A new original composition / Eigenkomposition

The Ol' Reliable

The Ol' Reliable

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Seconds in g minor by (The Ol' Reliable on Youtube)

Sekunden in G moll

 
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hasenbein

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Ich frage mich ja manchmal, was Zeitreisende von 1820 so sagen würden, wenn sie ins Jahr 2020 kämen.

"Oh, für Klavier schreiben sie ja immer noch so wie wir, nur deutlich langweiliger und fehlerhafter!" :lol:
 
Demian

Demian

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Zwischen 2:15 und 2:45 blitzt gelegentlich etwas Originalität durch, das Tausendmal Gehörte wandelt sich für kurze Zeit in etwas Individuelles, Interessanteres. Schade, dass du das nicht zum Prinzip deines Stücks gemacht hast!
 
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The Ol' Reliable

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Ich frage mich ja manchmal, was Zeitreisende von 1820 so sagen würden, wenn sie ins Jahr 2020 kämen.

"Oh, für Klavier schreiben sie ja immer noch so wie wir, nur deutlich langweiliger und fehlerhafter!" :lol:
Vielleicht weil jemand wie du keine inhaltliche Kritik äußern kann sondern nur junge Musiker mit legendären Komponisten vergleicht um sich im musikalischen Intellekt überlegen zu fühlen
 
instrumentenfreak

instrumentenfreak

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Ich finds nicht schlecht, es ist aber auch nix dabei, was ich nicht anderswo schon gehört hätte. Leider holpert es mir zu sehr ... an der Ausführung müsstest du meiner Meinung nach noch arbeiten. Der Rhythmus holpert zu sehr (du lässt das Pedal beim Akkordwechsel immer etwas zu früh los, dadurch kommt Unruhe rein).

Ich würde bei den Sekunden den zweiten Ton deutlich betonen und den ersten eher als Grace-Note spielen.
Wie Demian schreibt, ist der interessanteste Teil zwischen 2:15 und 2:45. Davor und danach ist es (zumindest für Musiker*innen mit klassischem Hintergrund) relativ langweilig.
 
rolf

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@The Ol' Reliable bist du als "junger Musiker" interessiert an "inhaltlicher Kritik"?

Ein 6jähriger Bub hatte 1816 ebenfalls in g-Moll eine kleine Polonaise komponiert, sein Klavierlehrer hatte sie aufgeschrieben (eine Kopie hängt an der Wand in Zelazowa Wola) - später wurde der Bub ein "legendärer Komponist".
Die kleine Polonaise folgt ganz grob dem Schema A-B-A. Dein Stück auch. Obwohl die kindliche Minipolonaise wirklich schlicht und einfach nur niedlich ist (köstlich ist da drin die naiv-kindliche Imitation von "virtuosen Gesten" mit allereinfachsten Mitteln) verfügt sie über abwechslungsreichere Begleitmuster, über eine reichere Harmonik (Mittelteil in B-Dur) und weniger Wiederholungen als dein Klavierstück.
Deine Harmonien erschöpfen sich in t, D7, in der Mitte mal DD7, andeutungsweise s und offenbar ist dir sehr daran gelegen, auf dem Bass d abwechselnd die Sextakkorde von Es und D zu bringen (was übrigens schon seit 250 Jahren nichts neues ist)
Dein Stück "lebt" von der melodischen Anfangsfloskel, die du viel zu oft wiederholst, ohne dass sie weitergeführt oder variiert würde. -- schade, denn mit dieser (irgendwie nicht ganz unbekannten, sie ist einigen Sachen sehr ähnlich) Melodiefloskel ließe sich im Sinn von Stilimitationen sicher viel mehr anfangen (muss nicht nur links gar zu einfach "walzern" (ja...in der Mitte wird kurz versucht, die Walzerbegleitung aufzupeppen))

Weitermachen? Tipps für vergleichbare g-Moll Sachen?
 
hasenbein

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Er möchte keine Kritik. Er möchte lediglich in diesen schweren Zeiten, einsam zur Weihnachtszeit, ein bisschen positive Rückmeldung, dass Menschen sich an seinem Stück erfreuen, und wenigstens dieses kleine warme Gefühl genießen dürfen.
 
The Ol' Reliable

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Gotteswillen ich wusste nicht dass es so anmaßend ist eine kleine Komposition von sich selbst zu veröffentlichen
Hier ist einiges an hilfreicher Kritik dabei mit der ich arbeiten kann danke dafür
Warum @hasenbein darauf so reagiert als hätte ich das Stück der Beleidigung seiner Mutter gewidmet ist mir unklar
 
Tastatula

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@The Ol' Reliable , ich finde, zunächst mal, dass Du es sehr schön spielst. Du hast ein sehr gutes Gefühl für Phrasen.
Auch gefällt mir die Ruhe des Mittelteils.
Das Stück will gar nichts Besonderes sein und das ist ok so, jedenfalls für mich. Es ist ein kleiner Pausenfüller und so hast du es ja auch betitelt "Sekunden in g-moll"
Auf eine Sache möchte ich noch aufmerksam machen: Wenn Du die D benutzt, dann muß Dir immer klar sein, warum Du die Terz in den Bass nimmst. Die Durterz ist ein sehr fragiles Ding, auf dass man keine Brücken bauen soll und schon gar keine Verdopplungen. Das hält sie klanglich in der Regel nicht aus. Sie kann als Durchgangsdominante durchaus schön klingen, aber im Wechsel mit der Tonika immer und immer wieder die Terz als Fundament hinzustellen, gefällt mir überhaupt nicht.
 
Rheinkultur

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Gotteswillen ich wusste nicht dass es so anmaßend ist eine kleine Komposition von sich selbst zu veröffentlichen
Hier ist einiges an hilfreicher Kritik dabei mit der ich arbeiten kann danke dafür
Warum @hasenbein darauf so reagiert als hätte ich das Stück der Beleidigung seiner Mutter gewidmet ist mir unklar
Es ist absolut nicht verboten oder unerwünscht, kreativ zu sein und die Ergebnisse hier vorzustellen, im Gegenteil. Du hast aber Dein Stück ohne weiteren Kommentar hochgeladen und damit die Frage offen gelassen, warum. Sollen die Hörer das einfach nur so, wie es ist, toll und meisterhaft finden - oder legt der Einsteller Wert auf eine Resonanz, die ihn künstlerisch weiterbringen kann? Die auch kritisch ausfallen kann? Nicht in den höchsten Tönen lobend? Die etwas als langweilig und fehlerhaft benennt, was langweilig und fehlerhaft ist?

Wenn auf die letztgenannten Impulse die Antwort Nein lauten sollte, wäre das schade. Denn damit bliebe die Chance ungenutzt, daraus zu lernen, wie man interessante und handwerklich gekonnte Musik schreiben könnte. Vor gut zwanzig Jahren habe ich professionell gedruckte Noten zeitgenössischer iranischer Komponisten in die Hand bekommen, die Klavierstücke auf frühromantischer Stilbasis mitteleuropäischer Herkunft geschrieben haben: harmonisch einfach gehalten, aber melodisch sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet - da meine ich entfernt einige Parallelerscheinungen zu vernehmen.

Solltest Du hilfreiche Kritik wünschen, die Dich weiterbringt, gerne einige Stichworte. Nehme Dir doch mal ein paar frühromantische Klavierstücke mit der Bezeichnung Nocturne/Notturno/Nachtstück aus der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts (gerne vorzugsweise in g-Moll oder anderen Molltonarten) von Komponisten wie John Field über Chopin bis Robert Schumann und analysiere mal das eine oder andere Stück. Auf imslp.org gibt es Unmengen entsprechender Noten zum Nulltarif. Was passiert motivisch-thematisch in der rechten Hand mit wiederkehrenden Wendungen - wie werden diese variiert oder weiterentwickelt? Was passiert mit den Begleitmustern in der linken Hand - bleiben diese stets unverändert oder werden diese Muster im Dreiermetrum geschickt durchbrochen und dadurch plötzlich variabel und interessant? Ansonsten ist es keineswegs verboten, das musikalische Vokabular von vor zweihundert Jahren noch heute zu benutzen. Das tut ein Fazıl Say in seinen Drei Balladen op. 12 auch:
https://de.schott-music.com/shop/3-balladen-no229684.html


Er tut es und es klingt frisch, unverbraucht und überhaupt nicht stereotyp.

Tipp: Vermeide es, Melos (rechte Hand) und Begleitmuster (linke Hand) strukturell zu verdoppeln. Wenn Du den D-Dur-Akkord mit Fis (also der Terz) im Bass hast, klingen Verdopplungen mit dem Ton Fis in der rechten Hand furchtbar. An anderen Stellen verdoppelst Du mit C die dissonierende Septime oder mit Es die ebenfalls dissonierende None und nimmst den beiden Ebenen damit ihre Unabhängigkeit.

Abschließend: Dir will hier keiner was und niemand hat vor, Dich einfach nur niederzumachen, auch ein @hasenbein nicht. Denn alle großen Tonsetzer sind nur durch unablässiges Lernen und ständige Weiterentwicklung erst groß geworden - auch hier besteht die Chance, von erfahrenen Kolleg(inn)en zu profitieren.

LG von Rheinkultur
 

Rheinkultur

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Wunderbar geeignet für eine Analyse und eigene Erkenntnisse:


Der wiederholte G-Moll-Teil lässt der rechten Hand reiche melodische Entfaltung und unterlegt diesen Part mit einfachen begleitenden Mustern, die trotz ihrer Schlichtheit nie stereotyp wirken und punktuell eine Eigendynamik entwickeln.

Und wenn es im Dreiermetrum sein soll, schaue man sich die linke Hand und ihr Miteinander und Gegeneinander in Verbindung mit der rechten Hand an:


LG von Rheinkultur
 
The Ol' Reliable

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Er möchte keine Kritik. Er möchte lediglich in diesen schweren Zeiten, einsam zur Weihnachtszeit, ein bisschen positive Rückmeldung, dass Menschen sich an seinem Stück erfreuen, und wenigstens dieses kleine warme Gefühl genießen dürfen.
Ich bezweifle dass das hilfreiche Kritik war @Rheinkultur
Ich poste in naher Zukunft ein weiteres meiner Stücke mithilfe der tatsächlich hilfreichen Kritik der meisten Kommentare und lass es dann wieder hier zerreißen 👍
 
hasenbein

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Mr. Leberwurst, wenn Du jetzt mal frisch ausgeschlafen und kaffeegestärkt hier so durchliest, wirst Du feststellen, dass ich überhaupt nichts "zerrissen" habe, sondern lediglich in süffisanter Weise zentrale Kritikpunkte genannt habe, die auch den von Dir als hilfreich angesehenen Postings zugrunde liegen: nämlich dass Du zu langweilig (repetitiv, harmonisch eintönig usw.) und fehlerhaft (Nichtbeachtung satztechnischer und formaler sinnvoller Regeln) geschrieben hast.

Jaja, Dir passt der TOOON nicht, ich weiß. Und dass ich so unspezifisch war und nicht gleich Tipps geschrieben habe wie andere. Aber siehst Du Dich wirklich als so verletztlich? Hast Du noch nie z.B. einen Sporttrainer oder Mannschaftskameraden gehabt, der Deine Leistung bei einer Sache in frech-direkter Weise als schlapp bezeichnet hat, ohne gleich hinterherzuschieben: "Aber lieber Ol' Reliable, das ist kein Grund, traurig zu sein, folgendermaßen kannst Du es nächstes Mal viel besser machen"?
 
The Ol' Reliable

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Mr. Leberwurst, wenn Du jetzt mal frisch ausgeschlafen und kaffeegestärkt hier so durchliest, wirst Du feststellen, dass ich überhaupt nichts "zerrissen" habe, sondern lediglich in süffisanter Weise zentrale Kritikpunkte genannt habe, die auch den von Dir als hilfreich angesehenen Postings zugrunde liegen: nämlich dass Du zu langweilig (repetitiv, harmonisch eintönig usw.) und fehlerhaft (Nichtbeachtung satztechnischer und formaler sinnvoller Regeln) geschrieben hast.

Jaja, Dir passt der TOOON nicht, ich weiß. Und dass ich so unspezifisch war und nicht gleich Tipps geschrieben habe wie andere. Aber siehst Du Dich wirklich als so verletztlich? Hast Du noch nie z.B. einen Sporttrainer oder Mannschaftskameraden gehabt, der Deine Leistung bei einer Sache in frech-direkter Weise als schlapp bezeichnet hat, ohne gleich hinterherzuschieben: "Aber lieber Ol' Reliable, das ist kein Grund, traurig zu sein, folgendermaßen kannst Du es nächstes Mal viel besser machen"?
Haha Sportlehrer süßer Vergleich
Scrooge ist allerdings deutlich passender wenn man sich das zweites Kommentar ansieht
 
 

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