Haydn Sonate h-Moll

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pianovirus

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Sehr erfrischend, endlich mal ein klassisches Originalwerk zu spielen, nach all den Transkriptionen :p

http://www.youtube.com/watch?v=jGrhBJozCPE&fmt=22

Da ich das Stück in drei Wochen vorspiele (und bis dahin noch einiges dran arbeite möchte), wäre ich für kritische Kommentare jeder Art sehr dankbar (auch wenn ihr Euch mit irgendeinem Eindruck nicht ganz sicher seid, würde ich ihn gerne hören; ich werde nicht eingeschnappt sein, versprochen ;) ).

Achja, die 16tel im 3. Satz, holper-di-polter, die sind noch ganz schön peinlich. Auch dafür wären Tipps willkommen....


P.S. Wenn jemand Probleme mit obiger HD-Version hat, dann einfach diesen Link benutzen (aber die HD-Version oben hat auch besseren Ton):
http://www.youtube.com/watch?v=jGrhBJozCPE
 
.marcus.

.marcus.

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Hast du mal versucht deiner Aufnahme etwas Hall unterzumischen? Ich finde, es klingt so trocken. Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck :)

Zu der Haydn Sonate kann ich leider gar nichts sagen.

lg marcus
 
DonBos

DonBos

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OK, nachdem du nach Kommentaren jeder Art fragst und allgemein auf einem so hohen Niveau spielst, ist es hoffentlich in Ordnung, wenn ich hier ein paar lumpige Kleinigkeiten nenne, die mir aufgefallen sind (aber du sagst ja selbst du willst auch unsichere Eindrücke hören und wirst nicht sauer sein);) Nun denn:

Im ersten Satz sind manche von den Verzierungen in der rechten Hand noch ein wenig unsauber (das kann ich schwer an einer bestimmten Stelle festmachen, weil das Mini-Geholper nicht schematisch bei einem bestimmten Typ von Verzierung auftaucht, sondern mal bei der einen, mal bei einer anderen).

Auch scheinen(!) mir manche der Läufe in der rechten Hand noch etwas holperig (ich beziehe mich da mal explizit auf die Stelle um Minute 2:25 und die zugehörigen Parallelstellen - irgendwie klingen die in meinen Ohren noch nicht immer hundertprozentig rund und aus einem Guss).

Dann bei 3:58 würde ich mir ein wenig mehr Zeit lassen, bevor du den vollen Akkord anschlägst und weiterspielst. Irgendwie wirkt das in der Aufnahme etwas gehetzt (bzw. die Pause vor dem Akkord verkürzt). Weil ich die Sonate an sich aber leider weder kenne, noch die Noten da habe, kann ich das auch nur vermuten.

Die vier aufsteigenden Töne bei 5:12 wirken auf mich auch etwas hastig.

Im dritten Satz fallen mir dann eigentlich nur die Sechzehntel auf, die du selbst ja schon erwähnst - und daraus resultierend sind dann stellenweise die beiden Hände nicht immer ganz hundertprozentig zusammen.

So, das waren mal alle dieser Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind.
 
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pianovirus

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Hallo marcus,

Hast du mal versucht deiner Aufnahme etwas Hall unterzumischen? Ich finde, es klingt so trocken. Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck :)

Doch doch, der Überaum ist wirklich extrem trocken, was mir zum Üben übrigens nicht unrecht ist. Aber für eine Aufnahme aus so einem Raum sollte man vielleicht echt etwas Hall verwenden...

Hast Du denn zufällig einen Tipp für Einstellungen (am besten in Audacity)?

LG,
Tobias
 
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pianovirus

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DonBos, super, das ist genau die Art von hilfreichem Feedback, das ich mir erhofft habe. Natürlich höre ich auch noch einige Sachen, die mir nicht gefallen, aber manch Sachen fallen einem von selbst vielleicht nicht auf, etwa wie Deine Kommentare zu 3:58 und 5:12. Danke!
 
violapiano

violapiano

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Hi pianovirus,

also, mir gefällts sehr gut. Auch das Trockene mag ich, brut passt gut! Vllt könnte man noch die Unterschiede zwischen strukturierten und lyrischen Stellen mehr herausarbeiten? Vielleicht kannst Du auch noch mehr mit dynamischen Kontrasten arbeiten, ich kenne die Noten nicht?

Mir gefielen auch die Vorschläge im ersten Satz nicht so gut, ich finde die passen so nicht zu der Stelle, die ja kernig ist in meinen Ohren. Ich würde sie (wenn ich die Sonate spielen könnte:);)) noch schärfer machen.

Manchmal hatte ich das Gefühl, ein paar Stellen wollten Dir ein bissel davon laufen, als ob Du sie gerade so zügeln konntest.

Im letzten Satz sind die schnellen Pasagen der rechten Hand etwas ungeauah, seh grad, haben auch die anderen schon geschrieben. Zum Beispiel 8.20 ff, 8.55 ff.

Ich finde, Du spielst sehr gut und überlegt, schöne Interpretation, wow.

Alles andere haben die anderen schon geschrieben, das brauch ich ja nicht wiederholen.

Das Stück ist für mich leider noch zu schwer verdaulich, sonst stünde das auch auf meinem Speiseplan.:p

LG
violapiano
 
.marcus.

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Hallo marcus,



Doch doch, der Überaum ist wirklich extrem trocken, was mir zum Üben übrigens nicht unrecht ist. Aber für eine Aufnahme aus so einem Raum sollte man vielleicht echt etwas Hall verwenden...

Hast Du denn zufällig einen Tipp für Einstellungen (am besten in Audacity)?

LG,
Tobias
Leider nein. Ich weiß nichts über solche Dinge :-| Aber bestimmt gibt es hier genügend User, die wissen, wie man in Audacity Hall dazu mischt.

Ich hab es jetzt nochmal mit Noten angehört, und traue mich nun doch etwas zu sagen ;)

Ich frage mich, ob es nicht klanglich schöner wäre, wenn man die ersten drei Notengruppen der linken Hand im Dialog mit der rechten spielen würde. Also nicht so, wie die Begleitung ab Takt 3, sondern wie eine Antwort auf diesen (befremdlichen?) Einstieg.

Bei der fp-Stelle klingen die Akkorde des ersten Schlags für meinen Geschmack etwas zu lange nach. Vlt könnte man das so spielen, dass der Akkord kommt und danach ganz unschuldig weiterspielen. Die 16tel motivieren ja diese f-Akkorde nicht. Klingt für mich als würden sie gar nicht richtig von ihnen Notiz nehmen.

In der Durchführung stelle ich mir diesen 16tel Abgesang in Takt 7 & 8 gesungen vor. Diese trockene "mechanische" Spielweise der 16tel übersättigt mich recht schnell. Vielleicht wäre etwas mehr Gesang gar nicht schlecht (auch wenn Haydn mir öfter instrumental erscheint statt vokal).

Wie du gegen Ende der Durchführung die Etablierung des Dominantgrundtons (Fis) darstellst, gefällt mir sehr gut !

In der Reprise eilt die fp-Stelle etwas. Oder höre ich das falsch?

So, mehr von meinen Gedanken möchte ich erstmal niemanden zumuten :D

lg marcus
 
Chaotica

Chaotica

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Hast Du denn zufällig einen Tipp für Einstellungen (am besten in Audacity)?
Von allen Hall-Effekten für Audacity, die mir bisher untergekommen sind, gefällt mir "Classic Reverb" am besten (findet man hier). Er klingt in meinen Ohren gut und hat bereits gute Ausgangseinstellungen, wodurch er leichter zu handhaben ist als z.B. GVerb.

Zu deiner Sonateneinspielung will ich später noch etwas sagen - falls es noch etwas zu sagen gibt, denn es klingt ja jetzt schon sehr, sehr gut... Ich wünschte, meine Fehler wären mal so "peinlich" wie deine. ;)
 
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pianovirus

Guest
Das freut mich, weitere Kommentare -dankeschön! Nur ganz kurz:

also, mir gefällts sehr gut. Auch das Trockene mag ich, brut passt gut!

Ja, insgesamt wollte ich es mit möglichst wenig Pedal spielen. Aber ich sehe schon, was Marcus meint - zusammen mit der trockenen Raumakustik ist das ganze "extra-brut" (gibts das?) und das mag ein bisschen zu trocken sein...

Zitat von violapiano:
Vllt könnte man noch die Unterschiede zwischen strukturierten und lyrischen Stellen mehr herausarbeiten? Vielleicht kannst Du auch noch mehr mit dynamischen Kontrasten arbeiten, ich kenne die Noten nicht?

[...]

Manchmal hatte ich das Gefühl, ein paar Stellen wollten Dir ein bissel davon laufen, als ob Du sie gerade so zügeln konntest.

Im letzten Satz sind die schnellen Pasagen der rechten Hand etwas ungeauah, seh grad, haben auch die anderen schon geschrieben. Zum Beispiel 8.20 ff, 8.55 ff.

Da Stimme in allen Punkten voll zu!

Das Stück ist für mich leider noch zu schwer verdaulich, sonst stünde das auch auf meinem Speiseplan.:p

Immerhin wird diese Art von Speise nicht schlecht, wenn Du sie noch ein bisschen liegen lässt!! ;)

Ich frage mich, ob es nicht klanglich schöner wäre, wenn man die ersten drei Notengruppen der linken Hand im Dialog mit der rechten spielen würde. Also nicht so, wie die Begleitung ab Takt 3, sondern wie eine Antwort auf diesen (befremdlichen?) Einstieg.

Eigentlich war das sogar meine Idee. Die RH "zieht" gewissermassen die LH jeweils hinter sich her. Hmm, scheint nicht so rübergekommen zu sein, insofern ist es gut, dass Du es sagst!

Bei der fp-Stelle klingen die Akkorde des ersten Schlags für meinen Geschmack etwas zu lange nach. Vlt könnte man das so spielen, dass der Akkord kommt und danach ganz unschuldig weiterspielen. Die 16tel motivieren ja diese f-Akkorde nicht. Klingt für mich als würden sie gar nicht richtig von ihnen Notiz nehmen.

Das längere Nachklingen war Absicht; die Idee, war dass die 16tel gewissermassen "aus dem Akkord herauswachsen". Stilistisch ist das natürlich nicht ok, ein Pedal so lange hängen zu lassen und etwas unsauber wird es dadurch auch, selbst wenn man ein bisschen Pedal teilwechselt.

In der Durchführung stelle ich mir diesen 16tel Abgesang in Takt 7 & 8 gesungen vor. Diese trockene "mechanische" Spielweise der 16tel übersättigt mich recht schnell. Vielleicht wäre etwas mehr Gesang gar nicht schlecht (auch wenn Haydn mir öfter instrumental erscheint statt vokal).

Ja, das klingt wirklich sehr dünn und trocken, und im Idealfall wäre es schwebend, quasi immateriell. Dazu habe ich mich noch ein bisschen verspielt...

In der Reprise eilt die fp-Stelle etwas. Oder höre ich das falsch?

Ja, und sie setzt ein Tick zu früh ein, wie DonBos schon meinte. Es gibt ein paar Stellen im 1. und auch 2. Satz (auch eine gute Beobachtung von DonBos) wo ich das tue. Hab' heute fleissig das Metronom angestellt :)

Von allen Hall-Effekten für Audacity, die mir bisher untergekommen sind, gefällt mir "Classic Reverb" am besten (findet man hier). Er klingt in meinen Ohren gut und hat bereits gute Ausgangseinstellungen, wodurch er leichter zu handhaben ist als z.B. GVerb.

Danke für den Tipp, Chaotica. Also bei der nächsten Aufnahme aus dem Raum versuche ich mal mit einem kleinen bisschen von diesem Classic Reverb. Bin gespannt!

Liebe Grüsse,
Tobias
 
klaviermacher

klaviermacher

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Hallo Pianovirus,

Tipps kann ich Dir keine geben, aber ich hab mir Deinen Haydn mit Freude angehört. :) Deine Einspielung entschädigt mich für das, was ich im Haydn-Jahr 2009 hier im Forum vermisst habe. ;)

Übrigens - ich sehe die Pianomania Filmzeitschrift oder Promo an Deiner Wand hängen. Vor ein paar Wochen habe ich mir den Film angesehen und muss sagen, er war wirklich gut. Hat es den Film in der Schweiz schon gespielt? Die deutschen Kinobesucher müssen ja noch eine Weile warten auf den Kinostart.

LG
Michael
 
K

kristian

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Hallo Tobias,

zuerst einmal, es hat mir Spass gemacht, Deine Interpretation anzuhören.
Bei dem Anfang stimme .marcus zu, dass ich Dialog zwischen linker und rechter Hand bevorzugen würde. In meinen Augen hat die linke Hand da einen gewissen Doppelcharakter. Zum einen wird sie, wie Du schon anmerkst, von der rechten Hand gezogen, zum anderen bereitet sie für mich aber auch jeweils den nächsten Ton in der rechten Hand vor. Vielleicht kannst Du Dir einen Pfeil jeweils von letzten Achtel in der linken Hand zur rechten Hand denken. Das ist natürlich etwas tricky, weil das staccato links für eine akustische Lücke sorgt, die gedanklich überwunden werden sollte. Ich bin sicher, dann gelingt es Dir besser, die Spannung bis hin zum 3.Viertel des zweiten Taktes aufzubauen, und der Anfang fesselt bereits Deine Zuhörer.
Die 16tel rechts in Takt 5 finde ich persönlich etwas zu hart gespielt, und ich würde die Wiederholung (Takt 6) deutlich leiser spielen, dann wirkt der Übergang beim dritten Anlauf (wieder lauter) meiner Meinung nach spannender.

Grüße,
Kristian
 

sorell

sorell

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Hallo Pianovirus,

Super gespielt und sehr guter klang!

Sag mal, was für einen Flügel du hast? ist das Yamaha?
auch noch die Frage... ich habe gesehen, Du hast die Wände mit Eierkörbchen geklebt. Hilft das tatsächlich zu dämmen? ich habe auch Probleme, das mein Spielen viele stört.

danke, sorell
 
P

pianovirus

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Hallo sorell,

vielen Dank! Was die Eierkartons betrifft: ich habe in meiner Faulheit einfach den status quo meiner Vorgänger in dem Raum übernommen; die hatten sie angebracht, um die Akustik innerhalb des Raums zu verbessern. Ich habe mir sagen lassen, dass sie dafür schon nicht gut sind, und zum Dämmen nach aussen nutzen sie leider so gut wie gar nichts (das scheint wesentlich aufwendiger zu sein, deshalb bin ich mit dem Flügel auch in einen Überaum gezogen).

Liebe Grüsse,
Tobias
 
M

matzelo94

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Zum Video:
Mir gefällts;)
Und da ich das original nicht kenn, hab ich auch keine Fehler gefunden.

Zum Thema Eierkarton:
Eierkartons dämmen nach außen hin null komma null. Der Schall verschwindet jedoch zum größten Teil um ihn aber komplett weg zu bekommen braucht es da was andres.
Und das man nach außen hin gar nichts mehr hört, müsste der Überaum komplett vom Raum entkoppelt sein, bzw. aufwendig gedämmt sein, aber ich glaub im Klavierspielen & Klavierüben Abteil, gibt es darüber schon einen Thread, da hatte mal jemand nach Übungsräumen gefragt.
 
Fips7

Fips7

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Hallo Pianovirus,

ich bin erst jetzt dazu gekommen, deine Haydn-Sonate anzuhören. Im Grunde ist von den anderen alles schon gesagt worden, so dass ich nicht mehr viel hinzufügen kann. Der erste Satz der Sonate gefällt mir schon sehr gut. Weniger überzeugt hat mich der letzte Satz, da ist vieles noch etwas durcheinander, die Präzision stimmt noch zu wenig. Infolgedessen wirkt dieser Satz auf mich auch etwas "angestrengt". Ich bin aber sicher, dass du den typischen Haydn-Esprit noch zum Leben erweckst, sobald du sicherer bist.

Ich wünsche dir jedenfalls noch eine gute Weiterarbeit mit dieser wunderschönen Sonate. Wann ist denn der Wettbewerbstermin?

Grüße von
Fips
 
klavigen

klavigen

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Hi Pianovirus,

du forderst ja Kommentare heraus und deshalb gebe ich auch etwas Senf dazu;)

Wie schwer das zu spielen ist merkt man ja erst richtig, wenn man es selbst macht.

Ich hätte Vorschläge en detail und auch für das ganze Stück.

Beginnen wir mit den Verzierungen des 1. Satzes. Das wurde ja bereits angesprochen und ist dir wohl auch bewusst. Die Doppelschläge würde ich genauer ausführen. Es gibt doch diesen guten Fingersatz 4321 , den du sicher kennst und der das fast in jedem gewünschten Tempo ermöglicht. Bei dir sind die Unterschiede zwischen Pralltriller und Doppelschlag schwer auszumachen.

Die punktierten Sechzehntel z.B. ab Takt 11 könnte man schärfer in der Punktierung spielen. Das ist mir bei dir zu sehr eingeebnet.

Im 2. Satz fällt mir auf, dass der Unterschied zwischen einer Dissonanz und der nachfolgenden Auflösung nicht gross genug ist. Die DIssonanz erscheint mir immer zu schwach gespielt.

Im 3. Satz - nun das ist ebenfalls aufgefallen gibt es unsynchrone Stellen, die aber dann besonders auffallen, wenn es diese Hin- und Herbewegung gibt wie:

defisedefise usw. und links die Achtel.

Das hat ja Ursachen und da du eigentlich fast schon ein Meister der Geschwindigkeit sein kannst wirst du das auch schnell verbessern können.

Ich empfehle diese Stellen mit vertauschten Rollen der Hände zu spielen. Also links das 16tel Genudel und rechts die Achtel Oktaven. Beobachte mal welche Weise dir besser gelingt.

Ich habe nun mehrfach genau hingesehen und glaube, dass du bei den 16teln dein Handgelenk nicht frei im erforderlichen Rhythmus schwingen lässt. Nun, Schwingen könnte missverstanden werden. Es sind minimal kleine elliptische Kreise (wieder so ein Wort - elliptische Kreis) ich hoffe du verstehst es trotzdem. Jedenfalls sind diese minimalen Schwünge, die nicht unterdrückt sein dürfen nicht synchron zum Rhythmus der begleitenden Achtel.

Dadurch entsteht hier der Höreindruck, als jage die linke Hand die Rechte, die aber nicht ganz mitkommt und deshalb stolpert.
Stell dir diese Stellen so vor, dass die Rechte die Schnellere ist und die linke Jagd. sobald dir das in der Vorstellung und dann auch in Praxis gelingt, wird es wie aus einem guss klingen.

Und jetzt noch kurz zum Gesamteindruck.

es ist mir alles etwas zu weich und zu leise. Es fehlen mir Zäsuren und Atem. Und es gibt zu wenig Unterschiede in der Lautstärke. Du Spielst die Sonate, als sei sie bereits durch einen Kompressor oder Limiter gegangen.

Sollte das deine Auffassung sein möchte ich sie dir nicht nehmen. Aber die sonate hat nach meinem Geschmack doch mehr Kraft und die würde ich deutlich machen.

Da gibt es doch gerade im 3. Satz jede Menge Rede und Gegenrede zwischen rechts und links.
Bei den schon angesprochenen 16teln und den Oktaven ist links Begleitung und die Oktaven sind die Hauptsache. Lass das doch deutlicher hören. du bist da eher auf gleicher Lautstärke.

viel Spass weiterhin mit der Sonate
 
P

pianovirus

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Vielen Dank für die weiteren Kommentare; ich drucke sie jeweils alle aus und nehme sie zum Üben mit! Hat schon viel geholfen und der dritte Satz verbessert sich schon deutlich. Melde mich am Wochenende nochmal länger, nur ganz kurz als erstes:

Zitat von klavigen:
Dadurch entsteht hier der Höreindruck, als jage die linke Hand die Rechte, die aber nicht ganz mitkommt und deshalb stolpert.
Stell dir diese Stellen so vor, dass die Rechte die Schnellere ist und die linke Jagd.

Genau denselben Vergleich hat mein Lehrer auch gemacht! Das prägt sich jetzt noch besser ein, wo ich's auch noch von Dir gehört habe!

Zitat von Fips7:
Ich wünsche dir jedenfalls noch eine gute Weiterarbeit mit dieser wunderschönen Sonate. Wann ist denn der Wettbewerbstermin?

Freut mich, dass sie Dir auch so gut gefällt, Fips! Ich finde sie nämlich auch wunderschön - ein echtes Kleinod, das man immer noch mehr schätzen kann, je mehr man sich damit beschäftigt. Ich komme langsam auf den Klassik-Trip! :p Von Czerny gibt's da eine echt tolle Sonate (kein Witz!), op.7 oder so. Das wär auch mal was. Der Wettbewerb ist am 8. April....die Zeit wird langsam knapp, aber ich kann noch sehr viel üben bis dahin...und morgen mache ich das zweite Probevorspiel, mal sehen wie es wird.

Zitat von sorell:
Sag mal, was für einen Flügel du hast? ist das Yamaha?
Ja, genau! Ein C3. Bin ganz happy damit, auch wenn er mir gerade etwas Ärger macht mit leichten aber nervigen Geräuschen bei der Tastenauslösung... :cry:

Übrigens - ich sehe die Pianomania Filmzeitschrift oder Promo an Deiner Wand hängen. Vor ein paar Wochen habe ich mir den Film angesehen und muss sagen, er war wirklich gut. Hat es den Film in der Schweiz schon gespielt? Die deutschen Kinobesucher müssen ja noch eine Weile warten auf den Kinostart.

Ja, er läuft schon in der Schweiz. Am Sonntag gehe ich rein, bin schon sehr gespannt! Allen Leute, die ihn schon gesehen haben ging es wie Dir - begeistert! Aber ein Film mit dem Titel wäre für mich so oder so Pflichtprogamm :D
 

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