leider meistens wieder von vorne an
 
FünfTon

FünfTon

Dabei seit
Sep. 2015
Beiträge
3.168
Reaktionen
1.722
Von 10 unterschiedlichen Lernern, wenden alle unterschiedliche Strategien an, verwenden unterschiedliche Herangehensweisen, Techniken. Der eine hört mehr, der andere ist eher der photographische Merktyp, der nächste der Analyst, der übernächste ein ständig abschweifender Träumer und "Sonderassoziatist". Der eine lernt auswendig, malt nach zahlen, zählt, spielt Muster usw. usf.
Ganz am Anfang machen alle erstmal das gleiche: Noten Töne zuordnen.

So wie du das hier sagst @Kleiner Ludo kann es sich nur um ein eher rudimentäres "ich kann Punkte Namen zuordnen und umgekehrt" handeln. (No offense. Ist ja auch ok.)
Ja, das sind die Grundlagen, die müssen sicher sitzen.

Ihr wollt immer den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Ja, du liest ganze Takte auf einmal. Das interessiert aber keinen Anfänger im Notenlesen. Das ist so dermaßen irrelevant für den, wie stenografische Techniken und Maschinenschreiben für einen Alphabet-Anfänger.

Ich empfinde "das Notenlesen" als das Unwesentlichste der Musik und vorenthalte es jedem "den ich in die Finger kriege" so lange es geht!
Toll!

Und um meinen Post noch rund zu machen, den Kreis zum Eingans gesagten zu schließen: Auch hier im Forum wenden 10 verschiedene Spieler 10 verschiedene Lesarten beim (bspw.) vom Blattspiel an usw. usf.
Deine seitenlangen Ausführungen haben vor allem einen Effekt: Sie sollen das Notenlesen wie eine unglaublich komplizierte Raketenwissenschaft wirken lassen. Und genau so ist dann auch die Meinung dazu im Volksmund.

Flüssiges Notenlesen ist piepeinfach. Das kann man in sechs Wochen lernen, ohne App. Einfach durch Lesen von möglichst viel aufgeschriebener Musik. Ob man die dann singt oder ins Klavier "eintippt", ist dabei nebensächlich. Aber Noten lernt man vor allem durch Notenfressen.
 

G

Gefallener

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
314
Reaktionen
176
Ganz am Anfang machen alle erstmal das gleiche: Noten Töne zuordnen.
Ganz am Anfang vom Notenlesen? Oder vom Klavierunterricht an sich?

Ja, das sind die Grundlagen, die müssen sicher sitzen.
Es gibt noch mehr Grundlagen als Notenlesen.
Ein Trompetenschüler eines Freundes hatte durchaus Talent. Er bezichtigte ihn als "Problemkind" und machte das daran fest, dass er keine Noten lesen konnte und es auch nicht lernen mochte.

"Oh, du kannst die Grundlagen nicht ... du bist leider nichts wert und raus." *an den Kopf greif*

Das der Bub in den hellsten Tönen sang, eine unglaubliche Auffassungsgabe hatte, eine intuitive Veranlagung das Instrument zu handhaben, Spaß an der Sache hatte, Interesse. Das zählt alles nichts. Und warum? Weil der Lehrer selbst nur "Notentyp" war, kein bisschen singen kann, für ihn Noten nur "Griffe auf dem Instrument" und Töne in den Hilflinien nur "Auweia´s ist das hoch" sind...

Wollt ihr das? Dann bitte. DANN sind Noten lesen die Grundlage. Schön! Nicht für mich.

Der Lehrer kann halt (musikalisch) nur wegen des "Wissens um Noten" kommunizieren. Das sind dann auch jene die gleich jeden Fachbegriff rumschleudern, weil... ja ist ja das einzige was sie sehen.

Ihr wollt immer den zweiten Schritt vor dem ersten machen.
Für mich ist Notenlesen der 2. oder 3. Schritt vor denen davor. Klar hätte ich es einfacher wenn ich mal eben kurz die Noten erkläre (was vom gesamten Unterricht das "dankbarste" und mit Abstand Kurzweiligste und einfachste ist. (JA! Auch und gerade für ""Problemschüler"" -.-) Aber ich "zwinge" die Schüler in die "unangenehme Situation" hören zu müssen. Weil sie eben nicht lesen können (edit) sollen!

Es muss ja auch nicht von allem Noten geben nur um Musik zu machen!

Deine seitenlangen Ausführungen haben vor allem einen Effekt: Sie sollen das Notenlesen wie eine unglaublich komplizierte Raketenwissenschaft wirken lassen. Und genau so ist dann auch die Meinung dazu im Volksmund.
Schwachsinn! Das steht bei mir nicht mal zwischen den Zeilen. S.o. für mich ist´s das banalste am gesamten Unterricht. Und da das so ist und "der Volksmund" Lehrer an "oh der kann Noten lesen" messen, passiert viel Unterricht nur auf der Ebene.

Dann wird bestraft, wenn er einen Ton falsch liest / drückt und der Lehrer meint Gott wunder was er wäre, (edit) nur weil er ihn korrigieren kann. So dümpelt der Schüler rum bis er in der Pubertät keinen Bock / Sinn mehr sieht und der Lehrer kommentiert mit "man macht nicht aus allen einen (guten) Musiker).

JA! SO NICHT! (Ich muss mich an der Stelle ärgern weil ich dagegen nichts sagen kann und er die "höhere" Studierten - Plakette - Legitimation an der Brust hat als ich. Und sehe Generation um Generation verfallen.)

Und was sie alle gemein haben? Noten lesen können sie ALLE. ;)

Ja! Behauptete nie das Gegenteil. (Edit) Nur dass es nicht das elementarste ist, und wichtigste und überschätzt wird, da im visuellen Schatten so vieles unausgeprägt, verkümmern muss. Das ist mein Standpunkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Melegrian

Melegrian

Dabei seit
Juli 2018
Beiträge
2.445
Reaktionen
1.120
Mir fällt dazu Irving Berlin ein, der sich selbst das Klavierspielen beibrachte und weil er keine Ahnung hatte, nur die schwarzen Tasten benutzte. Damit aber wohl auch einen Welthit landete.
Der ehemalige Straßenjunge war auf dem besten Wege, ein bekannter Komponist zu werden, und dies, obwohl er weder Noten lesen noch richtig Klavier spielen konnte. Er komponierte seine Melodien, andere schrieben die Noten für ihn auf.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Irving_Berlin
Dann fällt mir noch "’O sole mio" von Eduardo Di Capua ein. Warum gibt es da einen dritten Autor, der die Noten auf Papier übertrug? Weil das Eduardo Di Capua nicht für nötig hielt oder weswegen?
Es gibt noch einen dritten Autor, da er die Noten von ’O sole mio auf das Notenpapier übertrug

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/’O_sole_mio
Nun ja, ich habe nicht einen Bruchteil von deren Talent und musste zuerst Noten lesen lernen, doch es geht halt auch ohne. Vom Blatt spielen könnte ich deshalb noch lange nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
L

Leberwurst

Guest
Ich habe mal von einer Lehrerin gehört, die testet neu aufzunehmende Klavierschüler vorher auf ihre "Begabung". Der Test sieht so aus: sie zeigt willkürlich auf irgendwelche Noten und der Anwärter (blutiger Anfänger!) muss den Namen der Note sagen. Wenn er das nicht kann, wird er als "unbegabt" aussortiert. Solche Blüten kann der Notenglaube treiben...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
März 2006
Beiträge
21.737
Reaktionen
20.702
für mich ist´s das banalste am gesamten Unterricht.
Dafür machste aber einen riesigen Wirbel drum. ;-)
Logisch steht der musikalische Ansatz immer im Vordergrund. Das schließt doch aber nicht aus, von Anfang an das bissel Notenschrift nebenher einzupauken. Es gibt für einen normalen Menschen ohne besondere Einschränkungen nicht den geringsten Grund, darauf zu verzichten oder es nach hinten zu verschieben, gerade weil das Erlernen so banal, der Zweck dafür aber umso wertvoller ist.
 
MinimalPiano

MinimalPiano

Dabei seit
Feb. 2018
Beiträge
595
Reaktionen
353
Sage deiner Tochter einen schönen Grüß, sie möge das Notenblatt um 90° im Urzeigersinn drehen und die Noten offenbaren sich am Klavier. Jetzt muss man ihr nur noch sagen dass das c' zwischen Bass und Violinschlüssel liegt.
Na, das ist ja toll? Wen haben wir denn hier? Einen verkannten Komiker! Private Joker? Ich bewundere Sie aufrichtig! Sie gefallen mir?
 
G

Gefallener

Dabei seit
Aug. 2011
Beiträge
314
Reaktionen
176
Den Wirbel mache nicht ich darum, sondern der wird in meine Ausführungen hinein interpretiert!

Ich finde es beinahe erschreckend, dass niemand meinen Standpunkt nachvollziehen kann. Es geht auch nicht um Extreme. Niemand hat behauptet, dass ich das Notenlesenlernen nie lehre.

Dennoch finde ich, und leider habe ich natürlich keine wissenschaftlichen Beweise, es essentiell zu hören. Und meine Erfahrung sagt mir, dass, kenne ich erst einmal die Noten / Tasten / Griffe / Saiten Schrägstrich whatever, dass ich dann hörfaul werde.

Der Klang ist dann ein "Nebenprodukt" des "Ah 2. Linie g´ - Taste - Drückens."
Ab hier läuft alles weitestgehend visuell ab. ( Soweit meine Erfahrung mit Blasinstrumentalisten.)

Visuell kriege ich eine ganz andere, persistente Informationsstruktur präsentiert wie wenn ich mich irgendwie mit auditiven, vergänglichen "arrangieren" muss.

Wenn ich ein Notenblatt habe, wir (mMn) zu früh zu statisch ein Dogma gelehrt, dass es dieses Stück nur in der Form gibt und geben kann. Es wird statisch der Plot abgearbeitet mit Tunnel"gehör" und "sich mit Vorzeichen verzetteln" , krampfhafte Rechenübungen anstellen beim Transponieren u.ä. sind an der Tagesordnung.

Mit einem häufiger benutztem Gehör habe ich solche Probleme weniger. Dann kann ich immer noch die visuellen Informationen hinzuziehen, bin aber nicht ausschließlich darauf angewiesen.

Hier im Forum wird es zu 95% "off the rack" Musiker geben. Perfekte Dressur. Ja, das ist ok!

Ich möchte auch mal jemand dem die Tonart egal ist, der nicht für "Happy birthday" Noten braucht. Jemand der aus seinem Instrument mal Sachen rausbringt, die nicht irgendwo schon stehen. (Und damit meine ich nicht diese "seht her meine Komposition - bin ich nicht geil - lobhuldigt mich - TEY - scheiße" .... mit Verlaub)


Dazu ist (mein momentaner) Ansatz: Noten erstmal außen vor Punkt.

Und ich bin kein super ausgebildeter Musiker und will es auch nicht sein. Ich weiß, dass mir hier jeder 1,5. an den Karren pinkeln wird und kann... Aber dennoch weiß ich was ich tue 1. und 2. ist´s mir herzlich egal was sämtliche "Kreismusikschul- Akkurateure" für die Musikalität ist die Anzahl der Preise, die ich als Fötus bei Wettbewerben gewann zu sein scheint.

Ich predige, dass das Gehör das wichtigste ist und dass man es sich vertrauter machen kann BEVOR es zu spät ist und damit meine ich Band 3 meiner Schule durchlaufen habe und mir dann auffällt, dass ich zwar total toll vom Blatt spielen kann, aber mein Gehör nur blinde Kuh spielt.
 
 

Top Bottom