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Unterricht per Skype und co - Eure Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Forum für Anfängerfragen" wurde erstellt von Ralph_hh, 20. März 2020.

  1. MinimalPiano
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    MinimalPiano

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    Auch ich habe meine erste Lektion mit Skype hinter mir. War sicher gewöhnungsbedürftig, aber es geht. Es hilft sicher. dass ich schon im vierten Jahr bei meiner Klavierlehrerin bin. Da kennt die KL meine Spielweise genau.:026:
    In der letzten Stunde, wo ich vor Ort bei ihr war, habe ich mit Schrecken sehen müssen, wie die Lehrerin die Klaviatur ihrer Pianos mit Mittel desinfizierte....:angst:
     
  2. Albatros2016
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    Albatros2016

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    Mein KL und ich haben heute Onlineunterricht per WhatsApp und via Zoom ausprobiert und verglichen.
    Bei beiden ist das Bild zwar o.k. aber der Ton so schlecht und mit so vielen aussetzern, dass wir beschlossen haben, dass wir beide mehr davon haben, wenn ich Aufnahmen meines Spiels in guter Ton- und Bildqualität mache, ihm schicke und er sie sich dann in Ruhe ansehen und anhören kann. Er, sofern erforderlich, ebenfalls Videos macht mit Übungen, Lösungsvorschlägen oder was auch immer gerade gefragt ist und wir den Rest telefonisch besprechen bzw. schriftlich klären.

    Es kommt nicht mal Klavierklang an, wir haben es heute das 3. Mal versucht, keine Chance. Nach der 1. Onlinestunde hatte ich meinen KL gebeten an seinem E-Piano zu Hause (in der Musikschule haben wir natürlich ein mechanisches Klavier) den Cembaloklang bitte durch einen richtigen Klang zu ersetzen, er ist in schallendes Gelächter ausgebrochen und meinte, er hatte einen normalen schönen warmen Kavierklang eingestellt. :021:
     
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  3. Hekse
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    Hekse

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    Wir hatten heute auch das erste Mal Übertragungsprobleme. Vermutlich weil wir den Unterrichtstermin von 8 Uhr morgens auf 11 Uhr verlegt haben und unsere halbe Stadt an Netflix hing oder mit italienisch für Anfänger beschäftigt war.
    Wir haben statt mit den Stücken weiter zu machen, die Oktavregel besprochen und ich darf mir bis zum nächsten Mal für 2 Basslinien etwas Schönes einfallen lassen (natürlich unter Berücksichtigung der Oktavregel und Bestimmung der Funktionsharmonie) und ihm dann die Noten schicken.
    War zwar anders als sonst, aber ich hab viel gelernt und durch das selber ausprobieren ist es auch nicht furchtbar langweilig.
     
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  4. Ferdinand
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    Ferdinand

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    Heute hatte ich meinen ersten KL-Unterricht per FaceTime. Es hat wunderbar funktioniert. Anbei mein Aufbau für den Fernunterricht mit Fotografenhausmitteln. Die Kamera des iPhone ist auf die Tastatur ausgerichtet, so daß die KL meine Hände spielen sieht. Darüber hinaus ist ein externes Mikrophon angeschlossen. Die Kamera des iPhone ist zwar vom Bildwinkel suboptimal (auf Kleinbild umgerechnet nur 28mm) aber es ging trotzdem wunderbar. Ich brauchte mich während der gesamten Stunde nicht mehr um die Technik zu kümmern, sie lief einfach mit. Und der persönliche Dialog mit der KL war wie am Telefon mit Freisprechfunktion.

    IMG_0006.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Apr. 2020
  5. stoni99
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    stoni99

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    Jo, so'n Quintenzirkel steht bei mir auch auf'm Notenpult. Hat noch nicht geholfen...
     
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  6. Ferdinand
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    Ferdinand

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    .... meiner ist laminiert, das hilft ungemein :-)
     
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  7. Kref
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    Kref

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    Ich nehme Unterricht per Skype nicht erst seit Corona sondern seit 2 Jahren.

    Letzte Woche grinste mein Klavierlehrer mich an und meinte, er sei so froh, schon vor Jahren erstmalig Skypeunterricht angeboten zu haben. Die meisten seiner Schüler kommen zwar normalerweise persönlich zu ihm, aber praktisch alle konnten auf Skype umsteigen, denn man braucht nicht viel. Nur ein einziger Schüler ist ihm derzeit weggefallen.

    Ich habe das an anderer Stelle schon das eine oder andere mal erklärt: Meine Wohnung mit meinem ordentlichen Klavier ist in NRW, mein Bürostandort in Bayern und mein Arbeitsplatz ist die Welt, ich arbeite nämlich 9-10 Monate im Jahr auf Montage, mehrere Wochen bis Monate am Stück und war bislang auf allen Kontinenten außer Ozeanien und Antarktika.

    Mein Klavierlehrer lebt 10km von meinem Bürostandort weg, selbst wenn ich also mal daheim bin, geht der Unterricht nur per Skype. Nur die vielleicht vier Wochen pro Jahr die ich im Büro verbringe, kann ich Präsenzunterricht bei ihm nehmen.

    Auf Reisen ist Klavierunterricht per Skype tatsächlich ein bisschen kompliziert, ich hab anständiges Stagepiano, eine USB-Soundkarte, einen ordentlichen Kopfhörer und ein USB-Mikrofon für die Sprachaufnahmen (ein Headset, das ich mir um den Hals hänge) dabei, bringe die Tonsignale des Pianos und die Tonsignale des Mikros in den Rechner, mische sie darin ab und gebe sie auf den Skype-Ausgang. Den Eingang von meinem Lehrer gebe ich auf den Monitoreingang meines Pianos, damit ich den auch in meinem Kopfhörer höre. Das detaillierter zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen, aber glaube mir einfach: Es geht.

    Daheim bin ich aber in der gleichen Situation wie du. Ein Instrument das laut spielt und das man also mit Raumschallmikrofonen übertragen muss. Aber über Handy kann das nicht klappen. Du brauchst für eine ordentliche Skypestunde:
    1. einen ausreichend großen Monitor, um deinen Lehrer zu beobachten
    2. eine Kamera, die so positioniert ist, dass man deinen Oberkörper von der Seite gut sehen kann
    3. ein gutes Mikro, das auch die Klangfarbe halbwegs aufnehmen kann
    4. Lautsprecher, die nicht unbedingt spitze sein müssen aber doch besser als das was in einem Handy oder Tablet oder auch Laptop verbaut ist.

    Außerdem braucht dein Klavierlehrer genau das gleiche Equipment.

    Zu 1 und 2: Ein ganz einfaches Windows-Laptop mit 15“ Monitor und Webcam für 250EUR, das man seitlich erhöht platziert erfüllt beide Kriterien

    Zu 3. Ein Yeti Blue Mikrofon für knapp über 100 EUR wäre meine Empfehlung. Ein ordentliche Bluetooth-Mikro. Die Aufnahmequalität ist wichtig. Ich hab mal versucht mich mit dem Handy aufzunehmen. Das ist grausam. Übersteuern bei mittleren Lautstärken, keine Details. Und dazu kommt das Problem, dass Skype die Lautstärke nivellieren will; alles soll immer eine mittlere Gesprächs-Lautstärke haben.
    Aber ein Klavier, egal ob halbwegs modernes Digital-Klavier, Pianino oder Flügel hat eine deutliche Änderung der Klangfarbe in Abhängigkeit von der Lautstärke, an der man sehr genau erkennt, wie leise bzw. laut etwas gespielt wurde. Diese Klangfarbe hört man aber nur, wenn das Mikro was taugt.

    Zu 4. Ich habe PC-Gaming-Boxen für 50EUR. Nix tolles, aber etwas mehr Volumen als die Lautsprecher meines Laptops. Denn auch ich muss ja ordentlich hören können, was mein Lehrer spielt.


    Man sieht: Eigentlich nichts ungewöhnliches. Ein Laptop hat (fast) jeder (Du ja anscheinend leider nicht, das ist dann tatsächlich Pech), irgendwelche Lautsprecher oder vielleicht auch die Möglichkeit das Laptop an eine nahe Stereoanlage anzuschließen findet sich auch meistens. Alleine das Mikro ist natürlich eine Sonderanschaffung.

    Andererseits kann man dann auch unabhängig von der Klavierstunde mal eine anständige Aufnahme des eigenen Spiels machen, was ich für extrem wichtig halte. Ich erkenne meine Fehler oft viel besser, wenn ich mir hinterher zuhöre. Es braucht also nicht viel.

    Kannst Du diese vier Punkte aber nicht erfüllen wird es tatsächlich eng. Nur mit dem Handy könnte ich es mir auch absolut nicht vorstellen.


    Und die Aussage, dass man damit dann bestenfalls Kinderlieder spielen könnte aber keine höheren Stücke ist schlicht unsinnig! Ich studierte mit meinem Lehrer im letzten Jahr u.a. eine Mozart-Sonate, eine Chopin-Mazurka, einen Chopin-Walzer, zwei Sonaten von Scarlatti und noch einiges anderes. Und auch wenn das alles keine extrem schwierigen Stücke waren, waren es doch sicher auch keine trivialen Kinderstücke

    Sag deinem Klavierlehrer, dass er er sich sowas besorgen soll, wenn er in den nächsten Monaten weiter Geld verdienen will. Die wahrscheinlich nur 120EUR für das Mikro (steuerlich absetzbar für ihn) sind eine gute Investition wenn er dafür nur eine Stunde mehr pro Woche arbeiten kann.


    Mein Unterricht findet jeden Mittwoch um 20:00, also in weniger als einer Stunde, statt, daher hab ich das gerade schon aufgebaut.

    Sieht so aus:

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    Zuletzt bearbeitet: 1. Apr. 2020
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  8. stoni99
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    stoni99

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    Notenblatt sieht nach Walzer aus!? Schumann?
     
  9. Hekse
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    Hekse

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    @Kref

    Ich sehr grad, dass du lieber Aktivlautsprecher als deine (Elac??) Boxen verwendest. Liegt es daran, dass dein Verstärker kein HDMI Eingang hat, oder ist es dir klangtechnisch tatsächlich lieber?

    Was übrigens auch funktioniert statt dem Yeti ist das Mikro von einem Headset über der Klaviatur befestigen (z.B. Headset auf dem Klavier festklemmen) und bei den Skype Einstellungen einen anderern Lautsprecher wählen.

    Die optimale Mikroposition hat man wenn das Mikro bei normal lautem Spiel beim Skype Audiotest im mittleren Bereich bleibt.. da muss man mit der Position vom Headsetmikro ein bißchen spielen, das Yeti bei der Positionierung deutlich unempfindlicher. (Brauchbare Headsets gibt's für unter 50Euro)

    Warum Instrumentallehrer bzw. insbesondere Musikschulen die Ausgabe für vernünftiges Equipment scheuen, ist mir echt ein Rätsel. Auf Schülerseite kann ich es noch einigermaßen verstehen.
    Wobei Instrumentalunterricht derart teuer ist, dass die 120 Euro Mikrokosten (oder 170 für die ausgewachsene Version) auch irgendwo im Grundrauschen verschwinden....(und man hat auf einmal vernünftige Aufnahmen vom eigenen Spiel )
    Zugegebenerweise sagt sich das leichter, wenn man Dank ein wenig Flexibilität in Arbeit gerade ersäuft... (Spontanes Umdenken von Flugzeugsoftware hinzu Medizintechniksoftware....nicht nur Musiklehrer müssen grad neues Zeugs lernen)
     
  10. Kref
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    Kref

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    Nein. Chopin, Mazurka in g-moll, op.24 Nr. 1

    Mein Verstärker ist ein FineArts by Grundig aus den 80ern. Der hat tatsächlich keine brauchbaren Digitaleingänge, wobei ich die oben erwähnte USB-Soundkarte mit ihren Line-Out Ausgängen theoretisch nehmen könnte. Meine Boxen (nicht Elac sondern ASW) stehen aber komplett falsch. Das Zimmer ist L-förmig, der Flügel steht in einem Schenkel, die Stereoanlage und die Boxen im anderen. Diese eine Box muss ich anderthalb Meter verschieben, um sie als "Ständer" zu missbrauchen, die andere steht komplett um die Ecke und der Verstärker ist auch ne ganze Ecke weg.

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    Sicher würde es noch deutlich besser klingen, aber die Vorbereitung würde von 3 Minuten Aufbau auf 20 Minuten Umbau vor und nach jeder Stunde anwachsen. Das ist es dann doch nicht wert, die Aktivboxen sind gut genug, um zu hören was der Lehrer sagt und spielt.

    Seit ich vor zwei Jahren meinen Flügel hier mit dem Kran reinsetzte hat sich wohlgemerkt extrem gewandelt, in welchem Schenkel des L ich mich mehrheitlich aufhalte, den Fernseher könnte ich eigentlich abbauen.


    Zurück zum Thema: Das Resümee jedenfalls lautet: Skype-Unterricht geht auf Anfängerniveau, wo physische "Eingriffe" evtl. nötig sind vielleicht nicht so gut, auf Top-Niveau wahrscheinlich auch nicht mehr gut. aber im mittleren Bereich, wenn die ersten Schwierigkeiten gemeistert aber die Winterwind-Etude noch weit weg ist ist Unterricht per Skype eine vernünftige und probate Methode.

    Ich halte es sogar manchmal für einen Vorteil, weil ich auf meinem eigenen Instrument spielen kann, das ich gut kenne. Mein Klavierlehrer hat einen - wie er findet - wunderschönen Bechstein-Flügel, so 180-190cm, Jugendstil, wahrscheinlich 80-120 Jahre alt. Ich kämpfe an dem Teil immer extrem, weil er beim lauteren Spiel schon sehr früh metallisch-hart wird und gleichzeitig einen relativ leichten Anschlag hat.

    Das Teil klingt sehr hübsch wenn man einen sehr präzisen Anschlag hat, ist aber eine Zicke. Mein 1979 W. Hoffmann ist da etwas "gemütlicher". Einerseits hilft es sicherlich, dann und wann mal auf einem anderen Instrument zu spielen und sollte ich mir irgendwann was anderes kaufen, würde ich auch ein fordernderes Instrument wählen (womit ich meinen Flügel nicht schlechtmachen will, ich mag ihn). Aber manchmal schätze ich es auch in eine Stunde zu gehen und zusätzlich zu meinem meistens eher schlechten Spiel nicht noch zusätzlich grauselig zu spielen weil die Zicke mich ärgern will.

    ABER: es geht nur, wenn sowohl bei Lehrer wie Schüler ein gewisses Mindestmaß an Technik vorhanden ist. Ein Laptop, Mikro, Lautsprecher. Sonst wird's nix. Wenn ich überlege, was ich für ein Instrument, auch wenn es ein Digitales oder ein günstiges gebrauchtes Klein-Klavier wäre, und für den Unterricht pro Jahr ausgebe, sind die Kosten für das zusätzliche Equipment tatsächlich nicht so der Rede wert.

    Und für einen Lehrer, der Fernunterricht geben will verbietet es sich geradezu hier 200 EUR sparen zu wollen.
     
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  11. andreg
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    andreg

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    Man muss aber auch im Hinterkopf haben, dass (hoffentlich) der normale Unterrichtsbetrieb bald wieder anfängt. Dein Setup ist für Deine Situation sicher angemessen, aber für 3 oder 4 Skype Stunden extra ein Blue Yeti anzuschaffen und danach rumliegen zu haben ist m.M.n. übertrieben. Dann doch lieber nur mit Handy (mein Lehrer) und Tablet (bei mir). Der Klang ist sicher gruselig, aber bislang hat das auch noch gereicht.
     
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  12. Maryllis
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    Maryllis

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    Ich hatte diese Woche auch meine erste Skype-Stunde. Es ist richtig, dass die Übertragungsqualität nicht supertoll war. Wir haben beide mit Smartphones improvisiert. Also alles andere als professionell! Aber: Es hat mir trotzdem Spaß gemacht und mich motiviert weiter fleißig zu üben und das ist für mich einfach die Hauptsache!
    Bevor ich längere Zeit überhaupt keinen Unterricht erhalte, verzichte ich lieber ein bisschen auf Qualität.
     
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  13. Kref
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    Kref

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    Das verstehe ich durchaus und will niemandem ausreden, es für ein paar Stunden mit eigentlich ungeeignetem Equipment zu machen. Vorspielen per Handy ist - das muss man einfach so deutlich sagen - totale Scheiße. Aber es gibt genug, was mach machen kann, um Stunden sinnvoll zu füllen und auch als Schüler unter der Woche jeden Tag sinnvolles üben zu können auch wenn man keine neue anspruchsvolle Literatur lernt.

    Eine Idee wäre z. B. einfach mal das aktive Musizieren neuer Stücke ein bisschen zurück zu stellen und die elenden Fleißarbeiten mehr nach vorne zu schieben, die niemand gerne macht, die Prokrastinationsarbeiten. Früher oder später muss sich ja jeder mal beschäftigen mit Tonleitern, Dreiklängen, etc. Ich tue mich immer noch extrem schwer mit relativ flott gespielten Arpeggien mit Umgriffen. Da gibt es so viele Übungen, die man über drei, vier Oktaven rauf und runter spielen kann, um Grundfiguren zu lernen, mit denen Schüler sich jeden Tag elend lange beschäftigen können. Und um das klanglich zu übertragen reicht auch ein Handy.

    Oder: Anstelle eines Literaturstückes kann man auch das Harmonisieren einfacher Stücke üben. Erstmal vielleicht nur eine C-Dur-Tonleiter mit rechts spielen und dann mit links Dreiklänge mit Tonkia, Dominante und Subdominante zu jedem Ton so spielen, dass es vernünftig klingt. Und das in allen Umkehrungen der Dreiklänge.

    Im nächsten Schritt: Ich zitiere Ralph_HH: "mit einfachen Kinderliedern ist das machbar, aber auf meinem Niveau".
    Schön. Dann spiel mal nach Gehör "Alle Vöglein sind schon da" und dazu mit links die Begleitung in Tonika, Dominante (vielleicht wo passend auch Dominant-Sept-Akkord) und Subdominante. Und wenn das mit statischen Akkorden geht, dann als Albertibass. Und das dann durch ein oder zwei Tonarten den Quintenzirkel hoch und runter. Und vielleicht ja auch mal in moll (Dominante in Dur).

    Gerade mal gemacht und mit dem Handy aufgenommen:
    C-Dur


    a-moll


    Klingt nicht toll, aber wie der KL oben sagt: Es reicht für diese Kinderlieder.


    Von solchen Übungen lernt man extrem viel und die Anforderung an die Klangqualität ist niedrig.

    Man kann in der Zeit auch tiefer in die Theorie gehen, die man sonst gerne links liegen lässt (wer meine Bilder oben genau betrachtet sieht auf dem Wohnzimmer-Tisch auch das Buch von T. Krämer "Harmonielehre im Selbststudium").
    Oder das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Oktavregel
    Da wird Musikunterricht dann auch schnell zum Gesprächsunterricht mit nur sehr gelegentlichem Griff an die Klaviatur.

    Ein, zwei Monate kann man durchaus überbrücken mit Unterricht, in dem weniger anspruchsvolle Musik sondern mehr Gespräch und einfacher Ton übertragen werden muss ohne dass der Unterricht seinen Sinn verliert. Mein Klavierlehrer und ich könnten uns wahrscheinlich Wochen lang beschäftigen mit so einem Zeug und ich würde davon profitieren. Kommt halt keine neue Literatur, statt dessen solche theorielastigen Unterrichtseinheiten und nebenbei mal ein bisschen Zeit für die Pflege des Repertoires.

    Meine Beiträge oben also bitte nicht interpretieren als: Kauft das Zeug jetzt oder ihr könnt Musik komplett vergessen. Man kann wirklich mehr machen. Nennt es halt ganz allgemein Musikunterricht und nicht "nur" Klavierunterricht. Nur eben einen sehr spiellastigen Unterricht würde ich mit Mobiltelefon-Skype nicht machen wollen/können.


    Ich halte es dennoch für wichtig, dass dann auch in dieser Diskussion klar drinsteht: Instrumental-Unterricht per Skype auch auf gehobenem Niveau geht, und zwar gut, wenn man das von mir oben genannte Mindest-Equipment anschafft.

    Denn es wird garantiert irgendwann mal jemand bei Google nach "Klavierunterricht mit Skype" suchen, diese Diskussion finden und da dann nur die negativen Beiträge sehen, die ja klar sagen: "Geht eher schlecht." Dieser zufällig hier reinstolpernde Mensch soll dann auch lesen können, dass es eben doch geht.
     

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    Zuletzt bearbeitet: 2. Apr. 2020
  14. hasenbein
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    hasenbein

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    Mein Einzelunterricht über Video ist auch im wesentlichen so wie vorher; nur dass alles wegfallen muss, was mit Gleichzeitig-Spielen/Klatschen zu tun hat, weil das halt nicht geht.
     
  15. Orgeltante
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    Orgeltante

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    Die Erfahrung hat bei uns gelernt, dass über Aufnahmen (das ist unsere Variante) und dann Versenden übers Handy leider Feinheiten im Pedal nicht gut hörbar sind. Das ist schade, weil es den Gesamtklang etwas minimiert. Ist das im Skype oder Zoom usw genauso?
     
  16. instrumentenfreak
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    instrumentenfreak

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    In Zoom gibt es eine Funktion namens "Originalklang". Wenn das nicht aktiviert ist, greift die Rauschunterdrückung und denkt, das Klavier (oder in meinem Fall die Gitarre) sei unerwünschtes Hintergrundgeräusch. Quasi wie der heutige Durchschnittsmensch :-D
    Aktiviert man das, hat man auch einen brauchbaren Klang.

    Wer übrigens einen weitestgehend latenzfreien Sound braucht, sollte einfach einen Videochat starten und den/die/das Schüler/in*div/x (...) per Festnetztelefon anrufen.
     
  17. Orgeltante
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    Orgeltante

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    Für Einzelunterricht geht das. Aber für Gruppenunterricht greift eben noch mehr. Zumal auch bei schlechter Mikroqualität ohne externes Mikro da nix brauchbares rauskommt.
    Aber wie gesagt, Feinheiten sind immernoch nicht zu hören. Das Pedalspiel und exakte pedalisieren hört man da schlecht raus. Da kann man schummeln und es fällt nur mir beim Spielen auf, bei meinem Lehrer klang es richtig ....:026::016:
     
  18. ratti
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    ratti Guest

    Ich wunder mich grad, dass laut einigen Aussagen scheinbar jeder einen Laptop besitzen müsste oder ein vernünftiges Mikro etc. Ist das wirklich so oder melden sich hier nur diejenigen, die tatsächlich über so ein Equipment verfügen und alle anderen schweigen sich aus?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. Apr. 2020
    Ralph_hh gefällt das.
  19. FünfTon
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    FünfTon

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    Ich besitze etwas Tontechnik und Fernunterricht E-Gitarre wäre damit sicher vorstellbar, inklusive direkter Abnahme des Instrumentes. Die Anschaffung eines Mischpultes und Gesangsmikrofones ist sowieso geplant.

    Klassischer Klavierunterricht geht damit allerdings nicht, denn ich habe weder Klavier noch Flügel zu Hause. :coolguy:
     
  20. Ralph_hh
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    Ralph_hh

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    Ich habe mittlerweile einen Laptop hier, einen Firmenlaptop. Ich habe allerdings keine Ahnung, was mein KL für Technik zu Hause hat. Und nein, nicht jeder kann in Zeiten von Kurzarbeit und drohender Arbeitslosigkeit mal eben einen neuen Laptop kaufen.