Originale nachspielen

J. S. Schwach

J. S. Schwach

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Also ich hab schon öfter gelesen dass Leute monatelang oder fast ein Jahr lang an einem Stück sitzen bis es "perfekt"klingt. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen, da ich denke dass es sicher auch schon vorher schön klingt und man so seine Gefühle gut loswerden kann.

Ein geschultes Ohr wird sich mit etwas, das nicht perfekt klingt, nicht zufrieden geben. Wenn du hörst, was du falsch machst, dann wirst du daran arbeiten und es abstellen wollen. Der Weg ist freilich mühsam und die Fortschritte werden immer kleiner.

Das "Nachspielen" halte ich übrigens für eine ser schwierige Übung, weil man Klangeffekte erzeugen muss, die man eigentlich nicht drauf hat. Erreichen wird man das Vorbild (Originale gibt es nicht) dabei nie, aber man entwickelt sich technisch weiter.
 
Riesenpraline

Riesenpraline

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warum muss das Lied genau wie das Original sein?
Wie klang denn damals das Präludium No. 1, als Bach es auf dem Klavier (Orgel) spielte?

Dummerweise hat er damals keinen Rekorder mitlaufen lassen, was ihm viele heute noch übel nehmen.

Es gibt also bei jedem notierten Stück immer einen gewissen Interpretationsspielraum für den Pianisten, der bei der Geschwindigkeit des Taktes anfängt und bei der Lautstärke der einzelnen Töne (wie laut ist ff?) noch lange nicht aufhört.

Wenn du aber schreibst, dass DU mit der Anschlagsdynamik im Allgemeinen noch deine Probleme hast, klingt deine Frage für mich so, als ob du von uns die Absolution erteilt haben möchtest, weil du aufgrund pianistischer Defizite die Stücke noch nicht so nachspielen kannst, wie es der Notation nach im weitesten Sinne sein müsste.
 
 

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