Mentale Repräsentation von Akkorden

Dieses Thema im Forum "Klavier und Jazz" wurde erstellt von Wu Wei, 16. Mai 2006.

  1. pianomobile
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    pianomobile

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    Genau das meinte ich! E und H (Cmaj) werden zu Es und Bb (Cm7 = IIm7 von Bb-Kadenz). Das Eis ist wohl ein Druckfehler?
     
  2. Heglandio
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    Heglandio

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    Sorry, Druckfehler (!) Natürlich sollte das ein D (grosse Terz) sein (bei Bbmaj7).

    Beste Grüsse:

    Heglandio
     
  3. pianomobile
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    pianomobile

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    Worauf ich schon die ganze Zeit hinaus will ist Folgendes:

    Aebersold-Progression:

    [​IMG]

    (Dm7 G7 Cmaj Cm7 F7 Bbmaj etc.)

    oder bei Standards (in diesem Fall Autumn Leaves):

    [​IMG]

    (Cm7 F7 Bbmaj Ebmaj Am7(b5) D7 Gm6)

    Und das mal mit allen Lead-sheets, die dir unterkommen bzw. als Übung im Aebersold-System.
     
  4. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Jungs, ihr seid so gut zu mir ... :oops: Klar, im Levine auf S. 25, wo ich stecken geblieben war, geht's ja auch in Halbtonschritten abwärts! Jetzt muss ich nur die Ruhe finden, mir das in den Kopf zu basteln, momentan etwas unter Zeitdruck.

    Bis dann
    Wu Wei
     
  5. pianomobile
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    pianomobile

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    @ Wu Wei

    Kannst ja auch schon mal in Kapitel 3-5 und 3-6 reinschnuppern (Just Friends). Da geht´s genau um dieses Thema...


    @ fugato

    Die Quintfallsequenzen haben eigentlich nur den einen (aber wichtigen) Zweck:
    Sicherzugehen, dass man von Anfang an durch alle Tonarten übt.
     
  6. thomasz
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    thomasz

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    Zum Üben der Quintfallsequenzen ist "Just Friends" leider nur bedingt geeignet. Ich habe nie kapiert, warum Levine als Übungsbeispiel für die 2-5-1 ausgerechnet ein Stück bringt, in dem zwar einige 2-5, aber nur eine einzige 2-5-1 vorkommt! Es gäbe 100 geeignetere Stücke für die 2-5-1 als ausgerechnet Just Friends. Oder sehe ich das falsch?
     
  7. fugato
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    fugato

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    @ pianomobile

    Wieso sagst du das mir den Quintfallsequenzen?
    Wahrscheinlich hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt.
    Wollte nur anmerken, dass es auch nicht schadet Musik zu spielen und nicht nur halbproduktive Strukturübungen zu celebrieren. Da diente mir die Quinfallsequenz nur als Beispiel.
    War also gar nicht nörig mich noch einmal zurecht zu weisen :-D
     
  8. Wu Wei
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    Wu Wei

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    @ pianomobile

    Gut, da schau ich doch gern schon mal weiter. (Wenn man Klavierspielen doch überhaupt durch Lesen lernen könnte!) Das ist ja eins meiner Probleme, dass ich wenig Zeit zum wirklichen Üben habe und beim Levine nicht weiter komme, weil ich mich erst zum nächsten Kapitel getraue, wenn ich die Aufgabenstellung aus dem letzten bewältigt habe. Die ist aber jeweils so umfangreich, dass ich schon für diese eine Wochen bräuchte. Werde deinen Rat beherzigen und schon mal vorarbeiten.

    Tschüs
    Wu Wei
     
  9. pianomobile
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    pianomobile

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    @ thomasz

    Also, ich sehe hier drei II - V - I Verbindungen:

    - Die temporäre Modulation (Dm7 G7 Cmaj)
    - F#m7 B7 Em7 geht zwar nach Moll, läuft aber trotzdem unter II V I
    Man hört auch oft in der zweiten Hälfte des Em7-Taktes ein E7 als
    Dominante zu A7.
    - Am7 D7 Gmaj am Schluss.

    Aber ich gebe Dir Recht, dass "Just Friends" nicht wirklich die glücklichste Wahl ist. All The Things You Are wäre da wohl geeigneter.

    @ fugato

    War nicht böse gemeint. Wollte nur erläutern, dass es durchaus auch Sinn macht, Quintfallsequenzen zu üben...
     
  10. fugato
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    fugato

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    @ pianomobile: du hast ja auch recht, nur hab ichs doch so gar nicht gemeint :)

    Ein Zusatzhinweis zu deinem letzten Beitrag.

    II - V - I - Verbindung in Moll hat in der II. Stufe aber eigentlich einen halbverminderten Akkord. In deinem Beispiel eher F#m7/b5.
    Um aber Missverständnissen aus dem Weg zu gehen F#m7 geht prinzipiell auch, deshalb ist es in dem Stück auch so gemacht.

    Nur müsste man das hier doch nochmal sagen, dass die II. Stufe in Moll eigentlich vermindert ist, nicht dass sich hier jemand etwas falsches einprägt :)
     
  11. pianomobile
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    pianomobile

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    Natürlich ist die II in Moll IIm7b5, aber bei einer echten Moll-Kadenz
    müsste dann Em7 Em maj7 als tonischer Mollakkord mit großer Sext oder großer Septime sein, und das geht aufgrund der Melodie in diesem Takt nicht (d, kleine Septime).
    Würde nur funktionieren, wenn wie gesagt über der zweiten Hälfte dieses Taktes ein E7 als Dominante zu A7 steht.
    Es handelt sich hier deshalb nicht um eine "waschechte" II V I - Kadenz, weil Em7 ja schon wieder IIm7 von A7 sein sollte, aber B7 hat auf jeden Fall Dominant-Funktion und darf entsprechend alteriert werden. Bei der Improvisation wird allerdings oft oben erwähnte Lösung gewählt. (F#m7b5 B7 alt Em maj E7 A7....)
    An dieser Stelle könnte man auch Em7 als VI. Stufe von G sehen und A7 als II7 von G. Ist alles ein bisschen Auslegungssache....
     
  12. fugato
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    fugato

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    Da hast du Recht.
    Es steht ja auch in einem größeren Kontext.
    Wollte ja nur anmerken, dass ne echte Mollkadenz eigentlich so aussieht.
    Nicht dass hier jemand auf falsche Gedanken kommt :)
     
  13. thomasz
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    thomasz

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    Pianomobile zu Just Friends:
    Hoppla! Ds f#7 B7 em7 würde ich zwar nicht als echte 251 werten, aber die dm7 G7 Cmaj7 hatte ich glatt übersehen!
     
  14. pianomobile
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    pianomobile

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    F#m7 B7 Em7 habe ich weiter oben schon relativiert. In den Fake-Books steht oft F#m7b5 B7alt Em7, also eine "unechte" II-V-I Verbindung, wenngleich die Alteration aufgrund der Dominant-Situation zw. B7 und Em7 stattfinden darf.