ABBA - keine original Tonlage???

M

marcelm555

Dabei seit
13. März 2017
Beiträge
14
Reaktionen
3
Hallo Miteinander,

ich habe mal eine Frage: Es gibt Massenhaft Noten von ABBA - in Songbooks, als Leadsheets usw. Bislang haben alle gemeinsam, dass sie nicht der original Tonhöhe entsprechen. Ist das schon jemandem aufgefallen? Transponiert Ihr die Stücke oder wie macht Ihr das?
 
cwtoons

cwtoons

Dabei seit
28. Apr. 2011
Beiträge
8.809
Reaktionen
6.959
Warum sollte man transponieren? Ein Popsong in A als Klaviersolostück klingt genauso gut wie der gleiche Song in F.

CW
 
M

marcelm555

Dabei seit
13. März 2017
Beiträge
14
Reaktionen
3
ja schon. Aber spielst du nicht gern in der Original-Tonart? Und auf was ich eigentlich hinaus möchte ist, dass es doch komisch ist, dass man das nicht findet, grade bei ABBA???
 
cwtoons

cwtoons

Dabei seit
28. Apr. 2011
Beiträge
8.809
Reaktionen
6.959
Wenn ich Noten von einer Popnummer vorliegen habe, ist es mir zunächst egal, in welcher Tonart sie stehen. Der Wert der Noten liegt für mich in der Qualität des Arrangements. Originaltonart oder nicht spielt da keine Rolle.

Wenn ich mir allerdings selbst ein Arrangement schreibe und ich dafür zuerst den Song heraushören und aufschreiben muss, lande ich von alleine in der Originaltonart.

Wenn es tatsächlich so ist, dass ABBA-Noten häufig nicht in der Originaltonart stehen, könnte es daran liegen, dass der Bearbeiter wegen der Spielbarkeit und damit der leichteren Verkäuflichkeit wegen von der Originaltonart abgewichen ist.

CW
 
M

marcelm555

Dabei seit
13. März 2017
Beiträge
14
Reaktionen
3
Okay, das ist ein Argument. Komisch dass sich daran noch keiner gestört hat.Aber gut, Du hast recht.
 
M

marcelm555

Dabei seit
13. März 2017
Beiträge
14
Reaktionen
3
Ja wirklich. Thank you for the Music z.B findest Du überall in der Tonart D. In ABBA Gold, auch bei Deinem genannten Beispiel. Das Original ist in E geschrieben. Komisch oder?
 
Dorforganistin

Dorforganistin

Dabei seit
22. Apr. 2015
Beiträge
2.675
Reaktionen
2.339
Das ist nicht so komisch, wenn man bedenkt, dass sich viele vor mehr als zwei Vorzeichen regelrecht fürchten, auch wenn es dafür keinen rechten Grund gibt.
Und wenn man ein bisserl auf der Gitarre klampfen kann, fällt es vielen auch da leichter, die Akkorde D, A(7) und G zu greifen als E, H(7) und A.

Und dann kommt noch dazu, dass bei solchen Arrangements oft versucht wird, einen Tonumfang zu erreichen, der die Stücke auch für eher ungeübte Sänger "machbar" erscheinen lässt. Auch das oft ein psychologisches Problem, aber bei Laien häufig anzutreffen. "Meine" Altistinnen im Chor gehen beim Einsingen an manchen Tagen ohne Murren mit bis zum g'', aber wehe, in den Noten steht dann ein e'', dann heißt es, nee, geht nicht, zu hoch.
 
pianochris66

pianochris66

Dabei seit
23. Mai 2012
Beiträge
9.577
Reaktionen
11.067
Aber nicht "key: original"; "level" sagt ja nix über die Tonart aus.

Grüße
Häretiker

Klingt logisch. Auf der anderen Seite könnte und sollte es aber auch bedeuten, dass Die Tonart identisch ist. Wenn z.B. ein Original in C-Dur steht und die erworbenen Noten in Cis-Dur könnte das vielen Klavierspielern Probleme bereiten:idee:;-).

Grüße
Christian
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
22.063
Reaktionen
21.182
Thank you for the Music z.B findest Du überall in der Tonart D
Ich habe das jetzt in gar vielen Tonarten gefunden. Interessant ist das allemal, da die diversen Arrangements tonartbezogen nicht immer leicht gesetzt sind. Betrifft das wirklich alle Titel? Bin gerade zu faul zum nachhören. TYFTM z.B. ist ursprünglich als Teil eines Musicals komponiert worden. Da ist die Frage, was jetzt original ist, D oder E?
 
Zuletzt bearbeitet:
Häretiker

Häretiker

Dabei seit
11. Nov. 2014
Beiträge
3.727
Reaktionen
4.094
Jo, so kenne ich das auch. Da organisieren wir uns ein Lied, und für die Sängerin dürfen wir das dann gerne eine Terz oder Quart höher spielen.

Sänger sind wirklich eine Spezies für sich. *) :-)

Grüße
Häretiker

*)
Ein bisschen weiß ich, wovon ich rede. Mein Klavierlehrer hat sein Studium als Kirchenmusiker begonnen und als Sänger (Bass) beendet. Der bekam das tiefe C vom 'Sarastro' volle Granate, tiefster Ton war Kontra-A.

Und in den Projekten während meines Gesangsunterrichts, den ich zehn jahre genoss, waren auch ein paar lustige Vögel dabei.
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
19. März 2006
Beiträge
22.063
Reaktionen
21.182
Rheinkultur

Rheinkultur

Super-Moderator
Mod
Dabei seit
1. Apr. 2012
Beiträge
9.685
Reaktionen
8.888
Transponiert Ihr die Stücke oder wie macht Ihr das?
Für erfahrene Spieler (im professionellen Bereich sowieso) gehört das sichere Spiel und improvisatorische Fertigkeiten in unterschiedlichen Stilistiken und in allen Tonarten zum Handwerkszeug. Bei der Wahl der Tonart ist man natürlich freier, wenn ein Titel rein instrumental wiedergegeben wird. Anders sieht es bei der Begleitung von Vokalsolisten oder Vokalgruppen/Chören aus. Je nach Tonlage und Klangcharakter der zu begleitenden Stimme(n) ist die am besten geeignete Tonart zu ermitteln und in dieser auch zu musizieren. Wenn eine Solistin mit klassisch ausgebildeter Stimme eine Popballade singt, wird sie eine Tonart wählen, in der sich die Stimme möglichst nicht "nach Oper anhört", was dem interpretierten Titel eine unpassende Note verleiht. Bei einem ausgeschriebenen Arrangement für mehrere Stimmen ist die Tonart für die Begleitung an den Tasten ohnehin vorgegeben.

LG von Rheinkultur
 
cwtoons

cwtoons

Dabei seit
28. Apr. 2011
Beiträge
8.809
Reaktionen
6.959
ob Abba überhaupt über Harmonien bescheid wussten, das bezweifle ich.
Da bin ich mir ziemlich sicher, dass die das konnten, zumindestens das, was man für Popmusik braucht. Man schreibt nicht am laufenden Band Evergreens und über hundert Songs und arbeitet nach der ABBA-Zeit weiterhin erfolgreich als Musiker, ohne die musikalischen Grundlagen kapiert zu haben.

CW
 
mick

mick

Dabei seit
17. Juni 2013
Beiträge
11.711
Reaktionen
20.028
Der bekam das tiefe C vom 'Sarastro' volle Granate

Die Sarastro-Partie hat zwar eine insgesamt tiefe Tessitur, die einen seriösen Bass mit entsprechender Durchschlagskraft in dieser Lage erfordert; der tiefste Ton ist allerdings kein C, sondern nur ein "harmloses" F. Die tiefste Bass-Note bei Mozart ist meines Wissens das D in der Osmin-Arie. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Häretiker

Häretiker

Dabei seit
11. Nov. 2014
Beiträge
3.727
Reaktionen
4.094
Die Sarastro-Partie hat zwar eine insgesamt tiefe Tessitur, die einen seriösen Bass mit entsprechender Durchschlagskraft in der entsprechenden Lage erfordert; der tiefste Ton ist allerdings kein C, sondern nur ein "harmloses" F. Die tiefste Bass-Note bei Mozart ist meines Wissens das D in der Osmin-Arie. ;-)

Hm, vielleicht haben da meine Eltern, die mir das erzählten, was durcheinander geworfen, ich kenne diese Oper nicht (Mozart, halt). Oder es wurde immer falsch kolportiert.

Ansonsten heißt es in dem Bassistenwitz ja immer:
Der Bassist geht barfuß über den kalten Steinfußboden.
"Oh mein Gott, sie erkälten sich ja!"
"Das will ich auch, ich muss übermorgen den Sarastro singen!"
Das ist ja schon sachlich falsch. :-)

Allerdings hat er mir das Große C vorgesungen und auch demonstriert, dass das Kontra A noch anspricht.

Grüße
Häretiker
 
 

Top Bottom