Keine Instrumentenvermietung an Ausländer?


Stuemperle
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doppelte Staatsbürgerschaft

Ich kenn' mich im Fußball nicht so aus, aber es gibt da Spieler in der Nationalmannschaft mit exotischem Namen - sind das alles Nurdeutsche oder haben die auch noch eine andere Staatsbürgerschaft?

Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Barenboim hat Barenboim sogar vier Staatsbürgerschaften: die argentinische, israelische, spanische und palästinensische...

Im übrigen hat mal eine Rothaarige mein Herz mitgenommen und nicht wiedergebracht, während ich mit Gymnasiasten fremder Staatsbürgerschaft nicht solche Erfahrungen machte. Wertgegenstände können daher gerne an diese, aber nicht an jene verliehen werden, welche erfahrungsgemäß nicht vertrauenswürdig sind!

Und das war jetzt natürlich nicht diffamierend :D

Liegrü
Hanfred
 
fisherman
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Ich würde es bedrückend finden, aufgrund einer von unserer Generation nicht verschuldeten Vergangenheit in gewisser Hinsicht keinen Kredit zu bekommen. Und trotzdem muß ich mit dem „Kredit“ meiner Vorfahren leben …

Ich stimme Dir zu. Auch ich lebe mit diesem Kredit, der immerhin knapp 70 Jahre alt ist (und zudem nur uns "gewährt" wird, nicht jedoch Stalin und Mao sowie deren Bevölkerung...). Aber gerade darum scheint es mir legitim, dass ein Händler seine frische, persönliche Erfahrung einbringt, um sein Geschäft zu sichern.

Ich sags nochmal: Ich würde hier Zeter und Mordio schreien, wenn der Fadeneröffner echte Sicherheiten hinterlegt hätte oder bar kaufen wollte. Dann würde ich die große Fahne der Menschlichkeit schwingen und an vorderster Front ins Feld ziehen.

Bitte achtet mal alle darauf, dass wir hier von einem Geschäft OHNE echte Sicherheiten (Staatsbürgerschaft oder Kreditkarte) reden!

Alle, die hier so lauthals Rassismus schreien, sollten sich bitte vorstellen, Ihr Auto oder Ihr Klavier an einen Fremden ohne jede Sicherheit zu verleihen. Na, wer machts?:D

Aha...
 
Haydnspaß
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Von der Mietgeige zum Rassismus und von dort zur doppelten Staatsbürgerschaft.

Kann man mal sehen:, in was für verrückten Zeiten wir heute leben: man wird gezwungen, eine fremde Staatsbürgerschaft anzunehmen, wenn man eine 150 Euro-Geige mieten möchte.

Ich warte auf den Tag, wo der italienische Hauswirt oder die schweizer Hauswirtin (gerne auch umgekehrt :D ) den deutschen Urlaubern erklären, sie müßten zuerst die italienische bzw. schweizer Staatsangehörigkeit annehmen, vorher könnten sie ihnen keine Ferienwohnung vermieten :p
 
klaviermacher
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Wenns darum geht, dass sich die Europäer als gemeinsame Kraft im Weltgeschehen verstehen sollten, um etwas zu bewegen, sind wir noch Meilenweit entfernt davon.

In der Hinsicht haben uns die Amerikaner wirklich gewaltig was voraus. Warum denkt man hier immer noch in mein und dein Land. Du bist Ausländer und ich bin Inländer. So gesehen sind wir doch fast überall Ausländer.
Wir haben in der EU zwar Reisefreiheit, Niederlassungsfreiheit, Arbeitsfreiheit, etc. etc. doch die Schranken sind im Kopf.

@ Fisherman
"Das war auf einer 16 Meilen langen und vielleicht 2 Meilen breiten Insel"
Hätte da nicht ein Fahrrad gereicht...:floet:
Auf so einer Insel Auto fahren ist sicher wie am Nürburgring mit nem Traktor herumgurken:D

LG
Michael
 
Alia
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Interessant, dass eine Staatsbürgerschaft als "echte" Sicherheit im Business gelten soll........ überhaupt !
 
D
Debbie digitalis
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@ Debbie:

Mittlerweile haben meine Familie und ich ein System entwickelt, mit dem wir sehr gut zurechtkommen und das ich Dir für die nächste Reise gerne empfehle (auch wenn man mich nun vermutlich als Rassist und Frauenfeind abstempelt): Wir suchen uns die Schlange nicht nach der Kürze, sondern nach dem officer aus. Es gilt dabei folgende Regel: KEINE Weißen! Afroamerikaner und Hispanics sind prima. Männer sind umgänglicher/vorhersehbarer als Frauen und wenn es doch eine Frau sein sollte, dann bitte eine Dicke aus den genannten ethischen Gruppen. Niemals eine dünne Weiße! Natürlich sind bei den Männern auch die Dicken den Dünnen vorzuziehen. Das Optimum ist ein 2m großer und 1 m breiter Farbiger. Die sind so selbstsicher, dass sie sich jegliche Freundlichkeit erlauben können.

Und duck und weg:D

@fisherman,

auch wenn's jetzt immer mehr off-topic wird, muss ich doch mal über deine obigen Übelegungen schmunzeln:

Es ist ja interessant, welche Schlüsse du aus eigener Erfahrung über die Wahl des immigration officers bei der Einreise in die USA gezogen hast!

Ich will jetzt auch gar nichts verallgemeinern, oder irgendjemanden irgendetwas unterstellen, nur soviel dazu:

Frau Immigration Officer, die sich bei unserer USA-Reise über den Dr-Titel aufgeregt und ihn wütend durchgestrichen hat, war eine blasse, sehr schlanke Weiße mit energischer Nase und schwarzem Haarknoten:D

So, das wars dazu - und jetzt lese ich aber wirklich mal wieder einen Faden
der etwas mit dem Klavierspielen zu tun hat!

Liebe Grüße

Debbie digitalis
 
C
Carsten
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Ich warte auf den Tag, wo der italienische Hauswirt oder die schweizer Hauswirtin (gerne auch umgekehrt :D ) den deutschen Urlaubern erklären, sie müßten zuerst die italienische bzw. schweizer Staatsangehörigkeit annehmen, vorher könnten sie ihnen keine Ferienwohnung vermieten :p

Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Es dürfte ziemlich schwer sein, sich mit der gemieteten Ferienwohnung ins Ausland abzusetzen.

@alia: Ja, die deutsche Staatsbürgerschaft bedeutet für den Verkäufer ein Plus an Sicherheit, da sich im Falle eines Falles Maßnahmen wie Pfändung etc. ohne Einschaltung ausländischer Behörden durchsetzen lassen.

Aber nochmal zum Ausgangsposting zurück: Einhundertfünfzig (ich habe es mal ausgeschrieben, um sicherzustellen, dass ich die Zahl richtig gelesen habe) Euro für eine Geige? Und dann noch Mietkauf? Wie viel, 12,50 Euro pro Monat? Es wundert mich wirklich, dass der Verkäufer das überhaupt jemandem anbietet. Da steht doch alleine der Verwaltungsaufwand in keinem Verhältnis. Das er bei so einem schlechten Geschäft (denn was er daran verdient, dürfte minimal bis 0 sein) ganz auf Nummer sicher gehen will, kann ich daher 100% nachvollziehen.
 
L
Lupus
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...
@alia: Ja, die deutsche Staatsbürgerschaft bedeutet für den Verkäufer ein Plus an Sicherheit, da sich im Falle eines Falles Maßnahmen wie Pfändung etc. ohne Einschaltung ausländischer Behörden durchsetzen lassen.
...

Aus leidvoller eigener geschäftlicher Erfahrung darf ich dazu anmerken, daß das Eintreiben von Außenständen bei notorischen Zechprellern jedweder Nationalität mühevoll, arbeitsaufwändig und nur allzu oft frustran ist.
 
fisherman
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@ Debbie:
Frau Immigration Officer, die sich bei unserer USA-Reise über den Dr-Titel aufgeregt und ihn wütend durchgestrichen hat, war eine blasse, sehr schlanke Weiße mit energischer Nase und schwarzem Haarknoten
Ohh, die kenn ich! Die hat mich auch schon genervt:D

Hätte da nicht ein Fahrrad gereicht...
Auf so einer Insel Auto fahren ist sicher wie am Nürburgring mit nem Traktor herumgurken
Bei 40 Grad und Schlagloch"strassen"? Ich glaube, da gabs gar keine Fahrräder. Ich hab extra - gegen den Widerstand der Vermieterin - eine Versicherung abgeschlossen (weil Linksverkehr mit Lenker links). Nach 2 min wusste ich, weshalb die Dame das als unnötig erachtet hat: 20 Meilen Höchstgeschwindigkeit!:shock:
 
Kleines Cis
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In der Hinsicht haben uns die Amerikaner wirklich gewaltig was voraus.

Oh, also das würde ich jetzt mal bezweifeln. Das Mein-Land-dein-Land-Denken ist auch in Amerika verbreitet, nur haben die halt ein viel größeres Land. Wenn du meinst, dass die nicht so auf ihre States achten wie die Europäer auf ihre Nationalstaaten - schon wahr, aber es gibt eine Verfassung der USA und keine der EU, was einen gewaltigen Unterschied macht. Und die amerikanischen States haben einfach früher angefangen, sich zu vereinigen, als die EU, also haben sie alleine schon deswegen einen Vorsprung.
 
fisherman
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Kleines Cis hat m.E. recht: Die Amis machen einen sehr deutlichen Unterschied zwischen Gast und Bürger. Solange sich der Gast als solcher verhält, wird er jedoch mit offenen Armen empfangen. Wenn er das aber nicht tut, dann wird nicht lange diskutiert...

Über einen Faden wie diesen hier würde ein Ami nur ungläubig den Kopf schütteln. Umgekehrt würde er es aber auch nicht als Fremdenfeindlichkeit betrachten, wenn man ihm in einem Land, in dem er zu Gast ist, Darlehensgeschäfte verweigert, solange er nicht seine dicke Kreditkarte gezückt hat.
 

Kleines Cis
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Über einen Faden wie diesen hier würde ein Ami nur ungläubig den Kopf schütteln. Umgekehrt würde er es aber auch nicht als Fremdenfeindlichkeit betrachten, wenn man ihm in einem Land, in dem er zu Gast ist, Darlehensgeschäfte verweigert, solange er nicht seine dicke Kreditkarte gezückt hat.

Mal nicht alle über einen Kamm scheren, bitte...

Übrigens finde ich den Ausdruck "zu Gast sein" inadäquat und suggestiv. Er passt auf Urlauber, aber es erscheint mir fragwürdig, ihn auf Leute, die sich in einem Land niedergelassen haben, anzuwenden.
 
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@Kleines Cis
Wie sollen wir denn zu einer Einheit und Verfassung kommen, wenn man nicht dieses für zahllose Kriege und persönlichen Schmerz verantwortliche Ausländer/Inländer Denkemuster auf die ein oder andere Weise aus den Köpfen herauskriegt.

...sicherlich hat jedes Völckchen sein Problemchen, aber die Amerikaner betrachten sich heute in erster Linie als Amerikaner und wir nicht als Europäer:(


@fisherman - also Traktorgeschwindigkeit:D

LG
Michael
 
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@ Kl. Cis: Da würde ich Dir widersprechen: Wenn Du nicht Staatsbürger bist, dann bist Du Gast. Wenn ein Freund lange Zeit im Haus meiner Familie wohnt, mag (und soll!) er sich sich als Familienmitglied fühlen. Dennoch bleibt er: Gast.

Ich habe aber nichts dagegen, wenn über einen besseren Begriff nachgedacht wird, wobei ich nochmals betonen will, dass sich hinter dem Wörtchen "Gast" eben nicht nur Pflichten, sondern ebenso auch "Rechte" verbergen. Ein Gast genießt Gastrechte. Zu diesen gehört unter zivilisierten Menschen das Recht auf höflichste Behandlung und vorurteilslose Freundlichkeit sowie Unterstützung!

Für mich ist "Gast" rundum positiv belegt!

Ansonsten gilt - ob Gast, "Ausländer" oder Staatsbürger: Die Freiheit des einen endet dort, wo sie die Freiheit eines anderen beeinträchtigt. Würden wir alle danach leben, gäbe es einfach nur noch "Menschen" (da liegt Alia schon richtig!) - jegliche juristische Normung wäre obsolet.
 
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fisherman
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@ fisherman - also Traktorgeschwindigkeit

Yep! Und zwar von anno ‘60. Ähnlich rumpelig wars auch:D. Aber auch genauso ruhig und gemütlich.

aber die Amerikaner betrachten sich heute in erster Linie als Amerikaner und wir nicht als Europäer
Die reden aber auch eine Sprache! Und haben nicht Jahrtausende der nationalen Abgrenzung hinter sich (sondern nur 200 Jahre der ethnischen Ausgrenzung/Ausrottung...)
 
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Kleines Cis
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Das Englische hat den treffenden Terminus "permanent resident", nur wie könnte man das am besten übersetzen?

Wie sollen wir denn zu einer Einheit und Verfassung kommen, wenn man nicht dieses für zahllose Kriege und persönlichen Schmerz verantwortliche Ausländer/Inländer Denkemuster auf die ein oder andere Weise aus den Köpfen herauskriegt.

Ich stimme dir eh zu, dass das ein Problem ist...:(
 
T
thomdielock
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Der ist gut! Zumal der permanent resident tatsächlich in vielen Bereichen des tagtäglichen Lebens genauso behandelt wird, wie der echte Staatsangehörige - im Gegensatz zum "Non-resident". Aber wie übersetzen?

wenn mans nicht ohne kann, am besten mit dem wörterbuch;)

permanent resident = dauerhaft ansässig

z.b. eine katze ist im haus auch ein dauerhaft ansässiger, wird aber doch als teil der fmailie gesehen... hat aber eigentlich nichts mit dme thema zu tun :D
 
Kleines Cis
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Ich weiß nicht, aber "dauerhaft ansässig" kommt mir ein wenig komisch vor, obwohl's semantisch trifft - aber darum handelt sich's ja bei dem Übersetzungproblem hier nicht. "Ansässig" sind Firmen oder irgendwelche vorneuzeitlichen Völker...
 
 

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