Klavier vs. Flügel

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fisherman
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Ich stimme Dir gerne zu! Aaaaaaaber: Die wirklich klanglich exzellenten Instrumente (das oberste 1/4-1/2 %) sollten wir da ausklammern. Natürlich gewöhnt man sich sehr rasch an alles, aber die klanglichen Qualitäten sind sofort wieder extrem präsent, sobald man mal kurz "fremdgegangen" ist. Der wahre Zugang zum Instrument ist aber - wie Du schreibst - sicherlich taktil geprägt, resp. von der Fähigkeit des Instruments, Klangvorstellungen möglichst 1:1 umsetzbar zu machen. Das dürfte wohl in der Regel DAS Entscheidungskriterium sein.
 
SingSangSung
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Ich stimme Dir gerne zu! Aaaaaaaber: Die wirklich klanglich exzellenten Instrumente (das oberste 1/4-1/2 %) sollten wir da ausklammern. Natürlich gewöhnt man sich sehr rasch an alles, aber die klanglichen Qualitäten sind sofort wieder extrem präsent, sobald man mal kurz "fremdgegangen" ist. Der wahre Zugang zum Instrument ist aber - wie Du schreibst - sicherlich taktil geprägt, resp. von der Fähigkeit des Instruments, Klangvorstellungen möglichst 1:1 umsetzbar zu machen. Das dürfte wohl in der Regel DAS Entscheidungskriterium sein.

So ein Instrument suche ich schon lange - ich dachte, das sei eher der Fähigkeit des Pianisten zuzuschreiben!
 
Steinbock44
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V. Horowitz spielte so gut wie nie am fremden Flügel. Er lässt sein privates (leichtgängiges) SS immer mittransportieren. Warum es so war, weiss ich nicht. Unter Umständen bestand für ihn doch grosser Unterschied zwischen den Instrumenten.

Gruss Toni
 
dilettant
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V. Horowitz spielte so gut wie nie am fremden Flügel. Er lässt sein privates (leichtgängiges) SS immer mittransportieren.
Wenn man von der Norm abweichende Präferenzen hat, sieht natürlich die Welt anders aus, dann sollte man sein Instrument vielleicht besser mitbringen. Sicher hat er den auch mal ausgesucht, aber eine extrem leichte Gewichtung finde ich weniger durch Suchen, als vielmehr, indem ich den Klavierbauer meines Vertrauens entsprechend instruiere.
 
fisherman
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Ihr Dödel! ;-) Natürlich macht es bei einem empfindsamen Menschen wahlweise klick oder bummbedibumm, WENN er an einem Instrument sitzt, das seine Gedanken tatsächlich zu 100% in Musik übersetzt. Und es macht KLICK oder BUMMBEDIBUMM, wenn aus dem Kasten mehr herauskommt, als im kleinen Hirnkastel drinsteckt (Lotusblume hat das mal beschrieben). Der Großschreibungseffekt tritt natürlich bei esoterisch angehauchten Anfängern leichter auf. Zufrieden?
 
Destenay
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V. Horowitz spielte so gut wie nie am fremden Flügel. Er lässt sein privates (leichtgängiges) SS immer mittransportieren. Warum es so war, weiss ich nicht. Unter Umständen bestand für ihn doch grosser Unterschied zwischen den Instrumenten.

Gruss Toni

Arturo Benedetti Michelangeli kam mit drei Flügel, später war er pleite :shock:
Krystian Zimerman kommt mit seinem Flügel, seinen Lieblingsflügel haben die Amis verbrannt.
Richter kam mit seinem Flügel, Schiff kommt mit seinen Flügel usw.
Es gibt aber noch sehr grosse Pianisten, die haben in der Tat ein Klavier oder den letzten Schrott zu hause, grosse Preisträger und Echo Inhaber.
Ja einer davon, ein Franzose besitzt gar kein Instrument, er besitzt viele Schlüssel von Freunden und übt bei diesen auf allerlei Instrumenten.
Dieser Pianist gehört zu den interessantesten Pianisten Weltweit, keiner ist zurzeit so gefragt wie dieser.
Auch diese Vorstellung sie kommen mit eigenen Stimmer, gehört in das letzte Jahrhundert die Zeiten sind vorbei, mit was sollen sie dies den bezahlen ? wenn ich solchen Unsinn höre
Wer von den sehr sehr guten Pianisten kann sich noch einen Steinway, Bechstein, Fazioli usw. kaufen? vielleicht diejenigen die aus gutsituierten Haus kommen, oder jemand haben der auf der Bank für einen Kredit bürgt.
Sehr häufig üben renommierte Pianisten auf Flügel, von Schulen, Universitäten und Musikhochschulen, so sieht die Situation aus.
Wer sich heute als Amateur oder Profi einen Steinway, Bösendorfer usw. leisten kann, kann sich " von " nennen.
Es gibt heutzutage so grossartige alte Flügel zu kaufen die von Fachleuten wunderbar hergerichtet werden, da sollte man sich umschauen, sofern man von einem Klavier wechseln möchte, hier sind immer wieder zu interessanten Preise Rubine zu finden. :p
 
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schmickus
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ABM war pleite? Stammte er nicht aus bestem Haus und bezog beträchtliche Gagen, die seine Agentin/Sekretärin/Geliebte zu seiner Verwunderung aushandelte? Verwaltete nicht seine Frau sein Geld?
 

Destenay
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ABM war pleite? Stammte er nicht aus bestem Haus und bezog beträchtliche Gagen, die seine Agentin/Sekretärin/Geliebte zu seiner Verwunderung aushandelte? Verwaltete nicht seine Frau sein Geld?

die Gagen wurden sofort gepfändet, seine Frau hatte ihn ruiniert auf eine ganz fiese Art, dies führte dazu , dass er ins Tessin zog, besser gesagt er musste wegen den Steuern in Italien.
 
Destenay
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dies stimmt teilweise. Die ganze leidige Geschichte kenne ich zu gut. Meine Grosseltern hatten auf der Insel St. Giulio im Orta See in Italien ein Haus, direkt neben
Caesar Tallone dem Stimmer von Benedetti. Tallone baute traumhafte Flügel in einer winzigen Werkstatt in einem Hinterhof.
Ich habe bei Talllone auf St. Giulio in seinem Traumhaften Konzertsaal vier Konzert gegeben auf einem Tallone. Tallone war sehr gut befreundet mit meinem Grossvater der ihn unterstützte, durch das bin ich zu einem Tallone gekommen. der immer noch auf der Insel steht.
Ich bedaure es sehr, dass es diese grandiosen Flügel nicht mehr gebaut werden.
Wer einen findet, sofort kaufen !!!
 
ChristineK
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Für mich ist das echt ein interessanter Faden: beim Dauerthema "Digi vs. Klavier" kann ich ja nun aus eigener Erfahrung mitreden. Die Erfahrung, dass das Digi mir nicht mehr gereicht hat, und ich das selbst gespürt habe. Vermutlich ist dieser Schritt dann ab einem gewissen technischen Niveau auch zwischen Klavier und Flügel spürbar. (Oder auch schon auf meinem Level? Dazu habe ich bisher zu wenig Erfahrung mit einem Flügel). Ich kann gut nachvollziehen, dass sich nicht nur Profis oder Halbprofis, sondern auch Amateure einen Flügel zulegen und es genießen, hobbymäßig darauf zu spielen - auch wenn's nicht mal besonders anspruchsvolle Stücke sind. Hätte ich den Platz, wäre ich vom Digi vielleicht sogar gleich zum Flügel übergegangen und hätte glatt das Klavier übersprungen. Wer weiß... ;-)

Bei einem Kind, was Klavierspielen lernt, würde ich allerdings denken, es kommt erstmal auf andere Dinge an (Spaß an der Musik, Motivation, usw.) und das kann man doch vermutlich genauso gut auf einem Klavier, oder sogar Digi, lernen?! Bei einem Ausnahmetalent ist das natürlich wieder etwas anderes.
 
SingSangSung
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Liebe Lotusblume,

das hast Du sehr tief und differenziert dargestellt, vielen Dank dafür!
 
J
Jörg
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Ihr Dödel! ;-) Natürlich macht es bei einem empfindsamen Menschen wahlweise klick oder bummbedibumm, WENN er an einem Instrument sitzt, das seine Gedanken tatsächlich zu 100% in Musik übersetzt. Und es macht KLICK oder BUMMBEDIBUMM, wenn aus dem Kasten mehr herauskommt, als im kleinen Hirnkastel drinsteckt (Lotusblume hat das mal beschrieben). Der Großschreibungseffekt tritt natürlich bei esoterisch angehauchten Anfängern leichter auf. Zufrieden?

So ist das. Wer einmal Blut geleckt hat wird immer danach suchen und so war es bei mir auch.
Als ich 1973 nach Berlin kam, hatte ich mir ein gebrauchtes Schwechten (waren noch die Kerzenleuchter dran) gekauft, dass aber nach ein paar Jahren die Stimmung nicht mehr hielt. Es klang für mich gut und machte Spaß zu spielen.
Damals arbeitet ich an der Böre und lernte dort einen hinzuverdienenden Student der Konzerpianist oder eben nur Klavier studierte.
Durch ihn bin ich dann auch zu Steinway gekommen und dort durfte ich auf einen großen Konzertflügel spielen. Man, was für eine Gänsehaut habe ich da von dem Klang bekommen.
Es stand für mich daher fest, so etwas mußt du dir auch mal kaufen, zumindest ein Klavier, aber von Steinway.
Klavier hatte ich mir dann auch gekauft nur der Klang war eben nicht ganz so, wie von einem Konzertflügel.
In unsere gegend gibt es ein großes Musikgeschäft, die haben dort über 200 Klavier und Flügel gebraucht und auch neu, nur Steinway haben sie nicht. Vor kurzem stand dort aber ein gebrauchter Steinay B-Flügel, dessen Klang ich mal als Zuhörer mit meiner Frau genießen wollte. Man spielte mir also vor und was sage ich euch......na......., jaaaaaa, die Gänsehaut war sofort da, der hatte kaum angefangen zu spielen, mir kamen fast die Tränen so hin und weg war ich von dem Klang. Er sollte noch 44.500 kosten. Eines Tages werde ich mir meinen Traum erfüllen. Ganz bestimmt.

LG Jörg
 
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