Gibt es eine Art "Finger-Legato"???

  • Ersteller des Themas Debbie digitalis
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Dein Vorschlag, den f-des-Wechsel nicht mit 4-2 sondern mit 1-3 zu spielen passt leider nicht in den Gesamtzusammenhang des Notentextes (den man auf der von mir eingefügten Mini-Grafik ja leider kaum lesen kann!) Du musst nämlich bereits in Takt 26 (der zweite Takt in der eingefügten Abbildung) auf der Zählzeit 5 einen Fingerwechsel auf Finger 1 vornehmen, der - wenn du mit 1-3 in Takt 25 beginnst überhaupt nicht klappt.
So ganz überzeugst Du mich nicht, das bei dem Aufwärtslauf in Takt 26 1-2-1-... schwieriger sein soll als 2-3-1-...;)
Vielleicht wäre aber Kompromiß für Dich gangbar: Die Tonwechsel wie von Leoniesophie vorgeschlagen mit 1-3 und das letzte des in 26 (der Beginn des Aufwärtslaufes) mit 2. Dann wärst Du in der zweiten Takthälfte wieder auf vertrautem Terrain.
 
Liebe Debbie,

du könntest auch 5-2 für f-des nehmen. Auch Fingerwechsel zwischendurch sind möglich.

Ansonsten könntest du auch die linke Hand spielen und mit der rechten nur auf deinem rechten Oberschenkel (da merkst du, wenn du plötzlich schwer wirst) oder auf dem Notenpult spielen mit sehr leichter Hand. Geschmeidig, weich und durchlässig sollte sie spielen und das kann auch erst mal in sehr langsamem Tempo erfolgen.

Liebe Grüße

chiarina

P.S.: Liebe Nica, schau mal hier: https://www.clavio.de/forum/klavierlehrer-forum/12257-abknicken-des-vorderen-fingergelenks.html

Und: versuche mal, dich mit verschiedenen einzelnen Fingern am Kopf zu kratzen. Klappt doch sicher, oder? Dann versuch das mit allen Fingern gleichzeitig auf einer Tischplatte, am besten in der entspannten Position, die Rolf vorgeschlagen hat (mit auf dem Tisch aufliegendem Unterarm!). Auch mal mit einzelnen Fingern. Später kann man dann den Unterarm aufheben wie eine Hängebrücke - er muss aber ganz leicht sein. Vielleicht ist auch grundsätzlich dein Arm zu schwer und lastet mit vollem Gewicht auf den geplagten Fingern. :p
 
Sehr interessant! (Habe ich mir aber auch schon gedacht.)

Ein weiterer Beweis dafür, daß der Glaube, es liege an "zu schwachen Muskeln", "hypermobilen Gelenken", "schwachem Bindegewebe" etc. pp., in den meisten Fällen falsch ist und lediglich ein kompetenter Lehrer nötig wäre, um die Bewegungsgewohnheiten in zweckmäßige Bahnen zu lenken. (Und dementsprechendes aufmerksames Üben natürlich.)

LG,
Hasenbein
 
Hallo Debbie digitalis,

wie spielst du denn leggiero, kannst du mal beschreiben, wie die Bewegungsaläufe sind?
Mich würde das interessieren.

Gruß VP

@hasenbein:
natürlich gibt es hypermobile Gelenke, und schwache Muskulatur!
Manche haben es da schwerer, ich hatte am Anfang auch Probleme mit der Stabilität der Hand.
Hat sich allerdings gegeben durch richtiges und konsequentes Üben der Handhaltung und Anschlagskontrolle und-Verbesserung. In sofern hast Du recht.
 
Die Hälfte der Zeit in diesem Forum bin ich damit beschäftigt, Leute darauf hinzuweisen, daß sie etwas in einen Beitrag von mir hineingelesen haben, was da beim besten Willen nicht steht... grmpf...
Also: Ich habe mitnichten geschrieben, es gebe keine hypermobilen Gelenke oder schwachen Muskeln, sondern lediglich, daß es in den meisten Fällen unrichtig ist, die "Schuld" für die hier behandelten Spielprobleme dort zu suchen.

LG,
Hasenbein
 
Die Hälfte der Zeit in diesem Forum bin ich damit beschäftigt, Leute darauf hinzuweisen, daß sie etwas in einen Beitrag von mir hineingelesen haben, was da beim besten Willen nicht steht... grmpf...
Also: Ich habe mitnichten geschrieben, es gebe keine hypermobilen Gelenke oder schwachen Muskeln, sondern lediglich, daß es in den meisten Fällen unrichtig ist, die "Schuld" für die hier behandelten Spielprobleme dort zu suchen.

LG,
Hasenbein

hasenbein, du haust anderen im Forum so oft Dinge um die Ohren, wieso jetzt so empflindlich?
Wenn du den ganzen Absatz genau gelesen hättest, dann hättest du mitbekommen, dass ich dir in Sachen Üben zugestimmt habe.

Tenor meiner Aussage:
Menschen mit hypermobilen Gelenken und schwacher Muskulatur neigen eben auch zu einer schlaffen Handhaltung(, oder eben, um diese auszugleichen, wiederum zur erhöhten Anspannung)
Jemand, wer hypermobile Gelenke hat, muss sich die richtige Handstellung erst erarbeiten, dazu gehört auch der Aufbau er entsprechenden Muskulatur.

Eine zu schlaffe Hand ist doch ebenso wenig zuträglich fürs Klavierspielen wie eine zu angespannte.
 
Hallo Debbie digitalis,

wie spielst du denn leggiero, kannst du mal beschreiben, wie die Bewegungsaläufe sind?
Mich würde das interessieren.

Gruß VP

Hallo violapiano,

so richtig kann ich dir das sicher nicht beschreiben, da ich es noch nicht so hinbekomme, wie ich es gerne hätte.

Meine KLin sagt dazu: aus den Fingern heraus dicht an den Tasten spielen, an der Oberfläche bleiben, nicht in den Tastengrund spielen (was rolf ja auch sagt); die Finger müssen eine gewisse Anspannung dabei haben, die Mittelhand darf nicht zusammenfallen, das Handgelenk muss locker sein.

Es ist bei mir ja, nachdem ich nun mal etwas intensiver damit befasst habe schon viel besser geworden. Allerdings ist der allerletzte Groschen m.E. noch nicht gefallen!

LG

Debbie digitalis
 

Zitat von Anatol Analogon:
So ganz überzeugst Du mich nicht, das bei dem Aufwärtslauf in Takt 26 1-2-1-... schwieriger sein soll als 2-3-1-...
Vielleicht wäre aber Kompromiß für Dich gangbar: Die Tonwechsel wie von Leoniesophie vorgeschlagen mit 1-3 und das letzte des in 26 (der Beginn des Aufwärtslaufes) mit 2. Dann wärst Du in der zweiten Takthälfte wieder auf vertrautem Terrain.

Zitat von chiarina:
du könntest auch 5-2 für f-des nehmen. Auch Fingerwechsel zwischendurch sind möglich.
Ansonsten könntest du auch die linke Hand spielen und mit der rechten nur auf deinem rechten Oberschenkel (da merkst du, wenn du plötzlich schwer wirst) oder auf dem Notenpult spielen mit sehr leichter Hand. Geschmeidig, weich und durchlässig sollte sie spielen und das kann auch erst mal in sehr langsamem Tempo erfolgen.

Hallo Anatol und chiarina,

danke für eure weiteren Fingersatzschläge! Ich bin noch nicht dazu gekommen, sie auszuprobieren, werde es aber bei nächster Gelegenheit tun. Andererseits glaube ich, dass mein Problem weniger an den Fingersätzen an sich liegt als an dem grundsätzlichen Verständnis der Anschlagsweise. Mittlerweile bin ich ja aufgrund der zahlreichen guten Tipps, die ich hier erhalten habe schon recht gut weitergekommen.

@chiarina
Rechte Hand zwischendurch mal auf dem Oberschenkel spielen, hatte mir meine KLin auch schon mal empfohlen. Das mache ich auch!

LG

Debbie digitalis
 
Hallo miteinander,

als ich mich das letzte mal mit diesem Präludium befasst habe, habe ich mich u.a. mal auf die Takte 31 bis 34 der schon erwähnten Passage konzentriert.

Ich füge sie hier noch mal ein, damit ihr sie sehen könnt:
Bitte die Grafik anklicken, dann wird sie größer und lesbar

Präludium Glière T. 31-34.jpg

Meine Frage hierzu ist dieses Mal keine Technik-Frage, sondern eine Frage, die eher die Harmonien bzw. Musiktheorie betrifft. Da ich auf beiden Gebieten nur ausgesprochen dürftige Kenntnisse habe, möchte ich euch folgendes zu dieser Passage schildern:

1)
In der linken Hand beginnt die melodische Phrase in Takt 31 (die in Takt 32 beendet wird) mit der aufsteigenden Tonfolge as-c-e-as-c. Diese Tonfolge klingt m.E. ziemlich dissonant. Also schaue ich mir die Intervalle an: Es sind alles große Terzen, die aus dem Tonmaterial as-c-e-as (aufsteigend) gebildet sind.

Daher meine Frage:
Handelt es sich bei as-c-e-as um einen besonderen Akkord und wenn ja, um welchen?

2)
In Takt 33 und 34 wird es noch mal interessant und schräg!
Auch in diesen Takten werden ausschließlich die Töne as, c und e verwendet. Und zwar dieses Mal so:

Takt 33:
as-c (aufsteigend), dann (absteigend): as-e-c-as
(das sind die ersten 6 Achtel des Taktes)

e-as (aufsteigend), dann (absteigend): e-c-as-e
(das sind die letzten 6 Achtel des Taktes)

Takt 34:
c-e (aufsteigend), dann (absteigend): c-as-e-c
(das sind die ersten 6 Achtel des Taktes)

as-c (aufsteigend), dann (absteigend): as-e-c-as
(das sind die letzten 6 Achtel des Taktes)

Danach ab Takt 35 kommt das Thema, das ganz am Anfang des Präludiums schon gespielt wurde noch mal dran.

Betrachte ich die Intervalle in Takt 33 und 34, so sehe ich, dass es sich wieder ausnahmslos nur um große Terzen handelt! Daher klingen diese beiden Takte auch nach wie vor noch recht dissonant. Was ist mit dem Akkord as-c-e-as aus Takt 31 gemacht worden? Es kann doch kein Zufall sein, dass immer nur große Terzen herauskommen?

LG

Debbie digitalis
 

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