Rachmaninoff cis-moll Präludium - Aufteilung der Hände

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rechenwerk

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Hallo,

ich würde gerne Rachmaninoff's cis-moll Präludium spielen. Nun frage ich mich,
wie die Akkorde des ersten Teils am besten auf die Hände aufgeteilt werden sollten.
Der erste Akkord aus dem 2. Takt zum Beispiel. Spiele ich da:
a) linke Hand: E, Gis, E --- rechte Hand: Cis, Gis, Cis, oder lieber
b) linke Hand: E, Gis, Cis --- rechte Hand: E, Gis, Cis?

Die Notation legt die erste Variante nahe, aber bei der zweiten spart man sich
das "Verschachteln" der Hände. Auf Youtube meine ich beide Varianten gesehen
zu haben (ist manchmal schwer zu erkennen, vor allem wenn zwischendrinn Portraits
von Rachmaninoff eingeblendet werden :D).

Im Moment spiele ich es in der ersten Variante, geht soweit auch recht gut. Mein Problem
ist, dass durch das Über- und Untergreifen der Hände leicht "Lücken" im Klang entstehen können.
Die Hoffnung ist, dass sich das in der zweiten Variante leichter "legato" spielen lässt, oder
halse ich mir dadurch andere Probleme auf, die ich noch nicht absehen kann?
 
D

dooodii

Guest
normalerweise die erste variante. ich meine rachmaninoff hat das so notiert und ich finde, das gibt das richtige spielgefühl. für mich ist es so auch einfacher, die oberstimme herauszubringen
 
mick

mick

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Die Notation legt die erste Variante nahe,
Damit ist die Frage schon beantwortet! Und Lücken im Klang gibt es sowieso nicht, weil man das Bass-Cis nur mit dem Pedal halten kann. Um im Diskant Klarheit zu behalten, muss man hier sehr viel mit "halben" Pedalwechseln arbeiten - das ist für Anfänger alles andere als leicht. Aber vielleicht versuchst Du es erst mal so:

[video=youtube;ifKKlhYF53w]http://www.youtube.com/watch?v=ifKKlhYF53w[/video]
 
rolf

rolf

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a) linke Hand: E, Gis, E --- rechte Hand: Cis, Gis, Cis, oder lieber
b) linke Hand: E, Gis, Cis --- rechte Hand: E, Gis, Cis?
notiert ist a)
deutlich praktikabler ist b)

mein Rat: nimm b), d.h. spiel im 1. Teil in beiden Händen Sextakkorde. Die Melodie liegt im rechten 5. Finger (das kann man aus allerlei leichteren und schwierigeren akkordischen Stücken gewohnt sein) ganz egal, ob man a) oder b) nimmt - mit anderen Worten: die Daumen andauernd zu "kreuzigen" mag im Fall eines religiösen Fimmels zwar genußreich sein, spielpraktisch aber bringt´s nix :D:D

und dann: "legato" ist hier eine rein klangliche, durch das Tonahaltepedal vollzogene Angelegenheit - weder im 1. noch im 3. Teil kann (oder soll) man irgendwas wie pedallos mit den Fingern binden -- du musst halt die Oberstimme der Oktavenmelodie und die Oberstimme der Akkordmelodie klanglich herausholen.

das Stück hat übrigens auch noch einen 2. Teil :) da empfiehlt sich am Anfang rechts der Fingersatz 5-1-3-4-1-3-5-1-3-4-1-2
 
R

rechenwerk

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Ah, also durchaus geteilte Meinung.

Mit "legato" meinte ich natürlich nicht, dass ich da irgendwas "von Hand" binden
will. Ich dachte bloß, dass die geänderte Aufteilung mir einfach ein bisschen Reserve
bietet und ich nicht mit dem Daumenkreuzen beschäftigt bin.

Übrigens merke ich gerade dass mein Yamaha CLP-230 bei gleichzeitigem Einsatz
von Sostenuto- und Dämpferpedal im zweiten Teil (Agitato) schon den Geist aufgibt
und die Töne nicht stehenlässt :-(
 
D

dooodii

Guest
wieso, sind doch gar nicht so viele töne. ich mache pedal auf jeder viertel, ausser wo im bass längere notenwerte stehen und ichs pedal brauch
 
C

Cello

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Hallo,
da du auf den Baßtönen das Pedal halten sollst um den Glockenklang der für Rachmaninoff so charakteristisch ist zu halten, brauchst du dir keine Sorgen um Lücken zu machen :-)
Fast alle großen Künstler halten das A z.b und dann als Kontrapunkt die flehende Stimme.

LG,

Cello
 
 

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