Mozart Fantasie KV475

Dieses Thema im Forum "Werke, Komponisten, Musiker" wurde erstellt von Anonymous, 10. März 2006.

  1. Anonymous
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    Anonymous

    Beiträge:
    981
    Hat jemand von Euch Erfahrung mit dem oben genannten Klavierstück von Mozert? Wie würdet ihr den Schwierigkeitsgrad einstufen? Und wie würdet Ihr die Stimmung des Stücks charakterisieren?

    Ich freue mich schon auf Eure (hoffentlich zahlrechen) Antworten.

    P.H.
     
  2. Alex Schmahl
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    Alex Schmahl Guest

    Hallo Petra,

    Erfahrung mit der Fantasie habe ich selbst nicht; so will ich aus dem "Konzertbuch Klaviermusik", Ch. Rüger (Hrsg.) zitieren:

    "Mozart hat mit diesem Werk...einen Gipfelpunkt erreicht...Noch eindringlicher als in der d-moll-Fantasie offenbart sich hier Mozarts geniale Improvisationsfähigkeit, die vor allem darauf beruht, daß er freies Gestalten immer versteht als Zuordnung der Teile zum Ganzen, also bei aller Verschiedenartigkeit der einzelnen Gedanken die tragende Idee und die Einheit des Grundcharakters nicht aus dem Auge läßt. Dieser Grundcharakter ist...ein tragischer.
    In sechs großen Abschnitten...treffen denkbar gegensätzliche Inhalte aufeinander. Das schwer lastende Adagio...mit seinem konflikthaften Hauptmotiv gibt sich grüblerisch, ist voller Chromatik und ohne festen tonartlichen Grund. Die äußerst kühnen Modulationen berühren entfernteste Tonarten kurz nacheinander...,vom Forte-Piano-Gegensatz geschärft und von der konsequenten, motivischen Durchführung zusammengehalten.
    Es folgt daraufhin ein ebenmäßig gebauter, liedhaft-schlichter Zwischensatz in D-Dur..., der von der hochspannenden Introduktion nichts zu wissen scheint. Um so unvermittelter bricht das mächtig ausholende Allegro...herein, in geradezu bestürzenden Modulationen den alten Schmerz neu hervorkehrend. Eine Kadenz leitet motivisch zum reich gegliederten, doch in sich ruhenden Andantino...über.
    Kurze Fragen am Schluß dieses Abschnittes - dann löst das bis zum Äußersten erregte Piú allegro...selbst die letzten Motivgestalten im Strudel neuer Modulationen auf. Von diesen strebt ein eindringliches instrumentales Rezitativ dem dramatischen Höhepunkt zu. Die Antwort gibt der letzte Teil...-die Rückkehr zum Anfang.
    Und wie die Sonate endet auch die Fantasie in heroischem Ernst"

    Also ehrlich, besser hätte ich das auch nicht sagen können :wink:

    Gruß

    Alexander Schmahl
     
  3. Florian
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    Florian

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    Was die Schwierigkeit angeht, so würde ich sagen, dass das Stück nicht schwerer als die Sonaten ist. Vielleicht so schwer wie eine durchschnittliche Sonate. Es ist auf jedenfall machbar, wenn Du in der Vergangenheit schon ein paar Sonaten bewältigt hast.

    Flo
     
  4. AlCoFa
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    AlCoFa

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    Kommt sehr sehr spät ;-)

    Aber ich habe das Stück selbst gespielt. Sooo schwer war es nicht unbedingt, wenn man mal von diesem brutalen Zweiunddreißigstelnoten-Teil im Allegro, in dem dann noch Zweiunddreißigstel-Triolen dazuommen, absieht :shock: Das war die Hölle und das ist auch der Grund, aus dem ich dieses Stück nicht mehr anrühren möchte...