Spielerei mit Übung

HoeHue

HoeHue

Dabei seit
Nov. 2010
Beiträge
1.254
Reaktionen
117
In der letzten Stunde hat mich mein bisheriger Klavierlehrer ermutigt, mit den Übungen, die er mir empfohlen hat, ein bisschen rumzuspielen, "damit's nicht so langweilig wird".
Das Ergebnis war folgende Spielerei.

Mich würde mal interessieren, was davon aus musikalischer Sicht zu halten ist.

Da Ihr ja so auf Rätsel abfahrt: Ist erkennbar, welche Originalwerke da drinstecken?

Geben sich andere Klavierspieler auch solchem spielerischen Umgang mit der Literatur hin? Ist das sinnvoll? "Darf" man das überhaupt oder ist das eine unverschämte Verballhornung der ursprünglichen Komponisten? Ist es sinnvoll, diese Bearbeitung anstelle der Originalübung zu spielen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
März 2006
Beiträge
21.616
Reaktionen
20.538
Auf alle Fragen ein klares Ja von mir. Verbote haben in der Musik nix verloren und Spielereien sind immer gut.
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.106
Reaktionen
9.214
Aber aussehen tuts wie was von Eunaudi ;-) :poop:
 
Lisztomanie

Lisztomanie

Dabei seit
Aug. 2012
Beiträge
1.422
Reaktionen
346
Das ist zumindes für mich ganz klar Bach, Wohltemperiertes Klavier, Band I, Präludium C-Dur! Richtig...=D 7

Herzliche Grüße

Lisztomanie

P.S.: Viel Spaß bei Deinem weiteren kompositorischen Schaffen, es lohnt sich, da - wenn es Dir Spaß macht -, dran weiter zu arbeiten...;)
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.106
Reaktionen
9.214
So ist das wohl: Bach KANN wie Eunaudi AUSSEHN... Würde aber auch - ohne hören - aufs Präl-C tippen. Und da hat Bach (in meinen Ohren) auch wirklich nichts anderes gemacht wie Eunaudi***. Aber eben nur einmal. Und das auch noch zu Lehrzwecken!

*** Prügel??? ;-)
 
HoeHue

HoeHue

Dabei seit
Nov. 2010
Beiträge
1.254
Reaktionen
117
Ja, richtig. Das WTK-I, Nr. 1 hatte ich hier als Vorlage liegen. Wo hab' ich noch bedient? Wie gesagt, eine kleine Übung, die mir im Unterricht empfohlen wurde.
 
Lisztomanie

Lisztomanie

Dabei seit
Aug. 2012
Beiträge
1.422
Reaktionen
346
Gemerkt habe ich es übrigens am Schluß, und zwar nur an zwei Intervallen, der Oktave C-c und der großen Septime C-H, das ist typisch barock, da nach einer damals noch recht bekannten Harmonielehre Akkorde mit Septime als Dominante fungieren und Akkorde mit Sexte als Subdominante. Und diese Form habe ich bisher nur bei Bach gehört und sie ist mir als so charakteristisch für dieses Stück auch noch Jahre nachdem ich es gespielt habe in Erinnerung geblieben...=D

Herzliche Grüße

Lisztomanie
 
HoeHue

HoeHue

Dabei seit
Nov. 2010
Beiträge
1.254
Reaktionen
117
aufs Präl-C tippen. Und da hat Bach (in meinen Ohren) auch wirklich nichts anderes gemacht wie Eunaudi***. Aber eben nur einmal. Und das auch noch zu Lehrzwecken!

*** Prügel??? ;-)
Ja!

Kurz zu meiner persönlichen Rezeptionsgeschichte dieses Stücks. Ich muß gestehen, ich hab' das C-Dur Präludium als Kind mal gespielt und dann Jahrelang nicht angefasst, obwohl ich mich an allem Anderen im WTK I meist weniger erfolgreich versuchte. Weil ich dieses Stück für langweiliges Gedudel hielt. Erst vor zwei Jahren, als ich wieder mit Unterricht angefangen hab' habe ich dieses Präludium wieder näher betrachtet und festgestellt, welche Spannung dort in der Akkordprogression liegt. Genau das finde ich so bei Einaudi (hab' gerade mal ein bisschen was bei YT quergehört, und werde es auch gleich wieder wegklicken) eben nicht.
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.106
Reaktionen
9.214
wieder näher betrachtet und festgestellt, welche Spannung dort in der Akkordprogression liegt. Genau das finde ich so bei Einaudi (hab' gerade mal ein bisschen was bei YT quergehört, und werde es auch gleich wieder wegklicken) eben nicht.
Da hast Du natürlich völlig recht! Ich bin von der spieltechnischen Seite ausgegangen - ständig die gleichen Figuren mit minimalen Veränderungen - das belastet mein Hirn schon sehr ;-). Vom Spannungsbogen her wäre es selbstverständlich Blasphemie, den Großmeister mit E. zu vergleichen. Gleichfalls in der Beschränkung auf das Wesentliche.
 

HoeHue

HoeHue

Dabei seit
Nov. 2010
Beiträge
1.254
Reaktionen
117
auch ein wenig Scarlattisch aus..zumindest gibts in manchen Sonaten Stellen, die ähnlich sind.
Möglicherweise könnte ich gar welche nennen, dauert dann aber etwas, weil ich gucken muss. :)
Nein, der war's nicht.

Eine kleine Übung, Der Komponist ist für seine Übungen bekannt. Der erste Takt stimmt fast mit der Vorlage überein; die Melodie ist lediglich um eine Terz verschoben.
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
März 2006
Beiträge
21.616
Reaktionen
20.538
Hach verdammt ich kenn´s, nur der Name und von wem...da habe ich überhaupt keine Ahnung. Ist ein ziemlich leichtes Stück, richtig?
 
LMG

LMG

Dabei seit
Jan. 1970
Beiträge
3.651
Reaktionen
775
MAAAN ;) @HoeHue: Wie gut seid Ihr eigtl. ????? :)

ich hab echt eine Scarlatti-pastorale in der Birne gehabt (d-Moll, Peters-Buch I, Nr. 16, ab Takt 27 u.ähnliche)...

mein Englischlehrer meinte sinngemäß (von ihm beobachtetes Üben inner Aula), ich gehöre in ne Zwangsjacke ("sowas KANN ES NICHT GEBEN" meinte er)
und der konnte Gitarre spielen, aber frag nicht nach Sonnenschein :)

ok, hab eigtl. KEINE Ahnung und ziehe mich zurück ;) !

Liebe Grüße, Olli !!
 
 

Top Bottom