Lehrbuch für Late Bloomer?

mos

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Da ich ja fest gestellt habe, dass hier einige im Erwachsenenalter angefangen habe, würde mich mal interessieren, mit welchem Buch ihr lernt.

Habt ihr Unterricht oder bringen sich die meisten das hier autodidaktisch bei? Gibt es emfehlenswerte Schule für Erwachsene? Ich habe noch von meinen Kiddis die Piano Kids Bücher, die finde ich für mich jetzt aber nicht ganz so prickelnd.

Lernen Erwachsene überhaupt nach einer bestimmten Schule oder eher einfach Stücke, die der Lehrer mitbringt?

Fragen über Fragen:confused::confused:

Danke
mos
 
wahnfried

wahnfried

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Hallo mos,

ich habe erst mal knapp ein Jahr autodidaktisch gemacht und dann von einem Kollegen eine Lehrerin empfohlen bekommen.

Ich hatte mir verschiedene Schulen angesehen und habe wohl mit der am langweiligsten aussehenden angefangen: Uli Molsen, Erleben - Verstehen - Lernen, Klavierschule für Erwachsene, Verlag Heinrichshofen. Die auf populär gemachten Werke hatten mir am Anfang zu wenig interessantes Material, und beim eher klassische Ansatz von Molsen gibt es bereits einfache Stücke, die Spaß machen.

Bei der Lehrerin handelte es sich damals um eine Musikstudentin kurz vor dem Abschluß. Das war sehr gut, sie war sehr offen und motivierend. Das Lehrmaterial wurde mehr oder weniger lose zusammen vereinbart, nicht nach Lehrbüchern.

Sie hat in einer Schule gearbeitet, die die Schüler zu Hause besucht. Das hab ich auch als sehr angenehm empfunden. Meine jetzige Lehrerin ist zwar unglaublich gut, aber ich vergeude am Anfang der Stunde immer erstmal zehn Minuten, bevor ich mich an ihren Flügel gewöhnt habe. (Noten stehen höher, Anschlag ist anders, Klang ist anders, Vorspielsituation, ...)

Summa summarum: Zuerst eine Zeit lang selber lernen finde ich auch im nachhinein gut -- wenn du genug Motivation mitbringst. Ein Vorteil ist, daß du auch ein bischen freier mit dem Klavier experimentierst, anstelle dich ausschließlich auf die Übungen fürs nächste Mal zu konzentrieren. Du wirst dann schon feststellen, wann es klemmt und du einen Lehrer brauchst.

Prost,
Wahnfried
 
Stuemperle

Stuemperle

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Hi Mos,

bist Du wirklich der "simplysax"? Boah.

Also, ich kenne:

"Heumann: Klavierspielen, mein schönstes Hobby", Bd 1
basis-handwerkliches (Fingersatz, "stummer Fingerwechsel", und ähnliches tastaturtechnisches fand ich gut erklärt, deshalb: kauf Dir Band 1 und verschenke ihn nach einem halben Jahr (so wie ich).

"Schaper/Meister/Schlie: Klavierschule für Erwachsene", Bd 2
geht um Klassik, Improvisation, Folklore, Jazz, mit CD
Fand ich gut als Überblick: was gibt's da, was kann mein Instrument (nicht ich!), Klärung: was möchte ich?

Du wohnst in Köln, guck selber - Musikhaus Tonger - oder kauf hier ;-)

Zu Klavierlehrer liest Du hier (wenn Du tätest) zu 90 % "wünschenswert", wenn nicht gar "erforderlich". Kommt auf den Einzelfall und das Budget an. Meine Meinung: Gönn' Dir eine(n), aber mißbrauch' ihn nicht dafür Dir vorzulesen, was in den Lehrbüchern steht, als Erwachsener kannst Du viel in Eigeninitiative tun und die Mühe deines KL darauf lenken, wo Du ihn/sie brauchst.

LG Hanfred
 
mos

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Danke für die Antworten. Ja, ich bin die simplysax :D, was immer das jetzt bedeutet :).

Im Forum lesen, mache ich recht viel und habe auch schon jede Menge sehr interessante Dinge gelesen. Einige kann ich nicht nicht nachvollziehen, aber das kommt mit der Zeit.

Einen Lehrer habe ich ja, ohne Lehrer fange ich nie ein Instrument an. Man kann gerade am Anfang so viel falsch machen und bekommt es super schwer wieder raus. Ich habe einen Jazzpianisten und bin total happy.

Die Klavierschulen werde ich mir trotzdem mal anschauen. Ich liebe Noten und habe eine riesen Sammlung mittlerweile, da können ruhig noch ein paar Klaviernoten dazu kommen. Kann ja nie schaden :keyboard:
 
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Kulimanauke

Kulimanauke

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Hallo mos,
ich möchte auch weiterhelfen:
Wahnfried: Ich hatte mir verschiedene Schulen angesehen und habe wohl mit der am langweiligsten aussehenden angefangen: Uli Molsen, Erleben - Verstehen - Lernen, Klavierschule für Erwachsene, Verlag Heinrichshofen. Die auf populär gemachten Werke hatten mir am Anfang zu wenig interessantes Material, und beim eher klassische Ansatz von Molsen gibt es bereits einfache Stücke, die Spaß machen.
Genauso habe ich auch angefangen.
Ich habe von ihm
  • Erleben-Verstehen-Lernen
  • Fingersatz-Kurs.
  • Richtig üben
  • Flexible Basis-Technik
Die Hefte sind dünn, klar, übersichtlich, Übungsempfehlungen in Modellen. Man muß allerdings mitdenken.;) An entsprechenden Stellen weist er auf weiterführende Literatur hin.

Fast alle Stücke sind einfach schön. Gerade als Anfänger bekommt man anhand der ersten Stücke das Gefühl, daß man schon Klavierspielen kann.Manchmal habe ich sogar das Gefühl, daß er mir über die Schultern schaut. :)
 
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