Frustriert-kein Weiterkommen!

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Emma

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Bin z.Zt. nicht gut drauf, fange wieder alles an und schaffe im Endeffekt gar nichts. Nicht mal den "Ikea-Song" schaffe ich ohne Probleme, breche mir total einen ab, wie man so schön sagt. Ich weiß nicht was ich üben soll, fange mehrere Stücke gleichzeitig an, schwanke zwischen Modern und Klassik, und kaum spiele ich ein Stück, gebe ich schon wieder auf und bin einfach nur sauer.
Kennt ihr diesen Zustand? Soll ich eine Pause einlegen (kann ich aber irgendwie auch nicht so richtig)? Etüden spielen? Den "Hanon"? Bin etwas frustriert....
LG
 
violapiano

violapiano

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Hallo!
Das Gefühl von nicht weiterkommen kenne ich auch, aber meistens ist das ja sehr subjektiv. Und, wie ich glaube, zwischendurch normal. Manchmal stagniert es etwas, dann geht's wieder voran. Also nicht überbewerten (sollte ich mir auch hinter die Ohren schreiben ;) )!
Vielleicht hast Du nicht genug innere Ruhe zum Spielen oder Üben? Oder nimmst Dir zu viel vor?

LG
violapiano
 
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Emma

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Hallo Violapiano,
ja, wahrscheinlich sind meine Ansprüche zu hoch, ging einfach wohl zu schnell voran am Anfang, meine Kl war immer total beeindruckt, aber inzwischen nicht mehr. Ich merke dass ich wirklich was tun muss, meine Finger folgen mir nicht immer so wie ich möchte, aber ich bin schon auf dem richtigen Weg. Nur manchmal sehe ich dann halt den langen Weg vor mir, und neulich hab ich hier eine Einspielung gehört von Chopin, dem "Waltzer", eines meiner Lieblingsstücke, und ich merke daran halt, WIE weit ich noch entfernt bin. Ihr seid hier alle doch schon ganz schön weit gekommen, und dabei sind wir doch alle hier Anfänger. Aber ich will nicht jammern, weiss ja, dass ich was tun muss!
LG
 
violapiano

violapiano

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Hallo Emma,
dann sind wir zwei Lob-Verwöhnte, denen es relativ leicht fällt. Trotzdem ist es ein langer Weg, bis man etwas ordentich spielen kann.
Mit dem hohen Anspruch hat man viel Ansporn, die Latte liegt aber auch immer etwas zu hoch! Und das kann frustrieren.
Ich kenne auch gut Phasen, in denen ich frustriert bin. Mir hilft darüber hinweg, wenn ich mir noch mal revuepassieren lasse, was ich schon erreicht habe in relativ kurzer Zeit. Du wirst sehen, es ist doch schon etwas?

LG
violapiano
 
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Emma

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Hallo Violapiano,
danke für die "Aufbauer"! Ja, du hast recht, ich sollte nicht immer sehen was ich noch nicht, sonder was ich SCHON geschafft habe,, aber manchmal ist man einfach so ungeduldig, möchte einfach alles spielen können, denn man hat das Stück schon komplett im Kopf-bis auf die doofen Finger.
LG
 
fisherman

fisherman

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Hach Emma, mir gehts grad genauso! Aber dann sage ich mir: "Wenn Dir jemand vor 11 Monaten gesagt hätte, was Du jetzt spielst, hättest Du es nicht geglaubt."

Dann gehts wieder.





Zähneknirschend.



Auf dem Weg zum nächsten "Flow & High" :D
 
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Lalona

Guest
Hi Emma,

oh ja, solche phasen gibts genügend, jedenfalls meiner Erfahrung nach ;) Du kannst jetzt entweder Pause machen, oder dir irgendetwas anderes zum auch-reinsteigern suchen (sodass du bzgl. Klavier wieder einen klaren Kopf bekommst), oder du nimmst dir vor dem Üben vor, einfach nur spielen zu wollen, ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Also schon üben (nicht über Fehler wegspielen ;-)) , aber denk nicht an das, was du erreichen willst. Du und das Klavier, das ist genug für den Moment. genieße es. Du musst niemandem etwas beweisen, auch und schon gar nicht dir selbst.

Alles Liebe und viel Spaß
 
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Emma

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Hach Emma, mir gehts grad genauso! Aber dann sage ich mir: "Wenn Dir jemand vor 11 Monaten gesagt hätte, was Du jetzt spielst, hättest Du es nicht geglaubt."

Dann gehts wieder.

Hi fisherman,
bei mir waren die zeitlichen Abstände nicht so klar wie bei dir, aber natürlich ist man weiter als vor einem Jahr. Merke ich z.B. daran, wenn ich mir alte Noten rauskrame und diese plötzlich mit einer Selbstverständlichkeit spiele die ich vorher so nicht kannte. Geht dann viel flüssiger. Beginne jetzt erst allmählich, die Noten -zumindest rechts- blind zu spielen. Klingt blöd, aber ich habe bestimmt über 2 Jahre immer auf die Tasten geschaut, und auf die Noten, war super anstrengend. Das Gefühl für die Abstände stellt sich doch recht langsam ein. Links muss ich immer mit einem Auge absichern, schafft man es jemals, ein ganzes Stück vom Blatt zu spielen ohne auf die Tasten zu schauen? Das ist mein Hauptproblem wenn ich ehrlich bin. Das behindert mich, lässt mich stocken und ich weiß nicht wie ich es beheben soll. Ist ja nicht wie Schreibmaschine schreiben. Wie lange dauert das? Oder schaffen es einige nie?
Was spielst du denn gerade?
LG
 
violapiano

violapiano

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Hallo Emma,

warum um alles in der Welt willst Du unbedingt blind spielen?:confused:
Ich glaube, dass es von alleine kommt, wenn alles sicherer ist.

Du setzt Dich doch zu sehr unter Druck, meinst Du nicht?;)

Etwas mehr Geduld, bitte! (violapiano, pack dich mal an die eigene Nase...)
Ja, bekanntlich sieht man beim anderen viel eher, was man selbst auch verkehrt macht, hmh?

LG
violapiano
 
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Emma

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Hallo Emma,

warum um alles in der Welt willst Du unbedingt blind spielen?:confused:
Ich glaube, dass es von alleine kommt, wenn alles sicherer ist.

Du setzt Dich doch zu sehr unter Druck, meinst Du nicht?;)

Etwas mehr Geduld, bitte! (violapiano, pack dich mal an die eigene Nase...)
Ja, bekanntlich sieht man beim anderen viel eher, was man selbst auch verkehrt macht, hmh?

Äh, ich dachte dass alle Pianistn "blind" spielen, jedenfalls schließen die doch teilweise in den Einspielungen (bei Youtube) die Augen und sehen gar nicht mehr auf die Tasten? Okay, habe keine Ahnung wann der Zeitpunkt dafür da ist, es ist auch im Moment nicht mein Ziel, dachte nur dass ich "spät" dran bin, das beruhigt mich dann ja auch wieder. Aber dieses Hin-u-Hergucken ist schon teilweise anstrengend. Ich versuche dann immer, das Stück relativ auswendig zu lernen. So brauche ich nur auf die Tasten schauen:)
 
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nuvole bianche

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Das Gefühl, dass es nicht vorangeht, kenne ich nur zu gut. Meistens rührt es aber daher, dass ich mir zuviel auf einmal vornehme. Wenn das Stück nicht gleich klingt, wie ich es vom Hören gewöhnt bin, irritiert mich das. Ist natürlich Mumpitz, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.Von daher würde ich dir auch empfehlen, Schritt für Schritt voranzugehen und dich über das zu freuen, was du schon erreicht hast.Und den Rest wirst du bestimmt auch noch hinkriegen, das mit dem Blindspielen wirst du schneller schaffen, als du vielleicht denkst.
Mit anderen hat man ja bekanntlich noch Geduld- aber mit sich selbst...
 

E

Emma

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Danke, "weisse Wolke",
ihr seid echt alle sehr lieb und aufbauend hier, bin echt happy dass es so ein Forum gibt.
Ich freu mich ja auch darüber, was ich schon spielen kann, vor allem hoffe ich dass ich "am Ball bleibe", viele meiner Hobbies habe ich nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Kann ich mir beim Klavier allerdings gar nicht vorstellen. Immerhin sind es schon 3 Jahre. Und einmal ein Stück von Chopin spielen (bevor ich ins Gras beisse)-hach! Krieg ich schon noch hin. Wenn ich erstmal in Rente bin (so in 20 Jahren) hab ich ja auch noch Zeit:)
 
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ozzy66

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Manchmal habe ich auch das Gefühl, man kommt in solche Frustrationsphasen besonders leicht hinein, wenn der Biorhythmus aus dem Takt ist. :D Da reichen dann vielleicht auch zwei Tage Pause ohne gleich ans längere Aufhören zu denken. Und seit ich meine Messlatte auf die Marke 'Hauptsache es macht Spaß' gelegt habe, übe ich viel gelassener mit dem Nebeneffekt, dass es tatsächlich immer irgendwie voran geht. Ergo - nur nicht Verkrampfen! :floet:
 
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Emma

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ich kämpfe mit "summertime" und bau mich mit den alten stücken auf. An weihnachten kann ichs bestimmt richtig gut :D
"Summertime" aus "Porgy und Bess"? Das mag ich sehr, gerade wenn es schön jazzig gespielt wird, ich krieg das noch nicht hin (habe verschiedene Bearbeitungen, aber alle nicht ganz einfach, eine davon aus "Bar Piano".
Ich bin immer noch bei den Stücken aus dem "Sonatinenband" von Heumann, sind zumindest alles Originale. Kuhlau z.B. finde ich ganz gut, auch Kabalewski, ich finde allerdings, dass man den Anfänger besonders an den modernen Stücken "erkennt", daher spiele ich noch lieber die alten Meister. Gerade jazzige Stücke müssen fehlerfrei und locker gespielt sein, ist meine Meinung.
Dass du es vielleicht gerade Weihnachten spielen kannst: würde mich nicht die Bohne stören, viele Leute kennen das Stück doch gar nicht. Schlimmer finde ich Weihnachtslieder im Sommer:)
Also ich kämpfe mich auch weiter vor! LG
 
H

Hacon

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ging einfach wohl zu schnell voran am Anfang, meine Kl war immer total beeindruckt, aber inzwischen nicht mehr. Ihr seid hier alle doch schon ganz schön weit gekommen, und dabei sind wir doch alle hier Anfänger. LG
Daran musst du dich wohl gewöhnen. War bei mir nicht anders. Aber die Lehrer gewöhnen sich da nunmal dran, und das dicke Lob kommt dann nur noch, wenn man sich schon besonders anstrengt ( z.B. von einer auf die andere Unterrichtsstunde ohne Absprache neues Stück gelernt und ausgearbeitet, oder innerhalb einer Woche durch täglich 3h üben, sehr weit kommen)

Was heißt hier, wir sind alles Anfänger hier? OK, ich, du, und fisherman zwar schon, aber hier gibts auch durchaus erfahrene Konzertpianisten:rolleyes:

aber manchmal ist man einfach so ungeduldig, möchte einfach alles spielen können, denn man hat das Stück schon komplett im Kopf-bis auf die doofen Finger. LG
Uiuiui, wenn das Klavigen ließt:bongo:

Äh, ich dachte dass alle Pianistn "blind" spielen, jedenfalls schließen die doch teilweise in den Einspielungen (bei Youtube) die Augen und sehen gar nicht mehr auf die Tasten? Okay, habe keine Ahnung wann der Zeitpunkt dafür da ist, es ist auch im Moment nicht mein Ziel, dachte nur dass ich "spät" dran bin, das beruhigt mich dann ja auch wieder.
Da hast du wohl was falsch verschwanden. Es ist keineswegs nötig, das Blind-Spielen zu erzwingen. Du wirst sehen, dass irgendwann Stellen in Stücken kommen, wo du von innen heraus das Bedürfnis verspürst, die Augen zu schließen, um dich noch mehr in die Musik fallen zu lassen.
Das musst du nicht erzwingen.
 
Alabama

Alabama

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Hallo Emma!

als ich mich so "bei dir" durchgelesen habe musste ich ab und zu schmunzeln ;) ! Es geht doch wirklich allen gleich! Ich bin auch noch eine ziemliche Anfängerin und bringe mir das Klavierspielen nun selbst bei. Zwar hatte ich als Kind mal 1-2 Jahre Unterricht und dann 1 Jahr später mal noch, aber das war nie von Erfolg gekrönt.

Nun probiere ich, nicht mehr so zu sehen was ich NICHT kann, sondern nur das, WAS ich kann!! Das scheint zu funktionieren. Es befreit mich von einem gewissen Druck und ich freue mich über jedes neu erarbeitete Stück das ich kann! Wohlgemerkt: das sind noch sehr einfache Stücke, ABER, erstmals in meiner ganzen Klavierspielzeit erlebe ich, dass ich ein Stück einfach locker vom Hocker spielen kann. Das hat früher nie geklappt! Keine Ahnung warum. Nun geniesse ich es, die Stücke meiner Tochter mitzuspielen und hoffe sehr, dass ich am Ball bleiben kann. Sie hat im Februar angefangen Klavier zu spielen und hat nun seit August Klavierstunden.

Also - mach weiter, bleib locker und freu dich ab dem, was du schon kannst!

herzliche Grüsse!
 
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Emma

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Hallo Alabama,

danke für deine aufbauenden Worte! Meine Tochter spielt seit 3 Jahren, seitdem war auch mein Interesse geweckt, auch ich habe es erst im Selbststudium versucht. Bin aber dankbar für die 2 Stunden im Monat, die ich nun doch nehme, ohne Unterricht wäre ich ganz sicher wieder an einer Stelle nicht mehr weitergekommen und dann hätte ich alles hingeschmissen. Ich kenn mich. Auch ich spiele die Stücke meiner Tochter mit (obwohl sie längst nicht so fleissig ist wie ihre Mama, aber die muss ja auch keine Hausaufgaben mehr machen), kann ihr auch helfen.
Auch für dich liebe Grüße!
 
Stilblüte

Stilblüte

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Bitte >hier< weiter.

Und ich sags nochmal:
Grundlegende Kritik ist bei Amfortas und mir fehl am Platz.
Wir sind nur die Ausführende Gewalt :cool:
 
JRMeijin

JRMeijin

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Hey Leute und hey Emma.
Also ich spiele seit einem Jahr Klavier (habs mir selbst beigebracht).
Als ich mal versucht habe Non piu andrai aus Mozart's Figaro (kennt ihr 100 pro, man kriegt jedenfalls schnell einen Ohrwurm) hatte ich auch beim Hauptthema, mit dem das Stück auch beginnt, ziemliche Probleme, da die Noten im Violinschlüssel in einem versetzten Rhythmus gegenüber der linken Hand liegen bzw. gespielt werden. Ich war echt wütend auf das Stück, weil ich das so unbedingt spielen wollte^^ Naja jedenfalls nach 2 Monaten hab ich das Stück nocheinmal zur Hand genommen und siehe da, ich konnte es auf einmal mit Leichtigkeit spielen. Natürlich hab ich in den 2 Monaten auch viel gespielt^^ wie das Hauptthema von Für Elise und den 2. Satz von Mozarts 15. Sonate (der übrigens den gleichen Rythmus hat, wie bei Figaro.)

Naja vielleicht versuchst du (Emma) mal für eine Weile etwas anderes zu spielen. Jedenfalls bist du nicht die einzige, die solche Probleme haben =D


Bis dann Leute =D
 
 

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