Was muss ein Stück beinhalten um bei euch anzukommen?

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DennisT2303

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13. Dez. 2020
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Hallo zusammen,

aus reinem Interesse stellte sich mir mal die Frage:

was braucht es bei euch bei einem Musikstück, damit es auf euch einen appeal hat bzw. euch beeindrucken kann? Wo würdet ihr eure Schwerpunkte setzen wenn ihr ein Stück komponieren wolltet ? Gerne auch ein konkretes Stück mit Beispiel, was daran euch so auffällt bzw. gefällt. Grundsätzlich lautet die Frage "Was macht gute Musik aus?" Aber diese Frage kann man so einfach nicht stellen, denn jeder ist verschieden. Es gibt natürlich Grundvoraussetzungen, die ein Musikstück gut oder weniger gut machen.

Ich freue mich auf anregende und interessante Antworten und Unterhaltungen :D

LG,
Dennis
 
Ganz klar: Es muss so beschaffen sein, dass die Mädels total drauf abfahren. Also die optimale Mischung aus atemberaubender Virtuosität und äußerster Schmalzigkeit, die stark ins Libidinöse abdriftet.

Beispiel: "Ballade pour Adeline".
 
4‘33“ von John Cage. Was mich daran fasziniert: die Komplexität der musikalischen Anlage, die polyphone Melodik der Stimmen und die spannungsvollen Klangfarben der Stille. So etwas zu komponieren - man hätte eigentlich selbst darauf kommen können. Nun ist‘s zu spät.
 
Die wird der TE nicht kennen, da musste sogar ich Youtube konsultieren, und ich bin altersmäßig nahe dran.

Also die optimale Mischung aus atemberaubender Virtuosität und äußerster Schmalzigkeit, die stark ins Libidinöse abdriftet.
Passt eigentlich ganz gut, für mich hier das perfekte Stück:



Würde ich genau so komponieren, wenn ich es könnte. :004:
 
...mein Traumstück müsste in a-moll beginnen und in Ges-Dur verklärt enden, wichtig wäre mir noch, dass ich es nicht im tumben Dumpf-Deutschland zu Papier bringe (wo es eh kaum wer kapiert), sondern auf (m)einem großzügigen italienischen Landgut.
Das Ambiente, Drumherum, Atmosphäre und so muss ja den Schaffensprozess stützen, das sollte man nicht unterschätzen! Auf dem Hauptschulklo in einem sozialen Brennpunkt oder am Lagerfeuer springerstiefeliger Geselligkeit entstehen keine Meisterwerke.
 
was braucht es bei euch bei einem Musikstück, damit es auf euch einen appeal hat bzw. euch beeindrucken kann?
Das kann man doch so allgemein weder fragen noch beantworten. Das ist völlig verschieden. Je nachdem, in welcher Stimmung ich mich befinde, höre ich lieber Klassik oder Jazz oder Pop aus den 80ern oder was ich eben gerade als passend empfinde. Was mir in dem Moment am meisten Spaß macht.

Wo würdet ihr eure Schwerpunkte setzen wenn ihr ein Stück komponieren wolltet?
Ich komponiere nicht, aber manchmal sitze ich vor dem Klavier und lausche den Klängen nach, wenn ich ganz zufällig irgendwelche Akkorde greife. Zufällig, weil ich zu wenig von Musiktheorie verstehe, um es nicht zufällig zu tun. Kommen aber immer wieder ganz interessante Sachen dabei heraus. Auch wenn ich dann nicht sagen könnte, wie der Akkord oder der Klang heißt. Also der Klang ist ganz entscheidend. Die Emotionen, die Musik in mir erzeugt. Manchmal eher "schmalzig", wenn ich gerade so drauf bin, ein andermal eher "fetzig", weil ich mich so fühle oder Aggressionen abbauen will. Niemals könnte ich allgemein sagen, wenn ich etwas komponieren würde, müsste das so oder so sein. Ich würde mich da von meiner augenblicklichen Stimmung treiben lassen (wenn ich überhaupt die Grundlagen zum Komponieren hätte. Denn ohne das wird das wohl nichts).

Grundsätzlich lautet die Frage "Was macht gute Musik aus?"
Entschuldige mal bitte, aber das ist doch wirklich eine merkwürdige Frage. Wer soll das entscheiden, was gute Musik ist? Ein Klassiker, der sagt, Jazz oder Pop oder Rock ist überhaupt keine Musik? Oder ein Rocker, der sagt, "diese ollen Klassiker, das ist doch nur bescheuert?" Das kommt doch ganz auf die eigenen Vorlieben an, was man als gute Musik empfindet. Ich finde Einaudi furchtbar und empfinde das als überhaupt keine Musik, keine gute jedenfalls, aber ich denke, wenn man mehr von Musik versteht als ich, wo ich nur von meinem persönlichen Empfinden ausgehe, dann kann man sehr gut begründen, dass das durchaus gute Musik ist. Von einem durchaus guten Musiker.

Gerade jetzt vor kurzem hat mich ein Album von Khatia Buniatishvili beeindruckt, das u.a. dieses Stück enthält:



Aber auch ein Stück von Ennio Morricone. Also Filmmusik. Was viele nicht unbedingt als gute Musik ansehen. Auch wenn Morricone natürlich durchaus anerkannt ist.

Das ganze Album von Buniatishvili könnte ich stundenlang rauf und runter hören, tue ich momentan auch, aber ich glaube, es gibt eine ganze Menge Leute, u.a. @hasenbein, könnte ich mir vorstellen, die die Zusammenstellung nicht besonders mögen. Auch wenn es nicht direkt "Ballade pour Adeline" ist. (Wie kann man das nicht kennen, @Zuckerfee? ;-)
Das Stück kennt wirklich jeder, dachte ich.)
 
Zuletzt bearbeitet:
...mein Traumstück müsste in a-moll beginnen und in Ges-Dur verklärt enden, wichtig wäre mir noch, dass ich es nicht im tumben Dumpf-Deutschland zu Papier bringe (wo es eh kaum wer kapiert), sondern auf (m)einem großzügigen italienischen Landgut.
Das Ambiente, Drumherum, Atmosphäre und so muss ja den Schaffensprozess stützen, das sollte man nicht unterschätzen! Auf dem Hauptschulklo in einem sozialen Brennpunkt oder am Lagerfeuer springerstiefeliger Geselligkeit entstehen keine Meisterwerke.
Ich empfehle als Farbtupfer noch ein paar Trompeten, die wie Eselsgeschrei klingen. Macht immer einen guten Effekt!
 
Kommen aber immer wieder ganz interessante Sachen dabei heraus. Auch wenn ich dann nicht sagen könnte, wie der Akkord oder der Klang heißt.
Das mache ich auch oft. Manchmal kann mans benennen, oft eher nicht :005:
Entschuldige mal bitte, aber das ist doch wirklich eine merkwürdige Frage.
Das weiß ich, die Frage ist recht merkwürdig, die kann man so konkret eigentlich nicht stellen, dennoch gibt es bestimmt für Musikliebhaber einen gewissen Konsens ggf. auch Genreübergreifend.
Dem kann ich nur zustimmen :D
Gerade jetzt vor kurzem hat mich ein Album von Khatia Buniatishvili beeindruckt, das u.a. dieses Stück enthält:
Ahh, dieses Stück ist mir vor einigen Monaten auch mal ins Ohr gefallen. Hat mich auch sehr beeindruckt:-)

Aber auch ein Stück von Ennio Morricone. Also Filmmusik. Was viele nicht unbedingt als gute Musik ansehen. Auch wenn Morricone natürlich durchaus anerkannt ist.
Filmmusik erfüllt einen Wichtigen Zweck deswegen erachte ich sie persönlich als wichtig und wenn sie perfekt zu der dargestellten Szenerie passt, dann ist es in meinen Augen gute Musik.

Danke für deine ausführliche und ernst gemeinte Antwort :)
 

Auch wenn es nicht direkt "Ballade pour Adeline" ist. (Wie kann man das nicht kennen, @Zuckerfee? ;-)
Das Stück kennt wirklich jeder, dachte ich.)
So oft wie YouTube mir das vorschlägt so oft habe ich es weggedrückt. Weil mir schon der Titel zu schwülstig ist. Aber ich muss es mir scheints doch mal anhören um mitreden zu können. Gleiches Problem wie "River flows in you". Habe ich auch nie gehört.
 
So etwas zu komponieren - man hätte eigentlich selbst darauf kommen können. Nun ist‘s zu spät.
Und das absolut Geniale dabei ist, dass er, bzw. seine Erben oder Rechteinhaber fett über die GEMA abkassieren.
Für jede Pause innerhalb eines Stückes oder Liedes wird seither eine an sich recht kleine Gebühr fällig, was sich hier aber durch die schiere Masse an Pausen innerhalb der weltweiten Musikveröffentlichungen den Kohl fettmachend auswirkt.
Und eigentlich müsste auch für jede peinliche Stille, wenn man "Ei Gude wie"-mäßig nicht weiß, worüber man mit dem alten Bekannten, dem man nach Ewigkeiten zufällig über den Weg läuft, sprechen soll, einen entsprechenden Obolus abdrücken.
Aber zum Glück können die GEMA-Schergen ihre Ohren nicht überall haben...
 

Wahnsinn, kaum zu ertragen die Erkenntnis, was ich bildungstechnisch an Defiziten habe. Habe mich auf Youtube für die Fassung von Nana Mouskuri entschieden und jetzt Tränen in den Augen, der Schmerz ist echt. Wenigsten kann ich sagen, dass ich den Text verstanden habe, Dank Französich-LK.

Englisch- LK hatte ich auch, also gehe ich davon aus, dass Du nach dem Vorspiel im Senioren- Treff die Pudel(hündinnen) der Zuhörerinnen zum Gassi gehen mitnimmst? Neudeutsch ist nicht so meins.
 
Manchmal eher "schmalzig", wenn ich gerade so drauf bin, ein andermal eher "fetzig", weil ich mich so fühle oder Aggressionen abbauen will. Niemals könnte ich allgemein sagen, wenn ich etwas komponieren würde, müsste das so oder so sein.
Du musst eben in anderen Kategorien denken als "schmalzig" oder "fetzig" oder "fröhlich",...
Zum Beispiel "in sich schlüssig". Nicht belanglos / zufällig.

Entschuldige mal bitte, aber das ist doch wirklich eine merkwürdige Frage. Wer soll das entscheiden, was gute Musik ist?
...
aber ich denke, wenn man mehr von Musik versteht als ich, wo ich nur von meinem persönlichen Empfinden ausgehe, dann kann man sehr gut begründen, dass das durchaus gute Musik ist.
Dann ist die Frage doch nicht so merkwürdig, oder?

Aber ich muss es mir scheints doch mal anhören um mitreden zu können.
Du hast es sicher schon gehört. Es hat dir da nur niemand den Titel dazugesagt.
 

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