Rhythmusübungen und mitzählen

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Twixt
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Hallo,
ich hätte da mal eine Frage bezüglich des Übens von Rhythmen.
Um ein besseres Gefühl für Rhythmen zu bekommen habe ich mir ein Rhythmusübungsbuch besorgt. Hier soll man u.a. die vorgegebenen Noten selber nachspielen / klatschen oder mitzählen.
Meine Frage bezieht sich nun auf das Mitzählen.
Wenn ich z.Bsp. (im 4/4 Takt) 8 * eine 1/8 Note habe - zähle ich "eins-und-zwei-und-drei..." und so weiter.
Jetzt tauschen wir mal die ersten beiden 1/8 Noten durch eine 1/4 Note aus. Sollte ich mir dann beibringen, dass entsprechende "und" auch mit zu sprechen / zu üben oder sollte ich dann z.Bsp. so Zählen "Eins-zwei-und-drei-und...."?
Bei 1/8 und 1/4 Noten ist das ja noch relativ simpel. Aber wenn ich das Prinzip dann auch so auf Takte mit 1/4, 1/8 und 1/16 Noten lerne - macht das schon einen Unterschied ob ich immer mit "und" lerne oder ob ich mir beibringe, dann eben das "und" wegzulassen. (Oder bei 1/8 Noten auch andere Kürzel für jede Einheit.)

Oder ist das eine unsinnige Frage?

Gruß
Twixt
 
rolf
rolf
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eins-und-zwei-und-drei-und-vier-und = acht (gleichlange) Silben
eins-zwei-und-drei-und-vier-und = sieben (gleichlange) Silben

wenn du jedes Zahlwort und jedes und gleichlang sprichst/zählst, dann ...? Klar geworden?
 
T
Twixt
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Hallo Rolf,
dass ich dann bei den 1/4 Noten entsprechend langsamer mitzähle und dann bei 1/8 Noten (also auf "und") schneller mitspreche ist schon klar.
Die Frage tauchte bei mir auf als ich die Folge 1/2, 1/8, 1/4, 1/8 hatte. Für mich als Anfänger schon kompliziert dort mitzuschlagen oder zu zählen.
Im ersten Fall würde ich also "eins-.... drei-und-.... und" zählen und genauso klatschen oder spielen - oder zählt man zum üben (eins-und-zwei-und-drei...." und so weiter und klatscht oder spielt halt nur dazu an den "richtigen" Stellen?

Gruß
Twixt

Vielleicht denke ich auch einfach zu kompliziert :(
 
T
Twixt
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Ok. Danke. :023:
Dann übe ich jetzt erstmal genau so...
Gruß und schon mal vorab - trotz der ungewöhnlichen Zeiten - schöne Festtage :026:
Twixt
 
Tastatula
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Beim Erfühlen eines Rhythmus´ ist es wichtig, den Puls zu spüren. Wenn Du also ein Rhythmusbeispiel mit vielen kleinen Notenwerten, Punktierungen und Synkopen hast (also Rhythmen, bei denen die kleinen Notenwerte eine Rolle spielen), dann ist es sinnvoll, die kleinste Einheit als "Zählbasis " zu nehmen.
Hat man also punktierte Achtel mit einem Sechzehntel hintenan, dann kann es sinnvoll sein, die Sechzehntel zu zählen.
Hat Du einen Rhythmus, dessen Puls Du sofort spürst, z.B. kannst Du mit dem Fuß die Viertel angeben, dann ist es gut, in Vierteln zu fühlen.
Letztlich sollte der Puls so groß wie möglich sein, wenn man ein Musikstück im Fluss halten möchte (also ein permanentes Sechzehntelzählen würde Dir nie Freude an Musik geben können...)
Wenn ich neuen, schwierigen Rhythmen begegene, erschliesse ich sie mir zunächst über den kleinsten Wert, wenn es dann damit klar ist, nehme ich den nächstgrößeren, bis ich bei dem Puls bin, den ich für das Stelle angemessen finde.
 
virtualcai
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Sechzehntel zählen zB so:
Eins-e und-e zwei-e und-e ....
 
Häretiker
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KawaiMarkus
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Mein 16tel:
ti-ge-ta-ge-ti-ge-ta-ge...
 
S
Stefan379
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Achtel: ei-ne, zwei-ne, drei-ne, vier-ne,...
Sechzehntel: ei-ne-je-te, zwei-ne-je-te, drei-ne-je-te, vier-ne-je-te,...
 
rolf
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Wenn Du also ein Rhythmusbeispiel mit vielen kleinen Notenwerten, Punktierungen und Synkopen hast (also Rhythmen, bei denen die kleinen Notenwerte eine Rolle spielen), dann ist es sinnvoll, die kleinste Einheit als "Zählbasis " zu nehmen.
Hat man also punktierte Achtel mit einem Sechzehntel hintenan, dann kann es sinnvoll sein, die Sechzehntel zu zählen.
manchmal machen sogar die Komponisten beim notieren sowas ähnliches, hier z.B. der Ludwig:
zählen.png
 

T
Twixt
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Letztlich sollte der Puls so groß wie möglich sein, wenn man ein Musikstück im Fluss halten möchte (also ein permanentes Sechzehntelzählen würde Dir nie Freude an Musik geben können...)
Wenn ich neuen, schwierigen Rhythmen begegene, erschliesse ich sie mir zunächst über den kleinsten Wert, wenn es dann damit klar ist, nehme ich den nächstgrößeren, bis ich bei dem Puls bin, den ich für das Stelle angemessen finde.

Danke. Sehr guter Tipp. :027:

Versuche mich daran zu orientieren.

Gruß
Twixt
 
E
Edeltraud
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Die eins-und-zwei-und-... Methode hat mich schon immer kirre gemacht. Tastatula hat sehr gut beschrieben, wie ich das normalerweise mache.

Mir hilft es auch, Wörter oder Wortfolgen mit passender Silbenzahl zu finden.
-- ta-ke-ti-na für gerade Rhythmen
-- ga-me-la für Dreiergruppen
-- To-ma-ten-sa-lat für Quintolen
-- Co-la-Fan-ta-Mez-zo-mix für 2x Viertel plus eine Punktierung

Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.
 
C
Cheval blanc
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Die Zahlworte eins, zwei, drei sind wegen der Konsonantenkombination ns, zw, dr nicht gerade geeignet, einen klaren Puls zu vermitteln (bei der vier ist es auch nicht besser). Es sei denn, man skandiert sie im militärischen Stechschritt. Da sind die Begriffe von @Edeltraud schon besser geeignet (obwohl ich weder Cola, noch Fanta, noch Mezzomix mag). „Zählen“ im eigentlichen Sinne muß ich höchstens, wenn Bewegungsfiguren sich öfter als dreimal wiederholen oder wenn es hakelige Einsätze gibt.
 
T
Twixt
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Danke für Eure ganzen hilfreichen Antworten. :musik024: Ich versuche mir daraus ein Konzept zurecht zu legen.

Gruss
Twixt
 
virtualcai
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Man muss sich nur klar sein, Du hast ja oben schon gefragt, entweder zählt man den Takt in fortlaufenden Einheiten - da sind mE Zahlen sinnvoll, da man dann auch weiß, wo man ist. Das lernt man auch als Schlagwerker und das kann im Orchester dann dazu führen: Musikalischer Erkennungspunkt Becken nehmen und dann 174 zwei drei, 175 zwei drei, .... 181 zwei TSCHING.
oder
man nutzt eine Rhythmussprache von Tomatensalat und Mezzomix bis hin zu Konnakol.
 
Mac_News
Mac_News
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Eine Anregung wäre noch Kannakol (Indische Variante von Zählzeiten - also eine Rhythmus-Sprache)

Am Anfang sehr verwirrend ... aber man kann sich da rein fuchsen. Mein Kumpel Mattias Eklundh - sein Vater ist einer der erfolgreichsten Komiker in Schweden, das hat irgendwie abgefärbt - beginnt sein Freak Guitar Camp immer mit einem Abend, bei dem alle Gäste am Lagerfeuer nichts anderes machen, als den ganzen Abend wilde Rhythmen zu klatschen.

Wenn ihr euch mal qualifiziert verwirren lassen wollt ...


Gruß
Martin
 
Tastatula
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@Mac_News Sehr spannend und der ideale Ausgleichssport in viralen Zeiten! Danke für dieses Video!!
 
sularis
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Ich habe schon auch Spaziergänge zum Üben von Rhythmen, die ich nicht so richtig auf die Reihe gebracht habe, verwendet. Die Schritte sind der Puls (Viertel oder Achtel, je nach dem). Und den Rhythmus klopfe ich seitlich auf den Oberschenkel, oder noch besser, ich singe dazu, oder Melodie singen und Begleitung klopfen.

Das hat mir bei einem Stück mit 1/32-stel Triolen und 1/16 und 1/8 sehr geholfen. Ok, man muss sich vorher klarmachen, was auf die Hauptschläge kommt. Und irgendwie merkt man es so besser, dass man den Schritt verzögern musste, also hat man zu spät eingesetzt.

Hat ein wenig gedauert und hat auch bestimmt lustig ausgesehen, aber irgendwann hatte ich es drauf.
 
 

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