Spätanfänger / Wiedereinsteiger

Schön zu wissen, daß es so viele von dieser "Spezies" gibt ;)
Vor allem bin ich begeistert, mit wie viel Elan ihr an die Sache geht.
 
Ich habe mit 46 Jahren angefangen (das war vor zwei Jahren),

Vorkennntnisse Blockflöte und Akkordeon, worüber ich sehr froh war, denn ich konnte Noten lesen und musste das nicht auch noch lernen.

Klavierspielen macht mir so viel Spaß wie am Anfang, nur habe ich das Gefühl, dass ich relativ lange brauche, bis ich ein Stück gut kann. Bin aber zufrieden mit den Fortschritten (habe Emonts, ERstes Klavierspiel Band 1 durch und auch einige anders Sachen).

Unterricht habe ich derzeit im Schnitt alle 2 Wochen und übe unterschiedlich viel, je nach beruflichem Stress. Aber mind. 1/2 Stunde am Tag.
 
Anfänger mit 56.

Vorkenntnisse: 1 Jahr Orgelunterricht als Kind; einige Jahre Tenor-Blockflöte als Kind (und als Erwachsener weitere 3 Jahre); ca. 8 Jahre Akkordeon-Unterricht als Kind.

Unterricht: kann ich mir leider nicht leisten.

Freudenpegel: sehr hoch.

Übepensum: ca. 45-60 Minuten täglich, auf 1-2 Teilmengen verteilt

Equipment: Ein einfaches Digitalpiano.

Mein Wunsch-Instrument: eine Fender Rhodes (Rhodes Mark I oder II)... (wird sich aber wohl nie realisieren lassen, dass die F-R-Mark-Instrumente für mich kaum bezahlbar sind).

Interessen: Jazz, Elektronische Musik, Barockmusik, Klassische Moderne (um die Jahrhundertwende 19./20. Jh, also Reger, Karg-Elert usw.) und Moderne (Messiaen, Pärt, Gorecki, usw.).

YAN
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Na, dann will ich auch mal...
Wiedereinsteiger vor knapp 2 Jahren (mittlerweile 45 Jahre jung).
Als Kind 4 Jahre Klavierunterricht gehabt, aber nie ein eigenes Klavier besessen (ich durfte bei der Nachbarin üben). Dann kamen die Pfadfinder und mit ihnen die Gitarre. Dann ein paar Jahre E-Gitarre in einer kleinen Band, zwischendurch sporadisch ein paar Mal auf einem Keyboard rumgeklimpert.
Vor knapp 2 Jahren dann ein Digi (Clavinova CLP-150) angeschafft und munter autodidaktisch losgelegt. Vor 2 Monaten dann der Umstieg auf ein restauriertes 100 Jahre altes Zimmermann-Klavier mit Moderator (ist aber leider auch noch zu laut für's Nachtüben, trotz "frisiertem" Moderator).
Er vergeht kein Tag, an dem ich nicht spiele. Allerdings variiert das sehr von 5 Minuten bis 4 Stunden (das sind allerdings die grossen Ausnahmen). Je nach Zeit und Möglichkeit (im Schnitt vielleicht eine halbe bis eine Stunde, ich schaue allerdings auch nie auf die Uhr).
Musikalische Interessen sind sehr breit gestreut... ich mag z.B. die witzigen Stücke von Debussy (Le petit negre, Golliwogs Cakewalk...) oder auch sehr melodische Klassikstücke (z.B. die "Sicillienne" von Fauré). Genauso gerne spiele ich aber auch Stücke von Billy Joel (z.B. She's always a woman) oder Elton John. Aktuell übe ich gerade das Stück "A-Fis-Cis-C" aus dem Komponierspiel hier im Forum... ich liebe den Rhytmus und die Harmonien dieses kleinen Stückes.
Mal sehen, was die Zukunft so bringt... ich glaube, irgendwann muss ich doch mal wieder ein wenig Unterricht nehmen. An manchen Stellen hakt es einfach und man bekommt selber nicht raus woran es liegt.
Mein grosses Ziel ist es, frei zu spielen... also so, wie man es von der Gitarre kennt: Melodie und Akkorde müssen reichen...
Ich finde jedenfalls, in einen guten Haushalt gehört wenigstens ein Instrument... und wenn es ein Klavier ist, um so besser!
 
Da schreiben alle so fleißig und erst jetzt fällt mir auf, daß ich selbst noch gar nichts über meine Person berichtet habe *kopfschüttel*
also ... ;)

Vorkenntnisse: als Kind Flötenunterricht (habe von Piccolo bis Großbassflöte alles gespielt); Klavierunterricht; war in spezieller Musikklasse; Chor
Vor 23 Jahren das letzte Mal an einem Klavier gesessen
Motivation: zur Zeit sehr hoch
Equipment: leider noch keins
Übepensum: wird sich noch herausstellen
Interessen: als Kind durfte ich nur Klassik spielen, daher freue ich mich schon jetzt, zukünftig auch mal etwas anderes ausprobieren zu dürfen.

Und ansonsten bin ich arg gespannt, ob überhaupt noch etwas von früher in mir hängen geblieben ist.
 
Anfänger mit 33.

Vorkenntnisse: von 11 bis 17 Jahren Orgelunterricht

Unterricht: 6 bis 8 Std pro Monat

Freudenpegel: sehr hoch.

Übepensum: 10 - 15 Std pro Woche

Equipment: YAMAHA P121 Silent Piano wg. Wohnung

Interessen: Klassik, Jazz, Blues, Pop-Liedbegleitung, Latin (Salsa und insb. Tango)

ERIC
 
Wiedereinstieg mit 38.

Vorkenntnisse:
- von 12 bis 15 Jahren Klavierunterricht
- absolute Spielpause zwischen 30 und 38
- zwischen 15 und 30 immer die gleichen Sachen wieder und wieder mit maessigem Erfolg gespielt

Unterricht: 1 Std/Monat

Freudenpegel: sehr hoch.

Übepensum: 7 Std pro Woche

Equipment: YAMAHA P100, SAUTER Fluegel (seit 27.01.2009)

Interessen: momentan Klassik, vor allem Bach

Gruessle
Wolfgang
 
Hallo Leute

Also wenn ich die Altersangaben der Anfänger hier sehe, es beruhigt mich zu tiefst =D
Ich werfe mir oft vor, viel zu spät (mit 19) mit dem Klavier angefangen zu haben. Ich bin im Moment fast 21 und spiele seit ca. 1 1/2 Jahren und habe erst ca. 1 Jahr Unterricht. Es ist besonders eine Qual für mich, da ich die Wiener Klassik liebe und vor allem Beethoven sehr schätze und seine Sonaten unbedingt spielen möchte. Leider muss ich mich erst mit einfacheren aber dennoch schönen Stücken wie zB. das WoO 44 von Beethoven begnügen. Ein grandioser Erfolg war für mich, dass ich, ehrgeizig wie ich bin, intensiv geübt habe und den zweiten Satz der Pathétique spielen konnte (ich möchte nicht von "Können" sprechen, da ich mir bewusst bin, dass ich noch einiges daran arbeiten muss)

Meine Interessen liegen nur im Bereich der Wiener Klassik.

Gruß JR
 
Hallo zusammen,

Anfänger mit 38 11/12tel Jahren - vor genau vier Wochen !!!

Vorkenntnisse: ein paar Gitarrenakkorde für Lagerfeuergeschrammel, sonst Stereoanlage

Unterricht: einmal pro Woche 30 Minuten, demnächst hoffentlich 45 Minuten

Motivation: sehr hoch (klaro, sonst hätte ich ja nicht angefangen)

Übepensum: durch Beruf und Familie leider nicht so hoch wie gewünscht, derzeit ca. 3-5 Stunden pro Woche (ich weiß, das muss mehr werden; heute habe ich 90 Minuten geschafft!!!)

Equipment: Schimmel-Klavier (Baujahr unbekannt, muss ich mal nachschauen, aber wo?), optisch etwas mitgenommen (der Kinder wegen), vor einem Jahr vom Klavierbauer überholt, derzeit gut in Schuss (nur das eingestrichene C quakt)

Interessen: vielleicht schaffe ich es iiiiiiiiirgendwann mal, was von Bach oder Chopin zu spielen...

Wenn ich so lese, wie viele Leute in meinem Alter oder sogar noch später sich auf das Abenteuer Klavier eingelassen haben, dann macht das echt Mut!!!

Grüße
Tom
 
der Faden ist zwar schon etwas älter - damits aber eine Art Zusammenfassung der Clavio-Neu- und Wiedereinsteiger wird zur Vollständigkeit:

Wiedereinsteiger mit 49 -

Vorkenntnisse: gut 5 Jahre streng klassischer Klavierunterricht von 9 bis 14

Pause von 35 Jahren in denen ich mesit kein Klavier besessen habe.
in dieser Zeit 2 oder 3 erfolglose Versuche zum Wiedereinstieg mit Keyboard und DX-7. Erfolgreicher Wiedereinstieg dann durch Kauf eines e-pianos.

Equipment: Yamaha P 140

Unterricht: 45 min ca 3 mal im Monat

Übezeit: je nach Jobstreß und sonstigen Arbeitsanfall zwischen 4 und 10 Std. pro Woche.

was spiele ich: Klassik - Bach, Czerny, Beethoven, Schumann, ......
Modernes - Gospel, Ragtime, Boogie, Blues......
hin und wieder mal einen Strauss-Walzer.....

Begeisterung: seid 6 Monaten ungebrochen.:klavier:

Martin
 
Spätanfänger/Wiedereinsteiger,

Hallo,

hier willich mich in Kürze auch noch dazugesellen:

- Anfänger im Ü-40-Alter (vor zwei Jahren)
- Vorkenntnisse: klassische Gitarre als KInd/Jugendlicher
- außerdem musikalisch zugange in einem lustigen Chor
- Spaß am Spielen/Üben: eigentlich immer
- Übezeit: eine Stunde pro Tag
- Musikrichtung: Jazz, Swing, Musical, Klassik


Liebe Grüße

Debbie digitalis
 

Da dieser schöne Thread mir eben erst aufgefallen ist und ich sowieso ganz neu im Forum bin, will ich gleich mal was beisteuern:

  • Anfänger mit 45 Jahren
  • Vorkenntnisse: seit einem Jahr Gitarre als Autodidakt.
  • Equipment: noch nicht vorhanden, aber nächste Woche wird gekauft - es soll ein Digitalpiano von Kawai werden.
  • Begeisterung: jetzt schon gewaltig, da ich mir damit auch einen Jugendtraum erfülle.
  • Übepensum: kann ich natürlich noch nicht abschätzen, aber meine Gitarre kommt nie zu kurz und soll das auch in Zukunft nicht. Und so soll es auch mit dem Klavier werden - daher auch ein Digi für die späten Abendstunden!
  • Unterricht: ist erstmal mit Hilfe von www.orgma.de geplant. (Wohne in Brüssel und schrecke etwas zurück, die Musiktheorie auf Französisch zu machen.)
  • Interessen: Klassik, insbesondere aus der Romantik, aber gern auch moderne Sachen wie Rockballaden, fange aber auch gern mit "Frere Jacques" an, wenn es hilft (wie bei der Gitarre :D)

Ich hoffe, dass ich mich auch schon zum illustren Kreis der Späteinsteiger hier zählen darf, obwohl ich bisher noch keine Taste angerührt habe.

Das Forum ist einfach toll - ich freue mich jetzt schon darauf, mit meinen Fragen hier auf so viele nette gleichgesinnte Leute zu treffen.
 
Noch einer:
- Wiedereinsteiger mit 44
- Vorkenntnisse: Klavierunterricht 6-18, dann gar nichts mehr
- Unterricht: leider nicht (aber als noch ein reingequetschter Termin wäre es auch nicht schön)
- Freudenpegel: große Zufriedenheit beim geduldigen Üben und Basteln an den mehr oder weniger großen Herausforderungen (wahrscheinlich in dem Sinn wie bei jemand, der ein Haus, einen Garten oder - sorry - eine Modelleisenbahn als Hobby und damit den Weg als Ziel hat) - und in den Momenten, in denen es Musik wird
- Übepensum: 2-8 (???) Stunden die Woche in Happen zwischen 20 Minuten und zwei Stunden
- Equipment: Sauter
- Interessen: fast nur Klassik, weil die Literatur da ist und die Auswahl von ziemlich schnell Spielbarem bis zu "Mount Everests" (zur Zeit Chopin Nocturne Op.9 No.2) unendlich groß

Also vielen Dank für die interessanten Geschichten und :klavier:
 
hallo,

ein "sehr spät Anfänger" (mit 68 Jahren) konnte nach zwei Jahren Unterricht:
Bach: Inventio I, WTK I Praeludium Nr.1
Satie: Gnossienne 1 & 3
Tschaikowski: "in der Kirche"
Schumann: "armes Waisenkind", "wilder Reiter"
Chopin: Preludes e-Moll und Des-Dur

er hatte zuvor weder jemals ein Instrument gespielt, noch Notenlesen gekonnt; allerdings hatte er Begeisterung für das Instrument und für Musik mitgebracht und sinnvoll geübt.

so viel ist sicher: es ist nie zu spät, etwas neu anzufangen!

Gruß, Rolf
 
So, jetz icke...

Klavieranfänger mit 38, also vor einem knappen Jahr.

- Hattet ihr schon als Kind Kontakt mit einem Klavier oder einem anderen Instrument?

Als Kind: Blockflöte, Mundharmonika, Gebläseorgel. Als Student: Gitarre. Damals alles ohne Unterricht.

- Seid ihr Autodidakten oder nehmt ihr Unterricht (wie viele Stunden pro Monat)?

Im Jahresmittel 3x60 Minuten Unterricht im Monat.

- Bringt euch das Klavierspielen auch nach längerer Zeit immer noch Freude oder mußtet ihr feststellen, dass es vielleicht zu schwer ist oder dieses Hobby doch nicht so sehr eurer Neigung entspricht?

Aktueller Zustand: absolut glücklich. Nie ein schöneres Hobby gehabt.

- Gelingt es euch neben Berufstätigkeit, Familie, anderen Hobbys genug zu üben (wie lange pro Woche)?

Ja, morgens 1/2 Stunde, abends 1/2 Stunde, Tendenz: mehr werdend, vor allem abends -> Suchtpotential.

- Spielt ihr auf einem digitalen oder akustischen Piano?

Die Staubschicht auf dem Digi wird immer dicker...

- Interessiert euch mehr die klassische Musikrichtung oder eher eine andere?

Bisher nur Klassik. Interessieren würde mich Bach o.ä. zum Ausbrechen in Improvisation und Zurückkehren in den Notentext, à la Jaques Loussier. Okay, träumen darf man ja mal...
 
Ja, morgens 1/2 Stunde, abends 1/2 Stunde, Tendenz: mehr werdend, vor allem abends -> Suchtpotential.

Hans, für mich bist Du ein Ausnahmetalent! (Neid!) Was (und vor allem wie) Du nach einem knappen Jahr spielst: Alle Achtung. Musste ich mal loswerden:D

PS: Ich habe die Gymno#1 "einschlafen lassen" - ich konnte mir einfach die Akkorde nicht merken. War vielleicht zu schnell nach der Gnossiene#1?)
 
Ich sitze oft vor dem Klavier und denke, was mache ich jetzt zuerst.
Sinnvoll geübt ... dieser Leitfaden fehlt mir!

hallo,

Karlsruhe hat doch eine Musikhochschule, ist eine große Stadt usw - da wird sich gewiß jemand finden lassen, der Dir zeigt, wie man "sinnvoll" oder man könnte auch sagen "zielorientiert" übt, d.h. die eigene Motorik auf die zum Klavierspiel nötigen Bewegungen programmiert.

als grundlegenden Tipp (vereinfacht formuliert):
Du willst ein c mit 2, danach ein d mit 3, danach ein f mit 5 spielen:
- c berühren, d anschauen (Absicht d mit 3)
- c spielen, aber dabei bewusst den 3. Finger entspannt auf das d fallen lassen
- das selbe dann beim Spielen von d nach f

diese "Programmierung" bei einer Einzeltonfolge lässt sich auch auf ganze Bewegungsgruppen, Sprünge etc. übertragen

-- langsam spielen, aber blitzschnell bewegen (vorausgreifen/vorausfühlen)
-- jeder Ton/Griff ist das Sprungbrett zum Folgeton/griff, und das eben automatisieren (dann sind die Finger immer rechtzeitig und richtig auf ihrem Platz)
-- möglichst kleine Einheiten nehmen und oft wiederholen, dabei ohne Noten und gerne blind
-- -- das gilt sowohl für staccato wie legato

man muss sich halt abgewöhnen, während des Spielens in den Noten und auf den Tasten die Töne zu suchen, d.h. man darf nie auf einem gerade angeschlagenen Ton verweilen - immer vorausdenken und vorausgreifen

Gruß, Rolf
 
Hans, für mich bist Du ein Ausnahmetalent! (Neid!) Was (und vor allem wie) Du nach einem knappen Jahr spielst: Alle Achtung. Musste ich mal loswerden:D

PS: Ich habe die Gymno#1 "einschlafen lassen" - ich konnte mir einfach die Akkorde nicht merken. War vielleicht zu schnell nach der Gnossiene#1?)
Ähm, danke! :wink: Sehen wir uns beim nächsten Forumtreffen?

Das mit der Gymnopedie 1 ist aber schade. Da habe ich auch lange gekämpft. Weniger wegen der Akkorde, sondern vielmehr wegen der ungewohnten Klänge, ich glaube, die Schwebungen haben mich anfangs verrückt gemacht. Ich spiele sie noch immer vom Blatt. Meine KL experimentiert gerade mit mir, um mir zu zeigen, daß ich eigentlich schon signifikante Teile davon auswenig spiele. Wie ich sie kenne, wird sie nicht locker lassen...
 

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